Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 28 (1904)
- Issue
- No. 9. (1904)
- Date
- 1904-01-01
- Page
- Seite 35 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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ich annehme, daß man kathaf und naitaf gelesen. Aber ich habe das nicht nötig (man dejnke nur an viele Reime Kalirs) — wer nicht durchaus nörgeln will, wird in diesem merkwürdigen Zusammentreffen, das ich in meinem Buch ja auch angegeben, keinen Zufall sehen. So gut ich hier die Wortp בל שאין לה mir fortdenken kann, aber nicht fortdenken muß, ebenso steht es mit dem Vorwurf Blau’s, ich! hätte Worte unterdrückt, die nicht reimen —ich finde hier Reste aus einer alten Quelle durch Angabe der Sonderfälle und Erklärungen erweitert, wobei aber jene Röste wohl zu erkennen sind. Daß im Hebräischen Vielfach die Endungen die Reime machen (ebenso ip den romanischen Sprachen), ändert an der Tatsache nichts, daß es Keime und als solche beabsichtigt sind. Und daß man Worte fortdenken kann,; ja, um die Urgestalt zu gewinnen, fortdenken muß, zeigt z. B. die Zahlenmischna Succah 4! לולב וערבה ששה ושבעה ההלל והשמחה שמונה י סיבה וניסוך המים שבעה והחליל חמשה וששה Das ist der alte Satz, so stand er einst ohne Erklärung und doch verständlich da. Wie, wenn statt der späteren Erklärungssätze man die näheren Bestimmungen in diese Mischna eingeschoben hätte — würde man da nicht gezwungen sein, um die Urgestalt zu finden, die Zusätze zu entfernen? Und die alten Bestandteile lassen sich gerade durch ihre Eigentümlichkeit genau erkennen. Daß da Irrtümer möglich sind, ist keiner mehr bereit zuzugeben als ich; aber 8011 man darum die Forschung garnioht beginnen? So sind חרבח und עריבה gute Reime, und ם1קצ und נת sollen nur das Ende der ersten und dritten Zeile rhythmisch angeben. Daß ich חאנים של שביעי', den sachlich bestimmenden Anfang, nicht in den Rhythmus hineinziehe, wird mir kein Kenner der metrischen Forschung vor werfen, ebensowenig wie wenn ich aus der vorangehenden Mischna Scheb. 86 אין נותנים fortlasse oder in Klammem setze, um לא לכייר ולא לבלן ילא לספר ולא לספן anzuführen, wobei die unnötigen לא nur den Rhythmus herstellen helfen; oder wenn ich am Anfang Sabbat nur בשר בצל וביצה anführe und dabei אין צולין fortlasse1). Das sind Reste von Redensarten, sie weisen auf Zeiten zurück, in denen ganze Quellen dieser Art vorhanden gewesen. Dahin gehört aulch Scheb. 4« ״Im vierten Beleg,“ sagt Blau weiter, ״bildet schon jede8 Wort eine eigene Zeile, weil die ersten zwei Wörter zwei nomina pluralis sind und naturgemäß dieselben Endungen haben. Die Reime bestehen tatsächlich bloß aus diesen Endimgen (in und oth).“ So? מזבלין ומעררין במקשאות ובמדלאות reimen zweisilbig und sehr gut — was das Unterdrücken von Wörtern anbelangt, s. 0. Und ist es nicht noch bezeichnender, wenn jedes Wort eine Zeile und eine so rhythmische Zeile ist? Nun meint Blau am Anfänge: ״Der Verfasser, der seine Schrift nicht ausschreiben will, zitiert in seiner vorstehenden Entgegnung öffenbar die von ihm entdeckten schlagendsten Beweise für Reim, Rhythmus und Alphabet in der Mischna.“ Ach, wohl weil Blau in seiner Besprechung glaubte, das Stärkste angeführt zu haben? loh habe schon oben mehreres Neue gegeben. Will Blau einen ganz alten Reim? Nun מטמאיך לא טמאוני ואתה טמאתני so wenig er es zugeben wird, ist ein sehr altes Sprichwort, das darum als solches Parah 8ל-נ angeführt wird. Solcher alten Worte gibt es mehr, ‘ und wer wegen der Endung,ן die allein den Reim herstellt, dies bezweifeln wollte, der mag nur gleich leugnen, daß Simsons Wort Richter 14!» v לולא החרשתם בעגלתי לא מצאתם חידתי ein gereimter Sinnspruch ist. Und was ist המטמא והמדמע I והמנסך (Gittin 5«) anders als ein Reim? Ja, did vielumstrittenen השוו־ והבור -ז : והמבעה וההבער (Bk. 1) was sind sie anders, und dies! umsomehr* als jedes Wort eine Zeile bildet? Und wer, glaubt wohl Blau, hat die letzte Stelle als gereijmt entdeckt? Weder - Sievers, noch Bickell, wohl aber — Raschi selbst, in dessen Namen es, wejnn ich nicht irre, Schitta Mekubezeth zu B.jk. Anfang ärwähnt wird. Aber was soll das viele Herumreden? Gereimt ist gereimt und wird empfunden — dabei gibt es keinen Streit, nur wenn man durchaus wilL Und die Weisen hatten aus Zwecken des Unterrichts es ebenso nötig zu reimen, 4de der sei. Zumpt in den erhabenen Worten: Viele Wörter sind auf is Masoulini generiö. (Schluß folgt) Geschichtliche Arbeiten. 1. Dr. L. Löwenstein. Geschichte Ionischen Gefangenschaft bis 371 Seiten. Mainz. Johann der Jaden von der babysar Gegenwart. VIII and Wirth. 1904. ') was aber gerade hier allitterierend mitwirkt.