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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1904-01-01 · No. 12. (1904) · p. Seite 47

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
28 (1904)
Issue
No. 12. (1904)
Date
1904-01-01
Page
Seite 47 (sequence 3)
Language
German
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‘**»׳■י)׳'?ר7*! ׳ 47 -!ז״•?•*־׳.ייerblinden י); denn sobald dieses Grübchen vertrocknet, hört das natürliche Wachstum des Haares auf* 2). Das schwarze Haar ist daher das Bild der üppigen, Kraft3), während das graue auf die Erschöpfung der Kraft hinweist 4). Das Haar wächst nicht von der Spitze, sondern von der Wurzel aus; daher kommt es, daß die Wurzel grau erscheint, wenn Greise, um jugendlicher! zu erscheinen, ihr Haar färben5), ebenso daß Lamiinwolle, wenn sie gefärbt wird, an der Wurzel auseinander geht, während der obere Teil von der Faijbe zusammengehalten wird.6) Das Kopfhaar büßet bei dem menschlichen Körper die Grenze nacß oben, wie der Nagel an der Zehe die Grenze nach! Unten bezeichnet7). Die Farbe des Kopfhaares bei den Judjen war schwarz8). Das schwarze Haar ist der Schmück der Jugend, das graue die Krone des Alters9). Die Bewohner von Mamla starben zumeist schwarzhaarig10). Das schwarze Haar wird durch den ‘ Hautausschlag am Kopfe (Nethek, Grind) und: Barte gelblich und fällt zuweilen ganz aus11). Man unterschied den Aussatz des Hinterglatzkopfes, der das Haar von oben nach unten, von dem Aussatz des Vorderglatzkopfes, der es an den Seit|en des Antlitzes, an Stirn und Schläfe ausfallen möchte12). Der Aussätzige mußte sein Haar schneiden13). jKrankheiten, oft auch jäher Schmerz bewirken d^8 Ausfallen des Haares — großer Schmerz vermag! dessen Wachstum sogar für immer zu zerstören14). ') B. b. 16 a; Lev. r. 16, als Hinweis auf die göttliche Vorsehung: es vermag nicht ein Mensch den anderen, doch eine Regierung die andere um Haaresbreite zu verdränge)! ,־ Joma 88b: Gott schied die Gewässer um Haaresbreite; Chag. 15a; ינומא das Haargrübchen, B. b. 16 a. 3) Tanch. ed Bub. Lev. 8. 3) Ps. 68,62. «) Hos. 7,9. 5) Nas. 39a; B. mez. 60, צימוח, das Hervorsprossen des Haares, Tos. Neg. 4. 6) Nas. 39 a. 7) Sabb. 140 a. 8) Hhl. 6,11; Koh. 11,10; שחורי הראש, Ned. 80b, von jungen Männern, die bald mit bedecktem, bald mit entblößtem Haupte gehen, vgl. Gon. r. 69; תשחורת, Ab. 8. 11. 3) סיבא שיבה, das graue Haupt; סיבותא •סיבו, Greisenalter, Lev. r. 30; חוורתא, graues Haar, Ber. 28a; איש) ש׳, der Grauhaarige, Deutr 32,25; Spr. 16,31; vgl. Sabb. 1528(7 w0 das graue Haar mit dem Reif verglichen wird. 10) Gen. r. 69, vgl. R. hasch. 18a; B. k. 60b, die Gjeschichte von dem Manne, der 2 Frauen hatte, von denen die jüngere ihm die grauen, die ältere die schwarzen Haare ausri|B. “) Lev. 30, 10,30; zu שער צהך vgl. Maim. zu Neg. 10,1; סרט, ausfallen, ausraufen, Esr. 9,3; Dan. 7,4. 1קרח (י, der eine Glatze am Hinterkopf hat, verschieden von נבח, mit der Glatze am Vorderkopfe; ציצית, das Vorderhaar, Ez. 8,3; vgl. sifra אחרי zu Lev. 18,13; קרקר שער, Haarscheitel, Ps. 68,62; קרחת ,קרחה und .גבחת, Lev. 13,40; Vgl. Neg. 10,10; נלוש. Kahlköpfiger; ינלושתא Kahlköpfigkeit; nach Perles a. a. O. S. 47 mit dem Sanskr. khalatis, calvus, wahrscheinlich aber mit dem hebr. חלוש verwandt. 