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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-09-02 · N° 36. (2.9.2892) · p. Seite 143

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 36. (2.9.2892)
Date
1892-09-02
Page
Seite 143 (sequence 4)
Language
German
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— 148 •U ■merksamen Lecer mau ca »llaoglmoh einlea ibten, dau diu• Stolle inoorrect ist. Denn der משביר ist nicht dasjenige, varmitte lat deaeen die Form du Baamu ebetrehirt wird, aondem der Vwetand: שכר; der משכיר iat duienige^ der erfaset, abatrahirt, aber nioht du, vermittelet aeeeen die Abatxacaon geschieht. Diese instrumentale Thätigkeit gehört dem Verstände, dam שכל• Dau aie beide identisch seien, du iat ja dasjenige, qaod demonstrandum ut. Die Stolle mau eigentlich lalgendumaaeen lauten ־■ אשי* * היא השכלTOWBVT1....והדבר 3&כל הו» המשכיל «W1. und nach dieser Oorrectar habe ich auch diese Stelle übersetzt. Die zweite Stelle] die bald darauf folgt, und du beweisen soll, wu früher behauptet worden ist, liefert den Beweis Air du Fehlerhafte jener Stelle. Denn weiter heisst u wirklich richtig הדבר אשר בו הופשטה האילן p ואם והושנה בו אשר הוא השכל תא המשכיל. Es w^-e mir erwünscht su erfahren, wie diese Stelle bei Munk in seinein Moreh lautet,“ 80weit der Verfasser, Diesen Wunsch des gesch. Verfasserb will ich hier erfüllen, doch nicht, ohne die Folgerungen za ziehen, ans denen sioh wohl die citirte Anmerkung des Herrn Verfassers als hinfällig erweisen dürfte.! Bei Mnnk lautet der mit hebr. Lettern wiedergegebene arabische Text also: ואלשי אלדי בו; לקלת צורה אלכשבה וגרדת אלדי הו אלעאקל הו אלעקל אלהאצל כאל פעל כלא שך d. i. ganz entsprechend den in nnsern Ihn Tibbon’sohen Texten vorhandenen Worten, die der Herr Veifasser eingangs seiner Anmerkung erwähnt. Die Uebersetzung Munks hiezu lautet: ״La chose, par laquelle la forme du bois a 4t4 penseä et abstraite, et qui est l’intelligent, est eile meme inqubitablement!,intellect passö 4 l’acte.“ , Dass diese Stelle sohwierig ist, ist nioht zweifeihaft; hat doch Aristoteles selbst seiten Schülern dieses Gebiet so dunkel *) hinterlassen, d 188 es in der Folge Anlass zu den heftigsten Meinungssämpfen bot; dass aber die Schwierigkeit nioht daroh Eine einfache Umstellung zu heben ist, ist ebenso unzweifelhaft, u. zw. aus 2 Gründen: L ״Jedem aufmerksamen Leser muss es sofort einleuchton, dass diese Stolle incorrect ist.“ j Mit Reoht glaube ich annehmen zu dürfen, \ dass der Herr Verfasser weit davon entfernt ist, sich für den ersten aufmerksamen Leser zu haltei). Der Herr Verfasser wird wohl mit mir der Meinung sein, dass die von ihm genannten Commentatcren, sowie Maimonidesforsoher der neueren Zeit, wie Scheyer1) and Munk ,j, über eine solche ״augenfällig fehlerhafte“ Stelle nicht ■ich hinweggesetzt haben v ürden. Bei dem Vorhandensein 80 genauer, bis ins Einzelne gehen• der Arbeiten, muss es zum mindesten gewagt erscheinen, auf die ״augenfällige Fehlerhaftigkeit“ hin, den Text ändern zu wollen, amsomehr, da die arabischen Originaltexte za einer solohen Aenc erung auch nicht die geringste Handhabe bieten. Soviel zur Widerlegung des für den Herrn Verfasner vorhandenen formalen Grandes zur Textänderung. Was den saohliohen Grund betrifft, so sei es gestattet, hier näher auf denselben einzugehen. (Schluss folgt.) *> Moreh-he-Moreh, C. II, c. X6 (nach Mark) sagt Ihn Faiaquer» (nach Muak’a TJeberaetaung): Pas an aeul o’a uns opinion bien errät6• aur ce aqjet '1 Soheyer, Moreh I1L Theil, Frankfurt a M. 1838, 8' und ן Das psyohoiog. System des Maimonides“, Frei klärt a. M. *) Guide. Paria 1866, Prifaoe: Dn voyage, <[ue je fia ä Oxford eh 1816 me mit ä mäme de oollationer oe fnagment (editien de Venise) aveo slx manuacripts de la Bibliothäqae Bodläienne. Daselbst: la pablication de Mr. 8. Scheyer. poar laquelle la texte erabe 6t6 oonsaltä, •et la scule, qui onre vOritable caractere soientitique. . . Zum Targum Spr. 8,12 u. 25. In Nr. 32 des ״Jüd. Litt»-Bl. * veröffentlicht Herr Dr. Re iss ״Erläuternde Bemerkungen zu einigen 3tellen im Targum zu den Sprüchen and Psalmen“. Da ioh nun mit einer Be&rbeitang von Peaohittho und Targum za den Sprüchen beschäftigt bin, so interessirte mich die Mittheilang des Herrn Dr. R, dass er eine neue Quelle für Targumkritik entdeckt habe, die Levy bei der Abfassung seines ״chaldäizohen WOrterbuohes“ unbekannt geblieben sei, und zwar in dem L J. 1818 in Kapost (?) erschienenen ספר המגיד eto. R. meint, dass ״die nan neu erschlossene Quelle“ an manoheu Stellen bessere Lesarten biete, als die von Levy benutzten Handschriften und.Angaben. Da nun R. nicht naohweist, aut weichen bisher unbeuutsten Handschriften diese im J. 1818 erschienene Ausgabe beruht, so wird Levy nioht arg gefehlt haben, sie nicht za benutzen. Denn man kann doch von einem Lexioogr&phen unmöglich verlanget!, dass er s&mmt- Hohe, vielleicht uooh durch eine Anzahl von Druokfehlem bereicherten Ausgaben von T. kollatioaire. R. meint nun, dass Spr. 8,12 die Lesart fTHT des .המגיד ,O St.-כרית die richtige sei. Diese L. A. ist aber sicht gerade neu. Sie steht sohon in der 1618 —19 za Basel von Buxtorf heraasgegebunen Rabbinisöhen BibeL Jeder Targumkundige weiss aber, dass Boxt, die 2. resp 3. Bamberg’sohe Bibel vom Jahre 1526 resp. 1549') nach den! Mas. T. verbessert oder vielmehr ,,verbösert“ hat. Den Buxtorf sehen Text drnbken die Londoner Polyglotte und dann fast alle Bibelausgaben ab, die später erschienen sind, s. B. auch מהראות גדולות Wareohau 1865. R. sagt weiter: ״Eis ist daselbst (d. h. bei Levy) nioht angegeben, iu weloher Handschrift oder Aasgabq dies» Lesart (nämlioh כרית) vorkommt.“ Hätte R. auch nur die von Lagarde herausgegebene Handans» gäbe der ״Hagiographa ohaldaice“, (Leipzig 1873) zur Hand genommen, 80 würde er ge8ehen haben, dasa sie sioh sohon in der L Venediger Bibel v. J. 1517 findet, wo sie freilioh za כרית oder כרית verdraokt ist. Sie steht ferner in der Biblia regia und in dem euch von Levy verglichenen ood. llOo der hiesigen Stadtbibi, aas dem Jahre 1238. Levy, der stets den Bnxtorfer’soben Text vergleicht, kannte sicher aaoh die L. A. דרית, lies■ sie aber nach dem; bekannten kritischen Grundsatz unberücksichtigt, dasa die schwierigere L. A. die ursprüngliche, echte sei. 1 Dazu lehrt ein Blick iu die Pesohittho, dass rP“p echt ist. Die Uebereinstimmaug von Pesoh. and Tg. in d. Prov. ist so bekannt, dass ioh nur auf Dathe, Opusoula eto. ed. Rosenmüller, Leipzig 1796, Maybaum in Merx1 Archiv £ d. wissensah.. Erforschung des A. T. 11 ßd. Halle 1870, and Nöldeke in den Mizoellea daselbst hinzuweisen braaohe. כרית ist also richtig. Aber freilioh ist es nioht mit Levy daroh ״ioh darohdringe“, sondern ״ioh schaffe“ an übersetzen. Das an dieser Stelle schwierige שכנתי verstand der Syrer nioht reoht and seist dafür ein ihm besser in den Zusammenhang passendes Wort, worüber ■ich Niemand, der seine Art kennt wundem wird. T. macht es einfach mit. Möglich auch, dass in der Vorlage des Syrers das ש nndeat• lieh geschrieben war, so dass er 0£) הכנתי Ex. 23^0) *) VgL Marx’ Bemerkungen über d. Vokalisst. d. Tanzte• in d. ״Verhandign. d. Berliner Orientalietonkongraeeee* u. X. Berlin 1839. S. 169.

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