Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 33. (12.8.1892)
- Date
- 1892-08-12
- Page
- Seite 131 (sequence 4)
- Language
- German
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in der Ausstellung der Belobigung uni Privilegien ־war, von denen die Gemeinde einst ein e Menge be- **es» and welche eie wie Kleinodien in besonderen ׳ Küsten und Sohaohteln enfbewehrte. i 118 sie aber ihre Rechtskraft eingehüsst (1848)! gingen sie anbeachtet ans mangelnder Pietät reit anderen Antiquitäten verloren.*) Erhalten haben sioh nebst >iroa 200 im Keller des Tempels auf dem Boden dee m it dem färetliehen Wappen versehenen Gemeindehauses von mir gefundenen Urkunden blos 4 solche Oiginale (Nr. 25—28) der Privilegien, welobe auf grossen, mit künstliehen Verzierungen ausgestatteten Pergamentblättern geschrieben sind. Sie regeln die Peohte und Pflicht an der einheimischen Unierthanen, während die Verl lältnisse der auf bestimmte Zeitdaaer tolerirten Exulant an aus Wien in besondern Verträgen festgesetzt werden. Der Inhalt ist bis auf einzelne, in Folge der erweiterten Geschäftsbeziehungen nöthig geworden«in Veränderungen in allen grösstentheils gleichbedeutend. Im nächsten Artikel wollen wir die wesentliol steu Punkte daraus folgen lassen. (Schluss folgt.) Erläuternde Bemerkungen zu einigen Stellen im T&rgum zu den Psalmen und Sprachen. Von Dr. Jacob Reise, Rabbiner in Kattenplan. (Fortsetzung.) Im B. 1, S. 154 unter dem Worte □*II II und S. 156 unter dem. Worte D*U I, welohe beide Aasdräoke ״kräftig, stark sein, werden* bedeuten sollen, meint der Verfasser: ״wahrscheinlich gehört hiehorSpr. 18,10 ונינרים כיה Ms. u. Ag. lies □מגרי (Bxt. □ונתרי richtiger □וערי) Tw. ונשגב♦* Dieser Erklärung des dunklen Wortes fehlt jedooh die Stärke der U6 Mrseugung. In meiner .,Ausg. steht dafür ונתרי□ כיה, was einen treffliohen 8inn giebt: ״and er wird daroh ihn erhöht, erhoben.* Dass diese!!eseart richtig ist, ueweiat der folgende Vers 11, wo es zur Textesstelle וכחוסה נשנגה במשכתו in meinem Targutn ובשח •א ירו□ □שריה heisst nach Lewy unter ורם b.i s. 345.וכשורה יוום משריה)♦ Demgemäss ist hier das hebr. Stammworl ענב beide Male im Targam durch das demselben entsprechende □רו wiedergegeben. Der Verfasser mäht sioh ab im B. I, S. 169 das räthselhafte Wort דיבתא zu erklären. Das albst heisst ea wie folgt: א .דאכונא =) ריכמא״ in י vei wandelt — Trauer, Schmerz — Spr. 24,2 מוי ריבו» ראני לבהק□ (Luzz. 0hg. pag. 121 ריבויו ח»י ,דדוונא רני vgL אנינותא — weil auf den Schmerz (Andere״) ihr Herz sinnt. — Im B. I, S. 41 bemerkt wieder derVerf. bei dem Wort• אנינותא: Sp. 24,2 אנינו תא דאני לבהק Levita (weioher jedooh 8. v.דק •— Ag. liest ריבת א vgi דיכמא) — weil auf Trauer (ftir Andere) ihr Herz sinot.* — So weit der Verfasser. In meiner Aasgabe hat jedooh dieses räthselhafte Wort, dass sioheriioh oorrumpirt ist, eeine nrsprttngliohe Gestalt; in derselben heisst ee סמור רכמא רק לבהק an der Textesst »lie כי שור 0יהנה רכ “ denn Verderben sinnt (od. plant) ihr Herz, רכמא ist die Uebersetsnng des Txtw. TW• Dasselbe Wort kommt noohmals vor Spr. 21,7 □שזדרימי and das Targam hiezu lautet in meiner Ausgabe רכמא דרשת י woselbst gleichfalls רכתא die Uebereetcniig fär das Txtw. שור ist. Erwähnen«werth ist, das» der Verf. das Wort ר כתא in seinem Wörter buche gir nioht sls besonderes Wort bringt. *)Abschriftlich sind noch vorhanden ein Pri Ferd. II und 111; der sei. Rdig-Li■Werner •ah Steuerfreiheit der eingefOhrten Ethrogim ven ־ irileghun von eine Uber Theres ie. n xsh Miria Der Verfasser bildet sioh in B. I, 8. 