Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 17. (24.4.1890)
- Date
- 1890-04-24
- Page
- Seite 64 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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bändet« naoh Egypten ״aa&tieg* d. h. heimwärts sog, trat piötalinh die ״Bamaeeatadt* an die Stelle von Sele, tnn naoh Verlsnf einiger Jahrhunderte, d. h. nach dem Sturze der Bameedden wieder su verschwinden. Sa kann kaanä einem Zweifel, unterliegen, dass beide Sttdte an einen vorgeschobenen Posten an der Ostgrense dee Reiohea, und swar Beide an einem Süsswassoilsnsl in der Nahe dee Meeres lagen, dass Beide somit nur an einer Stelle su rachen sind, welche der heutige Saeskanal swieohen dem Krokodilsee und dem sogenannten Dattelsee. Birket et-Ballaoh, durchsohneidet, nicht weit entfernt von der Spitse des heroonpohechen Meerbusens, der nSrdliohsten Bucht dee Rothen oder nach ebriischer Benennung des Sahilf-Meeres, Jam Saph (ים סיף). Auch die Papyrusrollen sprechen von einer ״Sohilf-(Snf) Stadt* in der Nahe von Bamses. Der Gleich klang bei den Wörtern ,Saph* und »8uf* für das Schilfrohr im Egyptisohea and Ebräischen ist nicht blos dem Zufall au verdanken. Der Ausrag der Kinder Israel fand nach der Ueberiieferang von Bamses aus statt. Die erste Station bildete Sakkoth d. i. das egyp tische Thakot, die Gegend von Pithom, auf die ich bereits oben aufmerksam gemacht hatte. Auf ihrem weiteren Zage ,durch die Wüste am Schiitmeere*, gelangten sie nach Etham, ,vorn an der Wüste*, dann lenkten sie um, und lagerten vor Haohiroth zwischen Migdol and dem Meere, oder beiHachiroth am Meere gegen Baal Zephon und diesem gegenüber, schliesslich vor Migdol. Nur. zwei Möglichkeiten liegen in Bezug auf den Ausgangspunkt aea Zuges vor. Entweder musste ־sich die Bamsesstadt nördlich oder westlich von Pithom-Sakkoth befunden haben. Die westliche Lage, für welche man neuerdings ein treten möchte, muss gestrichen werden; denn nach meinen Bemerkungen! lag Bamses nicht im Binnenlande, wenn westlich von! Pithom, sondern an dem östlichen Punkte der Grenze ן und in der Nahe des Meeres. Wäre sonst die Erwägung ihres Hafens eine Möglichkeit? Unter der Annähme einer nördlichen Lage, in der Nähe des heutigen Kanales, schwinden alle die gelehrte Forschung bedrückenden Schwierigkeiten. Südwärts ziehend, *auf der westlichen Seite dee Schilfmeeres, erreichten die jüdischen Auswanderer ganz natürlich Sakkoth, d. L der Name des Bezirkes, in welchem Pithom als Metropolis galt, also ohne diese mehr nach Westen *bei der Eisenbahnstation Bamses des Herrn von Leeseps gebaute ,Vorrathsstadt“ zu berühren. Bevor ich fortfahre, lenke ioh die Aufmerksamkeit dee Leeers auf den Namen ,Migdol*, der im Ebräischen <7TDC) so viel als Thurm, Festung bedeutet, daher einen allgemeinen Sinnin sich schliesst tgsd auf mehrere Festungen ausgedehnt werden kann, wie es t!tatsächlich die Denkmäler beweisen. Ein Magdolon z. B, die griechische Form dee semitischen Worte«, kennen wir ans Berodot Es lag südwest- Wirts von Pelusinm an der rechten Seite der west- Heben Nilmündung. Der Name Migdol, nm auf die Hauptsache zu kommen, kehrt im Egyp tischen in einealt merkwürdigen Papyrasbriefe wieder, der zu den reichen Schätzen der orientalischen Abtheilang dee Britischen Museums gehört. Ein königlicher Bohretber stattet nämlich darin einen amtlichen Berieht über den Erfolg einer besonderen Mission ab. Zwei Diener hatten aus irgend welchen Beweggründen den Palast des Königs, ihres Herrn, in ver- 1 seien und ihr.Heil oder vielmehr Unheil in der Flucht ffssucfat. Unser Schreiber, hinter ihnen her, meldet darüber Folgende* in seinem Papyrusbriefs: ״ ״ .»Mb •hatte die-CöingfehaUe dee Palastes au 9. Tags des ,dritten Monet» der Ueberecfawemmmigriehroezeit gegen Abend »hin verlassen. Unter den beiden DiensUeatea her. -So wie ich nun die Sperre von Üukkoth am 10. 