Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 21 (1892)
- Issue
- N° 20. (13.5.1892)
- Date
- 1892-05-13
- Page
- Seite 80 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 80 — ופדיוני בכוריה ist »ehr aaflaiiend;; denn die ptiicht Ton פדיק 1 ופדיון פטה דמור pn ist nicht an den Bestand des Tempels geknüpft and ist ancb in der Diaspora nicht gegenstandlos geworden. Füg פדי1ני בכ1י"יה zu lesen ,פדיוני ב3וריד־ und darunter die Erstlingalrftcbte zu verstehen, welche nach Jernsalem gebracht und unter Dank- und Freudenoptern im Tempel verzehrt wurden, hat auch seine sehr erheblichen Schwierigkeiten. Bedenklich ist schon die ungewöhnliche Verlängerung פריונים als namerns pluralis von פרי, eine Form, die sich im תנ״ד nicht findet. Die Form ,בכוריד ist aller hier unstatthatt, weil sie gegen das vom Dichter gewählte Metrum verstössr . Die Elegie ist componirt על סשקל יתד וכי תמלות, lässt da- her im Eingänge des Verses eine geschlossene Silbe 70 ככm בכוריה nicht zu. Sohrau O. S Dr Immnnuel Deutsch Btrelitz. (Mecklenburg.) Den Freunden der jüdischen Litteratnr durfte die Nachricht nicht unwillkommen sein, dass die ״Real-Enoyclopaed ie für Bibel und Talmud‘ von Hrn. Dr. J. Hamburger, Landesrabbiner hierselbst nunmehr in dritter A>1 fla ge. erscheint und zur leichteren Anschafiu»g in Heften ä 10 Bogen, Lexiconformat (Pr. - Mark) aasgegeben wird. Anmeldungen aut dieselbe werden vom Verfasser entj gegengenommen. I Parts. Im Collt-ge de France werden dieses Semester folgende Vorlesungen, die speziell jüdisches Interesse haben, , gelesen: Albert Be vil Ie: Geschichte des Judenthnms, während ׳ der vier letzten vorchristlichen Zeitalter. — Clermont- G&nneau: Die ältesten epigraphischen Texte israelitisch, a Ursprungs, die hebräischen Inschriften von Jerusalem — Ernest Rönan: Die anf Moses sich beziehenden Legenden, und Krklärung des Buches Jesaja London Das durch John Murray veröffentlichte Wörter- ( buch ״ReligiöseHymnen“ beweist, dass dieengU.-ch-anglicanieche Kirche viele Melodien der Synagoge entlehnt. welohewohl aber den Rahmen einer Kritik derUebersetsnng hinauggehen werden, aber zur Richtigstellung des Textes and zum besseren Verstäudniss unseres Midrasch einiges beitragen dürften. Im ersten Proöm heisst es richtig Z.4: ersuchte das Beste Israels; auch im Texte ist zu lesen: שהיה שוחר —Daselbst: Womit segnete er sie? (והיכן כרס heisst: Wo segnete er sie?) Antw. In dem Psalter, der mit א*ה beginnt. Hier sohliesst das Proöm; die folgenden Worte sind in Parenthese su setzen. Das zweite Proöm, das eine aggadisehe Auslegnng der zwei Verse 2. Sam. 7, 18 und 19 enthält und mittels Deutung dös Wortes האדם auf Mose uud der daran geknöpften Vergleichung Dawids mit Mose zum eigentlichen Thema — znm Textworte אשרי — binüberleitet*), bietet in seinem ersten Theile, in der Erklärung der Worte 'וישב לפני ד. unüberwindliche Schwierigkeiten, wenn man die jetzige Gestalt des Textes unverändert lässt. In dieser Gestalt befindet sich aber der Text uicht nur in allen Handschriften und Ausgaben, sondern so lag er auch schou den Tossafisten vor, (8. Sota fol. 40 b s. v. והאפר.) Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass der Text, so wie er ans vorliegt, von dem letzten Redaktor des Midrasch testgestellt worden ist, vielleicht nnr mit Ausnahme der schwierigen Worte ומהו וישב לפני ד, שספך עצפו, welche im Jalkut (1. Sam. § 78) fehlen. Die erste Schwierigkeit, welche Baber (Note 8) hervorhebt, dass R. Ami erstens im Namen des R. Simon b. Lakiscb, wenn aneh mit anderen Worten, genatT dasselbe sagt wie R. Chija, uud zweitens mit seiner eignen später erwähnten Behauptung imWider- Spruch steht, ist eigentlich durch die Tossaloth-Erklärung a. a. O. behoben. Nach dieser sagt nämlich R, Chija, dass das Sitzen in der Tempelhalle nur den Königen aas dem Hanse Dawid’s gestattet war, dagegen ß. Ami im Namen des B. S. b. L, dass in der Tempelhalle zu sitzen nicht gestattet war, wohl aber an eujem (ausserhalb dar Terrpelhai!