Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 31. (31.7.1890)
- Date
- 1890-07-31
- Page
- Seite 122 (sequence 4)
- Language
- German
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122 genossen des Deniero-Jeeaias, wofür auch der ihm angewiesene Fiats and die mit De nt.-J es. ▼enraodten Ausdrücke sprechen, mit freier Behandlung der einseinen geschiehtlichen Facten sowohl, als anoh der Wahl der Orthographie in einem bündigen und gedrungenen Stil» dargestellt*) ■ Zdtter&risc he Not ixen. Saamritsmisches. Im -Verlage von John B. Alden in New- Tork erschieit: ,Die ssmaritanieche Chronik des Baches Jos as Ist Non. Ans dem Arabischen mit Noten von Oliver Taraball Crane* Aas der Vorrede dieses interessanten Baches sei Folgendes mitgetbeilt: ״Das ■amaritanisch• Bach Josas wurde den europäischen Gelehrten nerst darch den hervorragenden Orientalisten Joseph J. Scalig er bekannt, welcher ein Manaaeript desselben 1m Jahrs 1684 von den Samaritanern in Cairo erhielt. Dieses Manaaeript ward• der Leydn« Universitäts-Bibliothek einverleiht and blieb wahrend einer langen Reihe von Jahren das «innige in Eanpa bekannte Exemplar. Thatsachlich kamen erat m der latsten Hallte unsere• Jahrhunderte noch andere Hanaaeripte dieses Werkes nach Europa and zwar eines in das Britische Mnasnm and ein anderes, welches •ich in der Bibliothek des Trinity College za Cambridge befinden soll. Im Jahr•' 1848 gab T. W. J. Juynboll den arabischen Te*t des Leyden« Manaecripts nebst einer vollständigen lateigischen Ueberoetxung heraus, welcher er gelehrte Dissertationen and enafiUurliche kntiacbe Noten beifügte. Diese Uebersetznng verdrängte mit einem Male Alles, wes vorhergegangen war and galt Serbien! als Norm. Die jetzt erschienene Uebersetznng — der «rate Versuch einer solchen in englischer Spreche — ist direct nach dem von Juynboll herausgegebenen arabischen Texte hergestellt, während das Maimscript des British Museum sorgfältig bei der Beerbeitang'zu Barbe gezogen wurde.“ Oeber die Zeit der Entstehung dieses Buches und Uber den Verfasser desselben hat man keine zuverlässigen Nachrichten. Juynbolls Forschungen brachten ihn za dem Schlosse, dass es gegen 1800 aas früheren Docmnentea seine jetzige Gestalt erhalten heben •oll. Der bemerkenawerthe Grund zag des Buches ist, - dass es •ine *״”hl arm Segen und Traditionen enthält, von denen einige — so viel wir wissen — nirgendwo enden gefunden werden. In den Noten bat •ich der Herausedier die Mühe gegeben, solche jüdische und moslemische Sagen and Traditionen aaszaführen, welche mit denen de• Textes identisch sind oder doch eine Verwandtschaft mit denselben nachweiaen. Harr Cnne hat eine sehr verdienstliche Arbeit geliefert, deren kritischer Werth indessen von den Speeialgelehrten erst . noch naebgewieeeo werden muss. Chrenal»risches■ Ein englisches Blatt schreibt: ,Die Gelehrte■ der englisch - jüdischen Geschichte können sich nicht immer aut fremde jüdische