Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 20. (13.5.1892)
- Date
- 1892-05-13
- Page
- Seite 79 (sequence 3)
- Language
- German
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— 79 — Zur Chronologie, Von‘L. Cohen in Rees s. in N. Brull’8 ״Jahrbücher für jüdische Geschichte! und Litteralur“ ist Folgendes zu berichtigen: Jahrg/, VIII. (S.^J45, Note 5): jDas Gutachten; Hirsch Levin’s ist vom 12. Tebet 551 (Januar 1791) datirt. — Der 12. Tebet entspricht dem 19. Dezember 1790.! S. 168 zu Note 2 S. 167: Die Berichtigungen stimmen leider nur darin, dass die beiden jüdischen Daten im Widerspruch zu einander stehen, sonst bedürfen sie einer fernem Berichtigung. | In dem Datum יום כ־ י־ד טבת רפ״ד לם*ק (K. z. ה^׳ז) stimmt der Wochentag zu dem Monatsdatum gatiz genau, nicht aber, wie in der Note riohtig bemerkt ist, in dem Dat.sיום א־ י״א אדר שני שנתה־ אלפים רפ״ד ^״ (K. Z.הם׳ ז). Dieses Jahr war kein Schaltjahr und fiel der 11. Adar auf Montag. Dass aber das Jahr 11484רם*ד) gemeint sein könne, ist durchaus unmöglich[ da in diesem Jahre (K. Z. נכ״ז) der 14. Tebet nioht auf Montag sondern auf שבת und der 11. Adar II nioht auf Sonntag, (was in einem Schaltjahre auoh uh möglich ist), sondern, wie bereits bemerkt, auf Montag fiel. Das Jeohiel 1490 nicht mehr an Leben war, widerspricht der Angabe im hHITI “סד, nach weleher derselbe 1492 bei der Austreibung aus Spanien die Flüchtlinge noch unterstützte. (Cf. meine Bemerkungen zu Zunz’ Gesammelte Schriften Bd. III S. 207 1m Litt. Bl. 1887 S. 43). סדר תדירות ed.Warschau 1883, Th. I. S. 243, Sp. I, Z. 17 führt ihn mit seinem vollständigen Namen יחיאל נסים בר׳ שמואל די פיפא unter den Zeitgenossen des מבי׳ט (Moses b. Joseph Trani) an. Dieser starb aber nach Zunz und Jost im Jahre 1585 im Alter vbn 80 Jahren; mithin war er 1505 geboren. Nach 1 ם]*ה. c. war er jedoch 1495 geboren, erreichte daher ein Alter von 90 Jahren. Immerhin erweisen diese, wenn auoh sich widersprechenden Geburtsjahre des מבךיט, dass J echiel, der zu seinen Correspondenten gehörte, wenigstens 20—30 Jahre nach 1495 oder auch nach 1505 noob gelebt haben muss, da dooh angenommen werden kann, dasszwischen den beiden Männern vor zurüokgelegtem 20. Lebensjahre kein gelehrter Gedankenanstausch stattgefunden hat DieJahreT'C^1504)undT^ (1524) sind also durchaus nicht unmöglich und scheint das erstere, da in diesem auch der Woohlentag zu dem Monatsdatum stimmt, wohl das riohtige zu sein. Gegen die Richtigkeit des Jahres 1524 spricht nur derWidersprach zwischen Monatsdatum un d Wool entag; sonst ist auch die Möglichkeit nioht ausgeschlossen, dass Jeohiel dieses Jahr noch lange überlebt hat, und wäre der Beweis, dass er nioht eben so gut Altersals Zeitgenosse des Trani gewesen, noch ::u erbringen. Jahrg. IX. S. 43, Note 2: St. 1223 1. 1213. Dem 13. Adar 4977 entspricht nioht der 4. h;ärz, sondern der 22. Februar 1217 und ist dieses <1er Sterbetag E. Jehuda’s des Frommen. (Cf. L:tt. Bl. 1890, S. 133). S. 113, Z. 13 v. u.: St. 1128 1. 1228. S. 168, Z. 10: Die Zahl der Handschriften im Katal. אהל אברהם beträgt nioht 196, sondern nur 156. Jahrg. X. S. 118. Z. 14: St. 781 1. 481. Dem 7. Januar entspricht nioht der 18., sondern der 20. Tebet. ln Dr. A. Bräll’s ,Populär-wissenschaftliche Monatsschrift“ ist zu berichtigen: [ 1 Jahrg. 