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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-03-25 · N° 13. (25.3.1892) · p. Seite 51

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 13. (25.3.1892)
Date
1892-03-25
Page
Seite 51 (sequence 3)
Language
German
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— 51 — f Ehepaoten des Fräulein Clara Maria van den Ende. Sie bat, 27 Jabre alt, am 5. Febr. 1971 einen Herrn -Kerckering gebeiratbet nnd war dempaoh als8pinoaa Amsterdam Verliese, 11 Jabre alt. Öder sollt« sieh wirklioh der 24jäbrigeSp. in ein 11 jähriges Kind verliebt haben? Selbst wenn es ein inleUectnellesVeTliebtsein gäbe, auch dann wäre es licberlioh (von einem Ver• bältniss «wischen Spinoca nnd der kleinen van den Ende an reden. Und dass er später, als das Kind sar Jungfrau emporgeblfiht war, Neigung verspürt hätte sie au beiratben, ist umsoweniger wahrscheinlich, als sein körperliches Befinden den Gedanken eine Ehe au sobliessen in ihm nioht auf kommen! lassen konnte. Bei Spinoza hat also das Cherohes l|a femme keine Geltung. _ (Forts. £) Elrscha ben Abuja-Acher. Von Babb. Dr. Goldfahn.l (Fortsetzung.) ] Noch weniger aber wie die Tneilnahme ,der Grossen Jerusalems* (oder wie Zemaoh[ Duran’s Sohn, Babbi Simon, liest: der Grossen Israöls) beweist die lärmende Fröhlichkeit bei dem Besohneidungsmable Elifcha ben Abuja’s, dass dieser noch vor der Zer- Störung Jerusalems besw. noch vor aer Belagerung Jerusalems durch die Börner etwa um 65 geboren worden war. Bei Beschneidungen wurden selbst in den Zeiten des schwersten Druckes, ii der hadrianischen Zeit, Freudenfeste gefeiert.1) Dass die Gäste ,nachdem sie gegessen und getrunkei! hatten*, wie die Relation des Jerusohalmi a. a. O. laut und mit den Händen zu klatschen aufi: erklärlioh. Den Beifall des B. Elieser and des B. Josna ben Cbananja’s hatte volle Heiterkeit* nicht gefunden, im Gegentheil, sie hatten darum begonnen, agadisoheVorträge, in denen sie Verse aus allen drei Theilen der heiligen Schrift aneinander gereiht hatten1), au halten, tim eben ,dem Tanzen und dem Händeklateoben* ein En de an machen, was ihnen (R. E. b. H. und B. J. b. Oh.) auoh ge-!ungenau sein scheint. Der Bedaoteur d :8Midr. rabba t, ,zu tanzen *, ist leicht!n Hyrkanos ,geräaschzu Koheleth 7, 8, lässt die Gäste anstatt ,des Tanzens und Händeklatschens* ^Psalmen und Alphabetarien singen*, weil Letzteres in den Zeiten du Bedaoteurs des Midrasch rabba au Koheleth Sitte gc worden war*) und dasselbe thut auoh der Bedaoteur des Midrasch rabba zu Buth, 3, 13. Die Vermuthang Dr. Baoks, dass ,אלפבנתרק* gelesen werden mfisseL dass: ,אל* der arabische Artikel 8e., und dass die |Gäste auf Psaltern gespielt, ,gesohlagen* hätten, ist unbe- «findet; der Midrasch au den Psalmen lp, 1, auf den Dr.B.beruft, lautet Inden Handsohriften:4אלו תוסביריזת. Im Uebrigen> hat das Verbot ,des Singlens bei den ') Jerusohalmi, Kethuboth L 6 ed. Krotoechin tolio 850: Babli Synhedrin folio 82b; vgl Ghraeta, Gesch. Iv 8 S 4b5 und Baaehi au Jirnüjauu 85. 10. Vgl ferner den Auaspruoh, .B. Simon ben Gamliels, Sabbat tolio 180»: 9ל לצוה שהבלו ישראל עליהם כשמחר; כמן מילה וכר ... עדיין עו&ין אותה בשמחה *) Anstatt וחוורין, welche« der Jerusohalmi ed. Krotoeefcin bietet, «teht im י0ה מראה des Samuel Jäte, Chaiign U, { 8 ed. Amsterdam 1787 tolio 186b: pn1n% was Baoherl Ag. d. Ihn. I, 6. 180 Anm. entgangen ist. * י *) Vgl. Midmaeh rabba au Koheleth 1, 13. Die alten Editionen 1. B. Amsterdam 1785 leaea im MidiMch sa Bath: ואלסנמרן wie Kohut, dessen Arakh ich übrigens' nioht beaitse, riohtig oitirt Dr. Beek begeht also eine in dem er (8. 