Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 37. (9.9.1892)
- Date
- 1892-09-09
- Page
- Seite 147 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Soheyer über die hier in Betracht ko nmenden Begriffe «in ganzes Bach geschrieben bat, eiidlioh dass diese Begriffe an Maimonides durch Veraittlang der arab. Philosophen kamen, die sich bei der Behandlung derselben, die einer weiten Sgeoalation Baum boteh, keinerlei Mass auferlegten, 80 kommen wir za dem Schlosse, dass wir daroh niohtii berechtigt sind, «ine tür uns vorhandene Unklarheit daroh eine in keiner Weise gestützte and nicht nothwendige Text• änderang hinwegzaschaffen, dass es uns vielmehr in einem solchen Falle wohl anateht, wenn wir ans mit dem Texte nicht abfinden, za sagen:! loh weiss nioht. Zwei interessante, hebräische Urkunden. Nack dem Original de« Wiener k. k. gel^ Hans•, Haf• and Staatsarchive«. i Von S. Schweinburg-Eibenschitz. I. 1387 13. Mai. Chadolt von Paamgarten and Branbild seine Hausfraa verkaufen ) Schilling einer Gülte zu Poysdorf (in Nied. Oesterr.) and 9 Pfund Wr. Pfennig an Esra des Jaden Guttianns sun und dessen Frau Surterlein*) ^^16 t. =1 16 Kielew. Esra ben Ralibi Nissim faakohen und •eine Frau Surterlein verkanten obgenannte Güte 1)an daa Frauenkloster St. Clara am 9 Pfund Pfentige nnd übergeben die vom Wiener Babbinat verificierte Urkunde darüber dem Convente des Franenklosters St Clara. אני עזרא בד,ר ניסים הכהן דל וזוגתי מרת צורטר־ל רורשינו מודים ומודיעים לכל רואי כתבינו דה שאותם תשעה מנק מעו' דנאר פירעון של ליק בכפר פויסטורף ועל כ-1 השייך לו שקנינו מן השר ר|הדולט מפאומנייטן אותו הפירעון מכרנו לכומריות מבומרזו קהלרן כאן כעיר דנא ולכל הסרן אחריהון כתשעה ליטרין מק־ת' רנאר ונפרמו מהם אותם המעות עד נמירא וקיבלנו עליל לפצות להם אותו הפירעון הדל מכל דין ועירעור כדין כל פצדים שבמלכות אושטרייך ואם חלו שהיה בא על אותו הפיועק הנ״ל שום עירעור שלא היינו יכולין לפצות להם ממנו שיש להם לכומי־יות הדל ולכד הבאין אחריהון לתפיח (ז! עלינו ועל כל ממונינו שיש לנו כמלכות אושטרייך. ועל זה נתננו כתבינו וה לכומריות רגיל מכומריא קהלק כאן כעיר וינא ולכל .הבאץ אדזריהק לעדות ולראייה בחתימתי ובחתימת הרב. זה הכתב ניתן ביום א׳ בט־ו ימים לירח כסליו שנת תשעים ושמונה לאלו* שישי עזרא ההר ניסיס הכהן וצ׳ל ־ אמת החותמת העלו משה כהר גמליאל - ישעיה ואורי. N B. Besonders erw&hnenswerth ist die äussere Form dieser Urkunde Ein ״Miniatnrmesasa - Pergamentblättchen“ enthält in schöner Quadratschritt den Inhalt Ides Kaufvertrages. Eine deutacbe Urkunde hierzu wurde nicht ansgestellt. Den Nonnen genügte wahrscheinlich die ihr von! Rabbinate verifieierte Urkunde. II. 1338 23. Jänner. Otto ton Baumgarten nnd Agnes seine Hausfraa verkaufen > Schilling einer Güte, die da liegt in Poysdorf (N. Oesterr.) eine Hof• statt, wo der Fuchs wohnt nnd eine wo der Chler• beutiner darauf gesessen, um Verkaufs! ramme: 9 Pfund Wr. Pfennige an Esra des Jaden Gatiaanns sane and seine Fraa Thorterlein za Wien: 15. Adar I. Esra ban Babbi nissim verkauft obgenannte!Gilt« nm sieben Pfund an den Convent des Fraaen klosters 8t. Clara אני עזרא כדרר ניסים הכק ווונתי מרת טורטל רורשיגו מודים ומודיעים לכל דאי כתבינו זה שאותם ששה מנק פשיטים ככפר פרזדורף על אד0־ שאומד (Holden!