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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1888-05-17 · N° 20. (17.5.1888) · p. Seite 77

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
17 (1888)
Issue
N° 20. (17.5.1888)
Date
1888-05-17
Page
Seite 77 (sequence 4)
Language
German
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lt Red fernte, eine Versöhnung nicht unmöglich ]Beispiel Mendelssohns veranlasst© viele Gelehrte Deutschlands, ihre Aufinerksju Schriften Spinoza’s znzuwenden.— Zam merkte Redner, dass Spinoza als Philosob gebühre, dass er aber als Jade uns nie Würde er (Redner) zwischen der geisttödt^i sophie Schopenhauers und den Lehren wählen haben, so würde er sich za Philosophie bekennen; handele es sich Bibel und Spinoza’s Lehre, so würde Psalmisten sagen: ״Ich halte Gott stets ist er zu meiner Rechten 80 wanke ich Professor Pollock drückte dem vollen Beifall aus und bemerkte dabei, g! sein, um über die Beziehungen, in wel zu den jüdischen Philosophen des Mittel^! Aufklärung zu erhalteu. Man rc behutsam sein, ehe man die Behauptu׳ Schriften auf diejenigen anderer Gelehrt geübt haben oder umgekehrt, als erwiesei. könne. Er glaube z. B, dass einige gei «onen zu beweisen versucht hätten, dass Swedenborgs manche Lehren Spinoza’ So triSt man auch viel TJebereinstimmend|e: Sp. und den Büchern der katholischen 14. Jahrhunderts; aber dennoch isi es s! scheinlich, dass Sp. diese je gesehen scheinlich aber ist, dass er viele seiner Maimonides und andern hebräischen Philo lehnt hat. Wenn er auch selbst nicht seine Vorgänger benutzt zu haben, so der Gewohnheit der Schriftsteller seines J1 Was nun seinen ״Theologisch-politische anbetrifit, so wird er gewiss allen, welch י Voreingenommenheit gelesen haben, als künsteltes und Haltloses erschienen sein. väre. Dieses andere jäd. mkeit den i kthlusse be-!h alle Ehre angehöre, nden Philo- Sjlpinosa’s zu 8! ־ Letzeren ober um die;r mit dem vor Augen; dicht.“ chsn t g, ner seinen ^kommen zu Spinoza lters stand, imlich sehr , dass Sp. en Einfluss betrachten iitreiche Perdie Werke |9 enthielten, s zwisohen Mystik des 4hr unwahr- Wahr- Ideen dem sophen entanerkennt, dieses in |hrhunderts. Tractat“ ihn ohne etwas Ge- C. 1 at. l;1g n Zur Chronologie. Von L. Cohen in Hees a. Rh. (Fortsetzung aus No. 19.' No. 78 und 79: St. 1631 1. 1630. No. 80: Feitel Schik und seine Gattin starben יום < כ־־נ בסלו ואשתו יום הי ב": טבת שצ׳א לפ*ק. — Der 23. Kislew 5391 m. d. F. ושיה war am Donnerstag und der 23. Tebeth am Sabbath; das erste Datum ist zudem unmöglich, da der 1. Kislew nie auf Sabbath fällt. St. 1631 1. 1630. No. 84: Mordechai, S. d. Abralitm Itingen st. יום א כייח ניםן שצ“א• — Unmögliches Datum; der 28. Nissan 5391 m. d. F. 1ש״ה war am Mittwoch; wahrscheinlich muss es פה statt כ״ח heissen, denn der 25. Nissan fiel auf Sonntag. No. 85: Gerson, S. d. Moses .Co ד דך פיק שצ״א• - Der 27. Siwan 5391 war No. 86: Menuoha, T. d. Avigdoi ד-;יפן שצ״א• — Der 4. Nissan 5391 war am No. 87: Liber mann st. אייר שצ״א Unmögliches Datum; der 13. Jjar 53 Donnerstag. No. 91: St. 1633 1. 1632. No. 92: Nachla, T. d. Lipmann 8t. כיום ב, ר חשח שציג. - Der 6. Cheschwan 5393 m. d. F. הפז war:am Donnerstag. St. 1633 1. 