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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1890-02-13 · N° 7. (13.2.1890) · p. Seite 27

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
19 (1890)
Issue
N° 7. (13.2.1890)
Date
1890-02-13
Page
Seite 27 (sequence 3)
Language
German
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27 — דחייח סאה ועכרין ושבע שנין und anstatt קודשאבריך הוא steht bloss הה׳• Cap. I, 2. In unseren Ausgaben heisst es כורסיה דפלכא שלמה: דאתקן יחיה חירס כר אתת א ארמלת חנור; dagegen in der ־Handschrift pr»H כורסיה דמלכח יתיה חירם דצור. In der Handsohrift fehlen die Worte רחם יחיה. Anstatt ואחזי ליה steht in der Handsohrift ואחר ליה. Für על כל מלכי ארעא מדינחא steht in der Handschrift על כל כני מדינחא. In dar Handsohrift fehlt das Wort ואמהין vor רהטין קרמל. — In unseren Ausgaben heisst es: למשמע מילי מומיה והוכמת־ה כד מתח מומיה למללא כרעק וסנדק קדמוי כל דעתידין אינון די עלק(פ״א די צלון> קדמוי ופקוק ידפרק כל כרכיהון,, dagegen in der Handsohrift lautet diese Stelle nie folgt: למשמע מילי חכמתיה מומיה פתיח למללא כרעק כ־מוהי עתידץ אינון דיעלון הדמוהי ומקרו יבסרון כל בירנייתהון. Die Buohstaben ל״“ und ם״“ des in umgekehrter alphabetigoher Form gehaltenen Stiiokes kommen demnach in der Handsohrift deutlioh wieder zum Vorsohein, was aber in unseren Ausgaben vermisst wird. (Die jüngere alphabetische Form in manchen Stücken des Targum soheni entdeckte Jacob .Reifmann. S. Zeitsohrift Zion I,. S. 75 und S. 196. — Ersoh. und Grub. 27 Th. S. 383. — Znnz S. 80 und 120.) In der Handsohrift fehlt אחידו vor זינא. In unseren Ausgaben heisst es חכים כלישניה, dagegen in der Handsohrift חכים בלישנק. In unseren Ausgaben steht באבני ציצא ושיישא; in der Handschrift fehlt das Wort ציצא• — In der Handsohrift steht כתיב רעש המלך כסא שן נדול; das Wort נדול fehlt in unseren Ausgaben. In unseren Ausgaben steht ולקיבליה יונא די דהבא; dagegen ולקיבליה צימר די דהבא in der Handschrift. Anstatt כדנא steht in der Handschrift זקרנא Anstatt עלי כהנא רכא steht in der Handsohrift bloss כהנא. Für pעד דנחתק נש in unseren Ausgaben steht נחתק נשרק ' in der Hand• sohrift. In unseren Ausgaben steht ואש תחוו להמר; dagegen in der Handsohrift ואשתטחו וגמלו 9רמ1י. Anstatt נחתו ושכחו in unseren Ausgaben steht יהכו שכח in der Handsohrift. Anstatt רתיהיב ית כתרא steht in der Handsohrift רהיב ית כתרא. Anstatt ומטלק על רישיה steht in der Handsohrift ומטללין על רישיה. Für ל&וקמה steht in der Handsohrift למקימא. In der Handsohrift fehlt die Sohriftsteile והיתה עמו וקרא כו כל יפי חייו. in der stelle סהדיא די יסהחק שקריא fehlt das Wort שקריא in der Handsohrift. Anstatt נלנליא steht גליליא in der Handsohrift. In der Handsohrift fehlt das Stück von inolusive יהיב n bis inoltuive ואגל' ית בית ישראל. Anstatt ואייתי כל אומני דעלמא steht in der Handsohrift . . ואתיין• In unseren Ausgaben heisst es wie folgt: זכה ריסוק רחוב על ההוא כורסיא דמלבא שלמה דכותיה לא דעת לכולק מלכיא, dagegen lautet diese Stelle anders in der Handsohrift and zwar: זכה רתיב עלוהי: דעא כרסיא דמלכא שלמה דכוותיה לא דוות לכולדזן מלכי^ (Fortsetzung folgt) Litteraturbericht Recensionen. Hoenig, Dr. Adolf. Die Ophiten. Ein Beitrag stur Geschichte des jüdischen Gnoetioismus. Berlin 1889. 