Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 27 (1903)
- Issue
- No. 21. (1903)
- Date
- 1903-01-01
- Page
- Seite 82 (sequence 2)
- Language
- German
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'82 die Scharen Alexanders nach Indien vorgedrungen waren, Verblutung gefunden hat. Auf Kos wurde schon früh das Gespinnst der dort heimischen Seidenraupe (ßoagm-.a) zu Geweben verarbeitet. Im Talmud wird rohe und grobe Seide von Halb- und Ganzseidenzeugen unterschieden* 1). Seidenwaren bildeten einen bedeutenden Handelsartikel und unterlagen einer hohen Zollabgabe2). Auch Bast wurde zu Kleiderstoffen verarbeitet. Bekannt waren die in Caesarea verfertigten Baststoffe3). — (Fortsetzung folgt.) _ Vermischtes. (Fortsetzung.) Die Schule des R. Jacob “weist demnach auf das Jenseits hin, dort ist die Welt des ״Glückes, 1 dort das lange, das ewige Leben. Raschi erklärt :; die Einzelheiten dieser Erörterungen an unserer Stelle nicht, sondern verweist zur Ergänzung der : Anfangsstelle auf Kidduschin, wo sich’s findet, daß 1R. Jakob, mit Jenem, der herunterstürzte, eine Tatsache aus dem Leben nach eigener Anschauung angeführt hat Da sich aber die Stelle bei uns sowohl in Chullin, als Kidd. 39b findet, so ergibt sich daraus, daß Raschi in Chullin nur einen Teil der Stelle gehabt hat; höchstens bis שבולו טוב, da er dies noch als Schlagwort benutzt, wogegen von ודילמא׳לא הוה הכי die Stelle von Kidd. hierhergesetzt ist. (S. Ende Chullin (י:ליק השם Dazu ziehen wir noch folgendes: ״Wer als Kind lernt — wem gleicht er? Der Tinte, geschrieben auf frischem Papyrus. Wer als Greis lernt — wem gleicht er? Der Tinte, geschrieben auf Löscbpapier.“ Diesen Satz Elischa ben Abujas, des unter dem Namen Acher bekannten 37 ,שיראין (י]p«0y, Kil. 9,1 neben כלך, rohe Seide, das j J. Kil. 32 a mit ימטבסה oder מטק׳ (altlatein, vgl. tVaddington. | zum Edict Diocl. XVI,--86), 1±ka£׳z, jicRohseide und das | aus solcher verfertigte Gewand, wiedergegeben wird, vgl. i Koh. r. 2, wo berichtet wird. R. Jose b. Chan, habe für Hadrian מטקסא aus גוש חלב (Giacala) gebracht: יאיסקינן Umstellung von 'א0רoTjpaov; פימיסריקין, subserika, Halbseide: אולוסירקין öXomjputa, G»d-Seide, entgegengesetzt מטבבא- Koh. r. 1. 21 s. v. פרנדא;כל הנחלים — v(*vA.ov, Sota 48b, das. Raschi; ׳r von dem pers. parand, Perles, S. 51; Sabb. 20 a wird 'ע' פר• von שירא unterschieden; בירא* Sabb. 6,4; שקרא:, grobe Seide; Sabb. 20b wirdפלך ־ mit שקרא: erklärt — פליק-אוח, rieht. פיריקאריס, s^pueö;, Seidenspinner oder Sticker, Pes. r. 25 1 (vgl. Edict d. Diocl. XVI, 54); Midr. Ps. 8,8; ׳־׳ג״••);37 ,סי־־יקי;. 1 Seidenweberei. Jalk. Ps. 6,39; J. Sabb. 8b wird :השרוי | Jes. 3,14 mit שיראין, seidene Kleider erklärt, vgl. auch i גלימא ש׳מט. M k• 28 a. i י) Vgl. Gen. r. 77: R. Chijja und R. Simeon Seidenhändler, j vgl. auch Jalk. Gen. 132; die Seide des R. Abba, Lev. r. 34;! ans Tac. Annal. 