Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 48. (25.11.1892)
- Date
- 1892-11-25
- Page
- Seite 189 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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41, 60, 79, 1455, 74, anf den 4. iq den Jahren 1284, 1398, 1417, 93, 1512, 31, 50, 69 und auf den 3. im Jahre 1436. Von 1582 bis 2000 fällt es nur 8 Mal auf den 6., 6 Mal auf den 7., (1719, 38. 5?, 95! 1833, 90), 7 Mal auf den 8., (1814, 71, 1909, 28, 47, 66, 85) und 1 Mal auf den 5. Dezember (11605). Ueber den 25. Dezember hinaus!fällt das Chanukafest in dem Zeitraum von 1587 bis 2000 14 Mal und *war auf den 26. in den Jahren 15S7, 1701, 39, 1853, 91, 1910, 21 und 59 und auf den 27. in den Jahren 1815, 34, 1929, 48, 67 und 86. Hiernaoh scheint die vermeintliche Connexiou des Chanuka mit dem Weihnaohtsfeste als Folge irrthümlicber chronologischer Combjnationen hinfällig za sein, was weiter zu untersuchen aber ausserhalb des Rahmens der mir gestellten Aufgabe liegt. Litteraturberieht. Recensionen. Uarher, Dr. IV11 heim, Professor an der Landesrabbinerschule za Budapest. Die Bibelexegese der jüdisehen Religions philosophen des Mittelalters vor Maimuni. Besprochen von Rabbiner Dr. Kronberg. (Fortsetzung.) Es ist nur zu bpdau^rn, dass der Verf. duroh die AussoheidungAbrcbam I bu Esra’s aus der Reihe der Religions- Philosophen, deren Bibelexegese nach :ihren philosophisehen Denkweisen wiederzugeben der Verf. sioh zur Aufgäbe gestellt, eine rieht ganz unbemprkbare Lücke in seiner vorzüglichen Arbeit zuriickgelasseu hat. Es würde der prächtige Kranz der philosophischen Exegeten durch eine Bluuenlese ans den geistreioheii Werken dieses Mannes vermehrt, d>-r eine Zierde der jüdischen Wissenschaft aut dem (Je biete der äohriftauslegang ist, ja um das doppelte an A! muth und gleiohsam an magnelisoher Anziehung-kraft gewonuen haben. Der Verf. hat auch diese durch F01 tlassung Ibn Esra’s aus der Liste der behandelten Philosophen eingetreteue Lücke ן selbst gefühlt und er hat auoh dessyregen gleioh ia I der Vorrede znr Entschuldigung hervprgehoben: ״Es; müsste eine Darstellung der Bibelexe^ese Ibn Esra’s,; wenn sie auch nur die philosophischen Elemente zu; berücksichtigen hätte, sowohl im Uinfange als auch in haltlieh über den Rahmen der hier gebotenen Eiazeldar- ' Stellungen zusehrhin&aszutreten.“ Eiuaetwas sohwaohe Entschuldigung. Ein Verf. muss über Raum, Umfang und Zeit erhaben sein. Ganz besonders kann er sioh : über Raum, Umfang und Gestaltung1 seines Werkes zum Selbstherrscher 'auf werten und sie unter die Botmässigkeit seines Machtwortes und :seines Willens bringen.*) Indessen hat sich der Verf bei genauerer Betrachtung diese Foi tlassung des Ibn Esra, dem er doch sonst so viel Liebe und Anhänglichkeit schon erwiesen, nur aus dem Grundie zu Sohulden kommen lassen, weil er sioh dabei von einem rioh- < tigen Taktgefühle leiten liess. Der Verfasser hat sioh ׳ nämlioh zur Aufgabe gestellt, die Bibelexegese der Rtligionsphilosophen xa־c’ f£oxTlv darzustellen, insofern *) Der Herr Recensent vergisst, dass es •ich nicht um ein besonderes Werk des Herrn Verfassers, sondern um eine dem [ ,Jahresbericht“ des Bndapester Rabbinerseminkrs vorangesteilte ׳ wissenschaftliche Arbeit bandelt, deren Umfang allerdings vom i EUgemessenen Raum abhaugt. Zur Cntscuuldtguug des Herrn j Recens sei jedoch angeführt, dass demselben;ein Separatabsug ן ohne den ,Jahresbericbt“) vorlag. (Red.) | sie