Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 36. (2.9.2892)
- Date
- 1892-09-02
- Page
- Seite 144 (sequence 5)
- Language
- German
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144 lesen konnte. Bemerken will ioh noch, dass ood. 1106 und die Biblia regia das in diesem Vers vor ותר־עיחא ausgefallene HTCTTI lesen. Spr. 8,25 אתבנית נ מדלתי (nicht ואתבנית, wie B. schreibt.) B. meint, dass vielleicht אתברית sa lesen sei, cod. 1106 b. איתבנינית, wofür sicher איחבטנית an setsen ist. Versohreibnngen von B und Sin ד sind in den Handschriften nicht selten (vgl. Lagarde’s C01L an Spr. 16,17.) Pesch. L auch אתבטנח. loh weiss -nun nicht, was ״die neue Quelle** noch für Lesarten bieten wird. ־Wer aber ohne stete Vergleichung der Pesch״ und der auf Handschriften beruhenden Aasgaben also der Venediger1) und Biblia regia1), sowie aaoh des Bnxtorfschen Textes, an die Kritik des Targumtextes au Mischle herangeht, wird die Anaahl der falschen Lesarten nur noch um einige neue vermehren. Pin ku 8-Breslau. F. Hillel. Die Nominalbildangen in der Mischnah. Frankfurt a. M. bei J. Kanffmann. (Schl.) Besprochen ran B. Koenigsberger. Was nun die qatil-Formen anlangt, so kann ioh es nicht recht begreifen, weshalb der Vert. die Feminina der Participien (S. 19) getrennt au behandeln sich geswungen sah. Eine Form, wie זהירות (Sabb. 2,6J" wird als Fern, gar nicht weiter schallen, wenn man weiss, dass Aboth 1,9 (aaoh 2,3) זהיר für das Maso. gebraucht wird, während in Sabb. von Frauen die Bede ist. Die anderen Participien aber, die H. (S. 19a) anführt, sind durchgängig substantivische Feminina. So findet sich חבירה als Substantiv: ״Bündel* Tos. B. mez. 4,19. ib. Ab. sar. 1,'.; das Masc. תביל in derselben Bedentnng Tos. Terum. 8,8. M. Orlah 3,6 u. s. (Za unterscheiden ist hiervon und ev. bei ß au ergänaen: ״ חבילהPfand“, Tos. Kethub. 11,8. — Ebenso ist בריבה Sahst., vgl. Tos. Peah 3,5. Vielleicht ist au vgl. כרך Tos. Machen. 4,11. (Die Aussprache kann mit i gelautet haben. VgL גריב) גרב) Tos. Terum. 9,1. M. ib. 10,8. Zuokermann, Maasse und Gewichte etc.). Es scheint mir überhaupt, wenig- 8tens im Bh״ testzustehen, dass wir in den Formen mit u reine Participien, während die i-Formea schon definitive Adjectira resp. Sn bst. darstellen. So erklärt sich ja s. B. Qre und Kethib Hum. 1,16. Allerdings hat das Syrische und Aram. in den Passivparticipien das Peal ein Jod an gen. Stelle; die neuhebr. Formen sind aber sicherlich dem Althebr. nachgebildet und da ist נשיא schon reines Subst. — Die Zusammen- Stellung der Feminina mit Infim-Bedeutung ist ziemlieh unvollständig. Die bekanntesten Worte, wie ממידה,מעילה ,אמירה u. 8. w. fehlen. — Bei den ע״ע- Stämmen (8. 20) ist sa beachten, dass z. B. ברירה mit Zere gesprochen wird, (vgl. S. 16,2). — Aaoh bei den qattäl-Formen wären an den angeführten ״ wiohtigsten“ Beispiele z. Th. geläufigere anzuführen: p3 ״Bademeister“ (vielL lat.), ״ צבעFärber*, Kelim 8,ä. Zu כ*יד vgL das interessante Qre: Jer. 67; au TD Lurja (רר׳ל zu Ecba v. 1,1 Note 2). Bemerkt sei, dass die Schreibung mit יי (bes. in der Tos.; auf eine Aussprache 5ךיל (st. דל?) hinweist (also qattil-Form.) (Uebrigens erklärt Zackermandel, Index LXVII חרס durch ״voreilig*, nach Basohi; s. das. (Ned. 3,4). — ף Die ja durch Largarde’s Text and seine Call, laicht za benatzea ist. ף Die nach Mexx (cf. oben) S. 153 and 167 einen ans Complntensischen Mas. and den Venediger Ausgaben gemischten Text hat. Zu S. 38 will ioh darauf hinweisen, dass das Mase. הקמר Ber. 1,1 in Kidd. 1,8 im Plur. als Fern, gebraucht wird. — S. 39. אמצע ist wohl dem Grieoh. (piooe) entlehnt. — Bei ״ אשבורןWassergraben“, das der Verf. von ״ שברsammeln“ ableitet, möchte ioh darauf hinweisen, dass aaoh das bh. משכרי a. B. P8. 