Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 51. (18.12.1890)
- Date
- 1890-12-18
- Page
- Seite 200 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— 20) - ד"־,"׳. B Alrxander‘1, warnm di« Jaden nach Baby• aaräckgeaendet worden wären. In der Vorrede xa dem vorliegenden «weiten )aztde ,der Agada der Tannaiten* S. VII hebt Prof. ' lecher noch ein Moment seiner Darstellung hervor, .dieBeobaohtang,־welche auch anf den ersten Band len vorliegenden Werkes erweitert werden kann,“ lass es xnmeist ,die halaohisohen Koryphäen der rannaitenxeit* seien, die ans als die Autoritäten der Agada vorgefhhrt werden. Mit dieser Beobaohtang tritt der Verfasser der Ansioht derjenigen entgegen, welche ,die Agadisten and B[alaohisten gern xa ■eheiden“ lieben, wie z. B. Benan, der (Les Evangiles p. 66) gerade für die tannaitisohe Zeit die Schriftgelehrten Palästina’« in die Vertreter der Halacha and die der Agada sondert.“ Gegen die gleiohe Sonderang der Halachisten and der Agadisten, welche |B£nan bereits in seinem Paulas (aator. deatsohe Aasfbe S. 102—103) vollzogen hatte, hat der selige o 61 in der Einleitung za seinen ״Blioken in die ׳ Beligionegeschiohte“ (B. I, S. IV—VI) bereits ent- : •ohiedene Einsprach• erhoben, was Bacher entgangen za sein scherint. ״Hillel“, sagt Joel a. a. O., kann daroh seine Aufstellung der sieben Deatangsregeln, , wenn nioht als Begründer, doch als eine der Säulen . der Balaoha bezeichnet werden; dass Hillel weit- | herziger gewesen, als sein sohrofier College Schamai, ' hat mit seiner Richtung auf H&l&ch&h und H&gg&d&h | nichts zu thun. Gibt es denn keine weitherzige j Halachah und keine •xclusive S&ggad&h?“ (Fortsetzung folgt. I Hl4ru ketoeeh, von Tintner, M., Cantor und Lehrer in Banzlaa (Schlesien). Selbstverlag dea Verfasser*. Das jüngste Werk syxubgogaler Compoeition sei hier einer •tchgemässen, unbefangenen Besprechung uoterxogeu, denn das , Interesse der jüdischen Gemeinden, nicht nur ihrer ges&agj Funktionäre, an solchem Werke leitet sich Vorzugs-; weise von dem in immer weiteren Kreisen erkannten und sich 1 fühlbar machenden Bedürfnis« eines einfach erhabenen Ge-! meindegesanges im Gottesdienste und einer ästhetischj befriedigenden Gestaltung desselben, nach in kleinsten Ge-; meinden, her. Es ist dies eine gebieterische Forderung der! Heuzeit und jedee zur Erfüllung dieses Zweckes auitretenie Unternehmen verdient voLie Beachtung und Unterstützung schon im Hinblick auf die Nothlage, in welcher sich viele kleine : oder kleinere Gemeinden mit dem religiösen Unterrichte und; der Erziehung ihrer Kinder für das Judenthum der Zukunft befinden. Beides hängt innig zusammen Man liebt and will weit mehr den blendenden Schein, den gesanges - technisch als ״gramsten“ Chasan auftretenden ״Vorsänger als das in zäher, mühseliger Arbeit «frh darstellende Wirken eines gleichberufstüchtigen Religionslehrers, wenn er auch weniger grosser Sänger ist. Dieser Umstand ist bei der Wahl eines Oaltoebeamten, des in vielen kleinen Gemeinden sinnigen für alle religiösen Funktionen, ausschlaggebend and hauptsächlich mitwirkend sa der vielbeklagten Nothlage in der religiösen Erziehung. Daher liegt heutzutage das Heil in einem ־ ge» regelten Gerneiadeges ang, in welchem alle Sangeskrflfte aaoü der kleinsten Gemeinden für dea gottesdienstlichen Zwecknutzbar gemacht und der Schwerpunkt der Bynagogalen Erbauung in die Gesammtgemeinde verlegt werden Kann. Von diesem Gesichtspunkte aus betrachten wir das jüngste Musikwerk als eine höohat willkommene Gabe, das aut Einführung eines zeitgeaiässen, ästhetisch vollauf befriedigenden Gemeindegesanges in unsern Synagogen, zumal den kleinern abzielt• Es ist das Werk des anerkannt bedeutenden Cantors und Lehrers, Herrn M. Tintner in Banzlau, welches unter dem Titel: פדר הדרת קודש ,,Gebetordnung zur heiligen Weihe4* im Selbstverlag des Herausgebers erschienen ist und bereits , vielfache Verbreitung gefunden hat. Da9 Buch