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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-03-25 · N° 13. (25.3.1892) · p. Seite 52

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 13. (25.3.1892)
Date
1892-03-25
Page
Seite 52 (sequence 4)
Language
German
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׳ r 1 — 52;en, dass es. ntt za können. Rees a Rhein, ien schreibt ans: her ein לביא sein musste, der ihn vielleicht um eine Gabe Besprach. Der reiche Löwe riet ihm za: mh'n כה אמך Mo wie da ־bist, war aaeh deine Matter beschatten. Der arme männliche entgegnete ihm: Nicht doch, 4enn meine Matter, die לביא. hatte keine Mähne, wohl aber[ mein Vater, der לביא•' ' I Das Rätbsel will uns ganz einfach schwierig ist, anvocalisirte Texte richtig 1! . L Cohe HerrMayarKobn-Bistritz in ״Den Schlüssel zur Lösung des Räths^ls bietet uns die Persönlichkeit des Königs Chiskijah: Der umstandliehen Erzählung von dem frommen Lebenswandel dieses Königs im 2. B. d. Könige (18, 3—|7) fügt die talmadisebe Legende noch Folgendes hinzu: »Was that er? (nämlich König Chiskijah). Er stedkte ein Schwert an dieThäre eines jeden Lehrhauses ind sagte: »wer sich nicht mit der Torah beschäftiget! wird, der wird mit dem Schwerte' medergestochen.“ Man suchte nach von Dan bis Beersebah und fand dicht einen Duwissenden n. 8. w. weder Mann noch Weib, weder Knaben; noch Mädchen, die nicht inj den Satzungen bewandert gewesen wären, die über rein und unrein handeln* (Synhedrin 94b). Wir bemerkeu ferner, dass, nach Amoe 7, 5, das Baus Jacob’s דל fieisst and dass, nach einer uralten jüdischen Ueberlitjferung, die Be- Zeichnung אבי צד (Jesaja 9, 5) dem Chiskijah beigelegt wird. Nach diesen voraasgeschickteij Bemerkungen, ergiebt sich die Lösung dieses Uäth^els von selbst: ,.Der König, nämlich Chiskijah, sah ia den Thiireu d. h. in den Wohnhäusern des Armen seinen Schöpfer in seiner wahren Gestalt d. h. nach rechtjüdiscberWeise verehrt and angebetet, während sein Aas sehen dem des grinjmen Leu’s ähnlich war, da er doch gleich diesem aut Beute lagernd dastand, um über die seinem Befehle Zuwiderhandelnden!die Todesstrafe zu verhängen. Da rief er ans, in glücklicher Selbstzufriedenheit aber den gelangen en Erfolg seines Bemühens,[ nnd sagte za ihm (za dem Armen): ״Da hat gewiss deine Mutter segensreich ge- Waltet, eine tromme nnd gottesfürchtige Frau jener gleich, von der cs heisst (Sprüche K. 31, V. 21), dass ihr Haus die Gebote Gottes voll nnd ganz nnd nicht lückenhaft a*d bruchstückweise ansübt*ferner: ״die Lehre der Liebe ist j auf ih־er Zange“ ,(ebendas. V. 28), und darum ist hier Zucht und Sitr», frommer Sinn und Gottesfurcht zu Hanse. Der Arme׳ (wohl wissend, dass hur die Beecheidenheit den König abhalte, sich das Verdienst der wohlthätigen Wandlung 7.n vindiciren) entgegnete daran!: nicht sie war hier, sondern mein Vat4r, Du der אבי עד■ Offen ge8tauden, uns befriedigen sjtmmtliche obige Lösungen und Deutungen nicht. Wir hatten beim ersten Daroblesen desBäthsels für die richtige Lösung אביסלך gehalten**), und erklärten es wie folgt: DssWort מלך zeigt an der Thür (Anfangsand Endbachstabe) einen Armen מך (bekanntlich eine dei 7 Bezeichnungen für den ״Almen“), äesaenS chöpfer***;,ganz ihgn ähnlich, auch ein מלך ist (naehSptSab 22,2 wirdGott, derKönif der Welt, Schöpfer des Armen genannt). Sein Antlitz d. h. die g^nzeVorderseite des Wortes אבימלך (nach Abzug der Buchstaben מך) ist לביא• Soweit stimmt auch dieDeutung dhs Hrn.Winkler m Berlin mit der unsern (1 herein, nurjdass er für 1צור liest: צירו Thürangel (״dessenThürangel d. h. Anfang und Ende wie die seinige “). Bezüglich des פה אמך היתה jedoch gehen wir auseinander, er schreibt kurz: j ״Der zweite Satz spielt auf die im Nansen (אביפלך) enthaltenen Worte אמך nnd אבי an und erinnert an die Worte מה אמך לביא.