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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1890-09-25 · N° 39-40. (25.9.1890) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
19 (1890)
Issue
N° 39-40. (25.9.1890)
Date
1890-09-25
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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Beilage zu No.3940 des ״Jüdischen Litteratnr-Biatte”. Yermächtniss bandelt, im!§ 64,3 die Erörterung von erlaubten Bedingungen (תנאי) eines Abschlusses und im § 67,9 die Darlegung; von dem Aussobusse hypotbetiBcher Vereinbarungen :1,ברירה pt) ,wohl angebracht gewesen wäre. Wir wollen indess den Dank für das Gebotene nicht trüben darcb die Missstimmung über das, was noch geboten hätte werden können. Wir wünschen vielmehr vom Herzensgründe, dass es dem Herrn Autor gelingen möge, nooh lange Jahre seine Hörer- und Leserkreise njit so gediegenen und lehrreichen Geistesproducten auf dem so wenig bebauten Felde talmudiscber Wissenschaft anzaregen und zu erfreuen. Dr. N. -r.— — 1. Cehs, Baphaei. Deutsche Schreib-Lese-Fibel nach der analytisch - s jnihet *scheu Lehrmethode and Erstes Lesebuch. Ausgabe C. 2. vermehrte und verbesserte Auflage. Berlin 1890. Verlag van S. OerstmaeD. 2. Strassbargcr, n. Fibel für israelitische Volksschalen. Anhang: Hebrhiejcbe Lesefibeb Stuttgart. Deutsche Verlagsanatalt. 1890. Preis 90 Pfg. 3. — — Lesebuch für die israelitischen Volksschulen. 1. Tbeil für die Ijlittelstufe- Mit Genehmigung der K. Württemb. Oberschulbehiörde umgearbeitet von Lehrer Strass bu rger. Stuttgart.!Deutsche Verlags-Anstalt 1890. Breis 1 Mark 1. "Wir haben bereits im Lrtteraturblatt Jahrgang 1885 No. 37 anf die methodisch vortrefflich angelegte und von der Verlagsbnchhandlang schön ausgestattete Fibel von Bapbel Cohn empfehlend hingewieeen, sowie Jahrgang 1886 No. 17-18 anf das Erste Lesebuch desselben Verfassers und dabei bemerkt dass es nach Auswahl und Abordnung des Stoffes durchgehende den erfahrenen Schulmann jerkennen lasst und dass es in vollem Masse die sn ein gutes Lesebuch za stellenden Forderangen erfüllt. Wir können; nun bei den uns vorliegenden ausgezeichneten Lehrmitteln,j Fibel nt>d Lesebuch, die als Aasgäbe C verbunden sind, in ihrer 2. vermehrten and verbesserten Auflage dasselbe wiederholen und wünschen den beiden Schnlbüchem die weiteste Verbreitung, die sie in der That verdienen. Die oben nnter 2 angbzeigte für die württemb. Völksschalen amtlich eingetühfte Fibel ist von Herrn Strassburger, der bereits in der jüdischen Lehrerwelt besonders durch seine ״Geschichte der! Erziehung und des Unterrichts bei den Israeliten“ vortheilhaft bekannt ist mit Genehmigung der württemb. Oberschulbehörde tor jüdische Schalen bearbeitet worden. Wir sind mit den württembergischen Schalverhaltniesen nicht vertrant and erklären von vornherein, dass wir anf einem ganz anderen Standtpankt hinsichtlich der metbodisehen Anlage and des dargtjboienen Lesestoffs stehen, als die genannte Schulbehörde. So scheint es ans pädagogisch nicht richtig za sein, das Lesen sn sinnlosen Silben sn üben and mit geschlossenen Silben za begäwen. Doch da die für dis württembergischen Volksschulen amtlich eingeführte Fibel alz ein aasgezeichnetes Schulbuch gilt,' so hat sich der Verf. jedenfalls ein Verdienst erworben, eie!für die jttd. Volksschalen bearbeitet zu haben. Als Anhang isti eine ,hebräische Leeefibel“ beigegeben, die aat 10 Seiten das geeammte Material in prägnanter Kürze bewältigt. EigenthtUnlich erscheint ans, was aber wohl in der mundartlichen Verschiedenheit begründet ist, die Wieder- Sbe des ב mit -f״. Bei lhehreron Wörtern sma die Vokale eils falsch, theiis gar nicht angegeben, doch daa sind Aas- Stellungen, die eine baldige 3. Auflage völlig beseitigen wird. 8.vDas Lesebach vdn demselben Verfasser bietet 906■ theiis prosaische, theiis poetische Lesestücke, die vorzugsweise die innige Besiehung von Natur- und Menschenleben darstellen auch daa spezifisch religiöse Moment bst seine Berücksichtischeinen uns einzelne Leeestücke jüdiform nach nicht für die Mittelpt su sein, so: Israel in der Vsrtäte Strophe von dem mit »Hanna1* 118) dürfte eia Aenderang erführen; das tiefempfundene Gedroht .Jshrzeit“ von Kompart S. 70 liegt dem Gedankenkreis der Mittelstufe wohl noch an fern. Daa Gedicht: »Bsi Leipzig >814 * vorn kleinen;?» Amschell Kahn, der »inm Frausoaeu tödtlic i getroffen, and ״Allmäcfat’ger Gottf ruft laut der, n marinst Um entsetzt, die heu'gsn Fäden schaut er vom Bla׳ e ganz benetzt * — könnte in einer neuen Auflage, die. wir dem Bache bald w laetdien, durch eiü anderes arsetat werden. M. Spanier. gang gefunden. Doch scher Tendenz Inhalt and stufe angemessen auagswt bannnng von Steiaheim; die 3 überschriebenen Gedicht (8. /•:ge: Spanier, Merltz, Lehrer in Magd ah mg.Qmellenbnch ־ für den Unterricht in jüdischer; Geschichte and Litteratar. Frankfurt a. M. J. Kaqffmann. 