Mannheim
Compact Memory

Jüdisches Litteratur-Blatt · 1888-02-09 · N° 6. (9.2.1888) · p. Seite 23

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
17 (1888)
Issue
N° 6. (9.2.1888)
Date
1888-02-09
Page
Seite 23 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/6492408-6488258-9805906--1380-4856531
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

sein, da hier da* bürgerliche und jüdische Datum zasammenfallen. S. 318 werden 3 Antrittsreden angezeigt: I. Ehrlich am 16. Juli 1841; 1!. Lebrecht am II. Juni 1840 und 3. Grünebaum am 12. Juli 1841. — Diese Daten J fielen der .Reihe 1!ach auf Freitag, Donnerstag und Montag. Sollten diese Antrittsreden wirklich an dißsen Wochentagen und nicht, wie üblich, am Sablbath gehalten worden sein? Zum Schluss einige bibliographische Notizen: Jshrg. 1830 S. 84 a: בית מדות fvon Jehuda Löb Margolis, Dyrenfurth 1747. — Benjakob hat als Druokjahr 1777, Michael in 1778 אוצרית חיים und ein Katalog des Hefrrn Rabir.owitz 1779 S. 312 b: H. Gerson b. Salomons — Der Titel ist שער השמים ■S 416 Ende: איומה בנדנדות Konst&ntinopel 1672, welche Ausgabe( Carmoly unbekannt auch nicht; de* erste Druck war 1 i Jahrg. 18p0, S. 96: Der Titel בני אהובי von Jonathan Eibeschütt gelesen werden. S. 3s0: קיקיון דיונה von Jona Theomim 1712 ist nicht in Hannover, sondern איהל *ששבר hat als Druckjahr 1710.! (Fortsetzung lolgt.' Die Egyptologie und die jüdische Geschichte. Unter den Ruinen in Karnak ist bekanntlich auch •שערי שמים Buch ist. — Sie existirt )77. eines Buches muss בני אהובה Hanau gedruckt. welche eine ganze der König erobert eine Siegestafel von Thutmos III.. Menge Ortsnamen enthält, die haben wollte. : Im Laufe von 2 Monaten will er 59 galiläische umjl 00 jüdische Orte erobert haben, deren Namen aufgezählt werden. Dies* Inschriften sind nun neuerdings von dem berühmten Aegyptologen Prof. Masperö zum Gegenstände eingehender Forschung gemacht worden und er 1 at die betreffenden Orte unter Vergleich mit den heb •äischen und arabisehen Benennungen zu recognosci •en und ebenso die Glaubwürdigkeit der berichteten Siege testzustellen gesucht, und!seine Resultate dei Academie des Inscriptiou et Beiles Lettres vorgetragen. Er stellte sich da auf «jinen sehr skeptischen Standpunkt. Er hält es für unmöglich, wofür er überzeugende Beweise bringt, dass der ägyptische Koni; in 2 Monaten so viel Schlachten geliefert, so viel Siege errungen und so viele Stadtle erobert •labe. Er ist der Ansicht, dass der grösste!jheil dieser Inschriften nichts weiter als eine Art Ornamentik sei, ähnlich den vielen Namen auf dem Arc-de-Triomphe in Paris Dieser sollte ein Monument, für den Ruhm Napoleons sein, und trotz alles Siegesrahms Napoleons musste, zur harmonischen Ornamentirung und um Napoleons Eitelkeit zu schmeicheln manche Fläche mit Namen von Orten ausgefüllt werden, wo spine Heere bloss durchgezogen waren, und selbst mit Namen von Orter des Auslandes, die weder Napoleon noch seine Heere gesehen hatten. Man sieht doch, wozu die Prahlerei auoh gut ist, wie sie im System göttlioher Pläne auch ihren Platz hat. Städte, die sonst kein geschichtliches Interesse boten, die dem Chrjonisten keine Daten lieferten — — der Prahlhans bemächtigt sich ihrer, uud späte Jahrtausende erfahren aus dem grossaprecherischen Munde die Namen derselben und Kunde von deren Existenz. Sie glauben! dem prahlsüchtigem Könige, dass die Städte, deren Namen er verewigte, Existenz hatten, glauben aber nioht, dass die behaupteten Eroberungen je Existenz!hatten. Zur phönicischen Grabschrift. Drei Worte sind es, die Herrn Rabb. Dr. Cohn im Litt.