1632 No. 93: St. 1633 1 1632. No. 95: ... SohnSaiomons st. יום ד פב *לול שצ״ד. — Der 22. Elul 5393 m. d. F. n״rp war am -Freitag. No. 96: Aaoher, S. d. Salomon 8(. יום 71 כים אלול שצ״ד־. — Vergleiche vorige No. an hen st. יום Freitag, st. •ביום ד Sonntag. — .יום פ י“ 91 war am No. 98: St. 1635 1. 1634. No. 103: St. 1636 1. 1635. No. 104: David Daj an aui Prag 8t. יום ה' 3דז תשק שצ״ו. — Der 16. Cbesohwan 5396 m. d. F. הח*א war am Sonntag. St. 1636 1. 1635. No. 105: Reohle, T. d. Hirsch Fleech 8t. יום ר פ׳ה תשון שצ׳ו. Der 25. •Chesohwan 5397 m. d. F. גפיה war am Sonntag. St. 1637 1. 1636. No. 107: Gatel, T. d. Jaoob Teumim 8t. יום ד־ ה׳ חמה שצי־ז• — Der 5. Tamus 5397 war am Sabbath und ist am Mittwoch unmöglich. No. 108: Abner 8t. יום ר דו אדר ראשק שצ״ח. — Das Jahr 5898 m. d. F. זעו נ war ein gewöhn- Hohes Jahr und kann daher von Adar I. nicht die Rede sein. St. ר׳ו ist wohl פיו za lesen, denn der 26. Adar fiel auf Freitag. No. 109: St. 1638 1. 1637. No. 111: St. 1639 1. 1638. No. 116: Ascher Horowitz 8t. יום פ חי פיק שצ״ט• — Unmögliches Datum; der 8. Siwan 5399 m. d. F. הש׳ג war am Freitag. No. 119: St. 1640 1. 1639. No. 120: Chaidei 8t. יום א־ ד חשק ודיו לפ״ק. — Dieses Datum passt für 5416 (1655) m. d. F. זח״ א in welohem der 7.■ Chesohwan auf Sonntag fiel, nicht aber für das Jahr 5400 (1639) m. d. F. הפז, in welehern der 7. Chesohwan am Freitag war. Es ist also תי״ו nicht als ein Buchstabe ת, sondern als Zasammensetzung aus 3 Buchstaben zu lesen und der Zahlenwerth jedes einzelnen zu berücksichtigen. Statt 1640 lese man daher 1635. (Vergl. auch Grabstein No. 214.) No. 121 u. 123: St. 1640 1. 1639. No. 128: Witoria, T. d. Sanwel 8t. ביום פ א׳יך חשון ת" א. — Der 21. Cheschwan 5401 m. d. F. בח״ג war am Dienstag. St. 1641 L 1640. No. 133: Juda Löb, S. d. Isaao st. יום ד,‘פיח תשרי ת״נ. — Unmögliches Datum; der 28. Tischri 5403 m. d. F. הפה war am Mittwooh. St. 1643 1. 1642. ' No. 135: Das Datum ist aus der Inschrift nicht zu ersehen. (Wird fortgesetzt.) Litteraturbericht, Recenöionen. ״lieber den jttd.-deutschen Jargon“ von Dr. Moritz Grünwald. (Prag 1888, Pascheies.) Die Bereicherung der jüd. Apologetik um dieses 16 seitige Schriftchen ist keine sehr werthvolle. Der Wille ist gut; aber—desant vires. Und wie voll nimmt der Verf. den Mandl Und wie steht das im grellen Contrast za der Leistang! ״Dass wir nach Kräften die Arbeiten über deutsche Mundarten durchforschten, ist wohl zu sagen überflüssig, und wollen wir, die uns am meisten anspraohen, hier erwähnen: Frohman: ״Die deutschen Mundarten“, Schmeller: ״Baierisches Wörterbuoh“; Sohröer, ״Ein Ausflug nach Gottschen* — sagt der Verf. (S. 8). Mein Gott, bei der 80 erfreulich üppig angewaohsenen Litteratur der deutsehen Mundarten, Frohman, Schmeller, Sohröer, unbekannte Namen, als Autoritäten anführen, ״lässt schon tief blicken“. — Die Methode ist auoh eine ganz originelle, in welcher der ״Jargon“ rehabilitirt werden soll. Aus Sohröer wird das ״Vaterunser* im Gottsohner Dialekt zitirt, daneben das Vaterunser, in den ״Jargon“ vom Verfasser übersetzt und die Aehnliohkeit mitdem Gottsohen’sohen als Berechtigung des Jargon für eine-deutsche Mundart 1a gelten genommen. Die Mühe wäre au sparen gewesen. Das« m äMUttütottiätiiati

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