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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-08-26 · N° 35. (26.8.1892) · p. Seite 139

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 35. (26.8.1892)
Date
1892-08-26
Page
Seite 139 (sequence 4)
Language
German
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I Erläuternde Bemerkungen zu Einigen Stellen im Targum zu den Psalmen und Sprüchen. Von Dr. Jacob Bei•■, B«bbiner iri KattenpLan. (Soblaee.) Za dem Worte סכלא B. II, 8. Verf. Folgende■: 8״pr. 19,29 דסכלי 163 bringt der והרתא לנושמיהק Ms. (in Ag. fehlt unser Wort) ״Sohläge sind bestimmt für die Körper der Thoren“. Wieso” ״ הרתאSohläge“ bedeutet, sagt der Verfasser nicht; seine Uebersetsang ist ans dem Texte bloss errathen. |lm meiner Aas• ׳gäbe fehlt nicht nnr nicht das Wort לסבלי, sondern die Stelle laatet anoh tiohtig: ימחהא לגשמהון דסבלי, was dem Texte vollkommen entspricht. Unter dem Worte לרב B. II, 8 $39 soLreibt der Verf. Folgendes: ״Bxt citirt auch Spr. |11,15 ערב חילוני, was jedoch weder in Agg. noch in Pesch, steht; wahrscheinlich ans dem Tw. bloss errathejn“. Interessant ist jedenfalls die Thatsaohe, dass in feiner Aasgabe in der erwähnten Stelle wirklich עלב חילוני steht. Mit einem grossen Aufwands voh philologischer Gelehrsamkeit erklärt der Verf. im Bl II, 81 264 das fremdartige Wort כא& and übersetat es, ״Seite, Pfoste“. Eie alleinige Beweisstelle hieiär ist ihjm nnr das Targnm Spr. 8,34, woselbst nach dem Von ihm ange• führten Ms. nnd nach d. Agg. כי לתלעי& steht für die Textes Worte מזהות פתחי. Dieselbe istjjedooh corrampirt, die ganse Ableitung des Wortes daher erswnngen. Auch die daselbst von Levita gebrachte Emendation des Wortes in פילי erweist sich als überflüssig, indem in meiner Ansgabe die riohtigeLeeeartj sich vorfindet; ספי לתלדי *= die Pfosten meiner Thorp. Zn dem Textworte יצילהו Ps. 22,9 bringt der Verfasser B II, 8. 282 unter d. Worte פצי das Targnm nach seinem Ms. 'D' פצא mit def Uebereetzang ״er rettete mich“ and bemerkt gleichzeitig, dass in den Ansgaben unser Wort fehlt. In meiner Ansgabe fehlt es nicht; in derselben steht צאיתיה^ entsprechend dem Textworte ״ יצילהוer rettete ihn‘j. Die Leseart des Ms.. ist daher fehlerhaft, denn sie passt gar nioht in den Zusammenhang des Textes nocjh des Targum dieses Verses. Unter dem Worte צאי!א B. II, 8. 311 bringt der Verf. die Targnmstelle Spr. 11,7 and dip Uebereetzang hiezu ״ אילי ן לעבדי] צאתאdiejenigen, welche Sohleohtigkeit ansüben“. Die Stelle ist aber oomunpirt; sie laatet in meiner Aasgabe לעבלי] עאתא übersetat werden ״(die Hoffnung) deij! Schlechtigkeit than a. 8. w.“ Der Tar^ Textwort □אוני als Mehrsahl von אח geno letztere Wort in den Spr. in meiner mit עאתא oder עאתא — עתא oder Sündhaftigkeit, Schlechtigkeit“ wied! (Vergleiche die Stellen, Sprüohe 6,12.18 17,4; 19,28; 21,15; 22,8; 30,20.) Davon mal für das Textwort [או im Targum Bei dem Worte למי B. H, 8. 427 and muss m, welohe ist hat das en, welohes abe immer oder דודא!geben ist. 10,29; 12,21; :ommt sieben- :ל vor. ht der Verf die Bemerkung: ״Vielleicht gehört hielter anoh Spr. 19,26 למי] לאבל Ms. (Ag. [דמי ormp.) ״wer seinen Vater hinteigeht“. Allein nioht bloss Ag. [לסי ist oomunpirt, sondern anoh [למי Ms. scheint oomunpirt sa sein, weil es grammatikalisch nioht nohtig ist. In meiner Ausgabe steht dafür לביז, was spr ist and einen entsprechenden Sinn gtebi Bei dem Worte תינלנא m. תינלניתא 529, welohes im Targam aa den 8pr. öf macht der Verfasser die Schlosst ich richtig in B. II, S. vorkommt, ״Hingagen daselbst Sprüohe 27,15 היכנא אתתא ועלגיתא לנצי א Agg״ wofür richtiger die L. A. des Ms., in welohem unser Wort nicht steht, sondern bloss היכגא אח הא לגציא so ist aaoh das Weib, welohes sankt; denn Tw.!