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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-04-08 · N° 15-16. (8.4.1892) · p. Seite 61

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 15-16. (8.4.1892)
Date
1892-04-08
Page
Seite 61 (sequence 5)
Language
German
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Beilage za No. 15-16 dös ״Jfld. Litteratur-Blatts.“ Der Keleaier der Babylonie Zur Räthselkimde. Iq def 8itsnng der mathematisch-natur wissensohaftliohen Klasse der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien vom 10. März 1( 92 übeneiohte Herr Dr. Eduard Mahler eine Abhindlaag unter obigem Titel, deren Besnltat aaoh für < ie Geschichte de■ jfid. Kalenden von hohem Interess 1 ist. Nachdem es dem Verfasser gelangen war, den bisher anbekannten Sohaltoyolas im ]Kalender der Babylonier ■a entdecken, war er bestrebt,?eine dies• beaflglichen Dntersuohangen daroh streng astrono• misohe Beohnang aa begründen. Die dadiiroh erlangten Resultate sind das wichtigste Material, das wir aaf diesem Zweige der ohronologisohen Wiisensohaft be- •itaen. Denn nan wisseu wir, dass die Babylonier aweifellos einen 19jährigen Cyolas hatte 1, in welchem jedes &, 6., 8., 11., 14., 16. and 19. Jalr ein Sohalt• jahr war, and wir kennen auch die Deaer der einseinen Jahre dieses Oyolas. Es war das I. Jahr ein Gemeinjahr mit 395 "Tagen II. HI. VL V. VI. VII. VHI. IX. X XL XU XIII. XIV. XV. XVL XVIL XVIH. XIX ״ Schaltjahr " , Gemeinjahr ״ 91 » 91 וו ״ Schaltjahr , , Gemeinjahr , , Schaltjahr ״ , Gemeinjahr , » » » » a Sohaltjahr , ״ Gemeinjahr n » ■»* , Schaltjahr י , Gemeinjahr , , Sohaltjahr ״ ״ Gemeinjahr , , Schaltjahr ״ Von besonderem Interesse ist, wie gles^gt, diese Untersachang für den Kalender der Jaden. Dieser hat bekanntlieh gleichfalls einen 19jahrjgen Cyolas (in welchem das 1, 3, ti., S., 11., 1417 ד. and 19. ein Sohaltjahr ist) and allgemein wird angenommen, dass derselbe dem Meton’sohen Oyclus entlehnt worden sei. Wenn aaoh der Verfasser kein Verehrer jener An• sohaaangen ist, die da mit Vorliebe gewisse Eigenthümliohkeitea eines Volkes von Ähnlichen Einriohtnhgen anderer Völker absaleiten bestrebt sind, am allerwenigsten dort, wo es 8ioh am astronomische Grundlagen handelt, die in einer allen Völkern gerasta verständlichen Sprache am Himmel geschrieben Stehen, so gesteht er doch an, dass wie vi >lee im jttd. Colt so aaoh der Kalender der Jaden, uni insbesondere ihr 19jAhriger Sohsltcyolas einem audi ren Oaltar- Volke entlehnt worden ist. Doch waren cs nicht die Grieoben, sondern die Babylonier, deren Fehaltcyclas dem jüdisoben Festkalender einverleibt wn ■de. Sohon langet gilt es als feststehende Thatsaohc, daäs die jetat fkbliohen Monatsnamen des jüdisoben Kalslnders babylotiisab sind, (so heisst es aaoh der Tain md konnte (סכמי T9Pש0ות החרמים> und nan, da wir isnSphaltoyolas der Babylonier kennen, dürfen wir wohl behenpten,,' dass aaoh der 19jährige 30balt1yolas der Jaden babylonisch and nioht griechisch «4 i.! Da noch kein Schiedsgericht sein Votam über die in Nr. 13 veröffentlichten Lösaugen ]and Dentungen des in Nr. 8 mitgetheilten Räthsels abgegeben' hat, so sei es mir gestattet, noch folgende Lösung einer geneigten Prüfung aa unterbreiten: Der מלך כהיכל ist der Baohstabe למ״ד, weil er in dem Worte היכל den höchsten Zahlenwerth hat; Die Form למד heisst ein Lernender,^Studirender, and ist hier wohl ein ■*HlPI.