Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 9. (27.2.1890)
- Date
- 1890-02-27
- Page
- Seite 34 (sequence 2)
- Language
- German
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Ab politischer and Volks-Bednar hat sioh Zaus ebenfalls einen Namen erworben, and obaohon er kmneswegs die Abeioht hatte, siah£n die auswärtige Politik der Regierung sa misch en, so nnteriiecs er es nicht, bei jeder sich darbietendan Gelegenheit ab Verfechter der Beohte and Pririlapen der niederen deutschen Stande anfsatreten. Oie innere Politik des Staates war es, woraaf Zone sein Augenmerk richtete, and von ihr, glaabte er, hinge das materielle and geistige Wohl des deutschen Bfligerthnms ab. ״Einheit, Freiheit and Gleiohheit* wer seine Devise, and in der endlichen Verwirklichung derselben er• blickte er das Endsiel, wonach die gesammte deutsche Nation zu streben hatte. In diesem Sinne waren alle Zunz’sohe politische Beden abgefasst uud sie kennseichnen den Gebt, von dem ihr Verfasser beseelt war — ein Gebt der Milde und Versöhnung, der brüderlichen Liebe und Zugehörigkeit aller Söhne des deatfehen Vaterlandes ohne Unterschied der Abstammung and der Beligion. Besonders charakterbtisch ist die Bede, welche Zanz am 29. November 1861 in Berlin hielt, ab er aufgefordert wurde, im 3-Wahl kreis derMetropole Deutschlands sich zum Volksdeputirten wählen zu lassen. Man, liest da u. A. auch folgende von inniger Begeisterung zeugende Worte: ״Eine wahrhaft freie Verfassung“, heisst es daselbst, ,macht ein Volk frei und wahr, and aus solchem Volke gehen die Abgeordneten hervor, die für Freiheit und Fortschritt kämpfen. Wenn der preassische Staat sich solcher Aufgabe unterzieht 1 und die Fahne ,vorwärts nod frei“ entfaltet — wird das Verj tränen zu uns selber, die Thatkraft, die Zuversicht in die Zaj kunft zurückkehren; aus dem Fortschritt wird ein Hebensj Prinzip, und ans der Einigkeit im Streben nach denselben! Gütern wächst die Einheit empor. Nun, wohlan, Deutsche! I woäet ein and dasselbe Ziel erreiche■, and Euer Wille wird! ein Sturm, der alles Abgelebte wie Spreu fortweht. In Eurem i Ringen für ein einiges, freiet Vaterland habt Ihr das Heer der mächtigen Geister, die für Recht und Freiheit gelitten, zum Bundesgenossen; noch seid Ihr nur Stämme und Be- Sonderheiten, bloe durch Sprache und klassische Werke verj bunden: aber Ihr werdet zu einer grossen Kation emporwachsen, wenn alle Brüderstämme sich uns zuwenden. Deutschland wird , dann in der Mitte Europa'■ dem Zittern vor Angriffen von 1 Osten oder Westen her ein Ende machen, dem Kriege Halt znrnfen können. Das Kaiserreich hat Jemand gesagt, ist der | Frieden: — ja wohl, Preussen an der Spitze, and aas deat- | sehe Kaiserreich ist der Frieden.“ Welch’ wahre, man möchte bat sagen, prophe- \ tische Worte sind diese! “ (Fortsetzung tolgt.) ן יהבין and dann מידי ביתיה דמלכא anstatt ,מיין ביחיד דמלכא in unseren Ausgaben. Gap. II, 10. In dar Handschrift ist za diesem Vene dieselbe Version wie in unseren Ausgaben. Ausserdem hat die Handschrift nooh einen Ab sota, der in unseren Ausgaben fehlt and im Taigam I des Buohee Esther za diesem Verse steht. Cap. II, 19. Statt קנאתה steht in der Handschritt ,קני יתד. Gap. II, 21. Die Version dieses Verses stimmt in der Handschrift mit der in unseren Aasgaben überein. Im מנות רד fol. 84 b wird die Version dieses Verses unter der Bezeichnung תרגום אחר angeführt, woselbst das Stück דהוד, שתי בה אחשורוש fehlt. Cap. IU, 3. Statt ®יתד. רצי steht יתבה רציש in der Handschrift Gap. III, 7. In der Handschrift fehlt die Version, die in unseren Ansgaben zu diesem Verse steht. Dagegen hat die Handsohrift zu diesem Verse diejenige Version, welche im Targum I des Buches Esther zu diesem Verse steht. Cap. ni, 8. Anstatt למשמר בצובדתיה steht למשמצ בצו־בדתיה in der Handschrift; statt steht pr®3 in der Handschrift; statt [ונפקק כפריצי steht וקפקק כחצופק in der Handschrift. Statt איתא נרומיא steht איתא נרמווא in der Handschrift. Statt כנו כדרי steht בניסדרי in der Handschrift, statt .