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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1888-10-25 · N° 43. (25.10.1888) · p. Seite 166

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
17 (1888)
Issue
N° 43. (25.10.1888)
Date
1888-10-25
Page
Seite 166 (sequence 3)
Language
German
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Es ▼ersteht sich, dass der Tut and der Schulchan Arach (O. Ch. 91. III and O. Ch. 151. I etc.) dieser Version folgen. Den Sinn unserer Mischna ▼erstehen sie Beide metaphorisch. Letzterer empfiehlt wohl an mehreren Stellen die ritaeile Kopfbedeckung, gleichsam in Parenthese, and als bescheidene Privatmeinung רש אומרים)־• _ (Fort«, folgt) Zur Chronologie. Von L. Cohen in Ree■ a. Rh. (Fortsetsang aas No. 40.) In G. Bri8oh’ -Geschichte der Jaden in Cöln and Umgebung“ ist Folgendes sa berichtigen: Band I, S. 31, Z. 11: Am Bästtage des Wochenleste8 (1096) 26. MaL — Dies war der 29. Mai. Vgl , Wiener’s ״Emek hnbacha“ S. 11. r 8. 40, Note 1, Z. 7.: 8t pHD L ־um. S. 65, Z. 3: Am 7. Tage des Monats Adar (Montag 1. Februar) 1197. — Der 7. Adar 1197 war am Dienstag, den 28. Januar and ist am Montag anmOglioh. Z. 11: Nach fünf Tagen (Sabbath 6. Februar). — Der 6. Februar war am Donnerstag den 16. Adar. Das gemeldete Ereigniss geschah am Sabbath, den 11. Adar (1. Februar). Vgl Wiener S. 37. S. 86, Z. 13 :_In Sinzig wurde die ganze Gemeinde am Sabbath, den 15. Jjar (Mai) 1266 in der Synagoge ▼erbrannt. — Der 15. Jjar 5026 m. d. F. 1שלנ war am Donnerstag, den 22. April. Dia Note 2 hat nach dem Mainzer Memorbuoh באייר רם ר VtQ und כיום הש3ת• Soll hier der Eingang des Sabbaths gemeint sein, so ist das Datum unmöglich, da der 15. Jjar nie auf Freitag fällt. S. 95, Z 17: Meinhard ▼on Görtz nahm den הר* *ם& gefangen am 4. Tamas 5046 (19. Juni). — Der 4. Tarn08 entspricht dem 28. Juni. Band II, S. 37, Z. 22: הו*י*ל& und dessen Bruder schrieben ein Fasten aas, welches ▼om 6.—8. October 1419 (bonntag bis Dienstag nach שכת כראשית) gehalten wurde. Für. diese Angabe wird aaf Wiener’s Emek habacha Note 218 verwiesen, welche die An- Sbe des EL Joseph ha Cohen, dass man nach der indsohrift des מהרי* ל, welche Luzzatto in ״oostersehe Wandelingen“ p. 79 ft. mittheilt, 3 Tage im Monate Bai (Chesohwan) gefastet habe, berichtigen -soll. Für das Jahr 1419 sind alle diese Bemerkungen nicht zutreffend. In demselben war שכת כראשית des Jahres 5180 am 24. Tischri — 14. October, der darauffolgende Sonntag bis Dienstag, also am .15. bis 17. October. Hiernach wäre Lazzatto, Wiener und Zmiz (synag. Poesie p. 48), auf welche sich Wiener beruft, -zu bezichtigen. Für das Jahr 5181 m. d. F. ג *Tn, in welobem כראשית am 27. Tischri, entsprechend dem 5. October 1420, gelesen wurde, würden dagegen die angegebenen Monatsdaten and Wochentage passen, keinesfalls aber für das Jahr 5179, welches nach den - angeführten Schriften nur gemeint sein kann. 8. 124, Z. 7 ▼. a.: R Alexander b. Jacob ha Cohen ' Wurde am Dienstag, den 26. Tamus 1704 begraben. — Der 26. Tamas 1704 5464 m. d. F. נב״ז war am Montag, tragen überhaupt; dagegen: ילד ראש! für Unbedecktheit (des Hauptes; welches aber Hebräisch vielmehr ילת ראש“® heissen < dttrtte, von 8רל, losmachen, entzügeln; daher wird es auch auf das Auflösen der Haare bei der ״verdächtigsten Frau“ und beim -^Zügellos werden des Volkes“ gelegentlich des -goldenen . Kalbes“ gebraucht, wie auch sonst, wo y® etwas Zügellos», and Ungebundenes bezeichnet. Auch wird der Leser gleich darauf, in Bermohoth 62 a, bei sonstigen körperlichen tfcSMiw. sangen von den Babbinen ebenfalls den Ausdruck £ן״£ g&- '.brauchen sehen. 8. 