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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-10-01 · N° 40. (1.10.1892) · p. Seite 159

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 40. (1.10.1892)
Date
1892-10-01
Page
Seite 159 (sequence 4)
Language
German
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־ — 159 *) In tot. Nr. S. 154b, Z. 13 (Text) v< ״Iaraeiitec“ za lesen: ״gelange and dann wiedi der Israliten das Lager 11•« (8t. um’s)“ 0.8. ׳ ’) Ab. Sa» folio 2a excrepirt. Peaikfa dr. Kahana ed. Baber 8. 185b; Jalknt Schim. Jee § 816 — *) ad. Bober 8 9; ed. Venet. folio 96a. Ed. Stettin 8 9 hit .TI .י". ח׳. בי. 3אמר ר — *) vgL meine Bemerkung ״Lttrblj“ 1891 Seite 124 Anm. **•). — *) Die ältesten Ausgaben lesen: "WD מביא הקב״ה תורה בחיקו. ohne מניחו: »o hat auoh Samnei Eder» gelesen. — •) Dass folgt sowohl aas der Ffige im Talmad, warum von allen Völkern nar diese zwei namentlich erwähnt werden, wie auch ans dem Tanahama, welch letzterer nar Born and Persien erwähnt. Das folgt ferner ans dem Umstande, dass H. Chanina bezw. der Bedactear deelTanehama diese Agada in die Deutung von Zaebar. 13,8 einfttgt. Der am die Midraachlitteratur hochverdiente Baber hat [die letztere anrichtig in 3 88 (8—10) eingetheilt: ■viel richtiger ist die Eintheilnng Chanoch Sondl’s in der Edition Stettin in Einen 8 — d i. 8 9. Bacher, Ag. der pal äst. Amoräer 3. 4b8 Anm., war entgangen, dass diese Agada auch in den froheren Editionen, vor Baber, enthalten ist. Seine, Correotnr fij3m fhr רחב״ח 1. 1. kann ich nioht aeceptiren. Ich halte dne Beaension des Tanohuma für ursprünglicher and genauer, kls die des bab. Talmuds, welche vielfach interpolirt ist, was Baober 1. 1. S. 564 Ana. 3 selbst zagiebt. Meines Erachtens hätte Bacher 1. 1. besser gethnn, wenn er der Bezension des Tanahama gefolgt wäre, anstatt dass er aas dem Babli einen Aussag geboten hat. — •) Math. 22,1— 14; Lukas 13,28 j-27. — ’)Lukas Eine alte Synagogenordiung. Von Babbiner Dr. Goldfahn.*) (Schluss.) Deuselbeu Gebrauch refleotirt auoh die bekannte Agada von ,dem Geriohte Aber die Völker*, deren Autor nach dem babylonischen Tamud1) Ghanina b. Papa bezw. B. Simlai war, nach dem Tanohuma1) hingegen B. Chama b. Chanina. S&inmtliohe Völker , erscheinen unter dem Bilde einer i i der Synagoge erschienenen andächtigen Versammlung. Gott bringt einem חו! הכנסת gleioh*) das Sefer: pTD•*) Dann werden drei1) wie an den Woohenta{ en, auf gerufen: Born, Persien und Israel, dass sio, Jeder einzeln, ibre Parasoha lesen; einzeln darum, weil aus dom Sefer immer nur Einer vorlese 1 darf Aber weder Born noch Persien, keine der boiden damaligen. Streitmächte, hatte sich gehörig vorbt reitet, so bleibt nur Israel, das sieb gehörig vorbereitet und im Gottesworte tüchtig eingeübt hat. Die Agada giebt zu, dass ,viele berufen aber nur wenige au8erw|äiblt sind*, dass ,es wenige sind, die gerettet werden*, wjeil sie sich nicht vorbereitet haben *), protestirt aber dagehen, dass ausser den Patriaohen und Propheten die Ersten die Letzten und die Letzten die Ersten sein werden7). Wie die letztere Agada lässt auch der von tjns besprochene hlidrascb Gott ,gleich dem Chasan der {Synagoge* das Sefer auf dem Arm an der Brust haften, indem er: f.SK gleioh: אמון Partio. passiv. Kal von: |&״ אpflegen, abwarten auf dem Arm tragen, amj Basen halten“ (~a15a׳|־ü>Yelv). Dass אמן diese Bedeutung beigelegt werden kann, erweist der Midrasoh 81ub dem zitirten Verse Numeri 11,12, wo Moses fragt, ob er Israel ,am Basen tragen 801J, wie der Wärter (האמן) trägt den Säugling* und wo dasTargum Jerusohalmi האמן mit: ־■ &רנונאnauBayiirfi( übersetzt Dass: אפק masc. generis ist; kann nioht als Ein wand gebraucht werden, da der Midrasoh an das Sefer Thora denkt; dann aber war zu dieser agadischen Licenz der Anlass geboten durch den Umstand, dass es auch in dem gedeuteten Verse Proverbia 