Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 34. (19.8.1892)
- Date
- 1892-08-19
- Page
- Seite 135 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Wort כלו, welches die Vermuthung des Verf. rechtfertigt, dass dasselbe im Ms. nur eint! Variante sei. Bei dem Worte טרח B. I, S. 31|9 ist vom Verfassar anch angeführt eine Targumst^lle ans Ps. 56,6 טרחן עלי und übersetzt: ״sie mühen Isioh ab meinetwegen“. In meiner Aasgabe lautet das Targum des ganzen Verses:בל יומא מטולתיטרחןלליכל מחשבת הון לביש. Demgemäss muss ללי von סרחן getrennt werden, in• dem ללי zur folgenden Vershälfte gehört. Im B. I, S. 350 heisst es bei dpm Worte כאיל wie folgt: ״Trp. in Oedanken messen, ,erwägend. Spr. 16,22 ״ ובסונלא כאלין דמתמלכיןbei der! Menge der Erwagenden, welche berathen, besteht där Rath“. Dass aber hier der Wortlaut dieser Stelle nicht richtig sein kann, gebt zunächst schon daraus qervor, dass es anstatt כאלין eigentlich רכאלק hätte heissen müssen. Allem das Wort?כאלי ist corrampift. In meiner Ausgabe heisst es ganz riohtig wie folgjt:?וכסונלא ראלי ״ דמתמלכיז לצחא תליםund bei der Menge derjenigen, welche sich berathen, besteht der Plan“. (Vergleiche auoh das Targum Spr. 13,10.) Das Targum zu der zweiten Hälfte des Verses Spr. 10,14 bringt der Verfasser im B.!11, S. 36 unter dem Worte "OÖ, welches ״beirathen “ j und im ltbpa. ״sieb verloben lassen (von der Frau)‘f bedeuten soll und lautet nach ihm — ומן אלהא תחמכרא אתתא לנברא ״von Oott wird die Frau an den Mann!verlobt“. Eine andere Beweisstelle für die Bedeutung! dieses Wortes bringt er nicht. Auffallend ist auch jdie daselbst in der Klammer stehende Bemerkung: ״Levita will mit Unrecht אתטברא emendiren“. Die Emendation scheint iedooh sehr gut zu sein; denn in meiner Ausgabe lautet das Targum: ומן אלהא מתמשרא אתתא לנברא• Zu Ps. 85,9 bringt ■der Verf. B. 1^ S. 130 unter dem Worte שיאורא d. Trg. ולא יחזר|וז לסיאורא Txtw. לכפלה• ln meiner Ag. heisst die Ställe anders u. zw.: ולא יחורוז לסבלא• Für das Vorkommen des W. סיאורא im Targum findet sioh im Wörtterbuohe ausser dieser Beweisstelle keine andere mehr. (Schluss f.) Litteraturbericht. Recensionen. Esthelbticher, Dr. Joseph, Bezirksrabbiner in Bruchsal. Zwei Beden über den Teilmud. Trier Sigmund Mayer, 1892. 47 S. Am jüngst verflossenen Woohenfeste hatte sich der Herr Verf. die Aufgabe gestellt, sioh vor seiner Qemeinde über den Talmud in zwei auteinar der folgenden Vorträgen auszusprechen. Er nahm Veranlassung, in seiner ersten Bede (Seite 5—21) in nuoa hinzuweisen auf die Bestimmung des Talmuds, auf seine Entstehung und Verbreitung, auf die Schwierigkeit! seines Verständnisses, anf irrige, verleumderische Auffassung des Talmuds und auf directe, frivole Fälschungen desselben, auf das sittliohe Ideal, welches der Tabu ad durch den Mund seiner berufenen Lehrer sioh zu eigen gemaoht, auf Inhalt und Zweok des Talmuds, auf 1 eine Stellung gegenüber dem Heidenthume, dem rein! in, sittlichen Men8chenthume und gegenüber dem C, tristenthume. Die zweite Bede (S. 21—47) trägt dar Bedeutung des Festtages volle Rechnung und verbra tet sioh über die zehn Bnndesworte nach der Auffassung Erläuterung und Erklärung des Talmuds. Der gr »*herzoglich badisohe Synagogenrath hat es für zweckmässig eraohtetet, diese zwei Beden dem Druoke zu übergeben und daroh deren Veröfientliohung