Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 46. (11.11.1892)
- Date
- 1892-11-11
- Page
- Seite 182 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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״Hi« scheint überhaupt ein arger Wirrwarr xa! herrschen.“ - >! Ale einziger Beweis für den Wirrwarr werden 2 Draak fahler angeführt (statt Aboda sgra 10 0b (!) ist 9a nnd statt bei Neabaner p. 197 ist 195 gedruckt). Dann heisst es weiter: ,Ferner heisst der betreffende - Antor Jeraohmeel“ (sa S. 8). Die richtigere n häufigere Schreibart ist Jeraohmel (אל DH' I ')• Siehe Perles ״der kleine Aruoh“ in Grätz ן Jnbelsohrift S. 22 nnd 23. (Schluss folgt.) Litteraturberieht Becensionen. תורה ותפלה Gebete nnd Beligionsbaoh für die reifere Jagend (IL Theil) von Dr. Th. Kroner, Direotor der Lehrerbildnngsan8talt in Hannover. 1892. Ungeachtet der siemlioh eingehenden Besprechung, die diesem Bache in Nr. 40—4t bereits von saohkundiger Feder sa Theil geworden, halten wir ans doch noch verpflichtet, in einem Nachtrag sa jener Beoension aaf eine Anzahl von Irrthümern and Feniern in diesem ״Schal buch" binsaweisen, am dem Unheil, das durch dasselbe in Schalen oder beim Selbstunterrieht erwachsen könnte, bei Zeiten za steuern; wir fühlen ans amsomehr dazu verpflichtet, als dieses Baeb sich als ״ein neues epoohemaohende« Werk für Sohule, Haas and Gotteshaus* ankündigt and vom Verleger in reklamenhaftester Weise daroh Abdruck r von Citaten 'aas wohlwollenden Privatbriefen und -"jhejlstäcken von sohmeiohelhaften Becensionen den zur Einführung in Schalen empfohlen wird.*) Jp^Mvr kundige und urt heilsfähige Leser selbst 8ehen, ^enth»׳eg Qjft derartigen Em{Kehlungen auf sich hat. Wir nehmen gleioh die ersten Uebersetsangsstüoke aaf der 2. Seite (die Pagination des IL Theiles beginnt ' mit 241); es sind die Segenssprüche vor and naoh . der Haftara. Die Quellen werden mit der grössten Gewissenhaftigkeit angegeben: Trakt. Soferim 13, Machsor Viiry 166, Siddur des B Amram, Oraoh ebaj. 284; doch das ist Nebensache, Hauptsache für 'die Schale ist die richtige Uebersetzung. Wir haben in den ersten Segenssprüohen drei nicht unbedeutende Fehler gefunden: 1. Die Worte P־U1 n&tCI ובנביאי sind übersetzt mit: ״und die wahren Prophetei) in Gerechtigkeit.“ Wie will der Verfasser das rechtfertigen? Was nöthigte ihn הא&ת als Adjeotivum zu nehmen? and wenn schon, warum nicht aach וצדק (,die wahren und gerechten Propheten“)? Wie 8011 'der Schüler sich dio einzelnen Vocabeln da xurechtlegen? Warum ist דס» mit ,in Gerechtigkeit“ übersetzt? Kurz: die Uebersetzung ist weder hebräisch richtig noch deutsch sohön. Aber «8 kommt noch schöner. Die Worte: ודבר... אזזירלאישדב ר׳עם übersetzt derVerf.: ״nicht ein Wort von deinen Worten ist niohtig geworden.* Was soll man dazu sagen? Ist das eine Uebersetzung für die Schaljagend, die übersetzen lernen soll? Ist das wörtlich? Und doch sagt der Verfasser im Vor* wort (8. IV.) ״Die Uebersetzung musste, 80. weit es nur anging, eine Wörtliche sein*. Warum ging es denn hier nicht an? Wozu die Umschreibung? Man möchte dem Verl bezüglich der Uebürsetzang (der 4 letzten Worte) sarufen: ״Nioht ein Wort von' *) lieber das Usberhandnehroen des Beklameweaen* auf dem Qebiete der jttdiachan Litten! ur woilan wir nächstens in einem besonderen Artikel ans snslssssn. (Bed.) deinen Worten ist richtig geworden!“.. Saohs, der dooh mit seinem Gebetbuch nicht ein Uebersetzungsbuch geben wollte, dem also eine freiere Uebersetzungsweise eher gestattet war, übersetzt wörtlioh: ״ Nioht einer deiner Aussprüohe kehrt unerfüllt zarüok.