138, Z. 18: Am Dienstag, den 22. Ellnl (1766) warde in Cleve die Ehescheidung vollzogen. — Unmögliches Datum. Der 22. E3al 5526 m. d. F. 1'נ"hi war am Mittwoch. S. 142, Z. 13: Am Donnerstag, den 27. Febraar 1784 drang das Wasser in die Jadenhäaser ein. Der 27. Februar war am Freitag. Nach בכי נהרות S. 9 ist aber der Donnerstag ד ארר gemeint and aaoh hier statt dee 27. der 26. Febraar zu lesen. In demselben Bnohe s. 17 unten ist statt בלשרים ותמגיא כחדש פעכרווארי an lesen בעשרים ושמא. . 8. 145, oben;: בכי נהרות wurde 1785 gedruckt. — Das Draokjahr war 1784. S 148, Z. 18: Aeltestes Aktenstück der Gemeinde Cöln datirt ▼on Samstag Naoht יה* סרחשון ת״ק״ס״ב — Der 5. Chesohwan 5562 (1801) war am Montag. (Wird fortgesetzt) Litteraturbericht. Trauerrede^ auf Kaiser Friedrich III. (Schluss.) . Unter den folgenden Reden heben wir besonders die der TTTT Rabbiner Rippner, Schwarz und S alf el d hervor. Die der beiden ersteren ob des würdigen, angemessenen, ang dem Herzen dringenden Tones, der edlen, nicht an Überladung und Ueberschwenglichkeit — wozu ja die Gelegenheit sehr verlockend war, — leidenden, und nicht in’s Breite gehenden Sprache. Es werden auf wenigen Seiten alle Momente, die den Tod Kaiser Friedrich’s zu einem so tiefschmerzlichen machen ausreichend gewürdigt, ohne Anführung längerer Stellen aus den Reden nnid Proklamationen des Kaisers; wenn je galt hier das Wort: In der Beschränkung zeigt sich der Meister. Die Sch war z’sche ״Trauerrede“ hat nur an einer Stelle etwas Störendes; aaf der vorletzten Seite lässt der gesc)1ätzte Redner ״die deutsche Sulamith traaerverhüllt und ' trauererfüllt klagen: ״ דודי צחMein Trauter ... er hat j blos 98 )ריח Tage die Kaiserkrone getragen“ — eine solche Wort- und Zahlenspielerei lieben wir anch sonst nicht auf der Kanzel, sie gehört am allerwenigsten in eine Trauerrede. — Die Salfeldsehe Rede ist zwar nicht so knapp gehalten und bringt öfters Citate aus Ansprachen und Reden des Kaisers, aber nur znr Begründung des Textes (Jes. 16.5). Er flicht manche interessante Episode ein. So erzählt er: ״Baiser Friedrich war der Erste aus dem Hohenzollemhause, der als Kronprinz mit seiner erlauchten Gemahliu das Protektorat auch ütoi ausschliesslich jüdische Wohlthätigkeitsanstalten opferfreudig übernahm, so über das grosse Baruch- Auerbach’sche Waisenhaus in Berlin und über uie ״Friedrich Wilhelm - Victoria-Stiftung, eine Central-Versicherungs- und Pensionskasse für jttd. Gemeindebeamten Deutschlands. In genannten! Waisenhaus^, in welchem ich die Stelle eines Er- .ziehen bekleidete, batte ich Ende der sechziger Jahre selbst Gelegenheit, des hohen Entschlafenen wohlwollende Freundlichkeit zu bewundern. I)r war mit der Kronprinzessin zur Einweihang neuer Anstaltsräume erschienen, und trat, den Helm in der Hand, in den Festsaal ein. Die Waisenknaben sollten das fürstliche Paar mit einem hebräischen Gesang bcgrüasen, zeigten aber trotz aller Instruktion grosse Verlegenheit, denn sie wussten nicht, ob sie nach altem Brauch das Haupt bedeckt halten, oder vor der imponirenden königlichen Hoheit entblössen sollten. Der Kronprinz verstand sofort die Situation, lächelte freundlich den Kindern zu, setzte den Halm auf und der Zwiespalt in den i Ingen Seelen war gelöst. Aua der Fülle der auch an diesem T ige sich zeigenden Menschenfreundlichkeit des hohen Paares will ich nur noch eines unvergessenen Bildes gedenken. Naeldem der Kronprinz an die nm ihn sich schaarende Jugend eilige prüfende Fragen gerichtet hatte, nahm er aus der Mitti der Kinder einen lieblichen Knaben, Wiegte ihn auf den Inieen und unterhielt sich mit ihm in frohem Scherz. Welch herrliches Bild! Auf dem Sohoossedee mächtigen Hohensoller iprinzen, des Siegers von Königgräts, des zukünftigen Kaisers und Königs, ein jüdisches Wsisenknäblein! Wer hätte da noch zweifeln können, dass

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