Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 17 (1888)
- Issue
- N° 15. (12.4.1888)
- Date
- 1888-04-12
- Page
- Seite 57 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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'Wärm« ((;חיל-דמורדז נחיל מל דבוריב») apg •י ב.לי?ל allerdings aujoh sobstantiv, ja neben דצ1ר, and zwar B. dies alle■ einem Heid! .לפונש חורפא שבשתא oder einen Schiri wendet; endlich ai sonefc nejfc$jn «40׳ dem Bealsubjtaptiv M. 15,9; Pb. 41,9; anheim entgehen ko! arm Beinen ,Her findet sieh em Reallcat’-ezooben: 101,3. Wie mnte? Nun, Litte rat urbericht. Recensl orten. Neubauer, Ad. Aneodota Oxoniential eto. Oxford at the Clarendon Pre«8 1887.; (Fortsetzung aas No. 11.) | Das erste der von Neabaaer veröffentlichten jüdisch-gesohichtliohen Werke des Mittelalters ist, wie Eingangs bemerkt, der Soherira-Brief. Ei sind hierbei nioht nur die beiden Texte, der spanische and der französische berücksichtigt, sondern jeder von beiden mit einer tadellosen Gewissenhaftigkeit nach vorhandenen Dracken und Handschriften festgestellt and mit der Angabe der wichtigsten abweichenden Lesearten versehen. Der spanische Text ist auf Grand einer Handschrift der Bodlejana, einer I jetzt Herrn A. Epstein in Wien, früher Herrn Halberstamm in Bielitz gehörigen Handschrift and des ernten Druckes (1566 in Konstantinopel) festgestellt Boi der Fest- Stellung des französischen Textes sind nicht nur die beiden von Goldberg 1845 und 1873 veranstalteten Ausgaben, die des Da־. Wallerstein vom Jahre 1861 berücksichtigt worden, sondern auch die Pariser Handschrift, welche der W. Ausgabe zu Grande liegt, die Handschriften von| Parma, Wien und Oxford. Neben dem längeren Text des Scherira’f ohen Briefes ist aber noch ein kürzerer vorhanden, als einzige Handschrift in Britisch Museum und ein Druok veröffentlicht von Filipoajsky 1855. Neubauer hat auch diesen Text veröffentlicht. Bei dieser Gelegenheit verbessert N. einen Irrthum, den er in seinem Katalog über einen angeblichen Anfang des Sc ierirabriefes begangen hat. Von den 41 Seiten das Sohenrab riefet 1 mit seinem längeren Texte hat Becensent 14 gelesen. Es stellt sich auf jeder Seite heraus, dass der Herausgeber mit peinlichster Sorgfalt und Genauigkeit die Texte vergliohen und daraus einen solchen Text hengestellt hat, der im Vergleiche zu den abweichenden Lesarten als der bestgewählte bezeichnet werden muss. Freilioh habin sich solche Abweichungen, die den Sinn einer Stelle wesentlich verändern, entweder das Gegentheil oder etwas anderes sagjen, dabei kaum finden lassen. Doch zeigte sich an einigen Stellen sehr dentlioh, wie viel klarer der spanische Text ist und wie die meist auf den französischen Text gegründeten späteren Ausgaben daduroh an Klarheit eingebüsst haben. Solche Stellen sind S. 5, wo das Subjekt eunes Satzes, רבי עקיבא, in den französischen Aasgaben fehlt and mit Sicherheit aas dein Zusammenhangs nicht za ■ergänzen ist; eine ähnliohe Stelle S. 7, wo wiederum der spanische Text mit seinen Ergänzungen den Zasammenhang deaflioh macht. Es ist demnaoh dap Urtheil wohl bere shtigt, dass djLjpe Ausgabe des. so Überaps tfiphf^jen and lehrreuj^ep Soherirabriefps durph die klassiaoh 9, Genaaigkeit des Herausgebers 'thatsäohlioh ats jine neue and werthvolle za bezeichnen ist, die alle bisherigen ap Zuverlässigkeit übertrifft. Der ^kürzere jScherirabrief ist naafy H•'* Jfeioüng־ nioht de» urspfähgI1öfie| "sondern höohstenz dm iff^epte Abschrift der A&Ntort. Was Herausgeber aripsr ״oopy* hier meinen kätfn, ist darhm nicht ganz verstänaliah, weil dieser kürzertre Brief, wenn aaoh im Gedankengange gTeibh, doch thatsäohlioh sioh zu dem grösseren wie׳ am Auszug za einem grösseren Werl» verhält. Meint nan N., dass Soherira erst den kürzeren Brief geschrieben and dann den längeren. Es scheint, als wenn der kürzere thatsäohlioh ein Auszug aas dem grösseren ist, da er den Gedankengang fast nur aas Sätzen zusammen stellt, die fast wörftioh dem grösseren entnommen sind, also nur wie ein Referat sioh liest Er wird daduroh sogar für die Tertvergleiohnng interessant and werth voll. (Fortsetzung folgt) Joma, der Misahnah-Traktat ,,Versöhnungstag* heraasgegeben and erklärt von Prof. Hermann L. Straok. Berlin, Beuther 1888. Vorliegendes Werkohen von 40 Seiten, No. 3 dar Schriften des Institatam Judaicum in Berlin, ist eine sehr fleissige Arbeit des aaoh als Talmadkenner bekannten Professor Straok, and hat aaoh in so fern wissenschaftlichen Werth, als die Lesarten von vier Codioes und zwei alten Ausgaben verglichen and in den Noten am Bande aaoh angemerkt sind. Ob es für seinen Hauptzweck: Das Studium der Mischaa dem christlichen Theologen zu erleichtern, geeignet ist, erscheint mir sehr fraglioh. Sowohl sachliob, als dem Idiom naoh׳ steht die Misohnah dem christlichen Theologen za fern, als daäs ein so dürftiges Vooabalarium hinreichen sollte. Was kann es da dem vor lauter Fremdartigem stehenden Leser nützen, wenn er in den Noten die verso iedenen Lesarten gewissenhaft aufgezählt bekommt? — Ausser diesem gewissenhaften Referat über die Lesarten hat es fast gar keinen wissenschaftlichen Werth. Prof Straok soll ja den Talmud ganz gut lesen können; er hat, irre ich nioht, den Unterrioht des gelehrten Dr. Steinsohneider genossen. Er ist nan flügge geworden and will sioh über seinen Meister erbeben, und das bekommt ihm und seiner Arbeit sehr sohleoht. ln der sehr kurzen, dürftigen Einleitung (S. 8) sagt Straok: ״H. Cot. Berolin. Orient 567 fol. Misohna mit der hebräischen Uebersetzang des Commentars von Maimonides. Von Steinschneider a. a. O. No. 24 S. 9 (״gute Lesarten . . eine der werthvollsten hebräischen Handschriften*) stark überschätzt .... Die Lei arten verdienen Erwähnung fast nur, wenn eie aaoh anderweitig bezeugt sind.' Strack hätte besser gethan, wenn er nioht mit soloher Souveränität über Steinschneidere Urtheil sich hinweg gesetzt hätte. Stein- Schneiders Urtheil ist da doch mehr werth, als der Schematismus, dem Straok folgt, and der naoh seinen. Worten in folgendem besteht: tDs C, A and N (ood Cambridge 470, Berolin. 567, and erste Ausgabe der Misohna Neapel 1492) aas Vorlagen sehr verschiedenen Ursprungs stammen, habe ich die Uebereinstimmang dieser 3 Zeugen als ausschlaggebend für die Textes- L .. .. . -i- י mischnaitisohe Idiom nioht geläufig ist. Aber Steinschneidere mischnaitisches Sprachgefühl wiegt solchen Schematismus auf In der That hat der von Stein- Schneider gerühmte Codex die bessern Lesarien, spie man sioh auf Schritt and Tritt überzeugen kpnn, and Straok’s Aasgabe bietet mit den von ihm redpirCSh Lesarten dem Mischnakenner eine holperige Strasse, die ihn jeden Angenbliok stolpern macht. Es gehört eben dazu mehr, als die Konst, einige Codices lesen sn können. Um nar einiges aas den ersten Belässt