Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 42. (15.10.1890)
- Date
- 1890-10-15
- Page
- Seite 163 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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-F — 168 — <'•<־•■ mngewendet und unser Treiben nicht!mit angesehen, denn hättest Dn dich umgewändet and unser Treiben mit angesehen, wären nicht wir Dir, sondern Dn uns naohgelaufen.*) Anknäpfend an Kopeletli 1,8 will der Midrasob, indem er: ״ ג4“0 כל הדברים ימיםadle Beden sind ermüdend“ erklärt und aut die Dispntation mit den Mainim bezieht, in der fragl eben.Erzählung wie in den andern dort angetügten, geigen, welchen Einflnss die Mainim ausgeübt nnd. wie die Dispntationen mit ihnen za keinem Besi^ltate führen,״*) im Oegentheile sehr oft bedenklich, wenigstens höchst ermüdend sein. Nioht nar dass es Babbi Jonathan nicht gelangen, seinen abtrünnigen Schüler, der vom trotzigsten Unglauben et füllt ward, zur Umkehr zn bewegen, sondern Babbi Jonathan wäre beinahe selbst unterlegen, wenn er sich nicht ihrem Kreise durch die Flacht entzogen hätte. Aus der Antwort, welche Babbi Jehuda ben Naknsa in der unmittelbar darauf folgende Erzählung seinen Schülern glebt, folgt, dass man sich dessen bewusst war, dass in Folge ״der positiven Abwehr“ allmählich sich Ausdrücke und 'Stichworte und indirekt auch Theorien der Gegner einschliohen:לכו והתפללו על אותו האיש מי איחה החמת שהיתר. פלאה אבנים טובות ומרנליזת אבל עכשיו מלאה פחמי! (Koheleth rabba 1,8) Die Mainim, mit denen Babbi Jonathan zusammen getroffen, waren allerdings Jaden' gewesen, aber nicht Mitglieder einer gesonderten jüdisch•gn08tischen Sekte, 60ndern Apostaten, die sich einer der damals bestehenden fleiächlich-communistischen Sekten angeschlossen hatten. Herr H. scheint überhaupt nicht zu wissen,+) dass der Ausdruck ״ Jadenchrist“ keinen nationalen, sondern einen dogmatischen Begriff enthält, worauf ich bereits in meinem Aufsatz über nf&“ Gräte-Frankel’sche Monatssobrift 1870 S 165 im Anschlüsse an Bitschi (Entstehung der altk. Kirche. 2. A. 1857 S. 105) hingewiesen. Bao6-Topolya, 30. Januar 1890. Goldfahn. Zur Chronologie. Von L. Cohen in Rees a. Rhein. In תולדות יעביץ, Amsterdam 1868, ist zu berichtigen: S. 21, Z. 8: Versammlung in Jaroslaw (ב׳ ג׳ חשון(תקייב. Der 3 Cheschwan 5512 (K. z. rr בש) war am Freitag. Jbid. Z. 19: ג׳ כ־יה ארול הקי׳־כ. — Der 25. Elul 5512 war am Montag und ist am Dienstag unmöglioh. S. 22, Z. 4: .ד• ב״ד מנחם תפ״ו. — Der 24. Menaehern (Aw) 5485 (ff Z. .TCD) war am! Freitag. s. 26, z. 9: (א- כ״ך אדר ראשון (תקי״ג■ — Der 25. Adar I 5513 (K. Z. שיה!) war am: Donnerstag. Wahrscheinlich soll es st. כ״ ה heissen : n2״. S. 27, Z. 4: א' הי אלול תקטי׳ו. — Der 5. Elul 5515 (K. Z. נכ״ה) war am Dienstag. S. 32, Z. 9: 20) כיא אלול תקכ״ד. September 1764)• — Der 21. Elul 5524 war am 18. September. *) VgL Babli Synhedr. Polio 102 b, wo Manaase, der jüdische götzendienerische König, Rabb Aachi im Traume eine ähnliche Antwort über die Macht des Götzbnthums ertheilt. **) VgL mein: Justin Martyr und die Agjada S. 30 Anm. 3). t) Wie wenig vertrant Herr Honig mjt der Litteratur über die Gnostiker ist, zeigt seine Anmerkung zu seiner Erkl&rung des Aasdrnokes: אפטוניות• Er citfrt in dieser Aninerkung den Dialog des Rabbi Jose ben Obaläitha mit der ,,Matrona“ im Midrasch rabba za Exodus 4,3 icap. 3 § 12), weiss aber nicht recht, auf was für Sch langen cultaa sich das beziehe. Hätte aber Herr H. Hipp01 ytos’ Bericht über die Hehre der ״Peralen“ (über V, lb edj Danoker et Schneidevin 1369 Pag. 192) gelesen, so liätte er gewusst, wieder fragliche BLbelversvon den! ״Paraten' gedeutet worden und auch zu welcher Sekfö die ״Matrona“ geiört hatte. Hierauf komme ich in meiner demnächstmen llesprechung von Bachers ״die Agada der Tannaiten“ anarahrli :her zurück. G. 8. 