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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1888-10-04 · N° 40. (4.10.1888) · p. Seite 155

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
17 (1888)
Issue
N° 40. (4.10.1888)
Date
1888-10-04
Page
Seite 155 (sequence 4)
Language
German
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gen* Tir wie im Staat erscheint der Mann mit entblösstem Kopfe, die Fraa aber bedeokt. Die mohammedanische Welt folgt, dem altasiatisohen Brauohe, in der Mosolji Oefientliohkeit überhaupt mit vollem einzufinden. Dieser, wie der Bart, gehört hauptsächlichsten Merkmalen des vornehm ei Den Turban oder den Bart unehrerbietig gilt als die höohste Beleidigung. Beid< 1 Symbol der Mannhaftigkeit: man schwört selben. Die heutigen Griechen und Ma den Turban in Miniatur bloss, den F e 8 8; liohe mohammedanische Welt aber, die Tür 1 und asiatischen Moslems tragen den vollje: die orthodoxe Kopfbedeokung, nioht den Fess, weil jener allein den ursprünglichen ״Salma ,למה®; Simla ,מלה®!“ hebräisch-bil) stellt, um den Kopf gewunden wird und theilweise herabhängt. In dieser Form : er an seine ursprüngliche Bedeutung, als Gesiohtsverhüllung, als Hülle für den Mann während die Frau im Orient heute Schleier trägt und vom Soheitel bis zur Z einhergeht. Das Alte und das Neue Testamei diese Strenge zu mildern und die Position zu bessern, sie verlangten blos, dass sie in lichkeit bedeckten Hauptes, aber nioht ve: scheinen solle. Es blieb so im Westen, so nigen Terrain der liberalen Bibel, sie dem Koran weichen. im Os:< natürlich, ee und der ban sioh in zu den n Mannes, berühren, sind das bei den- ,dien haben die eigenten, Araber in Turban, reformirten Shawl, (die lisoh) darzur Seite ur erinnert Kopf- und zu dienen, rban und verhüllt nt suohten der Frau ler Oeffentij-mummt erdem alleien musste dhe Nachdem wir gesehen haben, wie es I um diesen Brauch in der orientalischen und der oocidentalen Welt, wie in der althebräischen Bibel und im neuen Testament, wie in der Christenheit und 1m Mohammedanismus steht, behalten wir uns von über den Parsismus und seine Stellung zu den biblisohen Religionen, und speziell in Bezug auf erwähnten Brauoh im Verfolg dieser Arbeit zu sprechen. Fü(r jetzt aber wollen wir die Frage untersuchen: Was ^agen über diesen Brauoh die Misohna, der Talmjid und die Rabbinen aus?! Zur Chronologie. Von L. Cohen in Rees a. Rh. I (Fortsetzung aus No. 39.) I Heft QI desselben Verfassers, Lemberg 1865 bei S. L. Kugel 102 unpaginirte SS. j No. 13: R. Abraham b. David 8tJ יום נ׳ די אב פ־־ב®. — Der 4. Ab 5382 m d. F. הק״ו war am Montag. | Am Schlüsse der Bemerkungen zur Grabschrift No. 22 heisst es: ונם כאן צריך להניד. כ״א אדד ושם נזדמן הפרשה הנ״ל או א' ניסז. Es ist der Woclenabsohnitt ויקרא gemeint. Dieser wird aber nie a|m 21. Adar gelesen, weil dieser nie auf Sabbath fällt, und nur in den Jahren m. d. F. הכ״ז am 1. Nissan. Heft IV desselben Verfassers, Len Verlag von G. Soohestow, Druok von Po! und 110 fehlerhaft foliirte Blätter. Vorletzte unpaginirte S.: Der angeblich älteste Grabstein, der Frau Mi rj am, T. d. Samuel gehörig, hat das Datum ביום א׳ ב׳ תמר ק״ם לאלף השישי. - Unmögliches Datum; der 2. Tamus 5140 m. d. F. בש״ה war am Mittwoch. Grabstein