Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 51. (18.12.1890)
- Date
- 1890-12-18
- Page
- Seite 199 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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— 19» -’ praxi• •um Halbfeiertag• erhoben wurde. (Megillat Taanit V.) Ferner ist ans der Misohna (Synhe^. II Misohna 1) an entnehmen, da8e ans Janei's Sohwagerehe staatsge• fthrliohe Gonseqnensen beidrohtet warqen. Denn diese *eitgenöaaische Gesetzgebung wollte diese in Znknnlt den Königen verbieten and ihn von der Verweigerangsoeremonie dispensiren. Dass diese Mischna zu Janai’s oder Salome’8 Regierungszeit entstand, bezeugt jener Tbeil derselben, der den König von dem Erscheinen vor Gerichte und jeder Zeagenschaft dispensirt; welches Gesetz in Folge einer unliebsamen Gerichtsverhandlung mit Janai bald daran! geschaffen wurde (Synhed. 19a). Aus Alledem geht hervor, dass aus Janai’s Schwagerehe juridische Differenzen über die Thronfolge zwischen der pharisäischen und sadduoäischen Gesetzgebung entstanden, nach der ersteren sollte Hyrkan II., nach letzterer aber Aristobul II. Throniolger sein. Darum musste Janai vor seinem Tode bis zur Entscheidung der Streitfrage eine Regentschaft in der Person der Königin Salome einseteen; darum begünstigte dieselbe heimlich ihren eigenen Sohn gegen den Stiefsohn; darum konnten beide Theile auf Basis divergirender Gesetzesauslegung ihren Rechtsstreit vor Rom’s Forum bringen, und darum waren beide Brüder aus erbrechtlicben Motiven wohlbereohtigte Prätendenten. Zur Chronologie. Von L. Cohen in Rees a. Rhein. Im jüdischen Litt.-Bl. Jahrg. IV 1875, S. 7, 001. a heisst zu dem Autograph Moses Mendelssohn’s die Uebersobrift: פה דעפא יום ב־ כ״א תק*ב. — Hier fehl der Monatsname, der aber kein anderer als חמיו sein kann, da nnr in diesem Monate des Jahres ב“pH (1742) der zwanzigste auf Montag fiel Auch in der Unterschrift ist die Jahreszahl falsch angegeben. Das Chronogramm ישכיל בכל דרכיו לפק zeigt das Jahr 1562) שכ״ב); es muss daher in dem letzten Worte statt des כ״“ das 7״ hervorgehoben werden. Mendelssohn war demnach, als er dieses schrieb, auoh nicht 12 J. 11 M. 9. T, sondern nur 12 J. 10 M. 17 T. Er wurde nämlich 1729 den 6, September geboren; das hebräische Datum des Antographs entapriobt dem 23. Juli 1742; hieraus entsteht eine Differenz von 8 Tagen. In Jahrg. V 1876, Notiz 2, heisst es zur Erklärung der hebräisohen Grabschrift: Der 29. Tag im Jar (Jjar) 5004 7. Mai 1214 war ein Freitag. — Diese Angabe enthält einen doppelten. Irrthum. Der 29. Jjar 5004 entsprioht nioht dem 7., sondern dem 9. Mai 1244 und fiel nioht anf Freitag, was überhanpt unmöglich ist, sondern auf Montag. Es kann daher, wenn das Jahr und die Wochentage richtig sind, nur der Monat Adar oder Ab gemeint •ein, da in diesen der 29. auf einen Freitag fiel. In Jahrg. VI 1877, B. 99, ool. b, Z. 33 heisst •8: ,Der Scheidebrief ist datirt vom 4, Marohesohwon 6267 (etwa Deoember 1506). — Der 4. Marohesohwon war am Mittwoch, den 22. Ootober. (Wird fortgesetst.) ( Druckfehler-Beriohtjgung. In ׳ 4 v. o. ist 0• (st. 80), Zu 6 ״HiBweüe", No. 8. 