Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 52. (23.12.1892)
- Date
- 1892-12-23
- Page
- Seite 204 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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- Malbim 1× ep/1002711
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- 204 — eine Nation.* Indem er die Möglichkeiten einer Auf* I hebnng de« Gesetzes durchgeht, kommt er an dem Schlüsse, dass alle für die-Aufhebbarkeit desselben : anzuffihrenden Grunde nichtig seien, das Gesetz so-! mit für immer bindende Kraft habe. ׳ Er geht dann im vierten Absohnitt zu den Menj sehen über, um darzuthnn, dass ihnen nun auch wirklieh die Macht und das Vermögen verliehen sei, das Gesetz zu beobachten. In den folgenden Abschnitten handelt Saadja von Verdienst und Schuld in ihren verschiedenen Abstufungen, bestimmt die Seele als eine von Gott geschaffene Substanz und führt j biblische Stellen als Argumente für ihre Unsterblich- : keit an. Wie er die Erbsünde nicht anerkennt, widerlegt er auch die Seelen Wanderung. Die Wiederver- , einigung mit dem Körper trete ein ״nachdem die : Zahl der"zu schaffenden Seelen vollendet ist.'“ Es ist bemerkenswert!!, wie sich diese im siebenten Abschnitte der Emunot entwickelte saadjanische Lehre von der i WiedeibelebuDg der Toten in manchen Einzelheiten ' mit den Anschauungen christlicher Schriftsteller des j _Mittelalters, u. a. Otto von Freisings Schilderung der : Auferstehung (Chronik O. v. F.'s, Buch ־VIII) berührt. Mit dem Erscheinen des Messias verbindet Saadja ' eine an Wundern reiche Zei*, deren Eintreten er berechnet. Dagegen wird die christliche Messias-Annahme eingehend erörtert und zurückgewiesen. Während eine j vollkommene Gerechtigkeit in der diesseitigen Weit : nicht gefunden wird, geht Saadja die Grade des jenseitigen Lohnes und der jenseitigen Strafe im Paradies und in der Hölle durch. Den Schluss der Emunot bildet die-Sittenlehre Die Seele hat drei Vermögen, dasjenige des Begehrens, der Affekte und der Erkenntniss. Dem letzteren gebührt der Vorzug. Auf dem richtigen Verhältnis« der drei Seelen vermögen zu einander aber beruht die Glückseligkeit des Menschen. Während seiner Verbannung wandte das Volk dem Willensstärken Manne mehr und mehr seine Sympathien zu. Zuletzt hielt nur noch Aaron ibn Sarg ad u zu David, da auch Koben Zedek 936 gestorben war. »Durch Vermittelung angesehener Männer, besonders des Schwiegervaters Ibn Sargadu’s, Kasser, kam denn auch am 27. Februar 937 eine aufrichtige Versöhnung der beiden Gegner zustande. Noch fünf Jahre stand I Saadja an der Spitze der Hochschule, der er ihre alte Bedeutung wiedergab. Als David wenige Jahre später (940) starb, stimmte Saadja, uneingedenk der früheren Kränkungen, für eben jenen Juda, der den glimmenden Funken des Hasses zum Feuer entfacht hatte. Nach dessen baldigem Tode bestimmte er nicht nur! den zwölfjährigen Sohn Juda’s zum Nachfolger, sondern nahm sogar diesen Enkel seines einstigen Tod- ' feindes in sein Haas, um ihm den Vater zu ersetzen. ׳ Aber die Zeit des Exilarchats nahte bereits ihrem Ende. Der Enkel Davids wurde von einem moslemischen Volkshaufen ermordet, und das von den Mohamedanem schel angesehene Amt blieb fortan unbesetzt. Saadja starb im Jahre 942. Es folgte ihm zwar Joseph ben Satia in der Gaonen-Würde, doch blieb dieser nicht lange in Sura. Mit seiner Uebersiedelung nach Bagdad 1 940 erlosch auch diese Würde, der Saadja noch vor ihrem! Niedergang einen kurzen Glanz verleihen sollte, für immer. Wie Rab an ihrem Anfang, steht Saadja an ihrem Ende da, vielleicht als der bedeutendste der Gaonen.