sie auoh Anderen, die [nicht Gelegenheit hatten, die Worte des Bedners zu hören, zagänglioh zu maohen. Der Synagogenrath huldigt demnach der Ansicht, dass diese Beden ein actuelles Interesse beanspruchen. Wir pfliohten dieser Auffassung voll und ganz bei und wir wissen uns in Uebereinstimmang mit allen Freunden der .Wahrheit, welche sioh auf die Zeioben unserer Zeit verstehen. Das Schmerzenskind der Verunglimpfungen und Besohimpfangen, der ungeheuerlichsten Verleumdangen und Verdächtigungen ist ja der bestgehasste und wenigst gelesene oder gar verstandene, böse Talmud. Der Talmud ist — von der Sohaar der Fachgelehrten - abgesehen — auch dem grössten T heile unserer deutsohen Glaubensgenossen mehr oder minder eine terra inoognita. Darum muss zur geeignetsten Belehrung unserer Glaubensbrüder hier immer und immer wieder der Hebel angesetzt werden. Die Gedanken, welohe der Bedner entwickelt, sind Niohts weniger, als neu, aber sie sind durohaus zeit- und situationsgemäsa. Absolut Neues lässt sioh auf diesem Gebiete nicht Vorbringen und es wäre sogar eine schlechte Empfehlung für das thema probandam, wenn man hier mit neuen Gesiohtspunkten und neuen Gedanken paradirea wollte. So lange unsere Gegner nicht müde werden, ihre Waffen zur Bekämpfung des Jadenthums aus dem Arsenale des den grösseren Volkskreisen gänzlion unbekannten, oft genug bewusst oder unbewusst falsch verstandenen Talmuds za entnehmen, so oft tritt die Pflicht an uns heran, Alles in neuem Gewände immer und immer wieder vorzufahien, mit aller Eaeigie anscheinend selbstverständliche Thesen zu verfechten, mit aller Beharrliohkeit zu betonen, dass auoh dem Talmud gegenüber den mit altem, aufgewärmtem,längst abgestandenem Eohl zu verdächtigen män sioh nicht entblödet, 2x2=4 ist. In schlichter, lichtvoller, überzeugender Weise entwickelt der Bedner seine Gedanken, im Dienste seiner apologetischen Tendenz b?kennt er za wiederholten Malen, so oft der Anlass sioh daza bietet, die auf humanster, internationaler, interoonfessioneller, Grundlage ruhende Gesinnung des Talmuds, die es nioht selten mit sioh bringt, unsere anders denkenden nnd anders glaubenden Brüdern bei gewissen Beohtegesohäften oder ethisohen Forderungen ein höheres Maass von Rücksicht und Wohlwollen entgegen ׳ za pringen, als den Israeliten selbst. Sollte Jemand hier und da Etwas vom timbre der unmittelbar packenden Bede vermissen, so muss er dies dem za behandelnden Thema, bei welohem statistisches, historisohiär javisti8che8, mehr oder weniger dürres und trookenes, litfaerarisohes Material zu verwerthen war, za Gute halten. Die zwei Beden, welohe die Bedeutung und Eigenart des Talmuds in durohaus ansprechender, leioht fasslioher, populärer Weise beleuchten, sind eine treffliche Leistung des Verl’8. und verdienen bei allen Freunden der Wahrheit und Humanität innerhalb and ausserhalb unserer Glaubensgenossensohaft die weiteste Verbreitung und gebührende Beachtung. . Sohrau O./Ö. Dr. Immanael Deutsch. Wünsche, Aüg. Prof Dr. theol. et phil, Midrasch Tehillim eto. Trier, Sigmund Mayer. 1891. (Forts.) No. 20 (Z. 20) כנעית wie ein Kessel, nioht ein Daoh, — Das. Z. 30: Das Zeitalter der WäKSp Besser ist die Lesart in Sohir. r.ד Die Wüste, sprach etc. — Das. Z. 46: B. Jadan u. B Elasar! ״igjjfoliim eto. Es muss heissen: ״R. Jadan n. R. ElaAr