1887, S. 84 o.: ״Naohman Krocbma war den 17. Februar 1780 geboren. S. 85, Z. 19: Zunz bemerkt, dassN. Krochmal am 7. Adar geboren wurde.“ — Diese Daten widersprechen sich, da der 7. Adar 1780 dem 13. Februar entspricht. Anoh die Angaben über den Sterbetag ,er starb im Mai 1840* und nach Zunz am 19. Ab (18. Augast 1840) stimmen nicht Zunz hat in ״Monatstage“ das riohtige Datum, nämlich den 31. Juli ר״ ח אב יום ר ת״ר. (Cf. Litt. Bl 1-888, S. 28, Notiz 1). S. 236 o.: ״Der 10. Juli fiel auf den 17. Tamus.“ — Dem 10. Juli entspricht der 18. Tamus. LitteraturDerieht Becensionen« Wünsche, Aug. Prof. Dr. theol. et phiL, Midrasch Tehillim oder Haggadische Erklärung der Psalmen. Nach der Textausgabe von Salomon Buber zum ersten Male in’s Deutsche übersetzt. I. Lieferung (L Band Sw 1 — 96). Trier, Sigmund Mayer. 1891. Besprochen von Dr. Cohn- Bargkandstadt. Es ist gewiss erfreulich, dass die Midrasöhwerke durch deutsohe Uebersetsungen einem grösseren Gelehrtenkreise zugänglich gemacht werden, und doppelt erfreulich, dass ein mit gründlichen Spraohkenntnissen ausgerüsteter Mann, wie es Prof Wünsche bekanntlieh ist, sich dieser schwierigen Aufgabe unterzogen hat. Allein bei dem bisherigen Mangel philologisch kritisoher Midraschausgaben und guter Commentare konnte etwas Vollkommenes kaum erwartet werden, und viele Versehen in Wünsohe’s Bibliotheca Rabbinica sind diesem Mangel zur Last zu legen. Mit Recht hat daher Herr Wünsohe erst die längst angekündigte ״kritische“ Edition des Midrasoh Tehillim von Buber abgewartet, ehe er än die Uebersetzang desselben herantrat. Denn der Text dieses Midrasoh ist trotz seiner schlichten und populären Ausdraoksweise an unzähligen Stellen durch Lücken und Zu- Sätze entstellt. Leider entspricht auch Buber’s jüngste Edition nioht allen Erwartungen, welohe man an seine langjährige hingebungsvolle Beschäftigung mit diesem Midrasch und allen vorhandenen Handschriften desselben zu knüpfen berechtigt war. Seine Edition liefert wohl das gesammte, mit grossem Fleiss und vielen Geldopfern zusammengetragene kritisohe Material, welohes die Herstellung eines lesbaren oorrekten Textes ermöglicht, aber nioht diesen erwarteten fehlerlosen Text selbst. Sie erscheint als eine neue Reoension des Midrasohtextes mit vielen neuen Zusätzen, welchen die unverkennbaren Zeiahen der Jugend aufgeprägt sind. Dem Urtext kommt vielleicht am näoh- 8ten die Editio princips (Constantinopel 1512), welohe fast überall mit Cod. Vaticana« 76 übereinstimmt. Untere bisherigen Ausgaben beruhen auf Handschriften, welche sowohl an Alter, als auch an Oorrektheit den von Buber bevorzugten (ood. de Rossi 1232 und eiuem cod. Halberstamm) ebenbürtig gegenüberstehen. Dass häufig sogar Lesarten der alten Textausgaben voranziehen sind, werde ioh gelegentlich naohzu weisen suchen. Die Uebersetzungskunst des Herrn Wünsohe ist genügend bekannt und anerkannt, und ioh stehe nioht ab!auoh die vorliegende Uebersetzang als eine sehr verdienstvolle Leistung zu bezeichnen. Dooh giebt dieselbe mehrfach Anlass zu Ausstellungen, und indj»m ich dieselben anzuführen mioh aasohioke, habe icjh die Absicht auoh Bemerkungen einzufleohten,