-Bl. No. 1 Schwierigkeiten bereiten und noch nicht genügend erklärt worden sind: 1. אדלך» 2. מנם משר und 3. עלתי Was אדלז betrifft, 80 glaube ich, es sei gleich אצלן zn nehmen (צ=ח=ד), Im Arab. ist ף (Dsal)צ ן (Dhad) und צ׳ noch viel verwandter, besonders sind es ט׳ und צ׳ die verwechselt wurden, wie auch das aram. עטלא für das hebr. .עצל מנם משר anlangend, will es mir bedünken, dass מנם dem hebr. מן und *מג gleich ist, somit lediglieh Präposition. משר aber mag wohl Seide bedeuten, Im Talmud ist 'dieses Wort in שלאק, seidene Gewänder, erhalten. Der Name mag vom Schalllaut, den die Seide ' verursacht, entlehnt sein, wie שרשר Kette davon שרות (J®8• 3,19) vom Geräusch derselben so benannt worden. מטי (Ez. 16,10) ist wohl demnach Lapsus für .משר עדתי ist wohl eine Feminalform לדתי (ähnlich שהמתי דברה) und bedeutet ,Sarg“, wie תעלה ”,Flussbett, Kanal“, oder soll man es vielleicht elliptisch als מבחר קבר nehmen, wie במעלה קברי בני דוד (H. Chr. . 32,33). מןהלליה (Mischna Baba Kama) ist desselben Stammes und gleich עלית עדית• 1 Arthur S. Weissmann. Litteraturberieht. I -■! Recen8ionen. תלמודה של בבל Lehrbuch zum Selbstunterricht im babylonischen Talmud u. s. w., bearbeitet vom Rabbiner Ph.fiLederer, Heft I.—HL, 1881—1888. Seit einiger Zeit macht 8ioh wieder eine gewisse lebhafte Bewegung auf dem Gebiete des Talmud- Studiums bemerkbar and es will uns fast scheinen, ן dass das Treiben des quasi - wissenschaftlichen Anti- ׳ semitismus ä la Rohling den Impuls dazu gegeben hat^. Denn indem dieser beflissen ist, die Gemeingefährlichkeit, die Verworfenheit etc. der Juden wissenschaftlich, d. h. aus deren Litteratur, besonders aber aus dem Talmud, zu demonstriren, fordert es uns zur ׳ Gegenwehr heraus und macht es uns zur Pflicht, den Jnhalt desselben coram publico (,vor aller Welt“) offen i darzulegen und dessen vermeintliche Geheimnisse za zu enthüllen. Bereits sind in neuester Zeit mehrere Versuche gemacht worden, den Talmud und dessen Litte- . ratur der ausserjüdisohen (und auoh der jülischen,; dem Judenthum aber entfremdeten) Welt zagänglioh | zu machen. So hören wir von der beabsichtigten ן Herausgabe einer talmudisohen Enoyklopädie; so be- ׳ sitzen wir bereits eine von den beiden gelehrten ן Lectoren am Wiener Bet-ha-Midrasch heraasgegebene 1 vortrefflich redigirte Zeitschrift für das Talmudstadiam (בית תלמוד) und ein Herr Blooh in Bresslan kündigt das Erscheinen einer diesem Stadium ausschliesslich gewidmeten Monatsschrift in deutscher Sprache an. I , Auch Herr Philipp L e d er e r in Marienb&d hat es! unternommen, den Talmud zu bearbeiten and ins | Deutsohe zu übersetzen. Herr Lederer ist, wie wir ans persönlioh zu überzeugen Gelegenheit hatten, ein tüohtiger Talmudist aus der alten Schale, dazu ein theoretisch und praktisch gesohalter Pädagoge und daher der sich gestellten Aufgabe vollkommen gewachsen. Nur hat er sich mit seinem תלמידה של בבל, von dem uns bereits drei Hefte vorliegen, engere Grenzen gesteckt. Er beabsichtigt eine Chrestomathie des Talmuds za liefern; er will nämlioh den Talmud zu p&dagogisohen Zwecken und, sagen wir das

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.