Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 46. (11.11.1892)
- Date
- 1892-11-11
- Page
- Seite 181 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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־(Nr. 23) bemerkt7) hieran: ״Nr. 23 berichtet, dus die Gemeinde an Hoaohana Rabtal ihre Umsöge ״am den Oentor in der Synagoge hielt, der mit der ״Thorarolle im Arme wie ein Engel Gottes da• ״Stand. Solohe Oantoren gehören entweder in das ״Gebiet der Sage oder haben nur snrZait des Midrasoh ״Sehooher Tob existirt, da die jfidizohe Litteratar ▼on ״heftigen Klagen Aber die Gemeinheit jüdischer Vor• »befer wieder hallt!“ Herr Dr. Jellipek kann aber gans beruhigt sein.') Der הכנסת pH, von dem der Midrasoh Schocher Tobh sprioht ist kein ״Oentor* * nnd kein ״Vorbeter“ sondern der ״Aufseher der Synagoge“, dem die Ebrenfnnotionen des ״Ans• nnd ״Einhebens“, des ״Hernmtragens“ nnd des ״Haltens* des ״Sefer Thora“ bei den ״Umzügen!* am Suokoth• feste and am ״Hoschana ßabba“ gehörten. Als ans ״Chasan“ ein ״Vorbeter“ geworden war, hatte anoh bereits unser Gebrauch Platz gegriffen, wonach das ״Ansnnd ״Einheben“ nnd das ״Hallen“ des Befer• Thora bei den ״Umsügen“ am Snpkothfeste nnd Hosobana Rabba verkauft beaw. eineir je beliebigen Person verehrt wird’). Antikritik. In der Nr. 9 der Monatsschrift! (wissensohaftl. Beilage zur Jüd. Presse Nr. 40/41) veröffentlicht ein Herr Bfd. eine für mioh nur schmeichelhafte Kritik meines grösseren Werkes über die babyl. Exilsfürsten, dessen 2. Theil demnächst in die Oeffentliobkeit treten dürfte. Ist nnn anoh der Ton der Beoension ein durchans wohlwollender und sachlicher, nnd müsste ioh vielleicht sogar das mir darin gespendete Lob als ein meinem bescheidenen ״ Versnoh* in diesem Grade nioht gebührendes ablehnen, 1m Interesse ider Wahrheit sehe ich mioh dennooh genöthigt, der Kritik eine An• tikritik folgen zu lassen. Niemand wjeiss besser als ioh, wie wenig die vorliegende Arbeit! in Bezug auf Inhalt wie Form strengen Anforderongejn genügt, nnd niemand wird für berechtigten Tadel djanabarer sein. Den wenigen von Herrn Bfd. hervorgehobenen Punkten kann diese Eigenschaft abgesehen von viejlleioht sweien, über die sioh zudem streiten liesse, nioht zuerkannt werden. Die meisten seiner Bemerkungen sind geradezu irrthümlioh. Eöokhaltslos muss angegeben werden, dass namentlich in den ersten 4 Bogen sioh Druokfehler finden, die das Verzeichnis derselben nioht aufsondern ist Weise des de des Jalknt: 5(0) besieht sich T) a. a. O. Einleitung Seite 40. — ') loh weise allerdings nioht, wie Dr. Jellinek Ober die ״Synegogensaisaber״ bssw. ״-Vorsteber“ denkt. Von den bsterr.-nnganaehen ,Qemeindevoretehern* hat Dr. J. bekanntlich nioht die beete Meinung und halt so manchen ״Gemeindeprtaes“ eher tftr eins« ,b&ftisehen Teofel“ als Hlr einen ״Eurel ttottee“. — ף Das Exokrpt im Jalknt 80himeoni ■n den Psalmen { 708 ist nicht etwa einer abweiebenden Besension unseres Midrasoh ent eine exegatisahe Oompcsttion in der ftbünhi Jalknt Sehimeooi Der Quellennachweis am 4»! ירושלמי דפ׳ לולב וערכה. Knxoeainn fouo bloss auf den Vergleich der 7 Uasftge um den Altar m׳f den 7 Umsftgea um Jericho, was auch in uniierea Ausgaben des Jaraa Talmud Ll.m1 finden ist, wie apoh Babsr t u. Anm. 86 bereite riobtig ▼enaathat bat. 1 ed. Warsoban 1880 Seite 50 b mag den Jalknt geschrieben und daher in dar Quellenangabt Der 86 < שכלי הלקש» ed. Bober S. 881 lieh, wenn er ihn!anoh nioht ausdrücklich nnd der ר3תי XVI § 8ö ed. Harwita, Saite 188b hat in der ihm eigenen Weise einfach ־hxcerpirt Die Behauptung, dam dia auch im ,*ירושלם" gsstendm haben soll, nach auf einem Missverständnisse der Jalknt 8chimeoni Seitens dm npTT. was Annterk. 