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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1892-01-29 · N° 5. (29.1.1892) · p. Seite 19

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
21 (1892)
Issue
N° 5. (29.1.1892)
Date
1892-01-29
Page
Seite 19 (sequence 3)
Language
German
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Zend lieferte, nötbig. Der Dfimd! nothwendige Voraussetzung, wie zafähren gedenken. lieber den ״Jwein“ Hartnan’s von Aue Von Dr. S. Gelbbaas, Rabbiner 11 nenglaube war ihre ir im weiteren ans• (Forts, folgt) % 491. (Fortsetzung.) Na sage mir waz din ambet sit Josua 1,8: ״Was ist Deine Beschäftigang?“ 10. 572 - 580. Des schirmt sin ein linae, dez nie man schoener geeach: dia ist sin schate and sin dach, si ist breit hoch und also die. daz regen noch der sannen blic niemer dar durch kamt im schadet der winter noch ir kramt an ir schoene nicht ein bär sine ste gelaabet durch daz j&r. Die Beschreibung der Linde erinnert an die Sahilderung des Baumes in Daniel 4, 7 u. 8. ״Siehe, es stand ein Baum in der Erde, {der war sehr hoch. Gross und dick war der Baum, seinä Höhe reichte bis in den Himmel, und er wurde gesehen am Ende des Landes. Seine Aeste waren schöp und seine Früohte zahlreich, davon alles Nahrung h^tte.“ In der Sohilderung der Linde| duroh den Wald• mann fehlen die singenden Vögel. Derselben wird später Erwähnung gethan. 11. 604— 608. Man enhoeret nimer m&re din verlt ste kurz ode ianc so viineclichen vogelsani. des ich ze der linden vernam dö ich darzuo geriten qcam ״Auf seinen Aesten sassen die Vögel unter dem Himmel.“ (Das.) 12. 645— 655. Daz ich die linden kütns gesach g!6z un gerade da gescliach vie schiere d& gesach ic 1 in allntl.alben umbe mich wil tüsent tftsend blicke: dar nach slaoc also dicke ein also heftigen dunerslac daz ich üf der erde gehe. sich huob ein hagel unde ein regen, wan daz mich der gotes Segen vriste von des weteres rot ich waer’ der wile dicke t5t. Die Schilderung des Ungewitters und die Er• wähnung des göttlichen Schutzes, welcher dem Heimgesuchten zu Theil wurde, erinnern an Psalm 18. 13 bis 18: ״Vor seinem Glanze trennten sich dieWolken mit Hagel and Blitzen. Und de!׳ Herr donnerte im Himmel und er liess seine Stimme ertönen zwisohen Hagel' feurigen Kohlen. Er sohiokte seine Pfeile and zerstreute sie, er schoss mit Blii.zen nnd verwirrte sie. Da worden die Wasserqnellen siohtbar nnd auffedeckt die Grundfesten der Erde Herr vor deinem laten vor dem Odem deines Gtistes Zornes. Er sohjektevon der Höhe nnd zog mich ans den grossen Gewässern. “ 18. 663—665. Swaz lebte in dem wald 9 ez entrinne danne balde, daz wüs zehact and tAt. Vergl. II Buch Moses 9.25. Jnd es sohlag der Hagel in־ ganz Egypten alles was im Felde war, Menschen sowohl wie Thiere. .14. 1866—1870. Doch tet 81 sam dia wil taant ai Widerreden t durch ir :nnot daz at doch ofte danket;not daz 81 so dicke brechent dia dino di ai veraprechi nt. Aehnlioh lautet ein talmudischer Aasspruoh: .נשים דעתןקרות 329—2330. Ich brache 6 der wile si e: l »wie zelten wip mannea bite ich baete inner 6. & nd Prediger zu Prag. Ein ähnlicher Ausspraoh findet sioh im Telmad Knddisohin 2: דרכו של איש לחזור אחר אשד, ואין דרכה שד אשד, לחוור אחר איש. Es ist Sitte, dass der Mann die Frau, aber nioht dass die Fraa den Mann sucht: 16. 2702—2703. Als aach die nisen wellen ־ ez’n habe de beinia groezer kratt gerate se ze gaote; and eint 8! in ip maote getriawe ander in beiden 85 «ich gebrttoder scheide□. Eine talmudische Sentenm rfihmt den Vorzag der uneigennützigen Freundschaft vor der eigen• nützigen *Ljebe: כל אהבה שהיא תלדה כדבר בטל דבר בטל אהבה ושאינה תלדה בדבר אינה בטלה לעולם ט. ושאינה תלדה בדבר זו אהבת חד רהונתן. ״Jede Liebe die an der Sache hängt, da hört mit der Sache auch die Liebe anf etc Die nicht an der Sache hängt, das ist die Liebe David’s nnd Jonathan’s.