No. 46: Die Märtyrerin Adel, T. d. r Mo ses st. ביום ד עש״ק כ*ז אלול ת״ע (Vgl. Heft n zu No. 46). Bl. 70, No. 8: Vgl. Heft I zu No. 2. berg 1869,!remba, (18) No. 11: VgL Heft I zu No. 3. No.,22: R. Jekuthiel SaLxnon b. Henooh st. אור ליום חמישי ב׳ תמוז שצ״א. - Der 2. Tamus: 5391 m. d. F. זש״ה war am Mittwoch. No. 24: B. Eiiah Kalmänkas st. יום ב, ט׳ דמן שצו; auf der zweiten Seite steht: er starb ביום א׳ und wurde begraben VC® כיום ב, ש ניסן* — Diese Angaben widersprechen sioh; VC® ist wohl ein Druokfehler für ציו®, da der Verstorbene nioht 10 Jahre vor seinem Tode wird begraben worden sein. Sollte er aber wirklioh sioh auf dem Grabsteine befinden, so wäre dieses eine unverzeihliche Gleichgültigkeit des Verfassers der Insohrift. -•* jl BL 92 b Schluss des ersten Artikels. VgL Heft HI zu No. 22. Es ist zu bedauern, dass sioh in diesem 4. Hefte der hochinteressanten Sammlung alle Fehler der^früheren Hefte wiederholen und die ganze Einrichtung des sehr schätzbaren Werkes so Manches zu wünschen übrig lässt. Eine neue beriohtigte Ausgäbe, welche die sämmtliohen Lieferungen vereinigte, würde um so eher dankbare Käufer finden, als die einzelnen Lieferungen gänzlich vergriffen zu sein scheinen. Herr Dr. E. Merzbaoher in Münohen hatte die Güte mir auf Veranlassung des Herrn R. N. Rabinowitz das seltene Werk leihbar zu überlassen. Beiden Herren hierfür meinen innigsten Dank! , (Wild fortgesetzt.) Litteratur bericht. Recensioneii. Pressei, Wilhelm. Die Zerstreuung dee Volkes Israel. Zweites Heft: Die Stufen dieser Zerstreuung. Heilbronn 1887. Verlag von Henninger. Es ist eine der wichtigsten Errungenschaften der neueren Geschichtsschreibung, dass sie bei der Sohilderung der äusseren wie der inneren Begegnisse eines Volkes vorzugsweise auf die veranlassenden Ursachen ihr Augenmerk richtet, durch welohe die einzelnen Vorgänge herbeigeführt worden sind. Je bedeutsamer die Ereignisse dem Auge des Lesers erscheinen müssen, sowohl, was die Fülle und Grossartigkeit dar geschichtlichen Erscheinungen anbelangt, als auoh, was die Erkenntniss ihrer Folgen und Wirkungen betrifft, desto mehr hat der Historiker darauf zu achten, dass er ein treues und umfassendes Gemälde von all den Motiven entwirft, durch deren Wirksamkeit all *die geschilderten Begebenheiten, gleiohsam mit der Noth wendigkeit eines Naturgesetzes, sioh vobziehen mussten. Wie gross auoh sonst der Zauber der Darstellung bei einer Schilderung von geechiohtliohen Vorgängen sein möge und wie sehr derselbe auoh für den Augenbliok geeignet ist, die Aufmerksamkeit und das Wohlwollen des Lesers zu erweoken — sobald die Darstellung derjenigen Grundlage entfaehrt, welohe die Gesetze dieser Ersoheinunge n ausmaoht, erhält die Geschichtsschreibung den Charakter der Mythe, für deren Glaubwürdigkeit die innere Ueberzeugung fehlt. Aber die Gesohiohts- Wissenschaft lehrt uns auoh die umgekehrte Erfahrung: Es können die erzählten Vorgänge voll und ganz der Wahrheit und den wirklichen Thateaohen entspreohen, aber die vorgeführten Gründe und Ursachen erweisen sioh ganz und gar als Mythe, als der Auedruok persönlicher Stimmungen und vorgefasster Meinun gen. Zwar wird der Fluss dee geeahiohthohan

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