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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1890-05-08 · N° 19. (8.5.1890) · p. Seite 74

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
19 (1890)
Issue
N° 19. (8.5.1890)
Date
1890-05-08
Page
Seite 74 (sequence 4)
Language
German
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steht deutlich יום א׳ ר״ח אלול תקכ*ה לט*ס. Wie £rt jener Fahler möglich geworden? 86. צל המעלות, Königsberg 1765. Jacob b. Abraham in Lnknik, 21. Tama* 523. ' 26. סטר העיטור, Warschau 1801* Jsaao b. Jechiel Miohel in Opocsno, 15. Ab 561. ■ 27. ־ ,טמח רמא Amsterdam 1698. Moses Juda b. *Kalonjmos ha-Cohen. 30. Cheschwan 498. — Statt 498 lies 458 28. מנורת המאור, Amsterdam 1722. Abraham b. Jfldain Amsterdam! 18. Menaohem 482. (Schloss folgt.) Recensi anen. Gbnzig, Israel, Fabius Mieses. Eine biograpbisehe Skizze. Krakaa 1890. Josef Fischer, (Grodga88e62). ־ / Der Herr Verfasser hat in den Augen aller Freunde der hebräischen Sprache, die er vortrefflich zu gebraaohen und fortsubilden versteht, sich ein Verdienst erworben, von der Biographie des bekannten jüdischen Schriftgelehrten, Herrn Fabius Mieses — wohnhaft in Leipzig, geb. in Brody (Galizien) am 31. October 1824—, welche in Gräber׳s hebr. Jahrbuohe אוצר הספרים mitgetheilt ist, in vorliegender Broschüre einen Separat- Abdruck veranstaltet zu haben. Der Biograph beherrscht seinen Stoß und versteht es, seine Leser sowohl für den Herrn Fabius Mieses, den Verfasser der in hebr. Sprache geschriebenen ״Geschichte der neueren Philosophie", als auch für den Kreis der Verwandten, Freunde und Bekannten desselben lebhaft zu interessirea. So lernen wir mit dem genannten hebr. Poöten und Philosophen zugleich in Wort und Bild den Schwiegervater desselben, Herrn Jsaao Mieses a. A-, kennen, der ein Meister der talmudUchen Wissenechaft und der Philosophie gewesen, in Krakaa geboren und in Thom wohnhaft war, woselbst er auch gestorben. Dieser wurde durch seine Novelle ״der Jlau" dem 1 erühmten Schriftsteller Sacher-Masoch, durch sein Werk ״Benedict Spinoza, seine Lehre und sein Verhältnis8 zum Kriticismus", welches in diesem Litteraturblatt (No. 32, des Jahrg.’s 1877,) von seinem 8ehwiegeraohn, Herrn Fabius Mieses, keurtheilt ward, der deutschen Gelehrten weit bekannt-. Der sei. Oberrabbiner S. J. L. Bappoport aas Prag wünsohte den Herrn Jsaäo Mieses auf dem Babbinatssitze einer grossen Gemeinde Deutschlands; der seL Seminar- Director und Oberrabbiner Dr. Zacharias Frankel, machte seine Bekanntschaft in Dresden, wo der geistesscharf» Herr Mieses an der talmudisohen Discussion, welche sich einem Vortrage am ״grossen Sabbath" angeschlossen hätte, erfolgreich betheiligte. Neben Schwiegersohn und Schwiegervater Mieses wird eipe ganze BikUrgallerie hervorragender, zeitgenö88ischer Persönlichkeiten entrollt, welohe zumeist aem Osten entstammen oder angehören. Die Lebhaftigkeit der Schilderung ist oft 80 ergötzlich, dass man glaubt, Aug1 in Auge Männern gegenübersueteben, die meist dieser Welt sohon entrüokt sind, deren Namen aber jedem in diesem edlen Kreis9 Eingeweihten theuer und unvergessen geblieben ist. In Leipzig lernen wir z. B. den berühmten Orientalisten Dr. Fürst kennen, erneuern die Bekanntschaft des redegewandten, gastfreundlichen und thatbereiten Dr. G01d80hmidt und begleiten mit inniger Theilnahme das Schicksal des