Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 19 (1890)
- Issue
- N° 7. (13.2.1890)
- Date
- 1890-02-13
- Page
- Seite 28 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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— »8 - ־Werth and byfladst dss Näheres •ein Yertraasn in ü* Angabe* aas Inates. Aadaw Kvohtaytttrnit• liM •bwwobead, Bekmptanir #tebt|^gau Behauptung «ad na Kanon kann dar Y«r£ aaina Entaohaidang sieht erheben. Jam iatm jadioaa lia aat Daaa b«i Philo, den Alexmadriasra, and das jüdischen Hallaaiatan noh Ankläage an gnoetiache nad ophitisohs Theorien finden, hak sein« Richtigkeit Ebenso richtig iat aber aaeh die Behanptang, daaa nicht alle Theaen and Theorien der jüdischen Helleniates and Alexandriner jüdisoben Urapraoga aind. So intonaaant .Allee iat, waa dar Yeri im dritten Capital ״Ophitiaohea and Jadantham* aaaammenatellt, ao eostroaera and proble• matiaoh iat ea. Daa apeeidaoh Ophitiaoh-Gnoatieohe tritt dooh da nicht prägnant hervor. Zstraffender «iaa die allgemeine Benennung für dieaaa Capital aS4retiscbee im Judenthum*. Eliaoha ben Anaja Tom Yar£ ela Gnoatiker, ela Ophit radamirt■ It dieaaa? Ja and nein! Häretiaohn Anaohanpngen, aie ophitiache Gnosis verbreitet, waren ihm wohl niöht fremd. Gleiahwohl darf man ihn nioht acheblonanhaft den ophitiaohen Gaoatikarn aaaaohliaaalioh an reihen. Am Ende huldigte er noch mehr dem •pösartisaheo Hedoniamaa oder dem stoischen Sfteptioistntn. Man hat ▼islfaah ihn den talmadiaohen Faast gadannt. Einen grübelnden Zweifler and einen radi• oalkn Häretiker von gana allgemeiner Färbung dürfen vit in ihm vermathea. Aal eine Stelle im rebbinisften Schrifttham beruft «oh der Yerf, welche er geaehiokt aa deuten weise nnd die aaadrüoklioh die ophitisobe Gnoaia and daaa noch in ihrer griehen Beoannnng aa nfleotiran acheint Eool. I, 8 baiaat •a:ר־ יינתן ערה רד סן תרנדדד מפיהן p אזל סושבחיר, עבד. Das rfitlisslhafte Wort bereitet dem Yerfasaer de• Araoh Schwierig- Er biatat dafür 2 Erklärungen. Beide varmögen nicht aa befriedigen. Aach Lowe’s zwiefache Erklärung dieaaa ominöaan Warth•• (fcmScbcvuc oder üMfoa) hilft nns hier über die Schwierigkeiten nicht hm weg. Herr H. erblickt in אפמוניזת nichts Auderea, ah die hebreiairte Form von äf(rrjf. Dieee Oonjeotar liaaa« aioh allenfella etvmoiogisoh aafreoht erhalten, wann nur nicht sachliche Bedenken dagegen sprächen. Bier wird von einem obeoönen Vorgänge berichtet, welcher nioht apecifi80h Gnoetisohee oder Opbitiaches, •andern nur allgemein Frivoles nnd Cyniaohea an aioh hat Warum sollte dieser sexuelle Excosa gerade dem Ophitismus in die Schuhs geschoben werden? Warum klammert sieh ferner der Midrasch an das vieldeatige and räthselhafte rtTTBSK, an ein Xeffytvov? Als tsrminua tsohnioaa konnte dem Midrasch dieser A08• pnwh schwerlich geläufig ■ein. Exiatirte für den Midrasoh der terminaa techaicui nicht, ao hätte er ihn aramäisch paraphrasiren müssen. Aach wir halten אסטמיות für ein griechisches Wort, aber nioht identisch mit ixpivrji, vielleicht eher übereinstimmend mit a6fcm«c. Za Plutarch’s Zeit hiessen ״ Bauchredner11 iMhtvti. Es nicht unmöglich, dass man bei Orgien und wüsten Ausschreitungen zur Täuschung der an• schuldigen Opfer, die man aulocken wollt«, daa Varfahre■ dar*övwvet_darBaaahredner*einsohlug. N*oh alle dem . hat der V*rf trota •einer geaotigftan Argamentatton ׳ans die 'Deberaeqgang vom jtdischea Urspruage dar ophitigohen Gnosis nieht baibringen können. Im Einseinen sollen wir der methodischen Anlage, der systematischen Bearbeitung and den an* regenden wissenschaftlichen Leistungen des Herrn Yerfassen alle Anerkennung. Sohraa O.