2,33 wird ersichtlich, daß auch Männer seij dene Kleider trugen; Kleider aus Seide und seidene Hüllen I für Therarollgp, Sabb. 153b; zur Verzollung der Seide vgl.! Gen. r. 40. *)אגבין• J• ku. 32a; j. sabb. 4c wird בלך mit אגבין קפרייא : erklärt Abtrünnigen, lesen wir Aboth 420 Bekanntlich wird dieselbe Ansicht Aboth d. R. Nathan 23 fast mit denselben Worten im Namen des Elieser ben Jakob angeführt. Man ist vielfach geneigt gewesen, aus אב״א bei etwas verlöschtem 'א durch einen Abschreiber, .der אב״ז vermutete, den Elieser ben Jakob irrtümlich hierhergesetzt zu sehen Sollte die Möglichkeit nicht offen liegen, daß ein und derselbe Satz von zwei Gelehrten ausgesprochen würde, zumal wenn sich zwischen ihnen Beziehungen entdecken ließen? Sollte nicht nach dem obigen Satze von Chullin und Aboth 4, wo Jakob auch den Lohn als Nebensache, die Tat selbst als Hauptsache betrachtet, es möglich sein, daß ein Elieser ben Jakob, deren es mehrere gegeben, mit Jakob, nach Chullin dem Enkel (s. Seder Haddoroth s. v. Jakob), aber .jedenfalls einem Verwandten des Abujahauses, demnach auch des Acher. den gleichen Satz über das Lernen in der Jugend und im Alter ausgesprochen haben kann? VI. Sabbat 21b, 22a stehen nebeneinander folgende Aussprüche: אמיר י׳ נהנא ד־־ש ר' :חן בר ממומי משמיה דר׳ הנחים נר הניב' שהגיהה למעלה מב' אמוח פסולה בפובה ובמבוי וא״י־ב בו' בו' מאי דבחיב והבי־ ־־יק איני יודע שאין בו מיס אלא מאי ה״ל אי; בי מים מיפ אין בו אבל נחשים ועק' יש בו Nimmt man schon die 20 Ellen Höhe und die Tiefe der Grube als Gegensatz an, ja, zieht man letztere mit den vorausgehenden 10 Tefachim Rabinas, eigentlich Rawas, zusammen (halachisch beträgt die Grube 10 Tefachim Tiefe), so bleibt die Zusammen- Stellung trotzdem sonderbar. Daß der gleiche Name des Ueberliefernden die Veranlassung zur Zusammen- Stellung gewesen, trifft hier nicht zu, da Chagigah 3a sich wahrscheinlich alle Aussprüche Nathan bar Minjomis zusammenfinden, während hier aus guten Gründen gerade der eine agadische von der Grube Josephs hergestellt ist. Bedenke man aber, daß am Chanukasabbat sehr oft der Abschnitt וישב vorgelesen wird und daß das דרש hier auf eine Chanukaderaschah hindeuten kann, so hätten wir hier die Texte derselben vor uns und müssen uns nun selbst ausmalen, wie der Redende die Verbindung zwischen den Sätzen hergestellt haben mag. Als zweites Beispiel dieser Art gelte Meg. 19 b, wo sich neben halachischen Sätzen, die alle Chija bar Abba im Namen Jochanans ausspricht, noch folgender agadische findet: ״Wenn in der Höhle, in welcher Mose und Elia sich befanden, nur •eine Oeffnung von dem Umfange der Nähnadel gewesen wäre, hätten sie es vor dem Strahle nicht aushalten können, wie es heißt: Der Mensch kann mich nicht sehen, so lange er lebt oder ״und leben.“ Dann: ״Auf den Tafeln stand es nach all den Worten“ etc. Beweis, daß Gott dem Moses alle zukünftigen Fest- Setzungen der Schriftgelehrten im voraus gezeigt hat wie alle Thoradeutungen.“ Die Gemara fügt hinzu: ״Und welche sind es? Das Vorlesen der Megillah.“ Ein saburäischer Zusatz, der die Stellung