Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 17 (1888)
- Issue
- N° 41. (11.10.1888)
- Date
- 1888-10-11
- Page
- Seite 159 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Malbim 1× ep/1002711
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5. Aber dieser Siegeskranx duftet j.ur dem er *ohöpften Kämjpfer, ohne vom Kampfe dispen■ siren za können. B-gPraktlseher TkeU (Str. 6—13). 1. Im Kampfe zwisohe nj JMel Mensch — ״wenn es gilt za herrsohl schirmen“ winkt am Ziele — Str. 6 und 7. 2. Im Kampfs mit der toten Matur winkt am Ziele die K an8t, die ״die Schwere“ überwindet — Str. 8 und 9.! egen sich der ״Anmuth nsoh und!en und zu freier Band“ es ״Gesetzes “P selber wird am Ziele die Pflioht, jetzt Fessel“, als sohön empfanden und findet keinen ״Widerstand“ mehr — Str. 10 und 11 4. Im Kampfe des Mensohen gegen das Uebel winkt am Ziele für den ״Schmerz“ die tragisoh schöne ״tapfere Gegenwehr des Geistes“ — Str. 12 und 13. C. Schluss (Str. 14 und 15)J Symbolische Deutung der Herouleq׳ den Kontrast: ״Leben und Ideal“, ״Kampf ׳Mythe auf ' und Sieg.“ Auflassung e letztere in m Seienden blickt, und qben Schüler Auflassung unkelheiten geben, man der Begel ist der Gejoriker, ein e trotzdem dicht von Schiller ist . bio- Di 1:1 Ge! Timm« b-äst lupg! Ich muss hier bemerken, dass meine weit von der allgemeinen abweioht, welcl! Sohiller’s ״Ideal“ eine Art hoch über alle schwebender platonischer Idee erl dann, neben der Bewunderung, die man sohuldig ist, da man natürlich nach solchei Schritt auf Schritt Schwierigkeiten und findet, anstatt dem Gtedanken Baum zu habe Schiller . .. nicht verstanden , mit Tadel gegen Schiller endet. Freilioh danke, man sei ein grosser Litterar-His Sohiller-Kenner ersten Banges und verstejj! 100 Jahre nach dem Erscheinen ein Sohiller nioht, etwas paradox. Aber eben Sohiller und nioht bloss eine S1 graphischer Notizen. Leider verbietet das uns hier vorschtf! unserer Untersuchung eine ausführliche dieses Gedichtes, welches die ganze ethiscl Gesohiohts-Philosophie und Weltansohau ihren Grundzügen nach in wunderbare^ enthält, zu geben. Dem aufmerksamen Schiller-Verehrer wird unsere kurze Di! ioh hoffe, genügen, um sioh selbst den Tiefe des Gedrohtes zu bahnen.*) — Eine klare Uebersioht des tiefen Ged! in diesem Gediohte war hier überhaupt geboten, um die innige Verbindung, in we! seine in ״Ideal und Leben“ ausgedrüo: sohauung und Philosophie der Geschieh biblischen Erzählung vom ״Baume des dem ״Baume der Erkenntniss“ gebracht ganzen Bedeutung erscheinen zu lassen. Wie tiefe Wurzel musste die Bibel Gteist geschlagen haben, wenn er diese Zeugnisse seines Denkens und eigensten Früohte auf den Zweigen bibliaoher Vors soheinen lässt! — Nun wollen wir aber zeigen, in welch ur genialen Weise Sohiller die biblisohe Erzählung gan: im Geiste dieser seiner Weltanschauung umgedeatet hat. (Sohns■ folgt) *) Eine ausführliche Erklärung das SohUlerachkn Qediohtea gehört nioht in den Bahnten dieses Blattes und? ird von mir an anderer fachwissenschattlioher Stelle ersehenen. Doch werde ioh auch in diesen Blattern noch in einem i nfsatee aber ״Sohiller*■ Religions-Philoeaphie״ darauf *urttokkommen. O. ebende Ziel Besprechung thetisohe Schillers Präoision Leser und bsition, wie eg in die ankengange8 jnur darum!]