Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 31. (31.7.1890)
- Date
- 1890-07-31
- Page
- Seite 121 (sequence 3)
- Language
- German
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— 121i 018׳ Varianten in den biblisch«! Parallelen, verglichen von Dr. Ad. Frankl-Grün. VI. Die Belagerang Jerusalems. (Schluss) Auch in folgenden ungewöhnlichen Constractionen und he&chtenswerthen Abweichungen ist die Ursprüngliohkeit in Kön. kenntlich.*) Kön. 18,18 שבנה (Jes. 36,3 שבנא); die von Jes. 22,15 verschiedene Schreibung dieses Namens beweisst, dass hier eine andere als die dort wegen Verrath des Amtes entsetzte Person gemeint ist. Man würde dieselbe nicht mit einer Mission an Jes. betraut haben 19,2, vgl. Tr, Synh. 24, Joma 8. 38 Tossafot z. St Sabbath 40. Ab. d. R. N. Cp. 4. Sed. Olam Cp. 23. Grätz a. a. 0. II S. 247. V. 20. Jes. 21 fehlt שמתי wird von der Sept erginzt**) V. 23 K. ברכב רכבי gleich ״ אדון האדוניםmit den besten meiner Wagen“, Jes.ברוב רכבי; das 1 kann durch die Verwechslung des כ in ברכב mit dem gleich- *) Cp. 20 V. 19 הלוא אם dieselbe Construction (הלא אם־תיטיב שאת Gen. 4,7) nur müsste dar Nachsatz wie dort ergänzt werden. Auch das 2. ויאמר in ans. Texte lässt vermuthen, dass im Satze eine Lücke vorhanden ist, etwa des Inhalts, dass die nach V. 17 Hiskia seihst angedrohte Strafe, infolge seiner gutwilligen Annahme der ihm von Jesaias ertheilten Büge vermindert wird, woraut dann die demuthsvolle, reaignirende Antwort Hiskia’s gut passen würde dass er nämlieh durch den bei seinen Lebzeiten ihm zngesicherten friedlichen Zustand von der dem Jes. unliebsamen Bundesgenossenschaft Babels keinen practischen Gebrauch werde machen müssen. Djinkel jedoch ist die Schilderung diesee Vorganges in Chr. T. 26, 26, durch welches hochmüthige Verhalten Üjskia's und die Bewohner Jer.’s sich den Zorn Gottes zuzog^n, durch welche Demüthiguag sie diesen von sich abgewenaet haben, da von der bab. Gesandsch erst V. 31 die Bede ist. Die Reihenfolge der Verse bedarf der Bichtigstellung. Doch scheint Chr. mit Absicht die bab. Gesandtsch. erst später anzusetzen und V. 26 voranszuschicken, dass Hiskia viele Beichthümer und Schätze von allen Seiten zuströmten, weil es sonst entfiele, woher Hisk. denn Schätze nahm, um sie den bab. Ges. zu zeigen, nachdem er ja alle Sanherib für seinen Abzug gab. Seder Olam Cp. 33,4 lässt deshalb Sanh. (entg. K. 19,7 28, 38) vor den Thoren Jer.'s, reiche Beute dort zurüeklaasend, fallen. Die Worte 0*11? ביאת סנחריב scheinen Chronik 32,1—3 zu widersprechen. Eben so schwierig ist die Construction אשר-עליו V. 31 vgl. Lev. 4. 