Jenraale als Geschiehtsquellea verml Einem gröberen Irrthnm sind wir ■eiten begegnet als folgenden, in welchen ein Wiener Blatt bei dem Berichte *) Ueber das Verhältnis■ der beiden Berichte über die letzte Katastrophe Jerusalems za einander (Kön. Cp. 25 und Jan. Ca öS) gut im Weeentlicben dasselbe, was wir in dieeem ärtihal bemerkten, doch wollen wir der Vollständigkeit wegen unsere Vergleichung noch folgen lssean. über, das jüngste Centsnariam dar grosses Synagoge verleit: ״Es war vor ungefähr 700 Jahren, als die Synagoge eingeweiht wurde and zwar am?TOT שכת den 11.1190 רסן, als Rabbena. Jomtob von Joigny nebst der ranzen Gemeinde den Märtyrertod starb.“ — So weit die in ^Jewisb Volce“ repredaeirte Notis des an genannten englischen Blattes Ee wird hier •in Fehler gerügt, ohne ihn nachgewieeen, vislwmiiger berichtigt, zu haben. Wes ist hier also eigentlich falsch? Ist vielleicht das Jahr 1190 für die Einweihung der Synagoge oder des Märtyrerthum Rabbeua Jomtob*■ unrichtig angegeben? Zunx in -Geschichte und Literatur“ S. 62 ob«! gibt für letzaree des. Jahr 1191 an. Nach מרדכי דם*ק wer Babbenu Jomtob ein. Zeitgenosse des Maharam voa Rothenburg, der am 27. April 1293 starb, wonach also des Martyrium des B. Jomtob um 100 Jahre zu früh angesetzt sein könnte. Oder fiel dieses nicht mit dem Jahre der Synagogenemweihung zusammen? Allee diese• giebt das englische Blatt za rzthen, ohne dem Räthsel die Lösung folgen zu lassen- Der einzige zu rügende Fehl«,, den ich in der Notiz entdeckte, wäre aber der, dass nach dem Berichte des Wien« Blattes im Jahre 1190 *TTUn שכת auf Dienstag fiel, denn im Jahre ל‘ תת9״נ mit der Formel war der 11.ניסן am Dienstag, שכת הגרוד also am 8.ניסן. Uebrigens ist der 11. |0ני am שכת auch unmöglich, da סח& in diesem Falle auf Mittwoch fallen müsste, was nach dem jüdischen Kalender nicht angeht. Sollte also das englische Blatt diesen Fehl« gemetnt haben, weshalb hat es nicht auf denselben aufmerksam gemacht und ihn berichtigt?' Im Falle dasselbe jedoch einen andern Irrthum nachzaweisen hätte, so dürfte es immerhin Veranlassung nahmen, im Interesse der Wissenschaft auf denselben hinzuweisen. L. Cohen-Rees a. Rh. Lendon. Von Herrn H. Guedalla erschien eine Broschüre unter dem Titel ,The Resurrection“ (die Auferstehung). Dieselbe enthält hauptsächlich 2 Kapitel aus dem Werke des Menass ehben Jsrael «von d« Auferstehung der Todten“ zum erstenmale in englischer Uebersetznng. Sie ist in dem von Menasseh. beliebten Style, welcher die grossen Philologen der holländisehen Schule damaliger Zeit, als Vossins, Meursius und Granovius, nachahmt, geschrieben. Diese hatten alle auf den Gegenstand bezügliche Materialien, welche sie nur auftreiben konnten, gesammelt und lose an einander gehängt, ohne seihet ein wichtiges Argument beizutügen Dieser Umstand war jedoch manchmal von grösster Wichtigkeit and höchstem Interesse für die moderne Kritik. Aus diesem Grande und auch aus Rücksicht