לעבדי] יתהון שבל steht ®לצבדי] יתהון כבי in der Handschrift. In unseren Ausgaben heisst es כל דמזבנק מזכגק כצושקא ירא זכני] כשראו, dagegen in der Handschrift כל דמזבנין מובנין בצושקא וכל חבנין ובנץ כשראו. Bei ובנימוס מדכא priro לא steht folgendes stück והשתא אין צבי מרי מלכא אתן עשרא אלפי] ככרי כספא מן בית נמי דילי לבית ננר דילד מטול noch in der Handschrift. Statt ולמשכח steht •ולמשכל in der Handschrift. Cap. UI, 9. Die Handschrift bat zu diesem Verse nicht die Version, die in unseren Ausgaben steht, sondern die Version, die im Targum I des Buches Esther za diesem Verse steht. Cap. m, 14. Statt ואתפרש steht ואתפשר und statt ואתפרממת steht ואיכתמת ‘in der Handschrift. Cap. IV, 1. Statt חזא ברוח קודשא steht הוא דע כרוח קודשא und stau ובכונני steht ובפוגני in der Handschrift. Cap. iv, 11. statt דכל אתתא דתשבבי steht לכל אתתא דתשחבי. Im מנות לר fol 129 wird die Version Das Targum scheni zu dem Buche Esther. ן Verhältnis^ des edlrten Textes desselben za dem eines ן handschriftliche■ Codex auf der Breslauer Stadt-! bibliothek, stammend ans dem 13. Jahrh. CodexNo.il.; Von Dr. Jacob Reiss, Rabbiner in Knttenplan (Böhmen). (Fortsetzung.) Cap. n, 7. statt הלוח הינחא steht חלוף חנהא in ן der Handschrift. Statt בת אחר דמח־כי steht in der; Handschrift בת אחר אבוי דמח־כי. [Mithin entfällt die im ,Orient“ v. J. 1840, S.585 ausgestellte Vermuthang, wegeni des Widerspruches dieser Stelle in unseren Ausgaben mit Cap. H, 15, woselbst es gleichfalls כת אביחי ר ינחר דאבר דמח־ר heisst, in unserem Verse אחבר דמחדכי anstatt אחר דמרדבי zu lesen. Cap. II, 8. In der Handschrift steht ברנניסים für j כרינמסיס in unseren Ansgaben. Im מלת ל1י toL 68 a j wird di» Version dieses Verses unter der Benennung! חרנום רבתי angeführt. Daselbst heisst es בדי מג פא; anstatt כרינטםיס in unseren Ausgaben. Cap. 11, 9.- Für ואתנ&לת in anseren Ausgaben stebt ונטלת in der Bandschrift. Die Version dieses ׳Verses wird im מלת לוי foL 71 b unter der Bezeichnung תרגום זוטא angeführt Daselbst heisst es שבצה עולי&תהא anstatt שבעתי צולימתחא; ferner די יהבין anstatt דד,וון dieses Verses unter der Beziehung תרנם בתוספתא augeführt, woselbst es רתשתכא für דתשכבי in unseren Ausgaben heisst. Cap. IV, 13. statt מחמת שאול steht סאיטתשאול in der Handschrift. Cap. IV, 14. In der Handsohrift steht vor der Version dieses Verses, welche mit der in unseren Ausgaben übereinstimmt, nooh ein Stüok, welohes in unseren Ausgaben fehlt und auch nicht im Targum I des Baches Esther bei diesem Vene vorkommt. Statt דחשבין steht דחסכק in der Handschrift. Vor ואח ובית אביך steht noch דבכל שעי] מצמח להון פורקנא in der Handschrift. Cap. IV, 16. Im מלח לר fol. 135 wird die Ver- 8ion dieses Verses, welohe mit der Handsohrift übereinstimmt, unter dem Namen תרגום רבה angeführt, woselbst כסקא anstatt בד סל א in unseren Ausgaben heisst. — (Schloss folgt.) Ueber die Einwanderung der Juden nach Polen bringt Herr E. N. Frenk in der polnisohen ,Israelita“ einige interessante Mittheilungen, die wir iu deutscher Uebersetzang wiedergeben. Die grossen polnischen Historiker Csaoki und Naraszewioz behaupten, dass die Jaden seit andenk-