למד gemeint. צורו (wenn nioht ein Druokfehler für צורתו) heisst, wie Herr Dr. Bahmer richtig bemerkt, nioht ,seine Gestalt‘, sondern sein Bildner, Sohöpfer; es kann mithin aaoh ,sein leiblicher Vater* bedeuten. (Vgl. שלשה שותםין יש באדם וכו und א׳״ת צור *לא ציר). Hierauf wäre die Lösung folgende: Der למד in dem Worte היכל (mit Anspielung! aaf dieses Wort ein vornehmer Stndirender) sah ׳ neben dem ד״‘ des Wortes דל einen andern למד (mit 1 Anspielung aaf דל einen armen Stadirenden); dessen 1 Vater, Bildner, Mitsohöpfer hatte eine ihm ähnlioh« I Gestalt and das Angesicht den ersten Baohstabein eines לביא; er war also aaoh ein למר. Der vornehme למר rief nan dem armen aa: ,Hier, nämlioh bei Deiner Ausbildung, ist wohl Deine Matter (betheiligt) gewesen?" ,Nein*, gab dieser aar Antwort, ,aber räein Vater, der mioh unterrichtet hat, weil er kein Geld hatte, mir kostspielige Lehrer aa halten, wie dieses wohl bei Dir der Fell war." L. Oohen-Reee a. Rhein. Litteratur bericht. Recension en. Die Agada der palästinensischen Amorier. Erster Band. Von Dr. Wilhelm Baoher. (Sohlass.) Besprochen von Bernhard Königsberger. B. Simon b Lakisoh (8. 340—418). S. 340 Anm. 2. Der in K.ob. r. aa 3,3 (ed. W. 10a mit) erwähnte Jugendgefahrt« des B. S. B. L. war nioht Thorwart, wie der ▼ent mit Larja (ib. Note 4 unter Hinweia auf To*. Kelim Anf. («d. Z., 8 569 8. 26; ist dort im Index LXXXBnde, nach« stiegen —nÖXl) Tgl. Araeb 4 ®ל; L. liest ו(1*ל annimmt; eher aach Msthn. Kehanah s. 8t. ein Töpfer, vgl ,7'ND*qpu0l'11 da nachher von בל או3צותו ,Öandwerkegenossen* die Beda ist. Weist nioht כר עקישא anf ein ,Gewerbe** Mn, wosh' die von diesem Gesichtspunkte aas entstandene Form '1*יש לקיש passen würde? Bekanntlich war B. Simon b. T «Visoh ein ״Bäaber* and gab nicht selten Proben «einer Säüke (vgl. Frankel, Mebo 130a); alsdann wäre vieUeteht ריש לקיש eine Anspielung anf ״Btnbarfcaaptmann", besw. GMadiatorenheld. Vgt 8. 342, 1 u. 4 u. 8. 344, 8. Vgi. noch לקישא בר לק־שא Bab. m«t 84a ant Im palist. Talmud ist van der ehemaligenTbfttigkeitB.S’s. nioht die Bede. (Frankel, Mebo. Vgl. 8.84« ) Za 8. 864, 1 hitta nicht ent (reep. nicht nur) anf 8,803 verwiesen za werden braoohen, wohl aber aaf die Beraarkang Beobai's, dass die hl. Schiift deshalb ohne Vokale and Zitehen überliefert worden, nm die Möglichkeit «urBetaratttgnagsshieelisr Begeh! and Aneaprüche an bieten (Jer. 23,29). 8. MO 1. Dia Deutung welch• dar Vert das» Beter 1*» אל יפתח אדם מיו וכו» einer m Dikd. soff. Leean geben möohte, ist die allein richtige, wie die Dedektfeef die Bab Joeef aaa Jea. 1, 2, 10 •rgtaM. .. .

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