nebst dar Philosophie, gemäss der Annahme der nothwendigen Uebereinstimmang der Gotteslehre mit den Wahrheiten des Denkens, von ihnen in den Dienst der Weltweisheit gestellt werden musste. Abraham Ibn Esra tritt aber in der Litteratnr viel jeher als Exeget im eigentlichen Sinn des Wortes denn als : Philosoph in den Vordergrand, und er müsste nur dann unbedingt der Darstellung eingefägt worden : sein, wenn die Aufgabe des Verf die Behandlung der Bibelexegese der Exegeten im Allgemeinen gewesen : wäre. Allerdings gehört unser Diohterkönig Jehada Halevy streng genommen aas eiaem andern Grande wieder nicht hinein in die Behandlung der Exegese der religionsphilosophisohen Werke, da von einer eigentlichen Sohrifterklärnng bei diesem Manne nicht die Rsde seiu kann. Es würde nns aber herzlich leid ׳ gethan haben, wenn der gesoh. Verf van einer allzu- | peinlichen Strenge ia seinem Urtheile auoh hier sioh bestimmen lassen and aas um einen der schönsten und genussreichsten Theile seiner Sohrift gebracht hätte. Aas der Fülle •1er kritischen Bemerkungen des Verf.’s wollen wir hier einige ihrer Vortrefmohkeifc | wegen hervorheben, zum Theil solohe, an die wir selbst ן eine Bemerkung oder Berichtigung za knüpfen haben | 1. So sind!.ES 7, Anm. 4 die Worte א1 הפוך עין£ ] die von Oattmann in seinerUebersetzuug desאסונות ן (von Saadja) völlig missverstanden worden, von dem i Verf auf Grundlage des arab. Originals ins richtige I Licht gesetzt worden. p5 8011 hier dasjenige bedeuten, was im Arab. אלאעיאן (oöafa, nVTO, Wesen, Substanz), welohes auch als Aasdraok für die erste der zehn Kategorien von Moses Ibn Esra gebraoht wird, bei welohem (Zion 11,119) שער העיק in שער העין emeadirt Werden muss.!הפוך עי wird demnaoh heissen: di• substanzielle Umwandlung eines Dinges. 2. Ebenso hat der Verfasser S. 8, Anm. 1 gegen Kaufmann die Stelle Emnnoth 11,1 gleioh zu Anfang והעמידו לנו על זאת האותות והמופתים riohtigübersetzt; אותות heisst ״ Zeichen “ und מופתים Wunder. Wia Kaufmann dazu gekommen ist, ,אותות mit ,Schriftvterse“ zu übersetzen, ist nioht eiusasehen. 3• S. 9 Anm. 2 wird der Tibboaisohe Text der Emauoth V,8 von dem Verfasser auf Graul des arab. Originals oorrigirt und die Correotur ist gaas evident und verschafft erst dem Satz Klarheit und Verstandlichkeit. Es heisst nämlioh im Saadja ,ואם לא ישלם לו וה אק'לו גמול כי אם עונש , wem es nioht gelingt einen Sohriftvers riohtig aaszalegen, erhält keine Belohnung, aber daiür eine Strafe." Man begreift eigentlich nioht, wesshalb denn eine Strafe auf eine Unzulänglichkeit des Verstandes und eine iu guter Absioht gemaaAte, misslungene Sohrifterklärang angesetzt wäre. Naoh dem arab. Texte muss es aber hier heissen ואק עונש עליו ״und er wird auoh dess wegen nioht bestraft“, was auoh dem kurz vorher voraasgegangenen ואי{ ככל הדברים מו!שיענש האדם עליו ועל מחשכתו ועל מצפונו חוץ מהכפירה בבורא recht entspricht und mit demselben in Einklang steht. 4. In Emauoth 1,3 (והדעת השני) gleich ■a Anfang haben die Worte גשמים רוהניום gar keinen Sinn, weil sie einen Widerspruoh in sioh selbst enthalten. Der Vetf. beweist wieder (3. 15, Anm. 2) mittelst des Originals, dass hier viele Worte za ergänzen sind. Dia Stejlle muss riohtig gestellt folgen iermassen lauten והרעת השנית סי שאבר שיש בורא לנשמים ועמו דברים רוחניים קדמונים מדם ברא אלה הנשמים המורקבים. V» ist dooh die Stelle erst naoh der angeführten Vervoll» stähdigang klar and verständlich!