Vollendeten von Krotosahin aus über Galizien, Breslau, Warschau nach Leipzig und begrü886n dort die um Frauen bildung hochverdiente Gemahlin des sei. Babbiners, Frau Henriette geb. Benas. Die Namen Bodek, Nachod und Kohner sind gewiss Jedem, der jemals im ״kleinen Paris" gewesen ist, vom besten and angenehmsten Klange. Aas Ungarn wird uns in Wort und Bild der bekannte hebr. Schriftsteller, Herr Michael Heilprin, vorgeführt, von dem Ludwig Kossuth gesagt hat: ״Ausser sich selbst halte er für den besten ungarischen Patrioten den polnischen Jaden Heilprin." Aus Oesterreich wird in Ehren genannt Dr. A. Jelliuek (Wien) und S. H. Halberstamm (Bielitz), dessen vortrefflicher hebr. Brief über F. Mieses1 philosoph. Werk (S. 25) zum Abdrucke gelangt. In Dresden maohea wir die Bekanntschaft mit dem ״unvergesslichen und unersetzlichen“ Oberrabbiner Dr. Landau, 8. A, in Thom die des Herrn Babbiners Dr. H. Oppenheim, des Amts-Nachfolgers des Herausgebers dieser Blätter, des sei. Hirsch Kalisoher, des Herrn Nathan Leiser u. a. m. In Breslau endlich sehen wir sämmtliche Herren Lehrer des Babbiner-Seminars — aus den 8ech8ziger Jahren — in angenehmster Weise vorgeführt. Der .ieben8würdige, menschenfreundliche Gelehrte, Dr. Zackermann, nimmt eine Stelle ein neben dem sei. Prof. Dr. J. Bernays, der auf der Promenade den Herrn F. Mieses mit kritischen Bemerkungen über den Stand der klassischen Philologie in der Gegenwart zu unterhalten versteht. Herrn Salomon Nissen, 8. A., hören wir über Geiger’3 ״Ursohrift* urtheilen, Prof. Grätz über GeigeFs Wissenschaftlichkeit, und diesen über Grätz’ Geschichts werk. Das Alles ist recht anregend und von literarhistorischem Interesse. Nicht unerwähnt darf bleiben, dass auch Prof. Daniel Chwolson aus Petersburg in hohem Grade rühmend sioh über das philosophische Werk des Herrn Fabius Mieses ausspricht, aus dessen zahlreichen in Fachzeitschritten niedergelegten, in der Biographie ausführlich verzeiohneten Arbeiten wir die über ״Vergangenheit and Gegenwart im Jadentham" (Orient, Litteraturblatt 1846) and die Correspondanz mit Saoher-Masoch über das Jndentham" (in diesem Litteraturblatt, Jahrgang 1878 u. 1879) hervorhebeu wollen. —r. Litterarischer Anzeiger. fek sacke: Kerea ChestfIL Frazkel’t Bezataseh’if) 1880, J88L 1882 und einzelne Hefte von Hlraeh’s ״Jesehanu". Dagegen biete ich zum Verkaufe oder Part» ■sehe Frankel’* Zelt- •shztftiatt.1840, «epatisehitfl 18ML 0.13*2,18U, 1847; ferner ca. 40 er» rein* Hefte derselben (1844- 1864) und ca. 40 « be Hefte ״Jeaehuru“. (darunter mbsä־ *Ts&ü :0« Dr. Lewin Umerzihlm* MJEL Ton Kahmer*« Jsraelit Predigt-Magazin geben wir den riefte■ Jahrgang 1.250 Seiten!, der 21 Fest- Preilgtea (2 za Schowuau«), mehrere Sabfaatha. 11 Geeaalreden enthält, auf kurze Zelt zu dambs4estez4 trzlMi|l»l Preis von swal Mark20 Pf. (st.6M.)ab. Den■iehenZea Jlwg. (15’Feetpredigten, 3 Ca- ■aklreden) fli 1 K, SO Ff, ]Seide Jahrgänge für S Mk. Francozneendang gegen Franaoeinaeadung des' dia«z#.4Ast.~ Von den hebr. Zeitschriften (gebunden) ist 1. Haxnagld Jahrg. 1870. 7-J. 73, 74, 75, 7«. 2. ha achachar Jg. IV. חו־ל״ג, zu verkaufen. Offerten wolle man senden an die Expedltio.1 4. BL Zu verkaufen: Die leritüche Raaohi - 41 gab• von Dr. A. Berliner, (geh.) Beunfcicfctn #sr Israai• Oeealiie Mnlberntngf von Habb. Dr. O. B. Aaerbaek. 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