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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1890-04-04 · N° 14-15. (4.4.1890) · p. Seite 55

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
19 (1890)
Issue
N° 14-15. (4.4.1890)
Date
1890-04-04
Page
Seite 55 (sequence 3)
Language
German
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55 — ,führten Talmuds teile sohwerlioh j zulässig ist.“; Nor fehlt ee der Nethenion’sehen Beweisführung en Sioherheit und Schürfe der Begriffsbestimmung.; Herr Nethensoo bitte in enter Reih* deranf hin weisen müssen, dass selbst in der Stielle, auf die sioh ' die Erklärungen von Grätz henptsäohlioh stützt, (Jeras. Gittin 470) nioht לין» steht, sondern מילק צאי נדם». Ungenau ist ferner die Behauptung Nathansons^ dass die Ausdrüoke: מדלק und I'TTID nur dann nioht die Bedeutung haben, welohe ihnen Gräte beilegt, wenn sie allein stehen, dagegen zugesteht, wenn neben den fragliohen Ausdrüoken aber a) nooh das betreffende Amt hineugefügt sei, oder wenn b) von heiligen Aemtern die Rede, so haben die fragliohen Ausdrücke die Bedentung, weiche ihnen Grätz bei• legt. Jemanden zu einem Amte wählen heisst aber nie: מדלק, sondern, wie es auch in der oben oitirten Stelle aus Jeras. Gittin 47 0 lautet: מידין», selbst dann, wenn das Amt, za dem Jemand gewählt wird, wie in der citirten Stelle: נבאי, hinzagefügt wird. So z. B. Babli: Baba Bathra 89 a ... מדמידק אנח־מק (vgl. Perles Etymologische Studien S. 103); Berach. 55a und Joma 22 b: אק «מידי! פתם דל הצבור; Chagiga 14a sagt b. Abalm: שאק טעמיו-ן מהורנמן; Jebam. 86 b: דדו טעמידק שוטרים, wo überall auoh das Amt hinzu• gefügt ist, zu dem Jemand gewählt wird. Ein heiligeres Amt hat es doch wohl nicht gegeben, als das des כק גדול und dooh heisst Jemandem zum כהן גדול wählen ...פדמידק Babli, Kiduschin 82a: אין מעמידים מהם לא מלך ולא כדק נדול, und Tosiphta Synhedrin, Perek 3, ed. Zuckermandel S. 418: ואק מדמידין לא מלך ולא כהן ם־ול ..•• Daneben kommt auoh in der* selben Bedeutung vor: מושיבים z. B. von den Synhedristen: Synhedrin 17a ato.; vom König: Aboda Sara 10a neben מעמידים u. 8. m. St.; מנה ,ממנים Sifre Deutoron. § 144 ff. und an zahlreichen Stellen im jerus. Talmud z. B. Baba Bathra 15 a מנה für das :!מעמידי in der oben oitirten Parallele im Babli 89 a. Nie aber wird, wie ich bereits bemerkt, [כדלי in dieser Bedeatung gebraucht. Dieser meiner Behauptung widersprechen auoh die Stellen nioht, welohe Prof. Graetz und Herr Nathanson zur Begründung ihrer Erklärungen beibringen; denn in allen diesen Stellen ist nicht die Bede von einer Wahl zu- oder einer Anstellung an- oder einer Bestallung zu einem Amte, sondern von eine Banges - oder Standeserhöhung und in allen diesen Stellen heisst: מדלק in einen höheren Bang oder Stand erheben oder aufnehmen, erhöhen. Zum כד,] גדול kann Jemand gewählt, bestellt oder angestellt werden, daher auoh, wie ich oben gezeigt, מדמידין gesagt wird; zum [,כר kann man nicht gewählt werden; dazu muss man geboren worden sein, daher Kethuboth 23 b מדלק לכהונה. nur heissen kann in den, theokratisoh höheren, Stand der Priester Jemanden erheben, erhöhen, wenn er seine Zugehörigkeit zum Priesterstande genügend naohgewiesen; Kethuboth 24 b: מדל'{ מתרומה ליוחסין heisst: wenn Jemand naeihweisen kann, dass ihm als הדק von den Leuten תרומה gegeben worden, 80 wird er in den Stand der מיוח0ק, der legitimen Familien, der reinen Stammfamilien, anfgenommen; Joma 12b:!מלין בקודש ולא מורידיendlioh heisst: bei religiösen Handlangen giebts nur ein Aufsteigen und keiu Hinuntersetzen. Wer z. B. einmal, wen& auoh nur gelegentlich*), als כהן נרול *) Vgl. daselbst die Erzählung v< und dazu Gräts' Ifanateaehrift 1801, Parallelen aus dem jerus. Talmud und sind. Ferner die TTisalilimn von Simot talmadleche and nilrlreenhWie Queller bis 56 znsamm—geetellt und besprachst. naehweise bei Grits wäre noch Josef ben Ellern 61—58, wo auch die ler Toeiphta angeführt b. Esssithos, deren Gräts e. a. O. 8. 