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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1888-11-15 · N° 46. (15.11.1888) · p. Seite 178

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
17 (1888)
Issue
N° 46. (15.11.1888)
Date
1888-11-15
Page
Seite 178 (sequence 3)
Language
German
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■ Hi Ufl^j^pPpWWWP — 178 «EÜPPipP Die Hebraioa des ״ British Museum“ zerfallen in zwei Tbeile: Gedruckte Btto her and Band- Schriften. Die Zahl der enteren betrag im Jahre 1867, in welchem Zedner seinen Katalog beendete, an 10,000 Bände. Diese bedeutende Sammlung ist aas gans geringen Anfängen entstanden. Im. Jahre 1759 wurde das ,British Museum“ kam ersten Male dem Pablikam geöffnet Unter den 500,000 Bänden, welche das Ma8enm damals enthielt, befand sioh nar ein einsiges hebräisches ־Werk, nämlich die Editio prinoeps des Talmad (Bömberg, ־Venedig 1520 —23). Nach einer Mittheilang ZedneFs im ״Hamaskir“ (IL p. 68) gehörte dieses Talmudexemplar einst dem Könige Heinrich VH1. Sehr bald wurde das Museum durch eine kleine Sammlung hebräischer Bäche!׳ bereichert, welche demselben von Salomon da Costa mit dem Beinamen Athias, welcher von Holland nach England äbersiedelte, geschenkt wurden. Die! Uebersetzung des an die Verwaltung des Museums gerichteten Briefes, mit welchem da Costa sein Geschenk begleitete, wurde zum ersten Male in ״Gentelmann’s Magazine“ Februar 176(1 veröffentlicht und duroh Bev. A L. Green in einem vortrefflichen Artikel des ״Jewish Chronicle“ 1859 reproducirt. Es | sei hier nur eine Stelle, welche auf die Geschichte ן dieser Sammlung Bezug hat, wiedergegeben. Nachdem! er der ,gekrönten Stadt, der City of London, in ׳ welcher er während eines Zeitraumes von f>4 Jahren; in Bequemlichkeit, Buhe und Sicherheit gewohnt hat, seinen Dank dargebracht hatte and uns weiter bei 7. Midrasch. 160 8. Cabala.460 9 ־. Predigten.400 10. Liturgie.1200 11. Phildsophie.. §90 12. Wissenschaftliche Werke . . . 180 13. Grammatik und Wörterbäoher . 450 14. Geschichte and Geographie . . 320 15. Poesie und Kritik.770 Der Leser sieht, dass beinahe jeder Zweig mensohliehen Wissens, sowohl religiösen als profanen in dieser Sammlung, za welcher seit 1867 beinahe noch 3000 Bände hinzugekommen sind, reichlich vertreten ist. Sehen wir auf die vorstehende Tabelle vom geographischen Gesichtspunkte aas, so ergiebt sich für die Autoren folgendo Klassification: Frankreich und Deutschland während des Mittelalters, Polen und der Orient während der neueren Zeit sind vertreten in Klasse 4, 5 und 6, die spanischen und italienischen Rabbinen über wiegen höchst wahrscheinlich in d|en 5 letzten Klassen; in Klasse 8 und 9 dürften wohl alle vorher erwähnten Länder gleichmassig vertreten sein; dagegen England mit seiner grossen Anzahl Gasualgebeten und Qochzeitsliedern (siehe Katalog! pp. 472 und 652; hauptsächlich in Klasse 10 undj 15. (Fortsetzung folgt.) Zur Chronologie. V>n L. Cohen in Rees a Rh. richtet, dass er diese Bücher der britischen Nation als ein Zeichen seiner Dankbarkeit schenke, sagt uns da Costa ferner, dass die Zahl der Bücher 180 betrage. Diese wurden gesammelt und in Prachtbände gebanden für Charles H, König von Grossbritannien, dessen Name in denselben vermerkt wurde. Die Bücher sollten dem Könige Carl als ein Geschenk der jüdischen Gemeinde Londons übergeben werden für gewisse Privilegien, welche er diesen ertheilt hatte. Der plötzliche Tod dieses Königs scheint die Absicht des ersten Geschenkgebers vereitelt zu haben Die Bücher wurden zerstreut und da Costa musste sie noch einmal wieder sammeln. 