175 ein ganz neues Wort דכיח, das ״zareohtweipen, zflohtigsn* be• deuten soll and eaoht dessen Biohtigkeit׳ grammatikalisoh naohzaweisen. Er that dies, am eine daselbst nach einem Ms. angeführte Targamstelle zu Spr. 22,6. za erklären und za tibersetzen. Die augebliohe Stelle lautet im Ms. ״ אדכיח לטליא לקבל אורחתיה•aohtig• den Jfingling naoh seiner Art*. Er bemerkt ferner, dass die Ag. ermp. איתרא haben. Allein sein Erklärnngsversaoh ist sehr gewagt und auoh nioht nöthig; denn nioht bloss אידבא naoh seinen Ag., sondern auoh ארסית nach seinem Me. ist oorrumpirt. In meiner Ausgabe heisst die betreffende Stelle אדרבא לטליא לקבל אורחיה d. h. ״leite (oder führe) den Knaben u. 8. w.“, was einen vortrefflichen Sinn giebt. Der Verfasser bringt im B. I, S 178 ein Wort דלתותא, welches ״Glücksgat" bedeuten soll; er hat hiefär nur die einzige Belegstelle im Targam za den Spr. 19,14 u. zw. heisst dieselbe in seinem31s. רלתותא הוא דאכהי und in der von ihm bentitzten Ag. דרלתותא הוא דאכחר♦ Seine Uebersetzaug za dieser Stelle lautet daselbst: ״Haus and Vermögen ist das Gläoksgut, das man von den Vätern ererbt*. Bei dieser Uebersetsnng ist zanäohst auffallend, woher der Verfasser das Wort ״ererbt" hat Im B. 1, S. 2 unter d. Worte אבהי bringt er ebenfalls diese Stelle דל חות א ראכהי Ms. (Ag. דרלת, הוא דאכחר) und übersetzt Sie wieder anders, nämlich ״Beaitztham der Eltern". Allein das Wort דלתותא ist entschieden aas ירוהתא — Erbe, Erbschaft, Besitz oorrumpirt. In meiner Aasgabe steht nämlioh: ביתא ומזלא דרותתא הוא דאבוק♦ Unter dem Worte דק B. I, 8. 181 führt der Verf das Targam z. d. Spr. 24,12 an: ״Da wirst sagen דל א ידלנא דין Ms. (in Ag. fehlt דיו) ich weiss das nicht. Tw. זהי.“ Auf meine Ausgabe jedooh findet diese Bemerknng keine Anwendung, denn in derselben steht zwar nioht חק aber Kl, was dasselbe ist. Auoh muss erwähnt werden, dass die Uebersetsnng dieser Stelle eine irrige ist and richtig lauten soll: wenn Da sagen wirst, dass wir das nioht wissen. Ein sonderbares Wort ist rDpen B. I, S. 204 und bedeatet naoh dem Verf. ״Gemässheit, Genüge.“ Hiefür hat er nur eine einzige Beweisstelle, das Targum Spr. 25,16 rQpBVT ״ אכולso iss nach Genüge“. Er giebt zwar eine Ableitang des Wortes, die aber sehr gekünstelt and an wahrsoheinlioh ist. Zam Schlosse bemerkt er: ״Die Emendation Bxts״ es sei KSDWD za lesen, ist also nioht nöthig.* Sie ist alter nöthig, denn in meiner Anegabe lautet «lie Stelle *pptfO אסל, dem Urtexte אכול דיך entsprechend. (VgL B. II, 8 182 ־(.□וסקנא _ (Schluss folgt) Litteraturbericht Recensionen. Wünsche, Aag. Prof Dr. theoL et phil, Midrasch Tehillim eto. Trier, Sigmand Mayer. 1891. Besprochen von Dr. C o h^n - Bargknndstadt. (Fort■, v. Nr. 94.) No. 7: ״Wenn Du spottest, so spottest Du Dir.* Im Texte steht ולצת לבדך תשא! Das. in der Anmerhang ist Ben Soma׳in Ben Asai za verbessern, j No. 8: ״loh möohte in Deinem Zelte der Welten wohnen.* Im Sinne des Midrasch ist so za überitsen: Ee heisst Pa. 61, 5: ״loh möohte in DeinemZettC^ln beiden Welten wohnen, in dieser and in der euttJti־. tigen Welt* Sollte es Dir. in den Sinn kommen, M