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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1888-03-08 · N° 10. (8.3.1888) · p. Seite 39

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
17 (1888)
Issue
N° 10. (8.3.1888)
Date
1888-03-08
Page
Seite 39 (sequence 4)
Language
German
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Zur Chronologie. Von L. Cohen in Rees a. Rh. (Fortsetzung aus Ko. In Dr. B erjliner’s לחות אבנים] Hebräische Grabinschritten in Italien (1. Th. 200 Insobriften ans Venedig, IG. und 17. Jahrhundert). In dieser interessanten Sammlung sind folgende Daten zu berichtigen: No. 7: 4 \ים ה, ה׳ אלול השום־ ד- Der 5. Elui war am Dienstag. No. 8: ו׳ בהכנסת כלה ר כסלו השכרה dk — Der 6. Kislew war am Sonntag. [ S. 16 oben: Lob Saraval slt. 8t. 1617 in Venedig. — Zunz’ ״ Monatstage u hat Mantua. Was ist richtig? No. 54: יום כי שמת וינפש שפ״ד ט■ ירחדו — ünmögliches Datum; der 9. Siw!Jjar) 5384 m. d. F. .בש־ה war am Sonntag. No. 57: יום ה• כ• א פיק השפ״ו. — Der 21. Siwan 5387 m. d. F. 1בש״ד war am Sabbath. No. 86: יום שבת כ״חשון שכה■ — Der 20. Cbeschwan 5354 m. d. F. בד1״נ war am Montag. No. 148: כיום א׳ ט־ ניסן השע-ב[ — Der 9. Nissan 5372 m. d. F. הש־ס war am Mittwoch. No. 184: ה־ כ׳ כסלו השנ״ב. Datum. Der 20. Kislew 5352 m. Freitag. Die Irrthijmer in No. 177 nt Verfasser nach{ Soave berichtigt. Un mög 1 i che 8 F. הכ״ו war am 1 191 sind vom Den Berichtigungen zu Dr. Lewysohn’s נפשות צדיקים in No. 15—16 des Litt.-Bl. 1887 sind folgende nachzutragen: No. 30: IL Abr. Samuel fiacharach wurde am Dienstag den 3. Siw (Jjar) 5375 (1615) begraben. — Dieses Datum ist zweifelhaft, veil der 3. Jjar auf Sabbath fiel und widerspricht, auch der Anmerkung (S. 54 Z. 4) wo es heisst: ״Sein Todestag, den 27. Jjar (Gh. Jair f. 272) wodes Verfassers tag war Dien durch das Dalum im Epitaph erglänzt wird.“ Hierdurch wird aber das Datum des Begräbnisstages noch zweifelhafter; war nämlich der Sterbetag am 27. Jjar, so kann der Begräbnisstag nicht am 3. Jjar gewesen sein. j S. 71, Z.;18: Jacob, Sohn aes Jospa Schames st. Sonntag den 9 Chesehwan 166 (. — Der 9. Cheschwan 1667 (5428 m. d. F. כחי ג) wa:r am Donnerstag; im Jahre 1666 und 1668 dagegen am Sonntag. No. 41: St. 1732 1. 1731. No. £8: Isaac, S. d. Moses ביום מרגיל. — Der 22. Jjar 4946 am Dienstag.., No. 50: JtJrania st. בששה באז+ר ביזם א׳. — ünmö gliches Datum; der 6. Adar הל״ה (welche Jahreszahl auch dem Verfasser verdächtig scheint) m. d. F. בש״ו war am Montag; der 6. Adar kann nie auf Freitag fallen, da Neumond Adar fällt. No. 55: {David der Märtyrer st. כא מרהשק קיום ב־ תתקכ״ח Unmögliches Datum; der 21. Marcheschwa 1 4928 m d F. זש״ג war am Sonntag. St. 1168 1. 1467. No. 57 : Bonafila, T. d. Moses st. ביים ד׳ כ״ד באייר תתקצ׳יו■ — Der 24. Jjar 497 am Sabbath. Wahrscheinlich lesen TT'3, denn der 28. Jjar war No. 60: St. 1731 1. 1730. S. 111, No. IX Asarjah b ראשון יומא׳ ליא• — Unmögliches Datum in jeder Hinsicht. Das Jahr 5031 m. d. F. הכ״י war ein gest.כ״ב באייר תתקמ״ו m. d. F. הח״א war nie auf Sonntag 6 m. d. F.