21; V. 22 hat כ&1תין nicht passessive Bedeutung wie הבצעקתה Gen. 18, 11. Die wider seinen Willen ׳errichteten Anhöhen, הלא הוא begründet die Berechtigung zum Vertrauen auf die göttliohe Hilfe 1m Sinne der Gesandten Hiskia’s, keineswegs beginnt damit schon, wie Knobel, Gesenius und Grätz meinen, die Antwort Sanheribs in der Weise, dass Hiskia durch die Abschaffung der Höhen die Stätten der Verehrung Gottes vermindert und dadurch dessen Hilfe sich unwürdig gemacht hat, da ihm Cp. 18, 4 diese Abschaffung als Verdienst angerechnet wird. Erst V. 25 enthält dte Zurückweisung des Glaubens H’s. an den göttliohen Beistand. Vielleicht kam durch das Wort לתה, womit V. 23 und 2b beginnen, eine Ver- Setzung vor, denn gedanklich gehören V. 32 u. V. 26 wie V. 21 u. V.' 23 zu einander, während die gegenwärtige Aufeinanderfolge der Verse keinen guten Zusammenhang gibt V. 23 und 24 gehören zu V. 21. אשר Dass. vgl. L«v. 4, 22. אחד V. 24 wie Gen. 26, 10, vgl. Dan. 8, 18. Doch zeigt sich schon in diesem Verse der aramäische Einfluss. כרכה wie וברכו עשו in V. 81. IL Sam. 21. 3 vgl. המרכיב ,המבריך Mischna Kilaim 7, 12. Schebiit 2, 6 verbinden; 9. jed. Baschi Maim z. St es bedeutet durchaus nicht ״Abschied, Schluss“. ״Gebet einen segensreichen Vertrag ein.“ K. 18, W9 ישיא plene nach der Bibla magna ed Basel; in derselben K 19» 93 lrrthümlich חמרת ■tat* חרמת Kap• 1»,! hat spätere Ausgabe VTptfl *ach Mas. Sof. 8,2. In der ed. Maller S. 127 unterschieden sich Jes. 86.19 und Kön. 18,32 hinsichtlich der!SteUnng ח&ח וארפד Jes. 87,6 manche Ausg. דף Sof. דכה- D|ie Mas. unterscheidet die Schreibweise D!T3V B. 18,27 und 14'f'j'W J es. 36,12, sie setzt an Stelle jener derben Ausdrücke!des assyr. Feldherrn צואתם. מימי רגליהם Jes. 89,4 manche AUsgab.באוצרתי p1«ne. **) V. 20 אמרת (Jes. 86,6, 2 (אמרתי.JPer». richtiger analog den übrigen Verbia im Verse 1. Chr. 37,7. Der Sna ^dieser ־"ersgruppe ist folgsudertDü erwiederst (1 1 * ar Üebsnebe) eine Messe Drohung, n V, zur und Macht zum Kriege, doch (22) noch das mit - Dir alliirte “ Gott wird Dir nicht helfen. V. meine Aufforderung Da hast Bath Deine eigene Kraft (23-94), ja salb•* המהום (J. 86,10 förmigen ב and da* 3 wieder mit. dem glekhUnfepidlnn. ו. entere« beim Ab schreiben, letaleres beim Cftefaeo entstanden Min; sieb diese im Neman Snadj*’« gebrachle Ansicht von der Verwechslung des 1 mit 3 bei Gcnete a. a O. II A. 8. 437 Nota Anmerkung 3. v. 28 והשי3תיך*.£נ, Jes. v. 29 והשבתיך, d» •nt» י gehört zur Wurzel. Die hier geschilderte Behändlang des Besiegten;Tobias 1,21,) ebenso die Tranlation 19,32 wird durch die &88yr. DeSkmäler bestätigt (Lagnrde Ninive Abbild. 58 S. 256.) V. 29 and 30 gehören za einander, das Wachsen der Feldfrächte soll eine Vorbedeatang sein für das Gedeihen Israels, vgL Onkelos z. St אות wie Exoid. 3,12 Versicherung, ebenso ist Op. 20,9—11 das Zurückgehen des Stufenzeigen. ein Symbol für die Erneuerung der sich bereits dem Abende zuneigenden Lebensjahre Hiskia’s. Op. 20 V. 12, 13 חזקיהו hat Jes. in רחוק emendirt; ebenso SU דש (Gen. 23,6) in דשמח. V. 20 בברה (Jes. כבר) ist eine alte dem Arab. ähnliche Casnsform. Auch der Scblussvers dieser Version stimmt vollinhaltlich mit II Chr. 32,3. 