{ohe Sohiller Weitenmit der ibens“ und t, in ihrer 1k» Je Lb hu 1a e leist Sohiller’s ten Er- Wesens als!!ellung er- Unsere Orthodoxie im Lichte wissenschaftlicher Religionsbetrachtung. Von einem freisinnigen Theologen. In Nummer 36 dieses Blattes maoht mir Herr Dubowsky, von dem ioh augenblioklioh nur weise, dass er das Gebot des Q*TI ״ כיסויfortwährend* za erfüllen hat, den Vorwurf, dass ioh einen Vers aus der Thora nioht gehörig zu übersetzen verstehe. Das ist für einen wissenschaftlich gebildeten Theologen ein schwerer Vorwurf. Trotzdem würde ich nooh immer glauben, dass der Wortsinn von TTT Mos. 17,13 keine andere Uebersetzung zalasse, als: ״Jedermann von den Kindern Israels und von den Fremdlingen, der sioh unter ihnen aufhält, der jagt Wild oder Vögel, welohe gegessen werden dürfen, und (so. naohdem er sie erlegt hat) deren Blut vergiesst, 8011 er es mit Staub bedecken“. Naohdem aber Harr Dubowsky mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass ein geschossenes Thier גבלה e«i and man dessen Blut nioht bedecken müsse, habe ioh meine Meinung geändert, besonders, da ioh mich erinnerte, dass auoh I8ak seinem Sohne Esaw, als er ihn auf die Jagd sohiokte, befahl, das Sohlachtmesser gehörig zu schleifen, oder, wie wir sagen, den Chalaf zu stellen (Basohi zu I. Mos. 27, 3), woraus klar hervorgeht, dass man seit ältester Zeit auf Jagden das Wild anlockte, (mit Sohlingen und Fangeisen, wie Herr D. meint, hält das schwer, weil in den ersteren das Thier sioh . sehr leicht erwürgen kann, während in letzteren ein Beinbrach die wahrscheinliche Folge ist, was das Thier טרסה maohen könnte) um es dann kosöher zu sohlachten. Die Widerlegung ist genau 80, wie die eines alten Talmudisten, der nioht begreifen konnte, wie die Ketzer die Erschaffung der Welt leugnen können, da sie doch dann die Mischna von כי* מאמרות nioht ver• stehen. Im Uebrigen war das angeführte Beispiel eines von den vielen, womit ioh beweisen wollte, dass der Talmud in einzelnen Fällen das Schriftwort za äusserlioh behandelt, hingegen ist es mir nioht im Entferntesten eingefallen, dieses harte Urtheil auf alle talmudisohen Sohrifterklärungen anzuwenden. Gerade im Gegen theil meine ich, dass manche talmodische Erklärungen dadurch, dass sie über den Wortlaut hinausgehend, den innern Sinn der Sohriftstelle erfassen, ein bleibendes Muster erbaulicher, wahrer Schrifterklärung sind, so z. B. der Ausspruch R. Abbas (Aboda tara 19 b): Ein Schüler, der nioht reif ist für die Oeffentliohkeit und öffentlioh hervortritt, von dem steht geschrieben: ״Zahlreiche Gefallene hat sie; gefällt“. (Spr. 7.27) Der Grund, dass man nur Blut von Wild und Geflügel bedecken dürfe, weil diese seine rein irdisohe Bestimmung hat und nioht als Opfer gebraucht werden kann, ist so geistreioh, dass ihn Samson Hirsch erfanden haben könnte, bei Malbim steht er nicht •׳ Wer aber eine Ehrenrettung des Talmud unternimmt, der muss vorher mindestens die Partie lesen, über welohe er spricht. Nun sagt Herr D. wörtlich: Ist es (das Blut) durch den Wind bedeckt worden, so ist es eben oedeokt and er braucht es nioht zn bedecken, hingegen steht in der Misohnah: fTPFl ¥100 חייב לכסות. Wm heisst das za deutsch ohne talmudisohe Deutelei? Zum Schlüsse erkläre" ich, dass ich über diesen Punkt mieh unter ke i n ejr Bedingung in eine weitere Polemik einlassen werde. Der Verfasser des obengen. Artikels.