Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 19. (8.5.1890)
- Date
- 1890-05-08
- Page
- Seite 73 (sequence 3)
- Language
- German
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Parallelen auf die angebliche Zaeamtnensetzung des Pentateuoh an• verschiedenen, denselben Stoff behandelnden Fragmenten von mehreren Autoren zurückf&hren*); ja sie haben gradesu auf die Wiederholung derselben oder ähnlichen Begebenheiten und Qebole, auf den Umstand, ,dass sioh mehreremals dieselbe Thatsaohe zwiefach erzählt findet, und zwar so, dass duroh die eine Angabe dieselbe in eine andere Zeit versetst wird, als duroh die andere, oder dass die ▼er• eohiedenen Angaben thatsächliohe Differenzen dar• bieten und zum Theile der Sohein entsteht, als seien es verschiedeneGegenstände, die derZeit nach aufeinander gefolgt sind,“ (Bleok Einleitung: § 29. 30. 39. 43,) ihre Annahme von einer späteren Ueberarbeitung des Thoratextes gegründet. Und aaf fast einander entgegenge8etxte Weise gelangten sie in ihrer Forschung za demselben Resultat. Die Einen nämlich vermissen in den Parallelstellen jeden Hinweis aut die ursprüngliehe Darstellung, von welcher sie sich im Allgemeinen sowohl als auch im Gebrauch gewisser Ausdräoke und Wortformen unterscheidet; die Anderen finden wieder in der Parallelstelle fast eine wörtliohe Wiederholung eines und desselben Faotams, welches nur mitunter in einen anderen Ort oder in eine andere Zeit versetzt wird ohne sonstige, wesentliche Veränderung, und fragen: Wäre die Thora das Werk eines Verfassers, wozu hätte dieser dieselbe Sache. ein zweites Mal angeführt? Diesen fällt die Ueberein- Stimmung, Jenen die Abweichung auf Sei dem wie immer, die Thora als einheitliche Urkunde wird verbannt und als das Produkt mehrerer Verfasser hingestellt. Allein, diese Frage ist auob bei der Annähme von mehreren Verfassern nioht gelöst. Wozu hat der letzte Sammler der Thora, wer immer er sei, über eine Saohe plan- und systemlos zwei Berichte angenommen? Warum hat er in diesen die Vereohiedenheit im ־Stile hervortreten lassem, welohe doch den Glauben, dass die Thora ein einheitliches, zusammengehörendes Ganzes bildet, für welohes er sie jedenfalls gehalten wissen wollte,!)•deutend beeinträohtigen muss? Ja, diese Fragen drängen sioh uns um so mehr auf, in eine je spätere, also desto mehr wissenschaftliche, im kritisohen Sinne vorgeschrittene Zeit wir die Abfassung des Pentateuoh verlegen, in weloher wir weniger als unter den primitiven Zuständen der Schriftstellern einen solchen organischen, innerlichen Fehler in der Anlage erwarten. Was sioh aber zur Rechtfertigung dieser mangelhaften kritischen Sichtung bei einem spätem Redaktor sagen Hesse, dass er etwa zweien Quellen mit thatsäohlichen Differenzen oder differierenden Thatsaahen gefolgt sei, weil Sr über die grössere Authentioität der einen oder andern nioht zu urtheilen wagte, dies müsste auch für den selbstständigen, originellen Schriftsteller gelten. *) Viele Stücke worden künstlich za Parallelen gemacht, welche ee in Wirklichkeit nioht sind, wenn auch verwandte Züge in beiden Erzählungen enthalten sind, die durch die stets glsach bleibenden Verhältnisse tu^d patriarchalischen Zustande begründet sind. Warum sollte sioh nicht bei dem stationären Charaoter der Nomadenvölker der sogenannte Frauenraub zweiw»at zugetragen haben, unter Isaak und Abraham? Auf gleiche Ursachen folgen ™■w in lest vorhenabeefimmenden mäaeigkeit du gleichen Wirkungen. Dies i bei den in ähnlicher Weise oft wi der Weltgeechichte der Fall.!,Vgl. iion L Th. S. 118, Z. 80 fl). Mit Um Weil (Molse et le