64 hat. Za dem Quell» : Pesikts dz illiblB QfOgSSl fungirt hatte, durfte nioht mehr als הדיוט }TD fangiren; der כ1ק kann in eine höhere Rangstufe erhoben aber nioht in eine niedere zurückversetzt werden. Jemanden von seinem A'mte enthe ben,absetzen, heisst wieder: f*T3» z. B. Tosiphta Joma Perek 1,7 ed. Zuokermandel S. 180 VTV ז&לכיס התקינו OTTO מדמידיז כהדם הדיוטות ומדבירק אותן בכל שנה ושנה mit Bezug auf die oft schnell einander ablöseadea DVn גדולים des zweiten Tempels! (vgl. Joma Babli 8 b; Jerus. 380). Bosch-hasohana 22 a wird vom ראשה של נדר, dem Oberhauptmanne von TV, nur des darauffolgenden מגדולתו wegen der Ausdruok 't IV V" 111 gebraucht, und והורידוהו מגדולתו heisst, er wurde von seiner Höhe gestfirz t. ln der Parallele Jerus. Roeehhaschana 57 b, wo das Amt מראשיתו genannt ist, steht das riohtige והעבירו, Babbon Gamliöl bat den Oberhauptmann vor גור von seiner Oberhauptmaansohaft abgesetzt. Unbegreiflich ist ee mir aber, wie Nathanson darin Prof. Gräts beistimmen konnte und wie es überhaupt möglich gewesen, dass Prof. Grätz sioh zur Begründung seiner Deutung von דלק& aaf die Tosiphta Synhedrin Perek 7 ed. Zaokermandel 8. 425 berufen batte. Daselbst wird beriohtet (vgL Chagiga Perek 2 ed. Zaok. ä 235 nnd Sohekahm Perek 3 ed. Zaok. S. 179), wer die dort angegebenen Eigenschaften besessen, wurde sunäohst in das Synhedrium seines Wohnortes gewählt, dann (Eid. Ch. 8.):מדלק ומושיבין אותו כהר הבית משם! מדלק ומושיבק] I אותו בחיל. משם מדלק ומושיבק אותו כלשכת הנדת. Der Begriff der Wahl zum Amte wird auoh hier, wie aaoh sonst bei den Synhedristen, wie ioh bereits oben bemerkt, durch מושיכק aasgedrüokt, während der Ausdruck מדלק die Bangeserhöhnng zum Ausdruoke bringt, wobei auoh nooh auf die geographische Höhe der Oertliohkeiten Büoksioht genommen ist, indem Jerusalem und der Tempelberg höher gelegen, als die übrigen Städte Palästina’« and die 3 genannten Gerichtshöfe in Jerusalem der im'Bange, höhere, anch örtlich immer höher gelegen hatte. In der Erklärung der Ausdrüoke מדלק und מודידק י in der fragliohen Boraitha stimmt Herr Nathaneon mit dem Anonymus im ״Hamm&ggid“ 1870 überein, |לי» heisse ״nützen“ und ״ מורי דיןsohaden*, welohe Krklärang aber bereits von dem Pseudonymus im Eoban» ed. Bnber S 17t» and Taachams ed. Buber Par. 8.33 אחרי מותz. Ich schriebHm.Prof. Grätz,dass ich disLeeeazt der Tosiphta, wie sie in der alten Edition und ia dar wiener Handschrift sich findet דרכיה als die wahrscheinlichste . halte S. b. E. war am הכפרים DP gegen Abend aas dem Tempel heraasgegangen, am mit dem Landpfleger za sprachen Dz er aber seine Punctionen noch nioht vollendet, well er euch das Abendopfer darbringen maaste und noch andere Fnnsttonan za versehen hatte, so trat sein Bruder an seine Stelle, so dass beide Brüder an einem Tage als כהנים גדולים fungirt hatten, was vom Vorabende dae VeraOhnnngstages (DP 2“Cf הכפרים) wie Gräts an nimmt, nicht gesagt worden konnte. Herr Prof. Giäts antwortete: .Ihre Berich tigang baatglich ,ערב י*כ leuchtet mir nioht ein. Der כ*ג kenn zieht den ״Tempel veilaeeen heben. Ich nabe eben jetzt wenig ,,Zeit, die Stelle nochmals za prüfen.“ Bai aller Hoahachtnag für Prot Grätz wird man aber doch Zugaben müssen, dass sein Einwand g^en meine Berichtigung nicht stichhaltig sei.- Denn wie Giätz a. a. O. 8. 66 selbst lagt, dürfte dar TO während der 7 Tage die Clausur nioht ▼erlasen», ״noch weniger am ״Vorabend des Festes anegehen“. Ging er aber doch heraus, weil ae eben, wie Gräte nach weist, kerne geringe Seche ge־ wesen, die ihm daza vermisset«; so kann er aaoh aas Var-. , sühnungstage den Tempel verlauten haben. Es ist übrigens mhglich. dass au lesen sei anstatt דרבי BE was Be hü Joma 47a bietet: דם הדרבים, unmittelbar vor dam Eintritte der Zeit der ביס“®• In diaoer Bedeatung kommt Q9 vor: Berach Babli 39b, Sabbetb 1 8b: DCn ד«»־ OB; JCeotoa Sahbem Penk 3. JtiaoW 7: חשיבה OVi ®•mahÄ Babli »b Toeiphta Perek 1 ed. Zankenaandal 8. I r»d Jesus. 8a: עם חנו החסה. d« 1 כהן נדול**u ■0« »oca.ושדבים p fangiren: ▼gL Sifra ת» *TM Per«* 4 | S u. 6; Perek AI*־ *elWeiee, ST«b; 88b. ..

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