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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-11-18 · N° 47. (18.11.1892) · p. Seite 185

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 47. (18.11.1892)
Date
1892-11-18
Page
Seite 185 (sequence 4)
Language
German
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י*ד!ד 185 —־ Nun kommt ans der Talmud zu Hilfe. B. Jose 'bar OÜanin» •obeint viel später als Jonathan b. Usiel gelebt sn haben (and »war in Palästina, trots der gedenken ▼on Thossaphoth Sjnhedr. 17 b). Ein schöner Ausspruch ▼on ihm (den Professor Baoher, Ägada d. Tannaiten, II, 8. 558, leider nioht eitirt) labtet:ד* מחת מד משך, על ישראל, באוד* נביאים ובמלום וכר ,Vier Verhängnis» volle Worte hatte Moses Üb6r die Zukunft Israels gesproohen, dooh ▼ier Propheten kamen apd hoben die Bedeutung jener Worte wieder aut. Meeee hatte gesagt (Deuteron. 33,28): 1 ,Und Israel wird sioher in seiner Absonderung wohnen;“ doch Amos betete: חדל נא מי יקום יעקב כי הטן הוא ונר and Gott bedachte sich darob u. 8. w.“ (plakkoth 24a.) Wie ist nan nach Jose b. Chanina Agios’ Gebet au ▼erstehen, damit die Gegenüberstellung einen Sinn bekommt (wie er bei den drei anderen Antithesen so schön enthalten ist)? Ich glaobe, nicht anders als naoh Jonathans Umschreibang, die m.,E. aaoh ayntaktisch nicht unberechtigt ist:? שכולן j . . ,קבל כ5ות לחובי ^ארא דביה יעקב! קן •קום דבעי על חטאיהו ,Lass ab, ס Herr, [empfange mein Gebet um; dem Ueberrest Jacobs au ▼ergeben, denn] Wer i kann sonst ■Jakob (Dati▼ in יקום יעקב'S) erstehen, [am für ihn au beten,] [ארי מטלטלי] אינו, da einmal Alles ▼on der Heimath ▼erstossen und zersprengt ist?“*) Dass טי als Subjekt viel bequemer kmd gramma• tisch richtiger ist wie als Fragepartikel, ]st leicht einaueeben**); die Bettung durch das Beten Und Vergeben der Sünden ist natürlich Umschreibung, aber die Gonstrnotion ist unanfechtbar. Die Uebersetfcung ▼on [SS ist nicht wörtlioh aber sinngemäss. Jonathan soheint nämliob die Prophetie so aufzufassen: Ainos, der mit -Gewissheit voraussieht, dass das von Jerobeam ben Joaacb ,von Cbamath bis au den Steppenflass* erweiterte Heioh zerstört (VI,14, vgl. 2. itön. XIV,25) and die Einwohnerschaft fast vollständig vertrieben werden wird, wird nur von der einzigen Sorge gequält, Gott könnte seine Strafe so weit aasdehnen, dass die in der Zerstreuung lebenden Ueberreste vollständig erlösohen würden. Die Zerstreuung selbst ist für ihn ein prophetisches Axiom. Seine Seelenqaal wird duroh die Erscheinung VII, 1. 2. reflektuU Nachdem Alles abgemäht ist, kommen die Heuschrecken, um auch die niedrige, winsige (3עש) kaum aus der Eide hervorblickende öpäUaat au zerstören (Israels letzte Lebensfähigkeit, nachdem seine staatliche Kraft gebrochen worden.) Za [pp, das aas •dem Bilde genommen ist, ist עשב zja ergänzen, (ebenso bei der zweiten Erscheinung, 4ie nur eine Verstärkung der ersten ist und bei der das Feuer auch nur das Krant, das keimende Gpwäohs des Baten«, des חלק, abfrisst). Bei Israel ]besteht die Winzigkeit, die Erniedrigung, in de* Zersrteaung and Jonathan gibt in seiner Uebenragung das Moment an, worauf es ankommt: סטלטלק- Dadurch hat nan aber aach die Prophetie für die( Hörer, die das Gleichnis» wohl ▼erstanden haben, Iden klaren tiinn implioite enthalten: ישראל נלד. ינלה! weswegen Amos als Staat87errä1her angeklagt wurdet Anderer- -seit» ist nun die Gegenüberstellung bei[ Jose bar Chanina zutreffend: -Möses hatte gesagt, Israel würde *) Pisse Anffimsnng der Stelle in Amoe Jose hen Chanina als selbstverstaadUon erachtet haben; sie mag dte altabarlieterte gewesen sein. **) Dm alten Torsionen, LH, Pesahitho, Vilgata fassten ‘-»bsaftlls סי •*» Salyaot, aber sie lasen קיס^ (st יקום) .Wer /wird Jacob aofriohtan?