הש׳ ג war ist aber st. TO zu am Mittwoch. Jo 8 ep h st. ר באדר;wohnliches Jahr und kann deshalb von ’ Adar ' risohon nicht die Bede sein; ferner kann der 6. : Adar weder in einem gewöhnlichen noch in einem Sohaltjahre auf Sonntag fallen, da Neumond Adar I und II nie auf Dienstag fallen; der 6. Adar 5031 war am Mittwoch. loh halte diesen Irrthum für einen solohen des Gopisten, der wahrscheinlich den Wochentag 8t. des Monatstages gesetzt hat und vioe versa, denn der 1. Adar war am Freitag; das Wort risohon bleibt natürlich unerklärlich. No. XH B. Joseph b Ephraim 8t. כס באייר יום ו׳ ששים וארבלה לאלף הששי. — Der 2. Jjar 5064 m. d. F. הש*א war am Mittwoch. Litteraturberieht. Recensionen. Jutrosiu&ki, Dr. M. Director des Beichenheini-' sehen Waisenhauses zu Berlin. Die Waisenpflege in der Berliner jüdischen Gemeinde. Ein Vortrag. j Berlin 1887. I Es verdient alle Anerkennung und Beachtung, wenn der Leiter eines 80 humanen Instituts, wie das ist, dem der Verf obigen Werkchens vorsteht, nicht bl088 die Mitglieder der Gemeinde, in deren Mitte er wirkt, über die Genesis und den Zweok seiner ihm anvertrauten Anstalt öffentlich belehrt, sondern auoh weiter stehende Kreise darüber instruirt und ihnen einen Einblick gewährt in das Thun *und Treiben solcher Institute, wie sie nicht jede Gemeinde aufzuweisen hat. Darum muss obiges Thema, von oben genannten Autor behandelt, sowohl jedem Hörer Interesse abgewinnen, als auch in jedem Leser den Dank hervorrufen für dessen klare und belehrende Art, mit der er es verstanden, die Entwiokelang und den Bestand der hervorragendsten Liebeswerke in der Berliner Gemeinde vorzuführen. Ausgehend von dena.. Gedanken, dass in der h, Schrift und in der'späteren jüd. Litteratar Gebote und Mahnungen, die Waisen liebevoll zu behandeln und sioh ihrer anzunehmen, sehr oft ausgesprochen werden,,— im Gegensatz za den Grieohen und Bömern, bei denen eine mensohenwürdige Versorgung der Waisen nicht stattfand,— setzt der Verf. in seinem Vortrage ebenso richtig, wie interessant auseinander, wie bei den Jaden diese Art der werkthätigen Liebe nur das Erbarmen mit dem ״Ebenbilde Gott38“ zur Ursache hatte. Daher kam es, dass da, wo sich viele Glaabensbrüder zasammenfanden, sioh sofort das Bedürfniss herausstellte, zumal ein ausgedehnter, weltlicher Unterricht sioh geltend gemacht, auch jüdische Waisenhäuser in’s Leben zu rufen. Die erste Waisen-Erziehangsanstalt za Berlin knüpfe sich an den Namen Moses Mendelssohn, zu dessen Andenken in dieser Anstalt arme Waisen ״sorgfältige and zweckmässige AusbildaDg“ erhalten. Ene zweite Ersiehaags-Anstalt wurde von Frau Cosmann-Meyer in's Leben gerufen, im Jahre 1833, diese wird von gleichgesinnten Frauen auoh jetzt noch gefordert und unterstützt. Die dritte Waisenanstalt in B. ist die äohöpfang Baruoh Auerbach’s, der dieselbe aas seiner Gemeinde-Knabenschule hervorgehen liess. Es würde zu weit führen, wollten wir hier den Charakter and Edelsinn dieses Gründers der Waisenanstalt, wie es von dem Verf. obiger Schrift, geschieht, des Näheren aaseinandersetzen. Das Eine nur sei erwähnt, dass dieser Edle viele Anfeindangen and Hindernisse za überwinden hatte, ehe es ihm gelang, sein Institat za einem, zweokenteprechenden Werk der Wohlthätigkeit auoh dür Mädchen sa ״» sä . ■*.,Y«, 1

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