ist ganz eigenartig angelegt. Es soll wie der Verfasser in der Vorreie sich ausspncht ein neuer ״Kol-bö“ sein, zumal für den Kultusbeamten der Neuzeit, der auch ein Kol-r>ö seiu muss. In der That ist dieses Werk ein Convondium des ganzen Syoagogen-Cyklus für den kantoralen, wie für den Gemeindegesaqg Es enthält nicht lauter Neuheiten, aber es ist ein planmässig und höchst sorgfältig aasgearbeitetee Werk, welches, aas dem beregten Bedürfnis» hervorgegangen, diesem in verstandnissianiger und kuastgemässer Weise ent■ gegenkommt Es bietet dem zeitgemäs* strebenden Cal tosbeamten eine zuverlässige Handaabe, sowohl für die praktisch« Einübung und Ausführung aller gottesdienstlichen Gesänge, Recitative and Chöre, als auch für die Erbauung der Gemeinde und Hebung der Andacht in allen Casuatien nach den Er■ tordernissen der Neuzeit. Durch eine Reihe deutscher Gesänge and Gebete, in alle Tbeile des Werkes eingelegt, wird der Kaltusbeamtc befähigt, den mannigfachsten Ansprüchen, die in dieser Beziehung an ihn gestellt werden, ohne viel Umhersuchen gerecht zu werden. (Schluss folgt.) JJitterariactie Notizen. 1. Aale and Schlangen. Mosso in Turin, einer der bedeutendsten Physiologen, hat anlängst nachgewieeen: Im Aalbiat ist ein Gift enthalten, welches mit dem Schlangengift Aehnlichkeit hat. Unter Zusammenziehen der Gliedmassen, starrkrampfartigen Zuckungen and Lähmungen starben Kaninchen aal eine Einspritzung von verdünntem Aal-Blutwasser. (Für 1 Kilo Kaninchen genügte a/4 Milligramm Blutwasser). Nach Untersuchungen in Greifswald© sollen die Aale in unserm gemässigten KLima das Gift in schwächerer Weise enthalten als die im Süden. Wer noch einen Zweitei daran hat, ob der Aal zu dea Fischen oder zu den Schlangen gehört, Hat niernach Material zur Lösung desselben. SK. K. Correctur einer Uaschistelle. Zu Deuteron. 5,4 erklärt Raschi R. Ber&chia erklärte, so sprach Mosche, denket nioht, dass ich euch mit einer nichtigen Sache täusche, wie der Varmittler zu thun pflegt zwischen Verkäufer und Käufer, dar Käufer (ל1קח> selbst redet mit euch.44 Alle Ausgaben (selbst die von Dr. Berliner) haben die Lesart לוקח! nur .die Ausgabe Wilna bei Komm 1080 hat die richtige Lesart ™Q1Q• — Wo ist die Quelle dieses Midrasch zu finden? U. in H. m Literarischer fgAnzeiger. Im Selbstverläge desVerfassen sind erschienen und direct von demselben zu beziehen: השנרם בעמדם * T “ * Die Varianten in dea biblischen Parallelen. Preis 1 «. (=60 ־ Kr.) Von Rabbiner Dr. Frankl-Orfn is Kremsier (Oesterreich). Ferner tot demselben: Me Ethik des Jads laleri. Preis SO PI. Vier Beden «mnanegtiartteaateaBakterte «ד׳ ®־שידת) Preis SO PI [461S In meinem Verlage erschien soeben: e«14stete, *. a. ,התפרד והאפונה, Gebet and Glaube, Ein Beitrag zur Erklärung des Gottesdienstes a. dessen Gebräuche Nebst der in den Gebetatäcken enthaltenden Beligionslehre. Mk. 2—. Haitaeklk B., Beitrag« *■r rechtliehen ätellaag der Jaden, namentlich im Gebiet des heutigen Oesterreich - Ungarn vom X-XVL Jabrhandert. (Mk. 2,—.) J. JEEauiQzuuui, Frankfnrt a. K. c.. Gegen monatliche Ratenzahlung von 3 Mark!<״ ״r ׳* ׳ -;^ ־׳)׳׳־ ׳ :!' :• Ptn׳ h*■ •■p. Meyers Konversations-Lexikons mit über 3000 Abbild 1mTt־*t 55G lliustratinnstafeln Karlen u Planen ' Matj Z1 - (fr E. B0it77i> -8 nhf1n׳}:ut'.n, 0//svpfiiut״/. TraQBBgsformoiare drat- TJebers.) ä M Pi. (4 St. ihr IM.) sa haben bei der Exp. d. Bl. Im Verlag y. itdcarJ frewemdt in Breslaa erschien: Judith Traebtcaberg ErxAhlang von Karl Emil Franset _(331) Bette l), [4618 Die YeUe-Mtaag (Berlin) ver AfieoUieht za Anfang des kammenden Jahres mit er dem Tttat ״An• den Jflngltagqfahrea hm Telitei*■• einen Abschnitt der Memoiren des berühmten rnxa. Dichters, welcher bisher in Deutschland noch nicht bekannt würde and der ans interessante Aufschlüsse üb. TolstoFa latente ׳ gang and Charakter giabt. Bedsctwrr Dr. Bah—n-Magdahtmt. Drnak m D. L. W• 1 fl Mayd «herz Verlar toq Robarl Friese, iAÄ->-^rr SS