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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-07-22 · N° 30. (22.7.1892) · p. Seite 118

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 30. (22.7.1892)
Date
1892-07-22
Page
Seite 118 (sequence 3)
Language
German
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IIS Gott vorhanden, aber Gott muss deshalb nioht] in derselben vorhanden sein. Er bat sie in der Schöpfung objektivirt; aber er bleibt dennoch das thitige Sabjekt, in welehenr sie von jeher bestanden hat. loh habe das bisherige nur im Sinne Maimonides’ aukgef&hrt, ich halte eine auf aristotelisohen Philoaopnemen baairende Theolome überhaupt nicht för dis richtige Grundlage de» Judenthams, welches eine Theologie im engeren Sinne des ־Wortes bis ietst noch nioht besitzt ז wie eine solche von seinen Bekennen auch nioht gesucht und verlangt wird. Indem ich Sie bestens grässe, aeiohne ich Hochachtungsvoll Dr. N. Brüll. Frankfurt a. 3L, 14. Januar 1891.* (Wir werden über dieses schwierige Thema demnächst einen langem Aufsatz von Herrn Babbiner Dr. Kronberg in dies. BL bringen.) Eise Bhitbesehukügung ia Fraakfurt a. M. i« Jahre 1504. Aaf Grad 4er Premesskten 4m Fraakta-ter Stadtarchivs geschildert von Dr. Lonis Neustadt in Breslan. (Schloss des Quellennachweis»«,) Itesz XTTT geh. hait vertiert Conrat Marsteller seihender za pfände za Hanaawe als sie Henrich Brien der dass kint ermordet hatte, nachiolgete. Iteas yjn sch 1 ä. hait vertiert der Stattschreiber selbdrit za Hanaawe 10m mittags male ofi •ontag sant Maaritinstag G» Sept.). Item XII ach. VIII h. hait vertiert meiste! Melchior *tkt- Schreiber vfl disnetag damarh (94. Sept) vbesnaoht eelbdrit als Henrich Bry schäm«eher sin kint ermordet solle haben vnd daseihet in gsfengnias läge Item HI & V sch. VI h. hait versert Oanrat Haawenschilt obersten richtern als er and etlich geschickten za Hanaawe vertiert heben in Henrich Brien »ach des srdodten kindes halben iazta cedalam. . . . Item VI sch. H h hait meister Melchior etatechriber an Hanaw eelbdrit ins der widderkere von Geünhaaen. Item V golden geben Conrat Hanwsneehilt dem obersten richter vertiert an Hanaawe, als man Henrich Bry sehanmeber doeelbst rieht vmb sine erdeten kindes halben, rtsrnglsirkisi X albas an dem gericht vasgeben, XV sch. dem wagener für daa rat vnd stiper*) . . . Item VI golden geschickt Johan Biprecht amptmann za Hanaawe als ar geschrieben far kost vnd geiiehts gelt Henrich Bryen an richten. III. Liber eoafewionum maleflciorum de 1503—1606. FoL 43.] Feria aezta poat Mathei apoatoli anno XVo qaarto (Sept. 27.) Falck jadde von Franckfart ist one wehe vnd mit wehe gafraget würden, sagt, er wisse gants nichts vom handel, so 1Mt vor angen ist, als man sagt, er habe auch von andern jadden nichts davon gehört. FoL 46a] ־ (Sept. 27.) F eria eezta post Matthei apoetoli anno XVc qaarto Gompchm iadde sagt one wehe, er hab wail gawnst das der aebamacber xcu schloe gsiertiget gewest etc, vna hett er etwas . wiesnz vnd teill damit gehabt er wolt Franckfart bisaher nit erharrst habe vnd habe nichts wk ime sngeeehicken gehabt, daby er ime am male oder dry vff'pfandt geiihen *»«<*■ hm sagt er •ey nye in de• schamacher» hass gewest, er wism auch sanderiiehs nichts, däa er mit Im« sca schicken gehabt habe ׳ B*m hatt im» dry male geliehen scam ersten Item dö er noch za Saaeenhaamn gesessen, ar ime in der vasten oder vor der vasten messe vft ptandt geloben, daa habe er Widder gelost, sonder eia beochin stet noch II fl. Item isst vor dieser herbst messe sy der schamacher sca ime körnen, and gesagt, wss er ime lyhen wolt vfl II rook eia hymel blaen mitt belts vnd ein ■ohwartsen mit taoh getattert vnd waren, das mit ime nit vberkommen. so bett der sohamather C" ' 1 ־^־- ־־*־־’־ ־*-־־ .