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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1890-04-24 · N° 17. (24.4.1890) · p. Seite 65

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
19 (1890)
Issue
N° 17. (24.4.1890)
Date
1890-04-24
Page
Seite 65 (sequence 3)
Language
German
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scheinen mag. Er wir« das einzige Mitte], nne üb«r die Lebenssaft mancher Gelahrten, deren m der Gesohkhto und Litteratar keine oder doch nur beiläufige! Erwähnung geacbieht, ihren Wiakangskreia, ihre Zeit- ( genoaten and aonatige Verhältnisse schnell -and leiahti orientiran an können. Maaoker grosse Gelehrte, der selbst nioht schriftstellerisch thätig war, von dessen wiobtiger Ezistena anob kein Grabstein Sande giebt, an dessen Namen man sieh sogar heute in seinem einstigen Wirkungskreise nioht mehr erinnert, weil die gegenwärtige Generation von ihm , keine Sande erhalten bat, würd/5 daroh ein solohes Werk der Vergeeeenheit entrissen, dem Andenken der Nsohrioht znrttokgegebeu werden. Ein sohöneree und einfacheres Denkmal der Pietät könnte den Manen unserer Geistesheroen, deren Namen eineig and allein vielleicht nur in den הםכ&1ת noch fortlebt, nioht errjohtet werden. Leider sollte der Banmeister, der den Grandstein au einem eolohen Pantheon gelegt, die Vollendung seine! Baues nioht erleben! Ob eein Nachfolger, der heutige Conservator, Herr Hillesam das begonnene Werk xar Ausführung bringen wird, wer weiss es? Eine Ehrenpflicht bleibt es aber immerhin für die Gelehrtenwelt, den Plan sn fordern und naob Kräften an unterstützen . Wie nnd auf welohe Weise dieses geschehen müsste, muss der Ansicht Berufenerer ül*er- UMeen bleiben. loh begnüge mich, die gelehrten Leser des ״ Litter atur-Blattes “ daroh Gegenwärtiges auf die Wichtigkeit des Unternehmers and eine dabei sa berücksichtigende Schwierigkeit, soweit die ״Chronologie* dabei in Betracht kommt, anfmerksam za maohen. Ist mit den Werken der ״ Rosenthaliana“, deren Anzahl naoh dem hebräisohen Verteiohniss sich auf ca. 3500 Nummern beläuft, von welohen naoh meiner oberfläohlioben Zahlung 964 mit דסכסות versehen sind, erst der Anfang gemacht, 80 dürfte der Fortführung der Arbeit über sämmtliohe bekannten Werke der hebräischen Litteratar, deren uns Benjaoob 1700 Vorfahrt, der Weg gebahnt sein. Dass ein Einzelner eine solohe Arbeit in diesem Umfange nicht herzusteUen vermag, ist selbstverständlich; denn wo wollte man sämmtliohe hebräische Bücher an einer Stelle zasanunenfinden? Seine Bibliothek der Welt dürfte sie in ihrer ganzen, grossen Zahl aufznweisen haben: deshalb wäre Conoentration der Kräfte erste Bedingung zur Herstellung eines auch nur annähernd vollständigen ״Universal-Index“. Dass es nun bei einer frühem oder spätem AnsfÜhrung dieses Planes, 80 weit dabei die Zeitreohnnng in Betracht kommt, nioht genügt, das Datum der הסכמות einfach ans dem Boestfaohen Kataloge abuaohreiben nnd nachzudraoken, erlaube ioh mir darob das Nachfolgende zu beweisen. WMm je ein Meister anf dem Gebiete der ״Bibliographie* mit peinlichster Gewissenhaftigkeit nnd Gegearbeitet hat, so war es der selige Hoest, mit welchem gemeinschaftlich cm arbeiten ioh za verschiedenen Malen das Glück hatte. Von dieser f4ewi—aMkarftigboit zeigt jede Seo^e seines Katalogs, der ein Meisterwerk in jeder Beziehung genannt zu werden verdient. Trotzdem konnte es. nioht vermieden werden, dass die Irrthümer, welohe in den Ausgaben sich anf die Zeitengaben beziehen׳, aaoh in den Katalog übeigingen. Der unooirakte Draok in den älteren Werken machte ee