102 & 8*. v . Der Herr Verfasser, Rabbiner au Sillein in Ungarn, bietet uns in seiner Sohrift eine sehr fleissige and leeenswerthe Studie. In das hier in Betraoht kommende Quellen material hat sich H. sine ira et oam stadio vertieft, die Arbeiten der modernen Forscher gewissenhaft gewürdigt und verwerthet and selbst Kundgebungen, weiche ■ein thema probaudum nur ■ehr oder minder 10m berühren, für •einen Zweok sehr geeohiokt dienstbar an msehen gesucht. Die Ophiten'-nahmen die Sohlange zum Symbole ihres ethischen und religiösen Prinoipes. Deren Gegner, als welohe sich alle strengen Monisten nnd Monotheisten darstellten, deuteten dieses Symbol in malam partem. Tn dem Ophitismus erblickt der Verf. die äheete Gestalt der gnostisohen Lehre. Der Ophitismus ging — wie H. annimmt — spätestens gleichseitig mit dem Christenthume aas dem jüdisohen Volke hervpr, warb aus demselben seine ersten Anhänger and lebte daselbst noch länger, als swei Jahrhunderte fort. (Cf. Hoeniger. Die Ophiten. 8. 5.) Den jüdisohen Ursprung der ophitisohen Gnosis oder den des gnoatisohen Ophitismus naohsaweisen, ist dis Aufgabe des Verf.’s und der Zweok seiner Schrift. Za diesem Behnfe verbreitet sich der Verf. in seiner Sohrift des Näheren über: Ursprung des Gnostiaiamas, die Ophiten, Ophitisohes im Jadenthume und über Antignostioisma■. Naoh unserer Ansioht hat sioh der Verf. die Arbeit sa 80hwer nnd die Saohe sa leioht gemaoht. Er hat sioh die Arbeit za schwer gemaoht. Dank seiner Belesen׳• heit hat er zur Stütze seiner Ansiohten Belege herangezogen, die — streng genommen — als hors d’Oeuvre zu betrachten sind and kann) in diese Arbeit gehören. Dadurch hat er sioh aber die Saohe za leioht gemacht, und Bemerkangen eine Bedeutung ▼indidrt, aie ihnen von Hause aus am Ende nicht zakommt. Der Verf. tritt mit aller Lebhaftigkeit nnd Energie für den jüdischen Ursprung der ophitisohen Gnosis sin. Dar geschichtliche Nachweis für diese Behauptung ist nicht erbracht. Wir maohen dem Verf. daraus keinen Vor• warf; denn bei dem ungesicherten und spärlich fliessenden, gesohiohtliohen Material, welches uns an Gebote steht, ist dieser Beweis nioht einmal mit uw nähernder Sicherheit za erbringen. Folgt vielleicht der jüdische Ursprung der ophitisohen Gnosis ans dem dogmatischen Inhalte des gnostisohen Ophitismus f Noch viel weniger! Verl bekennt selbst (ib. S. 28) ״Nur eine ihrer Lehren hatte im Jadenthumkeinsu Raum finden können und nioht finden dürfen, die Lehre vom Demiarg, dem bösen Schöpfer and ■eine■ unvollkommenen Werke. Laut und eindringlich protestirt das damalige Jadentham durah den Mond seiner Lehrer und Geistesheroen gegen die Annahme dass dis Sohöpfang oder Vorsehung unvollkommen wäre; Philo und seine grieohisoh schreibenden, jüdischen Zeitgenossen werden nioht müde, dis Herrlichkeit des All’s, die Gerechtigkeit der Vorsehung, dis Güte des Wftltenlenkerg «npraiaanpn den menwigtechefcaw Forme», in Sentenzen, Exegesen, Sprüchen nnd sogar Halaoha's wird gegen jene verderbliche gnoetisohe Ansioht polemisirt und Stellung genommen. Die Würdigung dieser Umstände ergiebt ■ehr beachte ns wsrthe Arg•• mente gegen den jüdisohen Ursprung der ophitisohen Gnosis. Nioht nur die religiöse Praxis and der Lehrin halt des Judenthums, sondern schon du erste Blatt der heil Sohrift protestirt auf das Entschiedenste gegen jedes zweite oder gar böse Prinoip bei der Weltensohöpfung. Dass Jaden den häretischen Ansoheuangen der Gnosis und ophitisohen Gnosis huidigten, kann ebenso wenig g»läaguet.werden, wie da■ ן Jaden dem persischen Dualismus das Wort geredet. ן Es wird aber Niemand im Ernste behaupten, du dualistische Parsismus, das Dogma von Ormaa und Ahriman, sei jüdisohen Ursprunges, weil nioht nttr du Talmud, sondern sogar sohon manohe Propheten entschieden Front gegen den Panismüs gemacht. Jaden waren wohl Anhänger und ' Bekenner des Parsismus. Man kann aber nicht sagen,'«)■ Parma• mua sei auf jüdischem Boden erblüht. Soll■ es sieh nioht ähnlich mit du ophitisohen Gnosis vsrhsltsu 2 Verl logt auf die Angabe־ des Irenäas enteohsidenden

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