*) *) Za seinem MiUenariam sollte ihm in diesem Jahre ein litteiarisches Denkmal durch Herausgabe seiner noch r|Mhh1mme1nden״ Werke gesetzt werden. Eia Comitä war vor etwa zwei Jahren unter dem Vorsitze M. J. Derenbourg’a zu- 1 aammengetreten, aber das Jahr lb92 geht zu Ende und tiaadja pcontmae ä d.inmr dans 8a tombe“ — schreibt d. Bed. d. rUniv. ן Ufr. — n. das Denkmal erhebt sich noch nicht aber seinem Grabe. Die Namen Jethro’s. Von B. Königsberger. (Schluss.) Zur weiteren Erklärung der Namen sei noch folgende Stelle aus dem Midr. hagg. zu Num. 10, 29 (cod. 1207, p. 36b) angeführt, die sich mit beachten«- werthen Varianten euch im Sifre Num בהצלתך z. St. t§ 78, ed. Frdm. p. 20a) fiudet. Vgl. auch Pes. sutr. z St. (ed. Wilna 99a). הותנו *t לחובב בז רצואל המדיני חתן כדה:1׳ וכי דובב היה שלמשה והלא רעואל היהי(*הותנו דשני ותבאנה אל רצואל אביהן(•אמי ויאמר משה להבב בן דצואר המדיני חתן משה חובב היד, דוהנו שלמשה לא רצואל היה הותנו■ ומי היה רצואל אב־ אביה! ש־ תינו".ת: דרי יוסי אומי רצואל היה שסו (‘שהיה יל־ של אלדיב שני ויבא אהרן וכל וקני ישראל ׳’לאבל להמ צם התז משיה לפני האלדיב: ר׳ שמעון ׳'אומי(•שלשה שמית י׳״נלראי לו: נק־־א שמו יתרו שהותיר דבר אהד בתורה: ומה דבר אהד שהותיר בתורה שאס למשה ואתה תחזה מבל הצם הא בשם שדותיר דבר אהד בתורה כך המקום היתיר אות א־ת לשמו שבראשינת היה נקרא שמו יתר, הזר להיות נלרא יתרו: נקרא שמו ליני שה־נא למקום בצ״ז: נקתא שמי חובב שהיה מחבב את התורה: Da sich mm ergiebt, das* רציאל Jetho’s Vater war, so fällt auch die Annahme fort, da«s בן als besonderer Name zu erklären sei,*)uud es bleiben noch,wie unser R.Siruonannimmt, die Namen הובבל לןינ״ und יתי*ו übrig, das R. Simon als Fortbildung von יתר' ausieht. (Vgl. weiter.) Es bleibt nur noeb auffällig, dass des Namens פיטיאל nicht gedacht wird. Es lässt sich allerdings kein Beleg aus der Schrift für das ä7t. Äey. beibriugen, um es mit יהרו zu identifiziren. Zudem schwankt ja auch Talmud und Midrasch, ob פומיאל aut Jetliro oder Josef zu beziehen sei. Der letzteren Annahme scheint sich ibn Esra zuzuneigen, wenn er Ex. 6,25 bemerkt: פוטיאל היה מבני ישראל «ולא ירצנו טצם פימיאל באשל לא ידצנו טצם למישאל ובר שמות הנזכרים כמו אהרן. ולולי :1נכתב מצשה משה לא היינו יודלק למה נקרא כז ibn Es ra vermisst also hier die biblische Erklärung des Namens, wie sie bei Moscheh Ex. 2, 10 gegeben-wird. Der Targ. jerusch, identifizirt Putiel mit Jethro, indem er z. st. bemerkt: מכרתי• ד־תרו הוא פוטיאל- (Vgl. noch Baba batbra 109 b unt.) Zur Eruirung des Verwandtschaftsverhältnisses Reuel’s zu Moscheb, muss darauf hingewiesen werden, dass das Wort חתן sich niemals in der Bedeutung *) sitre: חובב היה שמי. רצואל היה שמו. שני ותבאנה אל רצואל אביהן כשהוא אומר וחבר הקיני נפרד מקין מבני שמלא ף .חובב חזתן משה. *) s. ומה ת״ל (Man beachte das אמי et. des לאבי א (• ית״ל pp מיימד שהתינוקות אביהם אבא Vgl. auch Gen. 29, 5, wo בן נהור für ״Enkel Nahorv* steht. •) s.ר׳ שמצין בן מנפיא. •> s. kurz ר״צ של אל י) fehlt in S., wird aber von Malbim ergänzt; wenigstens würde man ein וגו׳ erwarten. Es folgt:ר׳ דוסתאי אומי קיני היה שמו ולמה נקרא שמו קיני שפירש ממצשה לינאי דבר שמקנאים בו שד הם קנאוני בלא אל ואומי אשר שם מושב סמל הקנאה המקנות רייוסי אומי קיני היה שמו ולמה נקרא סיני שלנה שמים וא^ ר׳ ישמצאל בד׳ יוסי אום׳ רעואל היה שמו ולמה נקרא שמו רעואל שריצה לאל שד רעך ורצ אביר אל תצזוב: •) 8. noch כן יוחאי (was im akiba’schen Midr. fehlt; vgl. meine ״Quellen“ I, 97. u. 8.) •) S. ״ שני) S. היו לי חובב ויתרו יהרו צל שיתר פרשה אחת בהורה שני ואתה תחזה מכל הצם ... חובב צל שחיבב אח חורה... *) Es kann für die Annahme eines Eigennamens בן nicht aut 1. Ckron. 15,18 verwiesen werden, weil durch den Vergleich mit V. 20 בן aa ersterer 8teile kaum eine andere Bedeutung erhält, als ״der jüngere“ oder ״der Sohn“ (zum Unterschiel von einem älteren Leviten gleichen Namens.) Das לבן Ps. 9,1 ist nicht hierher zu beziehen.