schon oft unmöglich, ein Datum 11 an .können. .Sohnibnnd Setzerfahler, 80 wie eine ati flüchtige 001 rektur und _ vor Allem die in den Ausgaben eatha tene wirklieke Tirftismur ׳{asten dapn das übrige, nm auch den Oatalog der,Bossntbatiana* un» all ,ein Meneehen־ werk an neigen, dah 1Fehler nichtJ י ■ermeideD kann. In Folge dessen habe ioh mich der ן untersogen, jede• einaelpe. Datum im Mpatoge seine nvög 11 ohe Bicbtu^eft, d. h. in Bapw anf. Ooereepondena des Wo oh en tage* mit dMkJlonjttae datum au prüfta und-dabei die an£G4|iandeSatd^ gemacht, dass ausser andern trrthürnem in deal angaben viele הסכמת ein Monatsdatum haben, welche•, mit שכת sasammentrifft, also •elbs tverstän/dlioh. falsch,, ist. Ob in allen anders Fällen das Monstüdaftrof dem Wochentage oder der Wochentag zu dem Monat•- datum in dem Ausgaben stimmt, konnte ioh, da mir. diese nioht alle vorliegen nnd im Cataloge die Wooheqtage an meinem groesen Bedauern nur »eften angegeben sind, nioht antersaohea. Bemerken will ich nur noch, dass in den mir an Gebote stehenden hebr. Werket^ gegen dieses Gebot der Ueberein st immnng vielfach gesündigt ist. Dieser wunde Punkt mäsate bei B$- arbeitang eines ״Jndex* wohl berücksichtigt werden. (Forts, folgt.) Be Pensionen» Wünsche, Aug., Dr. theoL et pbiL Der Baby- Ionische Talmud in seinen haggadisohen Bestandthaüea wortgetreu übersetzt und duroh Noten erläutert Zweiter H&lbband, dritte Abtheilung. Leipzig, Otto Sohulze, 1889. X. 470 S. (Fortsetsang.) No. 202. Zar Uebersetzung des Bibelversee Jee. 52,8 erinnere ich an Grits* treffende gramroatiaofre Hsmerkang, dass 71p am Anfänge eine• Setaea bäuflg als Inteijeotion zu fassen ist: Horch! Deine Seher er-' heben die Stimme, inagesammt werden sie jauojunp. Cf. 1 M. 4,10, wo צעקים mit דהי in Geschlecht «ad Zahl übereiu8timmt und beeonders Pi. 2ö,ü and 8, aas deren zweiten Vershälften sioh deutlieh elgiebt, dass nioht קול Snbjeot der Sätze ist. No. 202: ״dass sie nioht zürne*. Pi. 2,l2 ü(t naoh der Aggada nnd den alten Versionen an übersetzen: Haltet fest an der Lehre, dam er (Gott) nicht zäme. — No. 204. נקסה ist gerechte Vergeltung• nickt Bache, 0£ 2 M. 21,201 Ula's Ausspruch ist 80 gn übersetzen: Wae bedeutet die zweimalige ,Ersehet■ uung* Gottes? Die eine (5. M. 33^2) bedeutet die Offenbarung seiner Allgüte, die Pa. 94,1 erwähnte bedeutet die Oflenbarang seiner Strs fgernnh tigfcei ft No. 209 ist au etreiohen, da die gaaaa Stelle am Ende des nächstfolgenden Stückes, wohin sie gehört, übersetzt ist. — No. 213: ״er versteht (weiss) an gehen und ga nehmen (au ▼erhandeln) im Kriege der Thora.* Gameint ist der geistige Verkehr, dar gemeinsame Ga» dankenens tausch, dis gelehrte Disputation. Ioh.wlpjl• übersetzen: er versteht di* geistigen Waffen an ÜUCPn im Kampfe für die Thora. No. 220: ״das Volk, das müde (ermattet) in dar Thora ist.* Es muss heissen: Pag mit der Thora sioh abmüht, sie äeisaig stadirt, oder nach der Dcffrt שף לתור׳ das naoh Thorakenntnise lechzt. No. 225: ״Er schlag ihnen die Hände zusammen.* Ueber eie schlug er die Hände anaammen• ־* No. 228. ״Wae hat ihnen Gqtt darauf geantwortetP“ Es muss heissen: Wae hat man ihm (dem Jeremia) darauf geantwortet? — Na 2321 ,Komm unter den Bergen her.* המורא K7VM hristi ־ Wohl: über den Bexgsahn, über den Bei»■••. No. 232. ״Der verfallene Bahn*. Nash JUb Nauhman’s Erklärung ist zu übenstapal der Sohn de* verfallenen, eingeetüraten Dawidltefcih K&ritfdMatt* oder 0ר נסילי filius eorum auidemäimqrt•/Dtsüsbarsetaung ״fiüus v«ce^* stfltet,kft$i, ־־־ י- ־־ i

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