93,4 wenigerdaroh ״die sich breohenden Wogen“, als vielmehr durch ״Ansammlungen des Meeres- Wassers* zu übersetzen wäre (vgL Gen. 1,10 ).*) Bei es ist תגלחי wohl ein Druckfehler für תגלי. — S. 40. Bei den durch Versetzung des ם gebildeten Subst. fehlt u. A. das bekannte דחלה —!משנה& (S 411 kommt schon B. b. 2,5 vor. — S. 42 vocalisirt der Verfasser richtig ראיק (aaoh, bes. Tosריאיק ״) gegen die übliche Aussprache (und Levy, nhbr.Wtb. IV, 406a ריאיק).— S. 43b. Drei sehr bekannte Formen mit ohald. (eig. grieoh. Endung — aioj [אי-] resp. — eJ0£ [״-J hat der Verf. übersehen: ז2אי (grieoh. SixauSj) Tos. Taan. 4,9 ib. Sota 13,3. 4 n. 8. כדיי, das sowohl als Adv. wie als Adj. gebraucht wird: Sifre Nam. § 12 (ed. Frieden, p. 5 a), Tos. Sota 3,19, 5,9 u. 8. ודאי Sabb. 2,7. — Die Endung ל dem lat. anus entspricht. — Zu ערבית (S. 44) vgL ערבין Tos. — קרפף (S. 45) ist ebensowenig vierradic. wie במי ט? (Hab. 2,6) u. A. Aaoh die übrigen, 8ub IIA angeführten Nomina sind eig. nicht dieser Art, denn die Einschiebung eines ר ist Weiterbildung in der Aussprache, nioht im Stamme liegend. VielL ist CT־ Endung, und z. B. נחתום (von ״ (נחהder das Brot herunternimmt“. Das ist ein Knnsthandwerk «לרדות את הפו). — Zu ״ הנוןKörbeben“ (S. 47) vgl. das grieoh. xawr) (Levy IV,335b.) Das Nomina קנה findet sich aaoh im Lat.: oanna, Grieoh. xawrj, Phön. Kaneh, BabyL Kanu. — S. 50 ß ist auoh ״ חביותFässer“ OrL 3,7 zu erwähnen. Indem wir hiermit die Besprechung der Hillelsehen Arbeit scbliessen, bemerken wir nochmals, dass wir dem Verf mit gesteigertem Interesse gefolgt wären, hätte er seine Untersuchungen aaoh auf die Anfangs von uns genannten alten Werke ausgedehnt. So aber hat er die Gelegenheit vorübergehen lassen, durch Anlegung einer ״grammatikalischen Concordanz“ eine dauernd werthvolle Arbeit za schaffen, die, wenn sie vielleicht von dem gesoh. Verf., der sich nun doch einmal in das Thema eingearbeitet hat, von Neuem aufgenommen werden sollte, zugleioh das Verhältnis der Maso.- und Fem.-Bildungen zusammenhängend zur Darstellung bringen möge.**) *)Vgl. noch Schröder, die pböniz. Sprache, S. 99Anm. 5, wo angegeben ist, dass im Phön. das Saf&x Ön sehr häufig war, wie חבוח vom hebr. חבר (vgL hebr. מנד and סנדנוח) a. A. Cine ähnliche Bildung mit א proethet. scheint שכר) אשבורן) za sein. i **) Za אשפה sei nachträglich bemerkt, dass nicht, wie (Teiger, Lehrb. S. 24, bemerkt die Misch nah da* bh. אשפת missverstanden and davon einen Sing. אשפה gebildet, sondern אשפה (▼gl. hee. Ps. 113.7. 1. Sam. 2,8) überhaupt als alte Singal.-Poim des Feminiam אשפת (vgL נחלת! za lasen ist and darnach die Miachna die geläufigere Form אשפה gebildet. Hieraus erklärt sich dang, dass die M., die also dem Bh. folgt, dessen Plaralform אשפתות beibehalten hat) Die scheinbare Plur.-Form Neh 3,14 האשפות i*t entweder (vgl. ib. 2.13. 12,81) dei za schreiben, oder (vgL ib. 3,13) aU Inf. *a behandeln. Plaralbildangen, wie אשפתות ▼on אשפת sind nioht seiten; vgL דלתות — דלת ,השתות — קשת• S. 140a ZL 22L das st. dies. Verantwort! Bedactear Dr. Bahmer, Magdeburg. Druck :Bendix & Bahn. (ir. D. L.W0L&.) Magdebarg. Verlag: Bob. P rieae,Leip1ig. I