30 überein, was für die Bichtigkeit seines Inhaltes spricht, TgL Jes. 22,11 Tr. Pes. S. 56. (Alle übrigen Varianten werden im hebräischen Theile ersichtlich gemacht werden.) Diese analytische Behandlung beider Texte hestätigt unsere anfangs aufgestellte Behauptung, von der bei Könige herrschenden grösseren Identität mit dem Original als bei Jesaias. Wir bewiesen dies zuvörderst undhauptsächlichdurch die vielseitige Uebereinstimmung, die sich aus dem Vergleiche mehrerer Stellen in Könige mit der Chronik ergibt, welche letztere anerkanntermassenAuazüge aus demUrtexte der Annalen des ICaskir enthält, ferner aas der bei Kön. verkommenden Schilderang vieler in Jes. ganz fortgelassener oder nur in Kürze zusammengezogener Begebenheiten, ans der wichtigen, die Ursprünglichkeit kennzeichnender Anordnung und zusammenhängenden Darstellung, - endlich aus der Wahl der Wörter und ihrer Formen bei Kön- ’ Jes. hingegen hat den Urtext bis auf den poetischen Theil, hei dessen Wiedergabe er genauer verfährt, mit grosser Freiheit gehandhabt, nach verschiedenenihm vorgelegenen Relationen umgearbeitet, Wortbildangen und Ausdrücke angewendet, die im Original nicht Torkommen konnten; endlich bedient er sich solcher Par- ' tikeln und derjenigen Schreibart, die auf einen späteren Sprachgebrauch deuten. Wir können demnach als Resultat dieser Untersuchung folgenden Satz ־*rrf- . stellen: Die vom Maskir Joach über die Invasion Sanheribs aufgezeichneten Memoiren sind von einem Zeitgenossen Hiskia’s in Kön- II 18, 19 und 20 mit fast^ wortgetreuer Beibehaltung der Urschrift wiedergegeben,' and von einem späteren Schriftsteller, etwa einem Zeit- —-- e . הארץ תאת)• Die Septuag. hat euch ia Jesgj. die Leeart המקום; durch עלה mit על oonstrairt wird besser die feindliche Absicht, aasgedrückt als mit אל hei Jes. V? #6 13 חלקיהן diese Apposition ist bei Jes. wegen der Analogie mit den. übrigen 1m V. vorkommeudaa Namen fortgelasaan, m V. 87 aimr, wo alle Beifügungen ha Den, bei behalten. •V. 27 |TJV mit על conatruirt mit אל, V. 10 mit על, diese gegenseitige Verwuchslang zweier im Laute nicht weit von einander abstehenden Wörter kommt nach Ewald Lahrbach der hebräischen Sprache $ 217 häufig im späteren Schrittthum vor. V. 86 העם hei Könige richtig, weil diesee aagespiochea wird. ־־ Kön. 19 V. 1 lieber die - Stellung der Werter bemerkt die Kaaaoza הנ3יא הדמייתא• V. 9 דשסע mit אל bei Kön. in dar Bedeutung wie Gen. 17,20. V. 14 K. הספרים gleich ehr. V. 17 nämlich Briete, enthaltend Schmähung■* gegen Gott, König und Im., daher דהראם PL (Jes. ויקראהו); im Tempel aber breitet H. bloa den aut Gott sich beziehenden Briet;V. 17—12) aus. (Daher mit Hecht דפרשהו sept. Hast דפרשם) m die «•ibeiteoea Schmähungen zurnekzuweisen. Wer aber wird dabei mit Gesanins an orienteliacha OthWiueeibiewn deeka■? V. 18 Jes. 17 ist ואת ארצם unverständlich. a