auf die Werthschätzuag, welche Alles, was ein Mann wie Menasseh b. Jsrael üb« einen so wesentlich mit einer der wichtigsten jüdischen Glaubenslehren in Verbindung stehenden Gegenstand geschrieben hat, verdient, hat Herr Guedalla gerechten Anspruch auf den Dank der englischen Leser, welchen er diese beiden Kapitel zugänglich gemacht hat Was die Kafitel von Herrn Guedalla’s eigener Hand betrifft, so können wir unser Urtheil über dieselben aut seine eigenen Worte beschränken: ״Wo Ansichten nichts anders als Vermuthangen sein können, da muss dem ״pro“ und ״contra“ die Thür geöffnet bleiben.“ (Jew. St.) Wien. Ein österreichisches Fachblatt lenkt die Aufmerkeamkeit d« Leser auf die Erscheinung, dass eines der ältesten Werke der deutschen Litteratar das jLalenbuch“, zum. •raten Mal■ 1699 gedruckt, unverkennbare Sparen aufweist, welche zeigen, dass •ein Verfass« ein Jad• gewesen sein muss. DerZelbe schrieb das Buch unter dem Pseudonym: ״Aleph, Beth, Gimel“. Littor&rischer Anzeiger. Iefc hebe abtageben: Grätz, Geschichte Bd. S, JL 6—10 1. Aafl. . . .4 2.— Fürst, Karä« 3 Bde. . . 3.— Neubauer, Kerä« . . — BO Jost, Beeten, ohne Zusätze 4.— - ״ ״ mit Zusätzen 4 60 Philippsoha, Religion■- Miro. .3 — Jehrb. tiö.i J4״B. 2.60 . D. Juden in Portugal . 1.— Nach Jerusalem I. . .—.60 Jaden and Kreuzfahrer 1A0 Seapkorie and Base . . 1.— Kok». Bibalsrhsrtr, (7) 2 Binde br. aeu ..... 8A0 Hamberger, Historisch. Wörterb. hr..6.— «*tn Brat br. tso Fürst,Emanothw’deothbr. 1A0 Deutsch,2 מוסאסתה>br. 2.- Lazzetto, Prolegomroi . 1.50 Caseri, Ceeeel 1869 neu 5.— Baxtoif 1660 and Ex«- citetkmee 1659 Pgtb. . 6.— More nebuihim, Fürstentbal ohne deutsche Vorr. 4.— Stern br..2.— Bohlen, Genesis . . . 1.— Geeeniae, Lehrgebände . 2A0 Sulamith, I.—VIII. Bd.26.— Ls»ch,פמדי זד• . . a- Pleeener, Baiigionel. 1888 1A0 Hirsch, Jeechurun 1868 8.— Bikkure he-Itdm 1—6 . 8.— Bodenheimer * 1•— ..תברכה ran br. , . .-.60 . De■ Testament 1—6. . 8.— Geiger, Zeitschrift I II . 6.— Beer, Seiren 2 Bde. . . 8.— ״ Moses b. Maiman . . . 2.— Falb, Land d. Jnca . . 3.— Pinn er. Cosnpendinm . . 3.— Sch war z, d. heiL Land . 3 — Wolfaohn,Jeschurual804 1 60 Boadi, Or Beth« . . 1.60 Edelmann הנידן לב br. 1A0 Bialloblotzky, Chroniclee 4.— Bodek, M.A. Antoninnebr. 1.— Sache, Beiträge I br. . . 1.— Gampech, Altjüd.Kalend. 2.— AUgem. Zeit d. Jadenth. Jhrrl, 4,6 7, 8,9 gab. h 8.— 17,33, 8 , 69 gab. . 2.60 ״ 29 in losen Nummern 160 ״ L C9k«1, L9hrw, 1661 a. KAl Durch alle Bach handln ag•*2 zu beziehen: Brandeis’ 1»•יי illustr.israel.Volkskslen der für 5651 (1890-91). Aasgsbe flr Deataehlaad. Sehr reichhaltig, ged leg. I akalt Taschenformat Mf Satt•■. 4358] Preis aar SO Pfg. Juri B. Brüden ii Lelehtem u. lekaendan Naben- «weib erzielen jüd. Beamte mit dem Verkaufe mein« beliebten dahnettftdeiUHtter. Froh•- bilder gratis u. franoo. ftSTa: NgpanttrorUieh« Rrdacteer Dr. Bah mar, Magdebnrg. Dtnak von Q. L. Wolff, Magdeburg. Verlag von Robert Frises, Leiprig* 1