5 entgangsa war. r שבלי הל Stelle beruht führt, dass ferner, wo auf Späteres hiugewiesen worden soll, nioht immer die betreffende Stelle deutlich bozeichnet würden konnte, nnd endlich zuweilen der im Unklarheit leidet. Die beiden eisigeiten Mängel beben ihren Grund in der Entfernung meines Wohnorts vom Druokort. Der Verleger war anfangs nicht zu bewegen, eine mehr als einmalige Correktur eintreten zu lzssen, die gerade damals doppelt nötig war, als der Setzer zioh noch nioht an meine nioart leioht leeeriiohe Hendsohrift hatte gewöhnen können. Ebensowenig standen die früheren Druckbogen anfangs für di« Nachweite zu Gebote. — Die Beriohügnngen angebliober Unrichtigkeiten meines Aufsatzes aber sollen im Folgenden mit Ausnahme der S. 71 Acjm. 1 betreffenden Bemerkung über מיפה and der übgr 8. 72 Anm. 6 (derselben wird der Beoensent selbst kaum grosse Bedeutung beilegen wollen) als Unriohtigjkeiten erwiesen werden. ״So ist die Bemerkung S. 16 Anm. 1 ״dass die Gemara selbst jenen Sinn darin findet* bei Prüfung der Stelle ganz unverständlich!“ Die Anm. 1 3. 16 beschäftigt sioh mit der bekannten Mittheilang &. Jose’s 180״ Jahre vor der Tempelzerstörung breitete sioh die Herrschaft über Israei aus“ (פשטה מלכות דל ישראל). Das Wort הרשעה, das alte Drnoke anoh an dieser Stelle haben and die nnärigeu meist daroh die Censarlneke sndeaten, fehlt im!Münchener Codex hier. Die gewöhnliche Auff manag versteht unter ״Herroohaft* die der Börner, die hiernach im Jahre 110 v. Chr. bereits Jadäa beherrscht haben würden, eine Behauptung, die keiner der Erklärer vor dem Forum der Geeohiohte reohtfertigea konnte. Schon hierdurch erweist sioh diese AnHase**־ als nicht zutreffend. Denn im Ganzen stim*•^11^} chronologischen Traditionen R. Jose’s ziemlich garnn. mit der beglaubigten Historie überein. Er nennt ra für Nebukadneaar 45 Jahre (Josephas 43), er giebj Alexander d. Gr. 12 Jahre, völlig riohtig (vergk S. 12 Anm). Ueber die Zahl 34, .dia ihm die der Perserherrschaft bestimmt, werde ioh an anderem Orte 8preohen. Die leioht zu verifiaierende Notiz über die 180 jährige Dauer der Griechenherr schaff (voa 140 v. bis 320 oder 312 v. Chr.) wird ebenfalls R. Jose augesohrieben. Wäre es nun nioht denkbar, dass unser obiger räthselhaffer ßerioht in der Tbat mit dem eben erwähnten die Grieohea betreffenden Berioht ideatisoh ist and za סלבית oben יק za ergänzen ist? Wenn diese Erklärung alle Schwierigkeiten mit einem 80hlage aas dem Wege za raumen scheint, so steht ihrer Annahme doch im Wega, dass dia Gemare (Ab. Sara 9a) salbet schon in R. Jose’s Tradition ״Herrschaft* als ״Börnerherrsohaft* gelautet hat. Das ist es was dem Herrn Reoens. unverständlich ist, er versteht bei Prüfung der Stelle nioht, ״dass die Gern, jenen Sinn darin findet.“ Den Beweis liefert die Frage der Gemare: 180 Jahre and nioht mehr? Aas der ebenfalls von R. Jose aaigeetalltea Zahlenreihe 103״ Jahre Dauer der Makkabäer —, 103 Jahre-der Hei odäerherrso baff“ ergäben sioh dooh für die Zeit von Israels Befreiung darob dia Makkabäer bis aar Tempelzerstörang 206 Jahre? Und seit den Makkabäerkämpfen, fügt fiasohi zum Verständnis der Frage hinzu, hefrsoaten dooh auch die Römer (וישראל OTMT1. ״ .«גמלו יחד המלכות מיווניםMerkwürdig führt dar r fort, ist anoh die Art der Einführung des R. in ״Terama* 8. 8 Anm. L Hier v ersten• ioh den Reo. nioht. R.Baraah wie man zioh daroh Verglatehaag überzeugen kagn,; . mir wörtlich so eingefdurt wie bei Zins ״G. V.'ii lw dar zweiten Auflage, dem ich genannte■ Ortet TNMiiiäkpt' ־ giebU gMf OeasF