Talmod) einen Widerepi ■nhiadänan Begründungen und Begrenzm wie Ex: 88, 14 und Lev: 86, 36, wo daa WM Mus IHM 1MV ■ויי Wj WW W ▼j nehmen, nicht bloe auf den Armen,'־ den gewj den, eien heechrtnkt. sondern allgemein 11 sioh ae mit Deut. 14, 1, Wo das Verbot, d BuMimiw« machen (Lev. 81,6), aaf alle wird. Dasselbe, gilt vmn Oscaase gefallener 88, and Deut 1», SO. sogar 1m Verkehrenden Vorluckle’s Gesch. d. 1t erblickt Alex. in den vereines Gebotes, v״—"׳ zu 1 Auilftihtn- Ebenso ▼erhält reich keine ausgedehnt Lev. 88, Auob er konnte über einen Gegenstand zwei weeeatlioh von einander abweichende, doch gleioh glanbecswürdige Ueberlieferungen haben. Es wäre demnach die gegen die Einheit der Thora gerichtete Frage der Fragmentaristen beantwortet, und *war die eine/dureh die andere:!.Wozu die Wiederholung? Warum die Abweiohung?* Gerade die erst später, nach - der * schriftlichen Abfassung dee Berichtes über eine Thaisaohe zur Kenntniss des Autors gelangte, variireade, dooh ihm ebenso zuverlässig erscheinende Angabe bestimmte ihn, den Inhalt dee ganzen Stückes in veränderter Form an einer andern welle naohzatragen. Und in der Tbat dürfte es nioht schwer fallen, in einer jeden Parallelstelle eine bedeutend• Variante heranszafinden. Gelingt ans dies aber, nämlich in dieser ein neues Moment, einen in der Ürstelie nioht enthaltenen, wenn •uoh nicht ausgeschlossenen Zug, eine neue Beziehung, einen veränderten (Gesichtspunkt oder einen sonstigen, sei e8 pädagogischen, historisohen oder legislatorisohen, durch die Wiederholung beabsichtigten Zweok naohzaweisen, dann ist die naohträglioh, ausführliche Wiederholung gerechtfertigt, die Folgerung eines Widersprnohea aus der Abweiohung beider Textetellen von einander wesenlos^ und der auf diese gestützten Annahme von zweierlei Versionen und Relationen jeder Halt und Boden entzogen. Diesen Nachweis bei den wichtigsten Parallelen za bringen, deren Verhältnis« zu einander an untersnohen und die Bedeutung der Varianten darzulegen, ihre Bezug- und Rdoksichtsnahme auf einander ersiohtlioh za machen, stellt sich die folgende Arbeit zur Aufgabe. _ Zur Chronologie. Ueber den Plan eines Index der Approbationen. Von L. Cohen in Reea a. Rhein. (Fortsetzung aas voriger No.) 9. אמרות «הודות Warezawie 1838. Jsraei Asohkenasi in Tyemienioa, 17. Niaan 594. 10. על שיר השירים pra» בית Wilna 1842. Jsaao b. Jacob in Wolkowysk, 12. Tobet 599. 11. דברי הימים עם תרגום רב יוסף, Wilna 1815. Jaoob Ornstein in Lemberg, 15. Adar I 576. 12. צחות המליצה, Berlin 1810. Noaoh ans Tiises, Rabb. in Blasaki 3. Tarn ns 569. 13. שירי תהלה, Berlin 1808. Derselbe, Sonntag, den 20. Tebet 572(?) — Also 4 Jahrs naah dem Druok? - . 14. שתי הלחם, Wansbeck 1738. Rabbinät au Mantua, 16. Tebet 493. 15. עוז לאלהיס, Berlin 1713. Näphtali ha-Ooben. 22. Gheeohwan 470 (472). — In 470 am Sabbath. 16. נחלה לישראל, Vienna 1851. Salomo Qaataok in Leipnik, 16. Elal 611. 16. אגויקי יהת־ה ח׳ שגי, Lemberg 1863. Simeon b. Moeee Wolf Usch in Prag; 2. Kisten 607. 1a תנא ובי אליהו רכא זומא, Sudaiikow 1834. David in Nowogrodek, 1. Jjar 593. ־ 19. מסרת המטרת, Sulsbaoh 1771. Seeb Wolf ben ר* י ha-Cohen in Friedbarg, 12. Niaan 513. — Sollt• nioht 531 gemeint sein? 20. בית האוצר ודא, Zolkiew 1811. Mo•*• Sahreiber in Press barg, 2a Tebet 567. :י 21. יסוד חרת, Breelau 1822—24. Elasar FUcalee in Prag, 26. Siwaa 58a 22..כוס ישועה מחמר, Brmkn 1869. Zebi Knliacher in Thon, 24. Tiaohri 619. - 2a דינים וסנהנים רכהכ*נ, Bceeiau, 183a SakaKan^V b. Abraham Tiktin in Brealan, 10. Niaan 690! Jtr 24. יחווה ms ־״It», Amsterdam 1766.״ >>ffhasr־'־' Rabb. in Rotterdam, 30 : Ab. 620. -