-S. Dr. Immanuel Deutsch. lAtterarisahe Notizen. Paris. Herr Iaidor Goldblum, der jung• indische 0slehrte aas Bussland, ist von seiner litterarisehen Mission neoh Bam xurückgekehrt. Eine ■einer wichtigsten Arbeiten ist dis Abschrift ein■■ in der vatikanischen Bibliothek befindlichen Manuseripts des ,Jbn Ganach‘ für den Vere in Mekize Nirdemim. EgjFMlsgisöhM. Die von dem bekannten französischen Alterthamsforscher nnd Egyptologen Na v i 1 le im vergangenen Jahre veranstalteten Ausgrabungen in der )etlieb von hier gelegenen Bainenstadt Ba-Bactia (dem bibiiechen Pi-Bo sein), haben neuerdings höchst interessante Inschriften, Statuen und sonstige Funde sn’a Tageslicht gefördert, von denen man nun erwarten darf, dass sie abermals einige dunkle Pnnkte in der Bibel und der ägyptischen Geschichte erhellen werden. Unter den ausgegrabenen Königsstatuen interessiren am meisten die ן der beiden Hykaoekönige Janza und Apapi. König Apapi wird auch von den meisten Egyptologen rar jenen Pharaonen ge- I halten, der Joeei’s (ägyptisch Sufi, aaeh Zufi) Gönaer und Freund war. Da die ilykaoa eigentlich ein aas Paläseina ia Egypten eingewanderter Nomadenstamm waren, so hat Apapi den Josef wahrscheinlich auch als seinen Landsmann betrachtet und daher daa grosse Zutrauen, das er za ihm tasste. Ala Jacob nnd seine Söhne später dem Könige Apapi vorgestellt worden, da konnten aie sich mit ihm auch ohne Dohnetech verständigen, da sie doch Alle das Kanaanitieche sprachen. Apapi gab dann Josef die ägyptischen Namen Z u t i - N a t *> Pa-Neha und gab ihm auch, um ihn noch mehr an sich zu feerein, ■ eine nahe Anverwandte, eine ägyptische Prinzess in, die Tochter eines früheren Pharaonen zur Frau. (Vers 46 im Cap. 41 Genesis sollte eigentlieh so übersetzt werden: ,Und er gab ihm die Oss-Nat, Tochter des Pharaonen (Phera) Poti,. der auch Priester**) von On war, zur Frau.“ Etas Expedition ■ach Bafeylen haben die Amerikaner an «gesandt, am dort Ausgrabungen anzustellen. Dieselben haben allen Grund, sieh za dem Erfolge ihrer ersten erohäologischen Campagne zu beglück wünschen. Sie haben in Hipper, dem alten Nipur, einem Mittelpunkte der trühchaldäiennsn Kultur, den Spaten eingesetzt und daa grossen Baal-Tempel dort bloaagelflgt. Während man früher annahm, daaa ijieinr gegen 9000 (7, vor Christi Gebart von Ur-Ban, König van Urf erbaut worden sei, stellt sich jetzt heraus, dass dieser König den Tempel' nur wieder hergestellt hatte; vorhandene Ziegel- Inschriften führen bis aat Narsm-Sin, den Sohn von Saigon L, um 3760 vor Christi Geburt (?1 zurück. Im Laufe dar Attagrabang stiass man auf die grosse Teenpel-Bjbliothek in .Ur, Mahr als 2000 Thontafeln wurden gefunden, leider waren viel« in zerbrochenem Zustande; diese Inschriften gehen von 3000vor Christi Gebart bis zu Artaxerxes Longhaanus hinab. Unter diesen Thonipachriitan befinden aioh religiöse Hymnen, Zauberformeln, astronomische fcehriften, Gesellsehsftsvortrige, Könige listen, historische Berichte, grammatische and lexikalische ־Werks. *) Nat war ein Titel bei den alten Egyptem, der desa Namen nachgesetzt wurde and bedeutete er etwa: Fürst, Fürstin. Auch die Perser setzen den Titel Prinz (Mirza) immer dem Namen nach. **) Die meisten ägyptischen Könige fungirten zugleich als Oberpriester in irgend einen Tempel, am so den Göttern und den Priestern ihre Verehrung zu bezeugen. Litterarischer Anzeiger, Veth^ van J. Ksaffei■■ m Jksakfurt a. H. [4054 « -ntk MM■ 8cMtt I. ia zwei Auflagen, «dacht und I gemacht von ft’Pr. Kochbuch | fttr israei. Frauen von ftetaÜA V«tf!א. leiMMu. Ksaats varb. Auflege. Elegant Leinwandbamd. Frei» Kk. •-60. In meinem Verlage erscJiianaoeb!: Leiohe&reden . von B, Hass». (4071 HL Thefi. 18 Beden enthaltend. Freia Mark l.M. rnstftrt tt J. Usftaa. Mwa.tiittmiiasttlsbiTerw I Daa in vor. No. «ngsseigte 19 1״^תנ״ןד Binden, gut gtb.) mit Ueberaeteung u. Oommentasaa ist für Iw, M. (a. PoHo 60 P£.)a« haben in d• Bxp.dV1a. g j. Eobart rri•••, Wo Magdftbcrg.