“ *• Vgl. Tanchnma S. 32 zu obiger Stelle:!כי כל כיתה לבוש שנים (שנים,•»׳יס ,עשר תעשר־ וב׳ **)Das war Anfangs auch die Meinung 4es Hm. L. Cohen, er scheint aber schliesslich seiner obigen grammatischen den Vorzug gegeben zu haben. i ***) דד® kann niclit .,seine Gestalt ‘ heinsen, sonst müsste . צורתו steten. ~ | 1 Wir glauben hier eine Anspielung auf Aohisoh;Abi• melech (P8. 34,1), den König von Gatb, zu erblioken» und unter dem ״Armen* eine Anspielung auf David*), der zu ihm geflüohtet war und (nach Sam. I, 21, 14) die Thören des Palastes bemalte( da rief er ihm, der einem Löwen glich (2. Sam. 17, 10), zu: ״Hier war! einst deine Mutter* (d. i. Stammmutter Sara, cfr. Gens. ' cap. 20); er aber erwiderte dem Könige, nein, אבי steht hier (in Verbindung mit כלך). Wir wollen hier jedoch nicht verhehlen, dass die Lösung des Räthsels auch למך sein kann; מך wie oben ״die Thüren“ von מלך. diesem ist למך ganz gleichgestaltet, nur dass vor u (das Gesicht, d. h. der erste Bachstabe von לביא) das 'ל steht. In 'לבי steckt auch בל\ der Sohn Lemechs, so dass dieser wohl sagen konnte: ״hier war mein Vater (למך), während mit dem Angesicht der anderen üblicheren Bezeichnung für Löwe r-»t)d. h. mit dem ersten Buchstaben dieses Wortes (אי) hier, wie der Fragende annahm אמך zu lesen wäre. Rahm er. Litte rat ur bericht. Reoertsionen. Universal-Agende für jüdische Koitusbeamte von Prediger LionWolff. (Berlin 1892, Bibliographische■! Bureau.) Zweite vermehrte Auflage, zwei Baude. Der Verfasser giebt in diesen zwei Bänden Alles, was ein Kultusbeamter in seinem Berofe gebraucht. Der erste Band beginnt mit einem Lehrbuch der Beschneidang und endet mit Grabsteininsohriften und Jahrzeitsberechnung. Was dazwischen liegt, ist die Praxis inmitten der Gemeinde, in der Schule, auf der Kanzel, vor dem Betpult und im Privat-Tusoulum. Nichts ist übersehen, kein Gebet für irgend eine Gelegenheit, sowohl für patriotische Feste und Ge den ktage, wie für den ganzen onltuellen Festcyolus, für de:1 es eine fast übergrosse Auswahl von Gebeten bringt. Jeder ״Din* und jeder ״Minhag* (sowohl für ״Polen“ wie für ״Deutschland*) ist erwähnt. Wir finden in dem Bache auch Sohulpläne für 1—3 klässige ReligionsschuleD, Schulordnung, Probelektionen für alle Disciplinen bis zum Unterricht in der Misclma; ferner Programme für patriotische Feste und für Confirmationen, für Prüfungen und alle möglichen Einweihungen, Anreden an den Barmizwa, bei Verlobangen, BedeckeD, Traunngen, sogar die Bestimmungen über ״Ch&lizah* u. ״Get* sind darin ausführlich behandelt.*) Wir können unmöglich die sämmtlichen Gebete n. dgl. hier aufzählen**), es genügt zu bemerken, dass die Anschaffung dieses Werkes sioh für jeden Koitus- Beamten lohnen wird, wenngleich der Verlagsbaohhändler zu unserm Bedauern den Preis sehr hoch (14 Mark) gestellt hat. Vielleicht war es die Absicht und die Hoffnung des Autors nnd des Verlegers, indem sie das schöneWerk einem bekannten Mäcen widmeten, dass dieser manohem Koitusbeamten die Anschaffung erleichtern würde. Wir sind überzeugt, dass man einem gering dotirtea KaltRsbeamtea kein geeigneteres Geschenk maohen kann, als diese praktische Dniversal-Agende. Dr. H. *) דלתי דל vielleicht eia Hinweis aaf die 2 Daleth in ־דוד **) Doch dürfte der Kaltasbeamte bei etwa vorkommonden Eheacheidangsangelegenbeiten wegen der Schwierigkeit der Materie nichts ohne Zaratheziehang eines sachverständige.. Rabbiners vornehmen. (Red.) ***} Als Knriosam möchten wir noch erwähnen, dass der Verfasser, den man beschuldigt hatte, er sei ein Feind der aasländischen Jaden, aach ein hebräisches Gebet für die verfolgten Glaubensgenossen io Russland giebt (Red.; VjtfautwortL Bedactenr Dr. Rahmer, Magd;l nrg Druck: Bendix ft Raün(fr. D.L. Wold) Magdeburg. Verlag: Rob Frie se, Leipzig

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