“ (Sprüche der Väter 5. 16.) 17. 3547 —3548 Swer sich an troame k&ret der ist wol generet Vergl. Sechaija 10. 2. ״Denn Träume sind Eitelkeiten.“ Prediger 5. 6. ״Denn die vielen Träume ent• halten viel eite(e Dinge.“ j (Forts, folgt.) Biblische Legenden. Nach einem alte« Xaaascrlate aas Tenn. Von Dr. Alexander Koh-at, Rabbiner in New-York. II. Pharaoh za einem Esel verglichen. Wem kann Pharaoh verglichen werden, als Moses im Namen Gottes vor ihm erschien and er fragte: ״Wer ist Ado na), dessen Stimme ich gehorchen soll?“ Er ist dem Esel za vergleichen, der zam Zolleinnehmer ernannt wurde nnd alle Passanten zur Zahlung des Zolles aafforderte. Einst wurde der Löwe, der K5nig der Thiere, in dessen Begleitung eich der schlaue Fachs befand, ebenfalls von dem Esel, der sie für gewöhnliche Sterbliche hielt, ungehalten and wurde' von diesen folxendermaasen angeherrscht: . Wofftr halst Da ans denn? Weisst Da, dass es der König der Thiere ist, der vor Dir steht? Wie darfst Da von dem Könige Zahlung verlangen?“ ״Ich bin ganz indifferent euren Anmmssangen gegenüber“, erwiderte der Esel, ״denn ich habe den ausdrücklichen Befehl, jeden Rangnnterschied unberücksientigt za lassen■*’ ״Ich glaube, Da spielst am Deinen Kopf“, entgegnete der Fachs, der als Sprecher fuogirte, ״and gebe Dir den ernsten Rath, diesen Entschloss noch einmal reiflich za erwägen, bevor der Löwe ihn erführt“ Der Fachs, welcher den Esel gern retten wollte, machte die sonderbarsten Gesticalationcn, durch welche er hoffte, den Esel von den Gefahren zn übersengen, welche bei seiner Weigerung ihm droheten; aber vergebens. Endlich trat der Löwe in die Action and donnerte 1 ״Ich kann die schreckliche Dammbeit dieses Geschöpfes nicht ertragen; ich will ea in Stücke zerreiesen nnd Da Fachs sollst sie mir zatragen, dass ich sie verschlinge. Mit einem gewaltigen Streich wurde der Esel vom Löwen getödtet and in Stücke zerrissen; dieser nahm dann eine behagliche Stellung ein nnd befahl dem Fachs, das Gericht aafzu tragen — jedes Stück besonders. Der Fache sachte non für sich heimlich das Herz des anglücklichen Esels ans and verschlang es gierig, worauf er sich alsdann beeilte, den Befehl des Löwen aaasnführen. Als der Löwe beinahe jedes einzelne Stück des'Aases verzehrt hatte, forderte er aach das Hers. Dar Fachs sprach in seiner bekannten listigen Redeweise: ״Wie! Einem solch’ weisen nnd mächtigen Herrscher, wie Dü es bist, sollte es nicht bekannt sein, dass, wenn der Esel aach nur einen ganz gewöhnlichen Verstand hatte, er nicht ▼erlangt haben würde, aase sein Herrscher ihm Zoll bezahle?“ »Das ist eine gebtreiche Bemerkung“, spiaoh der überlistete König. ״Hütte der Esel ein Hers and Verstand gehabt, so bütte er sieh einer solchen Dummheit nicht schuldig gemacht.‘־ War denn die Handlungsweise Pharaoh’s nicht der des Esels gleich? Gott ist der Löwe and Moses der Fachs. Ab Mosee verkündete :״Der Gott der Hebrüer sendet mich za Dir“, fragte Pharaoh: ״Wer ist Gott?“ Hieranfklagts Moses vor׳ dem Herrn: ״Warum, o Gott, hast Da mich za einem Weisen geschickt ohne Hers and Verstand? * Gott sprach: ״Da sollst bald sehen, was ich an Pharaoh than werde; ioh will sein Herz verhörten; später wird er klüger werden, denn ich werde ihm ein Hers geben, damit er begreif», was er gethan hat.“ (Forts, folgt.) ...

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