-)פרעון על שני הול! •ן *1 *י« Zangen und Siegler fangieren C1. v. H. nnd eeine Vettern, während ee sonst üblich war, daaa au h der Judenrichter mit Siegelanhängung den Kauf beetäuge. In 1er hehr. Urkunde vertritt das Babe inet den ohristl. Judenrieht 1r, j ף GUte batte im Mittelalter auch!di« Hebenbedeutung Hvpothekeohuld ee wird daher mit Satxgeld oder Satspoetgela {מעוך *u flbersstssn sein! Die Verifioatioi. dee :Babbinntee edieint nicht nur für die Aechtheit der Uni ersehrift, eondern auoh für die Intervention dee Judenrichter■ da su stehen 1 פוחש והשיני כהלובריטרין ואותו הפירעון קנינו מאוט מפאוסנרטז תישת, אנניז אותו הפידעק מכרנו לכומריות מבומריא קהלךן כשבעה- ליט^ מעות דנאר ונפרענו מהם אותם המנות עד נמירא ועלינו לפצות אותו הפירעון הנ׳ל מכלדין ועירעזד כדין כל פצויי במלכות אושטרייך ועל זה נחמו כתבינו זה לכומריות מכומריא קהלכן לעדות ולראייה בחתימתי ובחתימת הרב - וה הכתב לתן כיום חמישי בחמשה עשר יום לירח אדר הראש ק שנת חןמזת אלפים ותשעים ושמונה לאמי שישי עזרא בהיר נמים הכהן זצל. אמת החותמת העלו משה בדדר גמליאל. - ישעי ואורי. \ - ־ Iitteraturberiehk Receasionen. »v Die Familien Prags. Nach den' Epitaphien des alten jüdischen Friedhofes in Prag zusammengestellt von Simon Hook. Aus dessen Nachlässe herausgegeben, mit Anmerkungen versehen und biographisch eingeleitet v. Prof. Or. David Kaufmann. Prossbarg. Druck von Adolf Alkalay 1892. Die Gesohiohte der Jaden in Prag, die seit Jahr• bänderten geschrieben za werden verdient, hat leider daroh den Tod wackerer Bauleute, die Material za dem grossen Werke vorbereiteten, aber kaum aas den Steinbrüoben za Tage gefördert hatten, wenig Aassioht auf baldige Ausarbeitung. Foges, Hook, Lieben, die seit Jahrzehnten Forschungen auf dem ungeordneten Materialiengebiete anstellten, sind als hoebbetagte Männer kurz nach einander aas dem Leben gegangen, ohne mehr als sohwaohe Skizzen zU dem Baupläne hinterlassen zu haben. Die urkundlichen Quellen liegen eben auf zwei von einander vollkommen getrennten Gebieten, die bisher nooh keinem Fotsoher zugleioh zugänglich waren, and deren getrennte allmälige Aufdeckung abgewartet werden muss, ehe sie zum klaren Laufe eines Geschiohtswerkes sich vereinigen können. Die vaterländische Geschichtsforschung arbeitet in deutschen and böhmisohen Kreisen seit einem halben Jahrhunderte mit unermüdlichem Eifer au. der Sichtung und Veröffentlichung der historischen Urkan• den für Böhmen; dabei findet die Gesohiohte der Jaden in diesem Lande eine immer klarere Beleaohtang. Anderer Seite fehlte es auoh nioht an Männern, wenn sie leider aach nur spärlich vertreten waren and immer seltener werden, die unser jüdisches Urkunden- Material durchforscht and zar Pablioation vorbereitet haben. Dass ein Mann von dem immensen Wissen aad bewandernswerthen Fleisse Kanfmann’s von seinen Stadien seit mehreren Jahren aaf das Gebiet der prager Jadengesohiohte geführt wurde, ist als wahrer Glüoksfell an zoschen, und bereits hat die Geoohiohte der Wertheimer and Oppenheimer, die. Darstellung der letzten Ausweisung der Jaden aas Wien and des böhmisohen Exils vom Jahre 1744 manoh helle« Lioht aaf unsere Gesohiohte geworfen. Die Familie Simon Hook’a konnte daher keinen glüoklioherou Griff thnn als die Publikation seines Nachlasses dem Prof. Kaufmann za übergeben. Leider fand Kaufmann in dem Waste angeordneter, theilweise nur dem Schreiber selbst verständlicher Notizen nichts Ganzes, ja Niohts, was selbst als Torso der OÖffentlichkeit hätte übergeben werden können. Leider ist so mit Simon Hook, asm trefflichen Forsohsr