׳ ) dem dawidischen Königshause eingeräamon Platze, wo freilich auch Andere sitzen durften, und darauf' beziehe sioh der Schriftvers: ״Und Dawid fass vor dem Ewigen.“ Allein obwohl die Stellung derWorte (רי.. אמר und nicht א׳-ד אמי) für die Tossatoth-Erklärung spricht, so ist diese dennoch abzuweisen, da einerseits die Wortstellcmg wohl im Babli ein triftiger Beweisgrund ist, nicht aber im Jeraschalmi und in den palästin. Midraschim, za denen auch Schocher-Tob gehört, andererseits nach dieser Erklärung im Texte die Hauptsache fehlen würde: חוץ לעזרה. _____ (Forts, f.) Liittorarische Notiz. InNr.lö—lt> des ״Litteraturblattes“ weistH. Cohen-Rees darauf hin, dass die neuerer Editionen im יוצר להפסקה ראשונה 4 Zoten ankündigen und ä Festzeichen namhaft machen: א״ת ב״ש ניר ליק דדץ- Die älteren Ausgaben machen für 4 Festseiten, was auch H. C. bemerkt, 4 Festzeichen namhaft: ב״ש נ״ר דדץ• H. C. bemängelt es nun, ״dass für den Verf. kein Grund Vorgelegen haben kann, das Zeichen ד״ק zur Berechnang des שפחת תודה aasz ulassen.“ Da der Piut z. St. seine mnemotechnischen Angaben mit der ausdrücklichen Begründung abachiieset: TCÖ ל j5VT ם«" כפור ולרבה, hatte — wie es uns scheinen will — der Verf. keine zwingende Versnlassnng, hier auch'das Zeichen ר״ק aulzuaählen. Unserer anmassgeblichen Ansicht nach kann man sich unter diesen Umständen gern bei der Relation der älteren Ausgaben beruhigen. Die Schlusselegie zum 9. Ab enthält in ihrem 4. Stichos die Worte: צלי זבחי מפיריה ופדיוני בבוריה• Die Angabe *) Vergl. dagegen Buber's Note 6 v VerantwortLHedactear Dr. Ka h m er, Magdeburg. Druck: ßendixft Huhn דזד־לזך: .Wollt) Magdeburg Verlag: kob F rie .-i e, Leipzi Liroruo Von Hrn Pi-otessor Guglielmo Lattes erschien ein Werk unter dem Titel ״Educatione e Civilti Israelitica“ (Israelitische Erziehung u. Civilisationi, in welchem der gelehrte Autor den Einfluss nachweist, welchen die Juden seit der Zer- Streuung durch ihre körperliche, geistige und raoraj lische Erziehung aut die Civilisation geiibt haben. ן Cinclnaati. Der Bericht des Hrn. .1. Theodor Beut Uber seine Forschungen im Mascbonaland, besonders aber soiae Studien über aie geheimnisvollen Ruinen zu Zimbabwe, scheinen die romanhafte Angabe, dass die jüngste der britisch«t1 Colonien das Laad Ophir sei, zu bestätigen. Er neigt dem Glauben zu, dass die alle Rasse, welche schon vor der privilegirtea Compagnie in der Kaahbarscbatt des Fort ״Salisbury־ wohnte, aus fremden Einwanderern, höchst wahrscheinlich Arabern, bestand und dass die Ruinen za Zimbabwe zum Schatze der go'dreiohen Colonien errichtete Featimnwerke waren. Falls dieses sich bestätigt, 83 wird hierdurch die Kette der Schlussfolgerungen, welche die Ciszambesische Region mit dem Lande, aus welchem Salomo das Gold zum Tempelbau holte, identifiziren, ergänzt. Hm. Bent’s litterarische Beweisstücke sind aas- | tührlich mitgetheilt von dem berühmten Arabisten und Eatzifferer himyarischerInschriften, Hrn. Eduard Glaser. Man | wird sich ermnem, dass Hr. Glaser als ganz bestimmt die Be - ן hauptung aatsteilte, dass Himyar einst fast das ganze östliche 1 Afrika umfasste. Es bleibt nun zu sehen, ob die Zimbabwe- | Inschriften irgend ein Licht aut die Salomonisohe Periode iu j der jüdischen Geschichte werfen werden Soeben erschien im Verlage von Hafer £ XQller, Berlin: ins lasorah and TalmadkriUk. Exegetische Stadien von Kcrshard Ktalfskerrer. Heit 11 Vorwort — § 1.!•ie ,,punktirten“ •Stellen. — § '2. Etwas von den ״umgekehrten“ Nuin.— § 3. Die ״schwebenden“ Bu -hstaben (84 Betten. Preis 2 ,Mark.)