“ Ist Kroaar’s Uebersetzung für die Schule vielleicht eine Verbesserang? Und dooh handelt es sich gerade um ein Stüok, das mit den Bar-Miawa-Knaben mit besonderer Sorgfalt durch genommen za werden pflegt. Kura vorher ist האו&ר ודשה übersetzt mit: ״der thut aud ausführt.“ Das ist offenbar ein lapsus oalami, aber in der, Druokfehler-Beriohtigung* ist es nioht beriohtigt — und dooh dankt der Verf im Vorwort dreien Lehrern ״für die Sorgfalt, die dieselben bei der Darohsioht der Draokbogen betätigten.“ Von derartigen Fehlern, die nioht vereinselt in dem Sohalbuohe dastehen, gilt du Wort in den Spr.d. Väter (iv 16):ששננת תלמוד עולה זדון naoh der Uebersetzung des Verfassers: ״denn eia Irrtbum im Tborastadinm (richtiger: beim Unterricht) wird zur bewussten Sünde.“ Au ungenauen und nioht wörtlichen Uebersetzangea ist das Bach überreich. Es seien hier nur nooh einige angeführt. S. 247 ״ תחת רגליוunter seiner Leitung“, S. 358 :״ מושיבי עקרת הביתder einsetzt die Verlassene in das Haas“ S. 421: ״ עריכתein Aufstrahlen“, Sואץ :436 ־ ״ נסתרund keine Verborgenheit“ ״ מעדvor dem Bli ok“ (״ עיניךdeiner Augen“). S. 452: ״ אבלim Gegentheil“. S. 273: ״ שם רמשdort ist ein Begen“ (8t. ״Gewürm“). S. 274: ״ .יערבEis ist süss für ihn mein Sinnen“ (st. ״es möge ihm angenehm sein mein Gebet“.) Gegen alle Aocente und gegen den Sinn ist S. 275 der Vers 7 P8.121 abgetheilt: ״Der Ewige wird Dioh hüten, vor allem Bösem wird er hüten Deine Seele“, wahrend doch unter רע das Trennungszeichen steht. S. 281 übers, d. Verf. ״ והצטund seine Faust“. S. 322: □נ1ל mit ״Thor“, was weder lexioalisoh richtig nooh sinngemäss ist. S. 365 u. 366: ״ אודךich erkenne Dich an“ (dagegen S. 363 ״danket“) S. 482 ״ רש1תBeoht“. S. 310: לבטלה mit ״Vergänglichkeit“ (st. ״Müssiggang“). Neu, aber unrichtig ist die Uebersetzung von ״ הרי זה מתחיב בנפשוder ist verantwortlich für seine Seelenpein.“ S. 291 letzte Zeile v. n. ist: ״Flache den Körnigen“ wohl Draokfehter. ' Dass Verf. S. 479 unter ש׳ וכור sagt, er wolle ans ״an die heilige Pflicht erinnern, das Andenken an Amalek zu tilgen“,**) — oharakterisirc den Geist dieses gleichzeitigen Beligionsbaches, auf den wir hier jedooh nicht näher eingehen wollen, denn die Berichtigang aller Irrthümer in diesem Theile würde — zumal oft auch eine prinzipielle Auseinandersetzung (z. B. bezügl. der Wiedereinsetzung des Opfergottesdienstes) erforderlich wäre, — hier doch zu weit führen. Wir glauben zur Genüge naohgewiesea za haben, dass das Buch weder iu der Sohule nooh im Privatgebrauch mit Nutzen zu verwenden ist; als Uebersetzangsbuoh in der Schale kann es sogar von den naobtheiligsten Folgen sein; es sei denn, dass der Lehrer fast aaf jeder Seite sagt: Hier ist falsoh, hier angenau übersetzt, so darfst Da nicht übersetzen. **) Lagegen lasst es sich der Verfasser entgehen, bei Erkitrang von שקלים 'fi die schöne Lehr« der Gleichheit besonders hervorxuheben, die das Gebot die halben Schekel predigt: Der Reiche nicht mehr, der Arme nioht weniger. Be.lekUgnngem In vor. Nr. S. 177 a (Text) Z. 13 v. o. ist nach ״nicht“ ein Punkt za setzen, mit .Dann“ beginnt ein neuer Satz. — In der Aam. 1 bilden die Sohlaasworte: ״Vgl oben S. 154■“'eine besondere Note xa 8. 177 b Z. 11, hinter ״ableiten“ gehörend — Ibid. Z. 21 v. u. ist ״viele“ (st. viel) xa lesen. Veiantwoitl Keriactenr Pr. Uahmar. Magdeburg. Druck :Bendix AUahu. (fr. D. LWolli.) Magdeburg. Verlag: Bob. t" riese, Leipzig'