נשתול wird vom Targam daroh היב^נ übersetat“. Diese Bemerkung des Verfassers ist jedoch eine irrige. Wäre wirklich das Wort היכנא in der ■weiten Vershälfte des Targam die Uebereetzang des Textwortes ,נשתגל, für welohes T.extwort stünde dann aber איל in der. ersten Vershälfte des Targam? Dem Verfasser ist die häufig vor kommende Ausdrucksweise des Targamisten entgangen. Im Targam s. d. Spr. gebraucht nämlich derselbe das Wort איך oder היד im Vordersatae and היכגא im Nachsätze, oder auoh bloss היכנא allein im Nachsatze, wenn anoh im Texte kein demselben entsprechendes Wort oder entsprechender Baohstabe als Erklärangsgrand hiefür steht, sondern bloas deshalb, am den Zusammen hang der beiden Vers hälften klaier hervortreten sa lassen und ihn verständlicher sa machen. (Vergleiche hiemit das Targam s. d.Spr. C.| 11,22; C. 25,19. 25. 28; Cap. 26,14. 23.•) Li tteratur bericht Recenaionen. F. HBlel. Die Nominalbildangen in der Mi|80hnah. Frankfurt a. M. bei J. Kaanmann, 1891. Besprochen von B. Koeaigsbsrgsr-Brsslan. Der Verf״ welcher sioh mit der gen. Sohrift in die jüdiaohe Litteratarwelt einiührt, hat sich ein rein wissenschaftliches Thema sar Aufgabe gestellt. Die Be handlang aber soheint mir keine genügende aa sein. Der vielverapreobende Anlauf, den der Verf nimmt, indem er einleitend bemerkt: ״Mit dem Namen Miso hn ah wird allgemein dasjenige halaohisohe Schriftdenkmal, welohee die Grundlage des Babylonisohen and Jerusalemisohen Talmuds bildet•, and der die. Vermathang weckte, dass hierunter (vgL 8. Stein, dasVerbnm derMisohnaspraohe. Berlin 1888, 8. 5) ausser der ״Misohna* im engeren Sinne aaoh Toaephtha, Meohiltha, Sifrä nndSifrä, sowie die in den beiden Talmnden ■erstreuten B&raithoth inbegriffen sein würden, wird dnroh die folgende Bemerknng deeVert. gehemmt, in der er nnr von dem R. Jehadah I' zu vindicirenden Werke sprioht. Und dooh hätte der Verf. für letztgenannte Werke darohgängig Handsohriften benutzen können. Ein Ms«, der Meoh. ist in München (vgL meine ״Quellen“, & 74 Anm. 1), ood. hebr 117, die übrigen Midraschim (ausser Sifrä Nann, dafür aber einen andern gleioh alten Midr. zu Ex. a. Nun.) enthält der handschriftliche Midr. hagg., di« Baraith. sind in den Mflnohener Talmadmss. einsasehen, die Tos. aber, ist naoh Mss. längst von Zaokermandel. edirt. Gleichwohl hat sich der Verf nioht davon ■ardokaahalten vermocht, hie and da aas der Tos. Belege beizabringen. Und es ersoheint ans aaoh als viel sa wiasig, in einer selbstständigen Sohrift ein so enges Gebiet za behandeln, das höchstens (als Vorarbeit über das Nomen im Neahebr.) in einer Zeitsohrift hätte Platz finden dürfen. Ausserdem hat es der Verf leider unterlassen, was den Werth der Arbeit wesentlich erhöht hätte, für die angeführten Wörter ■ämmtliohe Stellen and ■ohliessHoh aaoh für die einzelnen Formen alle Belege anaaführen. — Nun, sar Sache! Die (Schloss-)Redaotioa der Misohns, scheint ~ •j ln dsr Abhandlung ,Einig• Bemsifcaog•■ ■an dar Targumim r. J. 1&91 Nr. 87, 3. 148 sind beim äh . 6 hinzszafltgan: Pa 7,6; Pa 49,16. Beim Absztss Zahl 6 es hsisssn: ״wann aaoh im Text• dis WatW‘■

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