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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-11-25 · N° 48. (25.11.1892) · p. Seite 190

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 48. (25.11.1892)
Date
1892-11-25
Page
Seite 190 (sequence 5)
Language
German
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> &. S. 23. Anm. 1 weiat der Verfasser den von j Kaufmann ürthümlicber Weise an getroffenen Wider• | apmcb aweier Stellen in Saedja in richtiger Anffassnng i der Differenz zwischen beiden aurflck, in dem er sagt | ״dort bandelt es sich am das Beden Gottes», welches! die Propheten, nioht aber Moses, als ans der Licht- •rscheinnng kommend, vernahmen, hier aber am das , Schaaen Gottes, welches sich anch bei Moses nar auf j die Licbterscheinnng beziehen kann.* ff. S. 48 Anm. 3, sagt der Verf.. ״es sei eicht klar, wie die Dentang Gabirols von להט החרב als «משל לשם sa verstehen ist.* Vielleicht dachte sich Gabirol das Wort ח״ב gleichbedeutend mit שרב •=ח1רב Sonnengluth .אכלני חדרב (Gen. 31,40) übersetzt Onkelos ״ ,שבלר »לבאes verzehrte mich die SonneDglath. “ רהט החרב wird demnach bedeuten, der flammende; Strahl der Sonnengluth, oder der glühenden Sonne, j Dass diese Deutung weit hergeholt ist, ist selbstverj stündlich. Sie wird aber auch, wie der Verf. selbst daselbst bemerkt, von lbn Esra mit den Worten והמפרש ם כי לד השמש דבר איננו אםת ganz einfach surückge wiesen. 7. S. 48 Anm. 4 führt der Verfl die Worte au מכור שדדה חכם נדור כחכםת הנפש, von welchem er im darauf bezüglichen Texte sagt, ״es hätte lbn Esra mit diesen Worten die im Namen lbn Gabirols zitirte Auslegung der Erzählung vom Paradiese -eingeleitet. * I Diese Worte sind in den gewöhnlichen Ausgaben des! lbn Esra Commentars nioht zu fiuden. 8w S. 72 Anm. 1, bemerkt der Verf. su der Stelle in Bechja (TJ־r71 ש־ c.*10) וכל כן אמי־ו חזיר בדומה רעדז דברה תורה כלשק בני אדם nt, indem er den Nachdruck auf ■ברומה לעדן זר hervorhebt, dass Bachja sich wohl bewusst war, dass dieser Aussprach . . דברה תורה ursprünglich nicht auf die menschliche Bedeweise von Gott ahgewemiet wurde und bestreitet die Ansicht Schmiedels, der diese Bedewendung gerade in dieser Bedeutung, nätnlich zur Erklärung der in der Schrif t I von Gott ausgesagten Anthropomorphismen, ursprünglieh gebraucht wissen will. Und in der Tbat, wer all die talmudischen einzelnen Stellen durohgeht, in denen diese Bedewendung vorkommt, der kann bald die Ueberzeugang gewinnen, dass überall durch dieselbe blos der pleonastische Sprachgebrauch in der Thora, wie z. B.; ,הענר תעניק, נדר דהזיר, ראה תראה דוהפרה לא נפדתה ,איש «רש u. 8. w. betont wird, um 1 der halachischen Methode, Plenoasmen zur Grundlage I balachischer Auslegungen zu machen, damit entgegenzutreten. Scharfsinnig hat der Verf. es verstanden,; dJetiTzärte׳Andeutung in den Worten ן בדודה לצנק זה herauszufinden. . (Schluss folgt.) , Kkreatkeil, M. Reception und Orthodoxie. Budapest 1 1892. — Dieses Buch enthalt die Geschickte des ungarischen I Judenthums im jüngst■, n Vierteljahrhundert. Beklagenswertb ist das Verhaltender 01 thodoxie in der Trennungstrage der jüdischen Glaubensgemeinschaft in zwei Conlessiontn und in Angelegenheit der Gleichberechtigung der Beligionsgemeinscbatt. Auch in konservativen Kreisen, in welcnen der Sinn tar die Heiligung des göttlichen Namens, die Ehre der Lehre und des Glaubens noch lebendig und mächtiger ist, als das Interesse emer exclusiven Partei, war das Ge bahren der, wie ea scheint, von der Herrschaft eines Mannes (,J. Reich) abhängigen Fraktion nicht gebilligt. Der Verfasser schlägt nun mit wuchtigen Hieben aut' den Leiter der orthodoxen Kanzlei und die Anhänger derselben Hier ist das Buch pau,phleustisch. — Warm und innig gebeiten aber ist die Sehnit zum Schlosse (S. 17—82), wo selbst! die Gottes- und Menschenliebe, die Hingabe an Tlircn, .Staat j •) 8 Ber. 31b; Gittin3Ub; Kerithoth 11a; Kiduscbiu 17b; | Bynhednn 58a. I und Nation als die Grundsätze unserer Religion hervorgeboben werden, deren Reception vom Parlamente und von der Staatsregierung verbeiasen ward und heilige Sache der Gerech tigkeit ist für alle Parteien ausserhalb, ganz besonders aber innerhalb der Glaubensgemeinschaft. Den Parteien möchten wir zu wechselseitiger Einheit und Eintracht ratheu in Sachen der Sittenwahrheit, religiösen Humanität und der Ebre des Judenthums im Staate und in der civilisirten Welt. ״Denn die Lehre ist unsere Weisheit, unsere Vernunft in dea Aagen der Völker■1 (Deuter. 