־*־־־ ™ paawol geetept, das ander lynen mit eyn ■ohwartsen sohnar mit perle, darnff hab er ime sieben golden geloben. Item sagt er de« sch oster bet gesagt, er mocht die ptandt nit selbst sca ime tragen, er solt sie holen lassen, also hab er eeinnn knaben oder magt vngeaerlioh darnach geschickt, do waren ime die pfände in eynem wanne bracht worden. Fol. 4&6. Darnach Item vfl ein rottfarb tranwen stabe gelahen 1 fl. Item nach inlatang der messe sey die fraawe zea ime körnen vnd ettUche mehr pfände bracht far V golden. Item darnach sey des sehamachers fraa in sein Gampohin hass körnen sca sein naawen Fromat vnd II klein golden bracht, das soynewarok far die II golden scalosen, do weren die golden zea klein gewest vnd die jadin nit hat wolle nemen vnd also wäre die Frsawe one ire piandt heym gangen. Item er Gampchia sey nye in des sehamachers hass gewest, er habe wol ongeaerlioh gesehen bey sand Johannes, waa er do gangen sey. Item darnach als das geschry vszgeschollen sey, das der schamacher gefangen were, do were desselben sehamachers fraawe vnd sonst ein andere frauw vnd ein ritter mit solmischer kleiilange geetiflelt vnd gespart in sein hass körnen vnd die fraa ine getragt, ab ir aian bey ime gewest sy, habe er gesagt, er hett seyn nit gesehen, er were auch nit bey ime gewest, do hab sie gesagt, ir were gesagt worden, er hatte doch gestern seine hymelblaen rock angehatt, er iade geantwort, so masz er mir he int gestolen sein worden vnd habe sie heissen verazihen vnd den rock geoseigt, do were die fraawe hinweg gegangen vnd gesagt, so maat es gelogen sey, das ire gesagt wer«. FoL 46 a.] Sambstags in vigilia Michaelis (Sept. 28.) Als ime die bekentnia des vbellhettera sca Hanaawe verlesen wart, sagt one wehe er geatee der dinge keine, er habe •ach wedder sein» kints oder aee blate begert, er habe •ach der dinge nye gepfleget, er hoffe, das keyn vWtettiger, ine oder eyiiiohen andern framen iadden besagen könne; ..-r Mit wehen Sagt, er wiese gants vom handel nichts, er thn ime vor Gott vnrecht vnd batt an dem vbelteter snfaren, damit er ine sehe mocht, dann der vbelteter sey des todes schuldig vnd er acht nicht, waa er sagete, das er vngemartelt blibe vna andere mit ime in die peyn körne, er sey des bandeis gaptz vnschnldig I FoL 46b]. E. daichgestrich. Prot näher aasgettlhrt aaf Fol. 47a. Fol. 47a]. Sambstags in vigilia Michaelis (28. Sept) sagt Enniohia Henrich Bryhens, des achamachers magt, sagt ire meister bet» geschickt am domstag nach ertltacionis cracis (19. Sept.) frü noch fleisch, vnd do es widder körnen sey, do hett ir meister vnden »essen in der werckatatt vnd gesungen vnd bette der meister dwyll das kint vffjgehaben gehabt vna angeesogen vnd bey das ieawer gesaezt vnd hett damarh sie widder mit llii stecken vnd eym deckloch an seiner fraawen geschickt, vnd do sie widder körnen weren, so bette sie das kindt necket tnaden vfl den banden bey dem herde vnd bette sich ve vnreyniget; da habe sie gesagt, meister, wer hatt das kintt vssgesogen, an t wort er, es hats selber getan, sie hatt vff kein blntt achtang gehabt, do wen der meister die stiegen hinab gelaufen vnd gesagt zen ire, wmszzehe das kindt widder, so bette sie wollen das kint waschen vnd vfl die bein stellen, do habe es nit wollen stehen, so hstt sie den meister geraffen er were aber vberlangst körnen gelanffen vnd gesagt, was wilta, da habe sie gesagt, das kint wil nit steeen, antwortt er, meister hett das kint mit weyn and waaser bestrichen vmb das heubt vnd dem kint wollen trincken geben, es hab ime aber als neben dem mnl abe geflossen vnd sie hett• in ein bettlein gelegt vnd der meister hets z□gedeckt vnd sie hinweg geschickt gern Sassenhasen nooh frauwen leisten, do heta •ieaa sein Stiefmutter gesagt vnd alas sie widder körnen, were die fraawe im haaz vnd daa kindt toid gewest *) *) Der leistePaeaua beiast in dem darchstrichenen Protokoll: so were sein fraw noch im bas gewest und geeebrawen and kint were todt gewest /

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