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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1890-07-24 · N° 30. (24.7.1890) · p. Seite 117

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
19 (1890)
Issue
N° 30. (24.7.1890)
Date
1890-07-24
Page
Seite 117 (sequence 3)
Language
German
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״w» F — m - Auf eia höheres Alter der Abtastung der Rohtiffn in Kön. dentet ferner die vorhenteöbonde defeotivs Schreibweise (V. 18, 19,26,31,37; 19,7,27) nach Gescn. Lehrgebäude § 10 a,- 1—2. Die-Abltateting der־F'ne<‘ Position מן in מ. (V. 17) bekundet definiten Spraohge• braaoh; die Fortlassung des Artikels in V. 23-■ und sonstiger Partikel in 19,11, die Weitläufigkeit der Schilderang Kön. 19,28, 36 lassen anf ein älteres Datum schliessen. Sparen des älteren Sprachgebrauches sind erhalten in תא מחץ Y. 22 (Septuag. 1י1אםר). Diese Feminalform dentet auf den primitiven Zustpad der Sprachentsricklung, als die Genus-Zeichen noch nicht von einander so verschieden waren, vgL Kön. 19,«, Richter 5,7 die nähere locale Bezeichnung בירושלים das. entspricht אחד Chr. 32,13. Die Constraction!tM; mit לך V. 21. n^T-und שלח mit דל Y. 25,27 (vgL 19,9 34), die Verbindang der Wörter und Sätze 18,18.! 19,25 ist in Kön. richtiger als bei Jes. z. St Der Gebrauch des perf. cum infinitivo (Chr. 36,13 היבול יכל) K. 18,33. המל מילו, der Form ־= 19,16 שלחו Ex. 4,28 אותה את העיר 18,30 Accus, pass, ipse, au tos vgl. Gen. 22,47, Ex. 10,8, II. Sam. 11,25, Jer. 36,22 ist alt. Für eine spätere Abfassungszeit der Jesaj. Relation spricht hingegen der Umstand, dass viele Ausdrücke an Deal- Jesaia erinnern. So die bei diesem gebräuchliche Zusammensetzung des Gottesnamens 32,39,5 ,37,16 ד* )(באות. Einzelne Ausdrücke scheinen fremdartigen Ur- Sprunges zu sein. QTW ,;30 .27 .37,26 ושד«־״ להשאות 38,31 דמרחו ist durchaus nicht als einmal rorkommender, also ursprünglicher (10רשי K. 20,7) anzunehmen; (vgL Lev. 21,20, Kimohi), er klingt vielmehr ans Aramäische an (vgL Pea 1,3. 4. 6, 8. Menach. 8. 161). Insofern aber die aram. Sprache zur Zeit der Invasion im Umgänge noch nicht ausgebildet war, (18,26) wie denn wirklich keine Aramäismen in der ganzen Erzählung Vorkommen, lässt gerade dieses Wort nebst mehreren aramäisch klingenden in der Jes.-Relation, auf eine spätere Abfassung derselben schliessen. Die Trennung der Yerse 37,5 15. (K. 19,15. 20) ist in Kön. dem Sinne angemessener, als bei Jes. In der Gestaltung des Textes Jes.Cp.38herrscht eine ganze Unordnung von V. 5—27.*) zeitig noch vor der Vereinigung ihrer Stnitkräfte trat 8. in Laohuch ein, von welcher Stellung aas er am beeten die Coalition sprengen konnte (Niebuhr Gesch. Ass. 8.171). Von einem weiteren Vordringen hielt ihn die Besorgnis ab, im Rücken־ äh gegriffen za werden, weshalb er sieh bea der Nachricht vom Herannahen der ägypt.-athyop Macht zurtickxog, trüber jedoch noch den letzten Versuch mit der Aufforderung zur Uebergafie machte, welcher Umstand ebenHiskia zum Ausharren ermuthigte. Abgesehen von einigen Uebertreibungen des Erfolges eines angeblichen Sieges, der Abweichung bezüglich der Höhe des Tributes, welche aber auf verschiedene Berechnung zurückzuführen ist, stimmt die asryr. mit der bibliachen Darstellung überein. — Die chronologische Beihentoige der Ereignfsse ist in ersterer absichtlich verschoben. — Nach der Bibel wurde der Tribnt schon früher entrichtet wegen der Auflehnung. *9 Es fällt auf, dass gerade die Darstellung dieser Ersahlang, in welche Jes. handelnd eingreift,imj Jea. Texte verkürzt, ungenau and unzusammenhängend ist, und an vielen Versetzungen leidet, obgleich er war in den 8 Akten : Belagerung, Krankheit, bab. Gesandtschalt, der Haaptbetheüigte, ja deralleinThätige war, als allen der Math gesunken war. Dass! der Prophet Jesajas zur Zeit allgemeiner Bestürzung sich indifferent verhält, *nm Beten für die Bettung des Vaterlandes ersft auf gefordert ■werden muss, hat nicht seinen Grand in ▼erlernter Eitelkeit Uder in kleinlicher Eifersüchtelei; es ist dies weder auf Seita dea petriotiechen Jetaias noch dea toleranten fliskie (Jer. 26,18) denkbar; vielmehr liegt die Ursache in den Gegensätzen ihres Charaktes. Dieaer war, wankelmttthig und kleingläubig■ jener fest, entschlossen und glaubensstark, ein Feind dar Werkheiligkeit und Fonntrömmigkeit, die er tadelt (Je■• 1,1t, 58,5). Hiskia neigt mehr zu den Priestern and dem Opfercaitua hin. IL Ohr. 7,80 81. Auch in politisoher Beziehung gingtm ihre Anlichten anseinander. Jes. zag zieh daher vom Hofe ganz;rarück and wich jedar persönlichen Begegnung mit dem König ans. Gereizt heit spricht sieh auch m!einen Worten aus: כה תאסדון 19,6 אל ארדגיבם. Hiskia bleibt noch nabh dieaer Snaurihiganden Botschaadas siegsegewiaeen Jeaaiasl ungläubig, ja selbst nachdem sAPwgetrosen, setzt sr ksin Vertrauen in Goft (Jaa. Manche V«8e tM ftt 9»MfltoabgbtheiIt8S,**Fferfff SätM -und Wort» <in4 gan* uctg*i1teBt-Wn<f verdreht.' 