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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-07-08 · N° 28. (8.7.1892) · p. Seite 111

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 28. (8.7.1892)
Date
1892-07-08
Page
Seite 111 (sequence 4)
Language
German
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Du Bekenntnis des Schuhmachers wurde ihm vor* gelesen and en ihn die Frage gerichtet, ob er seine Mitsohuld gestehe. ‘Aber er steifte zieh heute jede Teilhaberschaft en dem Verbrechen in Abrede. Er ge• stehe nichts so, er hebe weder jenes Eil id noch dessen Blut begehrt, er hebe anoh der Ding ג nie gepflegt, er hoffe, dass kein Mensoh ihn odei einen endern frommen Jaden dessen enklegen könne. De aögerte matf nicht langer and wandte gegen ihn die Folter en. An.BUioken and Hölzern, die inm an er die Aohseln gelegt worden, ward er in die Höhe ges 3gen, während men die Füsse mit sohweren Steinen blutete. Aber «ach der Sohmers erpresste seinen Li >pen kein Geständni». Er wiederholte, dass er gena 1 ind gar nichts von dem Hendel wisse. Er riet Gott sa Z! tagen an, dass man ihm Unrecht thae. Er bat flehentliofa, dass men ihn sa dem Uebelthäter führe, damit er ihn von Aag ca Aage sehen könnte; der Uebelthäter sei des Todes schuldig. Jener kümmere sich nioht darum, wu er sage, wenn er nur von der Marter frei bliebe, andere dagegen die Strafe erlitten. Er ward nioht müde, seine völlige Unsohald sa beteuern. Men lie88 ihn 108 and befahl, die Dienstmagd des Schuhmachers (Aennchen) vorsutühren. Mit Spannung sah men der Aassage dieser Person entgegen; der Protokollführer erhielt den Auftrag, mit grosser Aufmerksainkeit den Worten der Zeugin sa felgen. Wir besitzen bei den Proseasekten zwei Protokolle dieses Zeugen Verhörs, ein kürzeres and ein weiter aasge• führt es. Die Magd ersäblte mit grosser Geechwäteigkeit, wu sie von der Seche wusste, wob!i die Da nunheit, die sie bei dem Hergang bewieset , recht offen hervortret. Am Donnerstag, den 19; September, früh, ersäblte sie,4 wurde sie von ihrem Meister neeft Fleisch gesohiokt Als sie wiederkam, sasa der Sohnhauaher unten in der Werkstatt and sang ein [aedohen vor sich. hin. Er hatte »ein Kind bei sich, sog es an and setzte es zum Feuer. Als sie eintr it, wurde sie wiederum mit einem Aufträge fertgesohickt; sie sollte -der Frau vier Stecken und ein Deoklaken bringen. Bei ihrer Rückkehr fand sie du Eind neckt bei dem Heerde «ut den Händenliegen; es hatte sioh verunreinigt Ihre Frage, wer du Eind ausgesogen habe, beanl- Wortete der Meister, du Eind habe es selber gethan. Auf Blut achtete sie nioht Während sik noch mit ihm apraoh, lief der Meister snr Thür [hinaus, die Treppen hinauf and rief ihr au, sie 801 wuchern Als sie aber du Eind waschen Beine stellen wollte, konnte es nioht st sie nach dem Meister. Der kam naoh du Eind d auf die Da rief em Warten sagte ihm, fuhr er sie lohen. * Sie nioht und ra reiaigen. und schrie sie an: ״Wu willst Du?