8,30. mil Bezug auf die Weisheit, (חכמה) nioht }1CN, sondern: ,,אמנת“ heissen sollte. פדנוג ist auch nioht 16ץ0)ץס15סז(;, sondern dem אמק entsprechend Part. pass. Kal des: aus dem Griechisohen entlehnten Zeitwortes פרע*). i , Dass das Sefer mit einer Hülle umkleidet werden muss und in einer Lade aufbewahrt werden soll, be- 1: unten ist nach ׳ aas der Hechten darf keines weitern Nachweises, es genügt wohl auf die Misohna MegiUa 3,1 hinzaweisen, wonach die מנופחות, die Umhüllen, und תיבה, die Lade (des 8efer\ zu den heiligen Utensilien gehören, hinzu weisen'). Dass ״ מטסהbedeckt“, ״bekleidet“ und ״ מוצנעbergen verbergen, bewahren, aafbewahren“ heisse, bezw. ״geborgen“ ״aufbewahrt“, bedarf gleichfalls keines besondern Beweises״). Wieso der Midrasoh dem אמן die Bedeutung ״bedecken, bekleiden bezw. aufbewahren“ vindizirt, ist bereits in den Vorbemerkungen angegeben. Einer näheren Begründung bedarf meine'Erklärung des דבתא. Dass vor der Vorlesung des Thoraab- Schnittes ein Segensspruch gesprochen werden muss, leitet der jerus. Talmud11 * i * * * * *) aus Deuteronomium 32,3 ab; dieses TTi הבו übersetzt dasTargum mit הבו רבותא• Demnach entspricht das aramäische Adjeotiv רב dem hebräischen נדל und wie nach den in der Anmerkung citirten Deutungen das הכרול in Nehemia 8,6. gleioh ist המבוקר, so ist רבתא gleich: המבודכה oder המבורכת. Dass aber אמן zugleich נדל sei, wird aus Nahum 3,8 erwiesen, ln den ältesten Zeiten musste aber nioht Jeder, der zur Tora gerufen wurde, die übliohen Segenssprüohe spreohen, sondern der Erste, der zur Tora gerufen wurde, sprach die Segensformel vor der Lektion und der Letzte, welcher die Vorlesung beendete, spraoh die Segensformel naoh der Lektion; die Zwiscbenmänner sagten weder vor noch naoh der Parsoha einen Segensspruoh11). Später erst traf man die Einrichtung, dass Jeder, welcher aufgerufen werde, vor und naoh der Lektion einen Segensspraoh sage. Diese Einrichtung war eine lange Zeit auf Widersprach geetossen ״); diesem Widerspruohe verleiht auch der Midrasoh Ausdruck mit der Angabe, dass ״es Einige gebe“, welche behaupten, die Thora rühme sich, sie sei bei Gott auoh eine סכורכה “ רבתא, benediota, gewesen, als sie, die Thora, noch die Lektüre Gottes in der metaphysischen Weit gewesen war. Dass שעשועים das Lesen in der Thora bedeutet, setst der Midrasoh als bekannt voraus, wie denn auoh שעשע in der Bedeutung ״in der Thora lesen“ wiederholt in der Agada gedeutet wird, am prägnantesten im Tanchuma 4 § וארא ed. Baber14) wo gesagt wird: die Israeliten hatten Megilloth, in denen sie jeden Sabbat * gelesen hätten1*). Litteraturbericht Reoensionen. תורה ותפלה, Gebet- und Beligionsbuoh für die reifere Jagend. Uebersetznngsbaoh zu den Gebeten der Oberstufe. (Zweiter TheiL) Heraasgegeben von Dr. Theodor Kroner. 1892. (Preia Mk. 3,20.) L L 2Ü-30. — •) VgL Sachs, Beitriga L• S. 6 — ») Vgl Tos sefta ed. Zackermandel MegiUa 8,2 and Talmad MegiUa Jam schalmi folio 73d, faabU folio 26 b, wonach mnESS »ad ,*QT1 als תשמישי הדרשה nicht profanisirt werden darien; tSBsir MegiUa folio 32a, döse man das Beter ohne UmhOlla nioht tragen darf. — *•1 Vgl. Aifasei MegiUa Absen 4 and Tor. I oap. 149, das Gatachten dee Gaon aber Sola tolio 89 b. — ,J Berachoth folio 11a, MegiUa 74d and vgl. Meohilta zu Exod. ISA; Midr. sa L Samuel 9, 18: Sifra Deater. 8 306; jer. Baraohot tolio Ile! and MegiUa 74c dieDeatang an Esre’a 8egenssprachNebeeaias 8,6: i די —יהנדול־,נדרו בברכה Megiiu, babu, toiw 41#; jerusohakai! folio 75a. — **) Vgl. Jenuchiami Magjlla 1 c. — ״) ln war; Anm. (65) hat Baker die Parallelen verseiahnet. — **) Dis > ״Megilloth“ durften ein anderer Ausdruck sein für PeaSttoth skr Piskoth; eine Piaka. Abaohnitt, war eine MegiUa mit das ags- ן diaohen Aaadeatnngen sa dem fraglichen Bibellheehnitte, w*-! raut ich a. G. w. noch zarOok kommen werde. *

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