“ (Der Syrer hat sogar לי1קב). — Bad. nur beisammen, in seiner Geschlossenheit and Absonderang sicher sein (TD ־*רשק ישראל בטח unter den Völkern aber stets unruhig »ein and za Grande gehen (vgl die andern Antithesen QT7 □ובטי לא רכסואטדגע und ואברהם בנדם), während Amos, dis NothWendigkeit der Z-ratreaaag als gegebene. Factum nehmend dafür betete, dass sie in der Fremde nioht untergehea möchten, and, wie im Talmud bemerkt wird, Gott es dem Am09 bewilligte, (נח□ ה' על זאת). Antikritik.*) (Schlau.) ״Von ״Hofpredigern17 .8) ״) echeint mir an den angeführten Stallen nichts za stehen, übrigen* heisst es an der angegebenen Stelle in Moed Eatan אפחחה דבי נשיאה* — fährt der Reoeas. fort. 8. 17 ist die Bede von Hofgelehrten .,gleichsam Hofpredigern.״ Däss die Ezilefürsten an ihre äs Hofe Gelehrte unterhielten beweist Sabb. 53a, Sakka 31 a 0£ meine Arbeit S. 147 and Anm. 2, 148 Asm. 1. An den S. 17 angeführten Stellen Sabb. 126b, Bisa 23a, Moed katan 24 b bilden das Thema des Vortrags rein halaohieohe Gegenstände, indessen worden gewiss oft fenug etwa naoh Art der Pesikta an die halaohiaohea linleitangen agadisch homiletieohe Gedankeareihen geknüpft wie es der Gesohmaok jener Zeit ▼erlangt», der vergleiol^weise gebrauchte Aaadraok ist also sicherlieh berechtigt. Mag der Beo. »her immerhin in dieser Hinsicht formell nioht Unrecht haben, so hat er am so gründlicher Unrecht mit seiner mit ״übrigens״ beginnenden oben folgenden Ansohaldigung. Er bemerkt, dass in der Stelle Moed katan vom Nasi die Bede ist. Ich fürohte nicht ihn missverstanden za haben, wenn ioh annehme, dass damit dies» Stelle als hierher, wo־ vom Besobgiatha die Bede, nioht gehörig bezeichne« werden soll. Ist dies richtig, so hat Harf Bfd. an seinem eignen Leibe recht empfindlich erfahren müssen, dass irren menschlich ist. 2 Zeilen nämlich weiter, nachdem Moed Katau 24 b vom Vortrag Anaafs am Nasihote gesproohen ist, tritt Lsak Naphcha als am Exilarohenhot vonragend aaf. Die zweite Stelle ist ihm entgangen, obwohl er sie aas 8 148 Anm. 1 meiner Sohfifc hätte entnehmen können. Natürlich bin ioh weit davon entfernt za behaupten, ״das! der Beo. die aus talmad. Quellen entnommenen Belege nioht immer genügend durchgepräft hat״, geschweige denn, das* ״ihm überhaupt deren Beherrschung nicht in gleicher Weise wie die der anderen Quellen aa Gebote aa stehen soheint.״ ״:Irreführend ist der Ausdruck ״erkannte schon ״Gibbon״, (S. 33), dem dooh Ver£ nioht bsipfliohtat* Da ioh in dar Tust Gibbons Ansioht theila, wo- ▼on 1 sich -Beo. bei freundlicher noch maliger D»־ohsicht der Stelle überzeugen wolle, ep ist der Ausdruck richtig gewählt. Irreführend für den Beo. war wohl die Nichtbeachtung der hinter ״Gibbon״ beginnenden und vor ״and hierfür״ sohliessenden Klammer. ־ ״Dass die Ordination von den babylouiscUen Sektirera nach Babylon übertragen werden sollte (SL 64) bezeugt der Talmad •nioht Ebensowenig wird ea von mir behauptet. An׳ . der ^!gezogenen Smlje ist uar davon die Bel«, daaa_ die Ordination das Band der Einigung für sämmtliSSä־ Jaden bildete. ״Ob das 66 .3) קרובים לכלבות Anm. 3) auf die ß. G. zu be sieben ist, ersoheiat mir f'raglion.י ״ £)a der Besöaglatha nioht aasdrüokuoh erwähnt* wird,(so ist ein Zweifel immerhin mögtiok. Iniszsaj ־■'• - ....— 1- *) Osgsa Sehlas* das Art. ia vor. No. ist sa Bibel paaktirt Jscachowd“; *riohtiger• and* sa ..AZ

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