37,2.bi«. t6. 99■ beij|«<1 MmKtfie Bttcb*t»beo trtmspötlirt deil&fiiiiCve'-afttaflte־ ahnlog TKU ft. a,'VeA«h1 Ä»*eA־Y«w* *X»r; 8?,19- Wtfl stettFW;38,fr*P statt חלוך stehen?•); 'tfe&hnJ: Iblgto R ecettsjönen. JüdischeeLebenin Wart ai Btid von Sacher- Masoch. Lieferung 1. Mannheim.., Drahk und Vertag voii J. Bemheimer 1890. Dank und Bewunderung sind die Empfindungen, die den Referenten beim Lesen der ersten Lieferung dieses Prachtwerkes — das Ganse ist auf 10 Lieferangen berechnet — erfüllten, und die er nun mit einigen Worten sum Nutz and Frommen aller Derer, die ihre Masse gern edel ergötzender und belehrender Unterhaltang widmen, zum Ausdruck bringen möchte. Dank. Dean wohl haben auch Kompert, Bernstein, Franzos mit ähnlicher Tiefe and Wärme- und hedeutender poetischer Kraft die mannigfachen herrlichen Züge des jüdischen Herzens aas dem Danket des Ghetto an das Tageslicht gefördert Sie haben gezeigt, wie hinter dem verwilderten Aeusseren, hinter dem oft zerlumpten Kaftan, im Innern der engen, schmutzigen Hütten die Grossmuth, die Liebe, die reinste Frömmigkeit, der idealste Wissenstrieb die eifrigste Pflege gefanden. Aber es waren ja Jaden,, die dies vollbracht. Jaden aber dürfen ja nicht — vergleiche Geiger contra Gü de mann! — die erkannte Wahrheit fiberzeagungswarm aussprechen, auch dann nicht, wenn ihre Mittheilungen auf gediegenstem saohliohen Grande rohen. Dieser traurigen Meinung sind ja heutzutage viele Jaden selbst, kriecherischen Selbstrerrath mit Bescheidenheit verwechselnd. Hätte, was Gädemäan geleistet etwa der vermöge seiner Gesinnung und WahrheitslieDe desgleichen Kundgebung fähige Stobbe gethaa, wer weis«, ob wir das Aergerniss erregende Schauspiel hätten, mitansehen müssen, das unsdie Treitsohke’sehe — Will sagen Geiger’sche — Kritik dargeboten. Wir müssen es daher dankend hegrüssen, dass ein Dichter von dem Range und Ruhmä Sacher-Masoch’s, dessen römisch-katholischer Stammbaum- — wie kürzlieh in der ,Neuen Badischen Lsndeszeitunga festgestellt wurde — auf vier Jahrhunderte zurückgeht, wie schon in vielen früheren ausgezeichneten Schriften neuerdings in einem geradezu klassischen Werke es unternimmt, den trefflichen Kern der.jüdischen Volksseele von der düsteren Schale, die‘ ihn umgaben und in Halbaaien ihn leider noch heute umgeben, loszalösen und durch diese Loslösung zur Erlösung von dem ererbten Vorurtheile beizutragen, welches noch immer auf Unzähligen zur Schmach des Jahrhunderts lastet Und auf welch sorgfältiger, liebevoller Beobachtung beruhen diese reizenden Schilderungen! Wie vorzüglioh unterrichtet zeigt sich der Dichter in Besagauf die feinsten Begangen and Bedürfnisse des jüdischen Gemüthes! Wie trefflich weiss er, dass die Ausrüstung das. 90,8 fl.) and verlang) immer Zaioksn wie •sin Vater Inka» (Jas Op. Ti so dass man in dieser Gestalt das Jammers tmä dar Verzweiflung den im Talmud (vgl Dwnlil Gsa. 9.12, Midrasch raba Cp. 86. Tr. Synk 21,94) wagsa saiaer Frömmigkeit a, Gelehrsamkeit glorifioiiten König Hiskia gar nicht wiadSrerkannt. Jesajas hielt each dessen Eingehen in unpolitische, antiawyrische Bündnisse für anklag, ist dis bebyltm. Gesandtaohaft an diesem Zwecks, wie Sohzadar u. s O. S. 217 mehrt, vor dar Belagerung eingstroSsn, was auch aas Jaa. lt&2 hervorguht, dann ist dis Missstimmung des Jas:, and dass er •einen Vsraehr mit dam nnaelbstatäadigaa Hiskia aal das ellevnothwsodigsta beeehrftnkt, wohl erklärlich und gsreuhtfeitigt. •) V. 83 and W mnee auf 29dann * V-M לך האית TlTl TfiQm* paart Mission mit תעשה זאת V *2 einsn «flfectvollan, wardst!, worauf . and dis JtSmsn. Absohloss önarte

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