10 A. 8) Kohut der Uagenaaigkeft seiht. ~VgL ferner: Perles, Beitrtge ■ur Gesch. der hsbr. undjaxam. Stadien 8. 65. - •) VgL BubS a. 1 Gastmahlen“ (Misohna, Sota 9, 11) nie recht Warael fassen können in Israel.*) Nachdem nun gar kein swingender Grand vorhanden ist, die Geburt Elisoha ben Abaja's in die Zeit vor der Zerstörung Jerusalems durah Titas au Betzen, und nachdem andererseits aus sftmattliohan Belationen folgt, dass B. Elieser ben Hyrkanos und B. Josua ben Ohananja an dem Besohneidangsmahle E. b. A. tbeilgenommen haben und das Letstere damale die geistlichen Führer der Israeliten Palästina’8 waren, so dürfte die Gebart E. b. A.’• in die Zeit zwisohen 80, in welohem Jahre B Jochanan ben Sakkai bereits gestorben 6eia dürfte, .und 90, in welohem Jabre Gamliel II bereits Oberhaupt eämmtliaber Jaden in Palästina geworden war, aageeetat werden. Elisoha ben Abuja stand demnach in der Zeit der hadrianischen Verfolgungen tim sohönsten Mannesalter von citoa 50 Jahren**). (Sohlass folgt.) Zur Räthselkimde. Zu dem in Nr. 8 veröffentlichten Bäthsel hatte Herr Babbiner Simoneen in Copenhagen die Güte, mir brieflich mitaatheilen: ״BrtUl IX, S. 57, No. 28 ist kein Rstheel, sondern •in nioht ganz anständige• Epigramm. Der König sieht den Bettler, dessen Statur und Geeicht königs&bnlich sind. Er vennstat, . dass sie eine gemeinsame Butter haben; dass ee die Butter des Königs ist, die ihrem Gatten untreu gewesen.“***) Herr J. S. Posen in Frankfurt a. M. hält naoh einer mir gütigst gemachten brieflichen Mittheilnng folgende Lösung für pas9ender als die Brüil’eohe: ״Der מלך ■eh im 4. Buchstaben dee Worte■ היכל (also לס׳ ך) einen kleinen Abzug, (<L h. statt *סלן ein ל&ר)> sonst war וצודו כצורתו ומד לביא d. h. da» ל war ■»fange des Wortes, wie bei dem Worte לביא• Da rief er ihm sa: rtlYft 01*■ אB, worauf Jener erwiderte: Das nicht, aber אבי, welche■ van dem Worte לביא abgestrichenwurde “ 'יי loh glaube, unbesohadet der Ansicht dee Herrn Babbiner Simonsen an der Bezeichnung ,B&thoei* festbalten au dürfen, welches mit Beibehaltung dar Lesart בדלתי folgende einfeohe Lösung zur Srklärung einer grammatikalischen Regel aaläest. Der Gegenstand deeselban ist das Wort לכיא «■ Löwe, masc, welches Wort mit anderer Vooalisation aueh einmal in der h. Sehr, als fern. לנדא vorkommt (Jeaheskel 19, 2) wo das vorhergehende Wort אמך gana bestimmt den weiblioben Charakter andaatet. דלת in בדלתי hat weder die Bedeutung des Baehstaben ו״, nooh heisst es דלת “ Thür, sondern ist vielmehr von דלל abgeleitet und ךלת (,Lookeo*, ,Mähne*) au lesen (VgL Hoheslied 7, $). Eine Mähne hat aber nur der männliche Löwe, לביא, nickt das Weibchen לביא. An dem , aavcoaluirten Worte לכלא ist also das Gesohleoht des Thieres nioht na erkennen, da man ihm nioht ansieht, ob es לליא oder לביא an lesen ist, wenn auoh Statur und Geeioht sonst gleich sind. Dies voraaageschiokt, dürfte non der Sinn des Bätheela mit vorheriger Emeadation dea ה& in «tl folgender Min: Ein vornehmer König (der Thiers), d. i eia Löwe, ■ah einst בדלתי דל •in«■ garingen mit eiiier Bahne, wsfekar da- *) VgL Beeponssa der Geouim ed. Hstkavy, Berlin 1887, 60 8. 87 und dis Bsmsrkungsn HsrksTy■» a. a. O. Ä. 861 UM 418, wo hinsnsulftgsn ist: Jakob Anatoli, 4f11nai ffstalmidlm •d. Lyk 1866 8. 186b. *•) Gadaba ibn Jaelna’s Notie beruht aaf purer Osmkä• tttfae und begeht den Anadueaimnh Babäi Ambe ma välagsnR. Joehaaaa b« SakkaTs mrSashsn. .***) AehnUohss aebrieb uns HenrPusnsaslri in Bariia, (Bel)

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