196a, ü 1 ״ob er ihm“ Bae Tannai Litteraturberieht. Recensionen* 11er, Prof., (Dr. W. Die Aga da dar ten. Zweiter Band: Von Akiba’s Tod "Mt Jal r Der An jude, der priester ein akade Wendung ganz rieh auf den bekannt, Oeno ma Leid R. naoh ehrenvoll Wie und Am׳ auf ihre folgendes hauptet Koheleth Neffe Sabbathg von sein׳ sei ten Chananja unabhängji ist aber es entgajij Deutung i 80 wie er! gangen, I sohiokt v j Irrthnme י rettet hat;׳! Babylon u Babli Pe: zam Absol iluss der Misohna. Verlag vonJKarl Trflbner in Strasspnrg (Eisass). 1890. (578 9.) (Forteetsung.) sspruoh Rabbi Meirs, dass selbst ein Niohfc^' sich mit der Tbora beschäftigt, dem Hohen-' g eioh za achten sei, war aber auoh nioht blos nisoher Lehrsatz, der im Leben nie 'in Angebracht worden war. Denn wie Baoher < ig nachweist, ist der Name des Niohtjaden, sich der Spruch R. Meiers bezieht, ans nooh ] ist dies der niohtjüdisohe Philosoph aus Gadara, an dessen Freud’ und M|eir innig theilnimmt und dessen Name nooh hunderten in den jüdisohen Lehrhänsera genannt wurde (Bacher II 9. 30).!ehr man bei den Anssprüchen der Tannaiten oräer auf ihre perönliohen Verhältnisse und .,ebensumstände genau za achten habe, 8011 Beispiel zeigen. Band I 8. 389 A. 4 be- Bacher, die Erzählung des Midrasch 8a 1,8 (vgl. ib za 7,26), dass Chananja. der ta’s von den Malaiin zur Uebertretang des;hsetzes verleitet worden war and dieserhalb n Oheim nach Babylonien gesendet worden," entiös, entstanden zu jener Zeit, als darauf beharrte, Babylonien von Palästina g zu machen.“*) Diese Behauptung BaahePs rjisines Erachtens unrichtig, denn Baoher war gen, dass Chananja in seiner originellen von Genesis 20.13 (Baoher 1. 0. 393) andeatet, mit Gottes Hilfe dem Abfalle dadaroh entdass er von Palästina naoh Babylonien georden, so sage aaoh Abraham, er wäre dem anheim gefallen, wenn ihn Gott nioht gee, indem er ihm aas seinem Geburtsland• n naoh Palästina geschickt hätte. Vergl. 5׳ aohim 87 b die Behauptung R. Joohanan’s *) Biu 1d I S. 391, Anm. 2 verwirft Bacher mit Recht die Ansicht Ge ger’s, dessen ״üraohrilt“ mir nicht zugänglich ist, dass in dei 1 Briefe an die Babylonier: ך ל0ד3ר האטד? M3C" "ותהי שוחט ונד וניון זורק Jeruschaimi Nedarim 40• und ח (Synhdr. 1 ‘ a) eine Anspielung aal d. Omastempel zu soeben •eL (Vgl. auch Synhedr. 1. __ , __ Richter I, 14.15 Symbol der Herrschsucht und des Hochmutbe8 im Gegensatad zum Berge ״,),O', dem Sinnbild• der TJnterwürfi;keit und der Demuth (nach Talmud babli Sota Ba und Megill 1 29a); מדבר האטד der Gegensatz zu: 13713* סיני, wo die Golteslehre ven Moses verkündet worden. II, Mo••• Kap. 24 Vers 5 lässt Moses durch die Jüngling» laraeis Opfer schlichten, deren Blut dann Mose• Vers 0—8 zsr Hälfte at f den Altar sprengt und die Hälft• auf das Volk; Chananja, der Helfershelfer des neuen Moses, נחוניון, nöge nun die Opfer schlachten und der Moses de• neuen Bü ndn isses, לנחוניק möge das Blut sprenge■. In der Er ählung im Babli Borachoth 68b, in der Botschaft an die Bat ylonier, ist יעלו להר Gegensatz zu II. Mos•• Kap. 10, V ers 12 und 23; 3 חTD אחייד. יבנה!•t Oegeneata za II Moi es Kap. 24 Vera 4, wo Mos•• den Altar beet de Schlachten• bekommt Chananja als Levit: 133*• (Zum Anse rucke: ״▼ אין להם חלק באלקי ישראלgl Abbandlun r in der ״Magyar-Zeido-SzemW‘ Jhrg. 1880 S. 4M ■ bis 158.) : )aas P'IYO und אהיה nur verschiede•• Vermoos« für den Ni mea einer und derselben Peraoa,-des נליתא des daiaali reo Oberhaupt•• der babylonisch•• Jade■, ade llasnjri am «wiii ■eien, hat bereite Baoher 1. 0, Gräti 8. KM and A^&aodtmal, Scholien zum 8. '־ ■־■€•.• ~‘A ' 4 ’ 1 - י ׳ ׳■^.