1 ״deeaalben Monats erreicht hatte, theilte man mir mi^ ,hätten vom d* SMriohtaxig gesprochen, am (damit) za as ,sie wären am 10. (?) Tage dieselben Monats durch (difl ,feetigang^gaKgen.^ die Sättigung erreicht hat*», thsBte man mir mit, dass der Kätscher, welcher in die WBZte seinau ״Weg genommen hätte, (gesagt habe! sie hätten die Wallmaner ״nördlich vem Migdol (der Festung) Königs Seti Manephtbes ״aberstiegen.“ , , . Das konnte nur das Migdol des Ausauga gewesen sein, da es mit den biblischen Angaben seiner allgemeinen Lage nach vollkommen übeninstimmt. Nioht minder ist es mir eine neue Bestätigung für die alttestamentliohe Ueberiieferang, dass die näohste Station südwärts von Bamses das Gebiet Von Thakot-Snkkoth war, wo eine Sperre (Segol) oder kleine Versobanzung die freie Strasse unterbrach. Aaf den Karten steht südlioh vom Krokodilsee, auf der rechten Seite des heutigen Süsswasser kanales, ein Bainenhügel verzeichnet, welchem man den Namen des Serapenm gegeben hat, d. h. eines Tempels des nnterweltlioben Osiris, wie ihn naoh meiner früheren Bemerkung darüber jede grössere Provinz besau. In dem Itinerarium Antonini, ein Verzeiohniss der römisehen Heerstrassen ans dem dritten Jahrhundert •nthaltend, ist der Ort angegeben, und seine Entfernung von Hero auf 18 Milien, das wären 3 */, deutsche Meilen, bestimmt. Hat Naville Beoht in dem Namen des Serapenm8 von Hero: Pi-ha-kiroht »Die Stadt des Tempels der heiligen Schlange* die egyptiaehe Form des ebräischen Pihachiroth wiedereaerkeimen, 80 wäre ein neuer Beitrag zu dem geographischen Theile des Auszugs geliefert, dessen Werth nicht za unterschätzen ist. War ich früher anderer Meinung in Bezug auf die Richtung des Auszugs, den ioh, dem Beispiel Sohleidens folgend, naoh dem Sirbonissee im Norden versetzte, nur allein von späriiohen Andeutungen geographischer Natur in den Insohriftea geleitet und ohne Kenntnis» einer sicheren Basis für die Beatimmang der Lage von Pitum-Heroopolis, 80 hat die neuste Ausgrabung meinen ehemaligen Standpunkt geändert. Denn ioh habe die Ueberzeugang gewonnen, dass die bibliaohen Angaben sioh auf das Vollkommenste mit den Denkmälern deoken und dass keine Zweifel mehr darüber bestehen können, dass der Auszug aaf dem näher bezeiohneten Terrain und der Durchgang durch das Schilf-Meer nioht in der Nähe von Sues, sondern im südliohen Theile des heutigen Krokodilsees stattgefanden hatte. (Schloss folgt.) Zur Chronologie. Von L. Cohen in Rees a. Rhein. lieber den Plan eines ״Index des Approbationen“. In dem warmen Naohrufe, welchen Herr Professor Dr. David Kaufmann im »Jewish Chroniole* vom 3. Januar or. dem zu Amsterdam in der Nacht vcfm 19. auf den 20. Nov. 1989 verstorbenen Gelehrten M. Soest widmet, erwähnt derselbe auoh der Absicht des Verstorbenen, den Katalog de Bossi’s, von welohem. 20 Bogen in M. 8. sich unter dessen Schriften Hefänden, ergänzen zu wollen. Diesem Werke sollt• alsdann auf Bath des Herrn Professors zum ersten Male ein »Index an den Approbationen* in den Werken dar »Boaenthaliaua* beutegeben .werden. JBo erwünscht die Ausführung diseae Plana• für Gascjriq^teehraiber, Bio- und Bibliographen •ein muse, *0 rahr wäre ea za bedauern, wann vielleicht mit,f|p^».1y«r- «torbenan dat ganz• Plaa zu Graba g*ft*flPP «£$&*** ■min sollte. Du Wichtigkeit jaipee, soleHep äAndzt* ist weit grösser; als es auf den ersten AngehbUok