63, Note 280: Approbation von כיב אייר P*VP תקב״ט. Der 22. Jjar 6529 (ff Z. בש־ו) war am M4d־ 4»g und ist am Freitag unmöglich. (Vgl. Litt.- Bl. 1890 8. 101 zu F0L 94 des כלילת לפי.) 8. 65, Note 321: Approbation חק׳ב Tl&n TI ד STB — Der 8. Tamas 5502 (K. Z.!TTO) war am Dienstag. 8.11 der Nachträge, z. 17: עש״ה עשרה יפים DT לחדש שבט שנת בע׳־ח. — Der 10. Sehewat 5472 (K. z. בח׳־ה) war am Montag. ist zu be- In Asulai’s פענל טוב, Livorno 1879, richtigen; * 8. 6a unten: שנת תקליה ני נישן יום ה־ במדבר. — Der 3. Nissan 5535 (ff Z. 1*M) war am Montag מצורע und ist zu בפרבר unmöglich. 8. 6b, z. 2: (תפזז א׳ ליל םוש*ק (תקל־ה. — Der 1. Tamns war am Donnerstag. s 7a, z. 13: nt תקל״ס כ״ח אלול האדנו יום). — Der 28. Elal 5536 (K. Z. כש״ה) war am Donnerstag. s. 12b, z. 3 v. u.: תקדיח) ליל נ׳ מם׳ דחי ר טבת) — Der 4. Tebeth 5538 (ff. Z. השא) war am שבת דנש I Litteraturbericht. Rece nsionen. Jo ah. Trauerspiel von Friedriob Wilhelm Hildebrandt Magdeburg, 1890. Creats’sche Verlagsbuch* handlung. / ■ Ein doppelter Gesichtspunkt der Betrachtung ist es, der sioh •ans bei der Besprechung dramatischer Erzeugnisse, die biblisohe Stoffe zum Gegenstands ihrer Darstellang haben, in dieser nioht nar der Wissenschaft im Allgemeinen, sondern auch den religiösen Interessen des Jadentham gewidmeten Zeitschrift gleichsam von selbst ergibt, es ist der Standpankt des Theologen and Kanstiiohtars in einer Pepson. Wenn die Zeichnung der Charaktere in dem Drama der historischen Wahrheit der biblischen Urknnden aaoh nar im Allgemeinen entaprioht — die Dichtung brauoht darum nooh keineswegs nar sine formale poetische Einkleidung des geschichtlichen Stoffes zu SAin und braucht in diesem ihrem Inhalt naoh keineswegs eine Einbasse an künstlerischem Werthe zu erleiden*) — so wird die Aufgabe dar objeotiven Be artheilang, die dann nar ihr Augenmerk auf die ästhetischen Forderangen des Dramaos an richten hat, ohne Schwierigkeit za lösen sein. Wesentlieh anders gestaltet sioh jadooh das Verhältnis«», wenn der dramatisohe Dichter beispielsweise Peraoya, die ans, wenn aaoh nicht in a 1.1 en Punkten so doch zameist als Vorbilder menschlicher Lebensführung geschildert werden, in eisern tugleich ungünstigeren Lichte erscheinen läset, als wir sie sonst mit Bsoht zu schauen gewohnt sind. Aristoteles sagt ■war von der dramatischen Darstellang (Poetik 9.1451a 36), das Bemühen sioh bei der Tragödie an die traditionellen Sagen za halten, wäre thörioht, ״da selbst das Bekannte immer nar Wenigen bekannt ist“, allein dieser Geeiahtspunkt hat wohl im Allgemeinen seine berechtigte Geltung,' für dae Urtheil des Theologen jedooh and all derjenige^, die mit ernstem׳historischen 8km die- Lebensgesohichte Davids erforscht haben, wird es *) Aristoteles Poetik Capitel 9 (1451* 36 der Bekker’scheu Ausgabe). . ״Sollte es. sich nun auch eüuaal treffen, das« er (der Dichter) wirklich Geschehene• darateUt, •0 ist er daraiü doch nicht weniger Dichter, da nichts hiidsrt, dass enter wirklich Geschehenen solches voi komtns, vras der'Wahteoheialiehkait II und MBglfcnkeit gemäss sei uni dadurek,' dass er es so dar- M stellt, ist er ja der Dichter.“