1S) Vgl. Sifra Tasria 6,10; נלח (Gen. 41.14 u. i.) — גלה, kahl machen den Kopf, das Kopfhaar abnehmen. 1.) Sifra Tasria 6,10; Ex r. 24. verloren hatte, untauglich gedaher ein Bild Bild für etwas Man unterschied Vollbaarige1) unc Kahlköpfige2). Als Kahlkopf galt schon derjenige, der nicht eine volle Reihe von Haaren von einem Ohr bis *um anderen besaß3). Haarlos wurde auch deijenige genannt, dem die Augenbrauen ausg;fallen waren4) Ein Priester, der die Augenbrauen war hierdurch zum Heiligendienste worden 5). — Das Haar ist ungezählt, der Menge6). Es ist dünn, daher Dünnes7); die Redensart: mit einen! Schleuderstein das Haar treffen, will die große Treffsicherheit ausdrücken8). Das Haar ist leicht; daher es als Be- Zeichnung für die Leichtigkeit, mit der etwas geschieht, gebraucht wird9). Das Hastr ist schwach, daher schwach und schlecht begründete Lehrsätze mit Bergen, die an einem Haare hängen, verglichen werden10). Das Haar ist zuweiler struppig und sträubt sich, gleichsam erstarrt, gegen das feste Anliegen11), daher die Redensart: dßs Haar steht zu Berge12). (Fortsetzung folgt.) Litteratu rberic ht. Recen8ionen. Dr. Wilhelm Ebstein, Professor, alten Testament. Stuttgart. Er 5 Mk. Die Medizin im ke. vm, 184 S• ln No. 6 haben wir Ebsteins Werk Talmud und neuen Testament besprochtn. folgt hier die Anzeige des früher erschienen! Bibel behandelt. Verfasser hat alles, w an seinen Gegenstand streift, in Erörtere soforn liegt schon ein gutes Sammelwei ist dafür die Darstellung der Menschen, Verhältnisse und Daseinsbedingungen, Testament ersichtlich sind. Dazu gehören der Israt'liten, Kleidung, Bäder, Hautpflegi hältnisse, Enthaltsamkeitssatzungen, Lebensdauer. Die Voraussetzungen sind, Auffassung der Neuzeit gemäß, auf gestellt. Konnte bezüglich der VoraussetJ biblische Schrifttum als Quelle dienen, so m G(s! sehr iiber die Medizin im Zur Ergänzung en Buches, das die is in der Bibel nur ng gezogen, und ink vor uns. Wichtig ihrer körperlichen sjoweit sie im alten dis Wohnungen;e, Emährungsverichlechtsleben und wie wir sehen, der breite Grundlage ungen das ganze ~ derForscher,w׳enn uß יקוץ) קווץ (י D°rn), Gen. r. 65; J. die Schatzmeister des Heiligtums rieben wenn solche mit dem Ordnen des Geldes bei mit grobem Zeuge, damit sie nicht in Veiji Haaren Geld versteckt zu haben; vgl. מרטא;קרח ף, Glatze; מרוטה, der K׳ s) Gen. r. 65; Bech. 34 a; vgl. Pes. r. *) יןיף Augenbrauen; Bech. 44a; ן; Nidda 32 b. 5) Bech 43 b. «) Ps. 40,13; 69,6. 7) Vgl.: eine Natter, dünn wie ein Haaf, Succa 52 a: der Trieb zum Bösen ersci einem Berge gleich, den Frevlern aber glet! 8) Rieht. 20,16; vgl. die Redonsart: den Frommen haarscharf, d. h. sehr gen; 9) Vgl. das Sprichwort: Der Tod ist ein Haar aus der Milch zieht; im Ar|l ein Haar aus dem Teige hebt, Sprenger, י°) Chag. 11a. ’*) Vgl. Hi. 4,16 mit Ps. 119,20 0סר, au°l ’*) Vgl. Jalk. Gen. 82; Pes. 48 b: hebl Sch tk. 47c wird erzählt: den Dichthaarigen,!taut waren, das Haar dacht kämen, in den Ex. 386. hlköpfige, Ex. r. 24. 26;-Ned. 9b. Lev. 21,20; נבין, ׳, J. Ter. 45 d; ferner leint den Frommen ch einem Haarfaden. Gott nimmt es mit , Jeb. 121b. 1 eicht, wie wenn man ,h.: wie wenn man iluham. III, 70. ישערו שער e*. 27,35, sich vor Schrecken

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