4,6.) Dem Herrn Autor abe ־, der mit viel publizistischer Gew an dt heit ansgestattet ist und die Materie vollkommen beherrscht, geben wir den Rath, in Zukunft d<n Hass mit Liebe zu entwafinen und sich der Mässigaog, Schonung und Duldung zu befleissigen; der Uebereiter schadet der besten Sache. N. Litterarische Notizen. Bibliographisches: In ״Gesch. u. Litt.“ S 299 fuhrt Zu uz ein (I'E) פירוש מוסיר von Chanochb Abraham b Jechiel, Prag 1808 an and bemerkt: ״Das Jahr ist gewiss unrichtig, da der Verfasser 30 Jahre später blühete“, ohne sich aber weiter auf die Richtigstellung der Jahreszahl einzulas-eu. Dass Ch ■noch aber auch noch 1682 (also 51 Jahre nach dem angeblichen Druckjahrl iuOettingen lebte, weist H. J. Michael im אור החי*ם aus תשובת היניד בית ירודה סי׳ מיד ונ״ד nach zuuz scheint das Buch selbst nicht gesehen za haben; er hätte sonst ans dem am Schlüsse desselben genau angegebenen Monatsdatum die Unrichtigkeit des Datums bestimmt ersehen können Dieses von N. Brüll in Gräber’s ״Magazin“ •Jahrg IV S 461 angegebene Datum lautet:,יום ה׳ י״ג אייר שנת אדלה ו אש כ הד בו לפ-ק und wird dabei bemerkt, dass auch der Zahlenwerth der Buchstaben des Wortes אללה hinzuzurechnen ist, was alsdann das Jahr 1657) ת*״ן) ergibt. Auch der gelehrte Brüll scheint übersehen zu liabeD, dass das Monatsdatum des Jahres וש״ס תסיח) nicht za dem Wochentage stimmt, denn in diesem Jahre fiel der 13. א"ר nicht auf Dounerstag, sondern auf Dienstag; im Jahre נכ״ה> ר,י״ן) stimmen dagegen Wochentag und Mouatsdatam und ist daher dieses Jalir wohl unbestreitbar als das wirkliche Druckjahr anzuseheu — Auch Ben Jakob scheint das Bach nicht gesehen zu haben Im אוצר הפפר־ם unter פ Nr. 367 tührt er es als Prager Druck mit dem Datum Q ואש3חה an und eine 2. Auflage (ibid. תי״ו)• Diese letztere Auflage ist aber die einzige. L. Cohen. Die w Leser meiner jüngsten Schritt: ״Aus Masorah etc.“, deren Resultate über die vou mir nachgewieseae Auffassuog der bez. Masorahnotizen ich in Nichts zu rectifiziren habe, wollen noch lolgende Ergänzungen hinzutügea : (S 20) Meine Auffassung des Midr. zu Num. 3,39, die aach allein angängig erscheint, wird durch die interessante Lesart des Midr. hagg., den ich jetzt zur Bearbeitung meiner Sifre-sutta-Edition hier benutze, bestätigt,wo es heisst: כל פקודי ד,לדם אשר פקד משה 22 .8 — ואהרן נלוד על אהרן מלמד שאיל מכלל המנויין Auf 2 Sam. 23,21 hat übrigens vor Graetz und Blau schon P. Schröder, (phön. Spr. 116) hingewieeen. — 8.23. Zu Num. 21,30 bemerkt der Midr. hagg. ונשים עד נפח עד שתבוא אש שאין צריכה נים־ח .. •והשממנו אותן בכוח ידינו מנופח עד ם יד ב א ולכה נקוד על ריש של אשר עד מידבא מלמד ששייכו ממצת ולא החריבו הכל Man beachte die zwiefache Erklärung des Midr hagg. — S. 27 Anm. 1 (Dt 29,28) vgl noch □פסק* תן zu Menach. IX (Nr. 231). — 8. 31 Anm 2 (sprach!. Erklärung des לולא) Barth Nominalbildg XXIX A. 1 lässt das Ö durch Dissimilation aus ö entstanden sein. (Val. noch Fränkel in Wiener Zeitschr. f d. Kunde d. Morgenla 1090.) — Za 8 43 Anm. 2 (nach Tos. Sab.) Vgl. noch M Jadajim 111,5. — 8. 48. Zu משני סימניות Vgl. noch M. Sabb. 103 a u in d. bes. Mischn. — 8 54 Anm. 1. Vgl. noch ריטב״א zu Boach. hasch. 17 b. — Zur Erklärung der ״Nunin“ sei daraal hingewiesen, dass sich aach in der (phöniz.) Grabschrift des letzten Königs von Citiam (vgl. ZDMG 14.656! ein linksherum gewundenes Spiralzeichen am Ende Endet, das dem umgekehrten Schluss —- Non völlig gleicht. — zmS 61. Bez. der Aussprache von מיער (P*• 80,14) [nach Ez. 34,25 (Kethib) =■ מיאור] »ei noch darauf hingewiesen, dass im Phöniz das ע oft an Steile des Chölem steht, so שלום «= שלעם ,Friede“. (Schrödera. a. O. S. 94). — S. 62.3 Eichhorn Einltg. in A. T. I $ 145 erwähnt das schwebende Ajin Hi. 38 15 nicht. — 8. 64, Aum 1. Da• Citat stammt aus Baba bathra 16b. Vgl. zur Erklärung jetzt noch Bacher, pal. Amor. 1.400f. If. Koenigs b ergar. VaiantwcutL BedacteurDr. Rah mer, Magdeburg. Druck: Bendix & Hahn. (fr. D. L. Woiß) Magdeburg. Verlag: Rob Friese, Leipzig

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