1890. Der Herr Verfasser verlangt mit Backt, dass, wie des Geschichtsunterricht überhaupt, so dar U1)tamaht io jüdischer Geschieht* and Litttratur insbesondere, aichi aal hloeeer; ’ Nomenklatur and Abetraction beruhen darf, *enrisrn, wis se in der Vorrede treffend bemerkt, ״*rseheint es in der JlUUfltfm dringende NothWendigkeit, anaare Jagend an den -Bern jüdi**ht»<J litt eiarischen 8chriftthams za führen, aaf daaa eit mit Bageisterang inne werde, wie die Geiste ־ Ahnen zieh in Wirklichkeit entfaltet hat and nah nieh*>ba-~ gnüge. hloe mit den Urtheilen anderer, sondern an dar Hawi : von Belegen ans den geistigen tohttasn anseisi Ve— heit salbsttbätig Kenntniaa unserer Qeechiehta!_ Es ist wahrlich keine leicht* Aufgabe, aab der _ hearen Falle des Mat rials die richtige Wahl für eia Sehä hoch von massigem Umfange za trenn. Wir «Äsaea ah| bekennen, dass es dem Harra Verfasser vorzüglich ist, zn der Hand guter Ueberaetzongea mit riehtigan gischen Takte eine Answahl de* luteresssBtedfen^wi _ und des Charakteristischsten zn treffen, das daa Behütern — wie wir gern hervorheben — gewiss auch vielen Erwachsenen* eine überaus anregende and betahrend* Lektüre bieten wird. So sei denn das vort reifliche Büchlein hiermit aufs beste empfohlen. Blamenaa. Wir sind in der Lagt», ans einem Brief« daa Hem Emil Lehmann (Dresden) aa den Verf folgenden PaasQa׳milzath*üeas* _ »Es ist das ein sehr dankeaswerther Anfang in dem, ' was dringend gebraucht wird. Ich hoffe uad wünsche, axa» des Bach Eingang und Anklar g finde, and eich aas ihm in" ferneren Auflagen eine vollständige Chrestomathie der beeten ethischen Schriftstücke, aas dem Schatae des Jadenthams entwickeln werde.* Wir haben d ieseln Wunsche noch den binxuxafügao, , dass der Herr Verf. sich nicht mit einer Blamaalesc eue «tan Werken jüdischer Autoren verschiedener Epochen dse nsrh ftbiblischen Litteratar begnüge, sondern das« er jedem Autor ain*’ ' kurze Biographie beifüge, nebst Angabe seiner liier. Wirksamkeit and Stellung in der Litteratar, daaa könnte eich aas dein'. Büchlein allmählich das, was ans sehr noth that, entwickeln: eine kurzgefasste jüdische Litteratargesöhichte für unsere er-' wachsen« Jugend. Bahntet. 7 Kietz, Dr. Merltz. Der talmadi'eche Traktat Ebel rsbbatbi oder Semaohoth naoh Handschriften and Parallelstellen bearbeitet, übersetzt and mit «rlkaieradao Anmerkungen versehen. Bett I. Berlin. -80 Seiten. Capitel I bis IV. ׳ Eine fleissige and sorgfältige Arbeit ist es, die vor naaT? liegt, and die von der tslmndiacbsn Geiehrssadpsit des ■ Vezf.'^ genagsam Zeagnies ablegt.' Wenn es sehen aa and für < sehr wünschen*werth ist, dass anstatt dar verdorbentn der »kleinen Traktate* gute Ausgaben in harwiliche erscheinen, so muss dooh an dieser Arbeit noch rühmend hervorgehoben werden,.da« sie sack *0 wissenschaftlichen Werth besitzt. Die 11 Einleitung, die über die Entstehung und tatee handelt, schliefst sich na die vnisüjztiehun BrftU’s an, ohne jedoch die Anehihten desselben üb theilen. Die Uebenetaang *chbasst eich ■war ds« 1_ Texte unmittelbar an, häU sich aber nicht es sklavische selben, am. dem deoteehen Sprznhgeiet* uagareoht za ׳ Freilich sohlieest da« nicht einige Verstöe« ans, die Sprachgefühle zuwider sind. Verf. hätte %rB. für; eme besser* Usbersetsnng als »Pfliohttoter*. geben Es ist ein Irrthnm, wann Verf. schreibt, daee Matth. Original o!v0£ steht, da dies« nur in den maistei plaren ans dam Grand* vhrbeeeert ist, damit die St Maro. 16,23 überainstimme, and ist « also nicht! rechnen, als ob er mit »Wein* überaetat*. Uns nin ist schon bei der Uebineefsni g iw da« י!*eben Original ia's Griechisch* «ntitaaflea■^ Ueberaus praktisch ist! tars. Di* bodCsjsaisahe Hsndsohriit wodsreh sich bedenteade Abweichungsn wen Text* ergsbsc. Sowohl die taxtkrftisohin * aaah di* sächlichen sind beredta ' da* Verfseesre in der . wüaeohen, 'da« ein Verf. es sehr« neu sn lwt|> ,; Lotharj י-^י״״״יץי < die Anlage dse kritiachen 1

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