* dass du Kind nioht stehen wollte. Da -an: ״Gieb mips, ich wfll’s wohl stehen m gab ihm jedoch du Eind aus Furcht suchte es mit seinen Windeln und Wasser Er aber nahm es ihr aus den Händen, bestrich es mit Wgin und Wasser am den. Eopf und g tb ihm sa trinken; es lief aber alles neben dem Mund s herunter. Danach legte sie es in’s Bett, und der Meister deokte -es zu. Dann schickte er sie wieder mit einer anderen Besorgung weg, sie sollte in Saohseahauann Leisten für Frauenschuhe holen. Bevor sie mol aber' auf den Weg machte, ging sie zur Mutter c es Kindes, um es ihr sa melden. Als sie von ihrer \ erriohtang surüakkehrte, war "die Frau im Hause und sohrie dürohterlioh. Du Eind war tot. (Sohlnss folgt.) T»1nudt«d1e^idra8clM8ch«"lF0r8ch1M1yn. Von Dr. Alexander Kohat in New-York. (Fortsetzung.) IL הסית. In Exodus rab. Auf. dee 2. Oap. ist die schöne Ersählang enthalten, Wie Moses eiae -müde Ziege, die der Herde entrann * mxdega. Wuser quell fand und sie auf die Sohultern läaena snrtiokbraohte. Die stelle lautet כשידה משד. רבינו רדנה צאנו שי יתרו במדבר ברח ממט נדי ורץ אחריו עדשהניד. להסיח נזדמנה מנבריכה של מים ועכד הנדי לשתות כר. Die früherem Editionen haben Hion, wu der Comaaeatator 0מ״> jd* ein nompn proprium erklären will. Die neueren Editionen haben חסית, welohes ה* דל in der Wilnaer Aasgabe in לחדר emendiren möchte. Lewy and Brüll (Jahrb. V, 126) geben keine befriedigenden Erklärungen. Ich halte es gleichbedeutend mit dem gr. x&RC יד X(kJV1a ״Kloft, Sohland, Erdschland, weiter Baum.“ Die Ziege langte also hier an diesen Erdschland, oder Einbag an, als sioh ihr eine Qaelle zeigte. Iatsressaat ist es, aas Robinsohn (Palästina I, 140) za erfahren, dass ״an dem südwestlichen Winkel der Ebene (der Sinai-Halbinsel) treten die Felsklippen zurück aad bilden einen Einbng, oder freien Platr, der sioh von der Ebene naoh Westen hin, aooh etwu weiter erstreokt* u. s. w. Unsere Erklärung wird also daroh diese topographisch^ _ Bestimmung nachdrüokliohst unterstützt. UL אכיצות. In meiner ״Augelologie etc.* SL 86£ habe ich die sachliche and sprachliche Verwandtschaft der LUith mit dem persischen weibliohen Dämon Büshyanf ta*(die Däva der Trägheit und des Sohlafes) naohgewiesen, ohne jedoch du persische Nomen, pro•* prinm in der Midrasohlitteratar erwiesen an haben. Als einen wahn■ Fand waiss ish es daher au beaeichnen, den Namen selbst in dem-.apociyphischea Testamentum Salomonis entdeokt an haben־.' Die Stella, die wir im Auge haben lautet wie felgt: Kal xarfat npöi TÖvÜ0d|1ova, ■rf{ d, xcd itnsv if» liyoju» napi dvöpdwotc . ’OfjtlpOÖ, wsX. ״Iah setzte mich hierauf und apraoh zum' Dämon: wer bist Da? Er antwortete: ich heisse bei deÄ" Menschen ObisuthjdaichdesNaohtsnichtitoilaJkj'son• dem in der ganzen Welt bei den gebärenden Frauen um• hersohweife* a. 8. w. Der Uebersetzer im Orient■(V. 747). maoht hierzu die Anmerkung: ״Vielleicht אביצוית Vater du Anzündens, oder אביציד Vater dee״ Naoivstflllens*. Du einzig richtige jedoch fet, wie ich glaube *OßdjoOö als eine Verschreibung des pan. Büshyan9ta au halten. (Forts, folgt.) Litteratur bericht Reoensionexu Königsberger Bernhard. Aas Masorah und Talipadkritik. ExegetischeStudien. Hsftl. Berlin.^1892. Mayer uni Malier. 64 S. gr. 8. (Schluss). Eaeqhiel 41,2p ist, vermöge des deskriptiven Genetivs zu ההיכל (stet. oonstr. DTTO) im V. 27, däS Schlusswort ההיכל übrig und deshalb auoh masoretiuh pan kürt Nur die Doppelsohildecang des OhscA bun an der Wand und der rechteckigen Thür» ‘mfö Tempel rechtfertigt^ di« ' Wiederholung du Wo& ln ähnlicher Waise hätte der Herr tfeifL Sieh■! wennaaoh aherkennhnswerthe-Mflhe (8.39£j£P•''

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