80 klein diese Sammlung ist, so werthvoll ist sie wegen der vielen in Venedig, Constantinope 1 und Neapel erschienenen ersten Ausgaben. Der Origifaalbrief da Conta’8 mit einem vollständigen Verzeichniss der 180 Bücher ist handschriftlich im ״British Museum“ vorhanden. (Additional 4710, 11.) Von noch grösserer Wichtigkeit ist die ״Micha- •lieche Collection“. Sie besteht aus 4,420 Bänden und wurde im Jahre 1848 von der Direction des ״British Museum“ angekauft. Andere־ mit der Zeit gemachte Erwerbungen, besonders der Ankauf einer grossen Anzahl Druckwerke aas der Almanzi- Collection, brachten das Museum in den Besitz einer der vollständigsten und umfangreichsten hebräischen Bibliotheken der Welt. Nach diesen vorausgeschickten Bemerkungen über die Quantität dieser B&chersammlung, will ich jetzt versuchen, eine Idee von deren Qualität za geben. Folgende dem ״Zedner’schen“ Kataloge entnommene Tabelle giebt einen Ueberblick ihres mannigfaltigen Inhalts: 1. Bibeln. 1260 2. Bibelcommentare.510 3. Talmudausgaben.730 4. Talmodcommentare.700 5. Codices.1260 6. Decisoren. 520 in כרכות״ za berichtigen: Der kalenu mang, dass in Sabbath זכור d l“WK4ie Perikc gekehrte ist al תרומה und im Ferner: Sabbath פרה שמיני• Nach auf den 18. tember. (Herzlicher Piess, welcher fügang stellte.) (f'ortsjtzimg aus Xo. 45.) מאה“, Amsterdam 5447, ist Folgendes arische Anhang enthält die Bestimden Jahren mit der Formel K*TO am e Perikope תציה und in denen m. d. F. 1e תרומה gelesen wird. — Das Um- >r der Fall. Im ersteren Falle wird letzteren תצוה gelesen. den Jahren m. d. F. נכ״ז wird am ie Perikope צו gelesen. — Bichtig ist eiben Buche fiel 5601 ראש ,־מזנה ptember. — Bichtig ist der 28. Sep- In di! c em So Dank dem Herrn Babb. Dr. Brannmir das seltene Buch gütigst zur Ver- In J. C. Ulrich’8 ״Jüdische Geschichten in der Schweiz“, Zürich 1770 ist Folgendes zu berichtigen. S. 42: Der Grabstein der Frau Maithan, Tochter des Babbi Juda hat das Datum כ־ יא' שבט שגת קדט. — Unmögliches Dalum; der 11. Schebat 5159 m. d. F. הב״ז ^ar am Sabbath. Z. 19: Di4 XI Mensis Jjar (i. e. Aprilis) 1403. — Der 11. Jjar 1403 (5163) war am 3. Mai. 8. 119, Z. [26: Am Donnerstag den 24. April 1633 wurde ein Jude wegen Lästerung hingeriohtet. — Der 24. April 1633 war am Sonntag. S. 164, Z. 4: Daniel Dreifuss kam Mittwochs den 14. HerbstQaonats 1698 gegen Fürth za geritten. — Der 14. des! Herbstmonats (September) 1698 war am Sonnt ag. S. 206, Z. ^9: An. Do. MDXLIX uf Mitwochen den X. Tag Jaruary wurde verboten, ohne Erlaubniss des Baths einen Juden zu geleiten. — Der 10. Januar 1549 war am Donnerstag. S. 300, unten:. Nach dem Grabstein des Noten (Nathan?) Sohn des Gelehrten Jeohiel von Endingen starb derselbe uad wurde begraben am 3. Tag Nissan

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