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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1884-12-04 · No. 49. (4.12.1884) · p. Seite 194

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
13 (1884)
Issue
No. 49. (4.12.1884)
Date
1884-12-04
Page
Seite 194 (sequence 2)
Language
German
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ad 36. Bei der Aufräumung der Unterpflasterang des 'Hinphlochgerinnes, nicht der Gera wie Kroner schreibt, wurde der Stein gefunden. Oa auch der Geragrand oberhalb der Wi lhelmsbrücke künstlich mit Steinplatten belegt ist, so müssen sich dort noch mehrere 801 eher Steine vorfinden, worauf bei der bevorstehenden Begnlirang des Geraufers zu achten wäre. Leider konnte ich über den Verbleib dieses Steines — des einzigen der sioh vielleicht auf eine historische Person bezieht — nichts ermitteln. ad 38. BeUermann ist nicht verlässlich und Zone hat mit der Lesung אור שרגא Recht. Der Name ist im Mittelalter bezeugt und besser als ־» פייבוש= Phoebas, mit dem er synonym ist. ad 39* *נד■ תרבה f תג; der untere Tbeil des צ ist mit Mörtel verklebt. ad 40. Meine Notiz lautet anders als die Kroner’eche und wäre eine nochmalige Prüfung lohnend. Ich habe statt . . . שכפ נ notirt (שמת) ט״ז ל(פק. Demgemäss wäre dies einer der ältesten Steine aus dem Jahre 5016 — 1256. ad 43. Der Name des Märtyrers ist יצחק oder יוסף, je nachdem der letzte Buchstabe, der allein übrig ist, lautet. ad 45. Dass auch Sana eine Märtyrerin gewesen, zeigt der Ausdruck ■נטס3ד wie auf dem Stein 44, auch noch das Pentagramm, von dem jedoch nur die Ueberstrichlein — 5 an der Zahl — erhalten sind. ad48 ־. Der obere Theil wurde beim Losbrechen zer• schlagen und enthielt den Namen (שפריטמא — Esperance. ad 54. Die hebr. Inschrift lautet .... דם! נקבר שמו ... בה״ח ר* חניה שנת שמונים gehört wahrscheinlieh zu den Uferplatten der Karthäusermühle. Bei Kroner muss es heissen ad 54 von Caro übersetzt ad 55 Zanz Z. G. p. 409. ad 62 auch hier heisst es ת׳נ׳צ׳ב׳דל. ad 68 אבציל ist kein Namen, lies אכיניל. ad 72—74 vermag ich besseren Aufschluss zu giben als Kroner und seine Quelle Jaraczewski esch. S. 19. Ich besitze nämlich die Abschrift des dreitheiligen Steines, die der verewigte Lehrer Glück im Aufträge des Stadfaths Herrmann vom Original שלום (שלוסם בארבעה עשר חם ליר(ח> פיון יום נ׳ נקבר הנער משה כ־׳ר יצחקש׳קמ״ב'לם(רט> כתשעה יום ל לירח תמוז י״מנס״ד קבר הנער שלמ<ה>נ ב״ר יצחק שנת קמג לפרט בערב מם כפור נקבר הנער אלישגע) ב״ר יצחק שנת ק״מנ לפרט ועצבה ועצבה ועצבה Abschrift die Bemerkung ,Beim jetzigen Proviantamt Ackerhofgasse No. 2992 eingemauert“. Mir gelang es nicht die Stelle ausfindig' zu machen. Die zweite Zeile der zweiten Abtheilung heisst entweder יומ״ו Freitag oder יוט״ד Mittwoch. - ad. 76 lautet nach meiner Notiz איש ת0 אשר טרד .(»תורה Hierzu kommen nun noch zwei von Kroner nicht angeführte und von mir notirte Epitaphien: No. 89, um bei Kroners Sammlung fortzufahren שרים ושש לאלף ששי .... Jahr 1266. 1 מנוחתו כבוד No. 90. Jahr 1320. Dieser Stein ist in einem sehr בששה ימים tiefen Keller des zur Lorenz- לירח תשרי kiroheind«rSohlös8erstra88e נקברת ם* יוטא gehörigen Hauses (jetzt die בת ר" יתדה Schmidtsche Blumenhand- .שנת שמונים לפרט lung) gefunden und von mir selbst nach dem alten Friedhofe befördert worden. 'No. 91. Adt dem mit Steinplatten aasgelegten Wege im engen Hofe der Michaeliskirche bis zur Sakristei liegt der Leichenstein eines ermordeten {כה Der Text, dessen Abschrift mir abhanden gekommen, ist noch gut lesbar und wird Kroner ihn wohl voröffentlichen können. (Vielleicht zum Ueberfluss sei schliesslich hier das Märtyrerpentagramm 'ה יידו ע aufgelöst in ה■ ינקם דמו ודם עמו.) Bemerkungen zur Massora. Von Bezirksrabbiner Dr. Sidon. H.*) Der Decalog nach der massoretischen Tkeilung. Ueber die Zahl ״Zehn“ der am Sinai geofienbarten Worte erhob sich kein Zweifel, da dieselbe durch die wiederholte zweifellose Erwähnung der עשרת הדברים im Sohriftwort mit einem sichern Schutzwall gegen jede Behelligung uingeben ist. Hingegen war innerhalb dieses durch die Zahl unverrückbar feststehenden Rahmens durch das Schriftwort selbst ein freier Spielraum gelassen für versohiedene Auffassungen und Annahmen bezüglich der Gruppirung und Abgrenzung einzelner Theile des Decalogs. Wie der Decalog an einigen Punkten abzutheilen sei — diese Frage führte je nach dem Gesichtspunkt, den man bei deren Lösung festzuhalten sich berechtigt glaubte, za Meinungsverschiedenheiten und mannigfachen Feststellungen, die über die Grenze der theoretischen Bedeutung weit hinaus gingen.1) Hier sollen die Gründe dargelegt werden, denen die massoretische Abtheilang des Decalogs ihre Entstehung verdankt. Darunter sind zu verstehen die Paraschen, in welche der Decalog nach der Massora zerfällt. Die Stelle der Paraschen wie deren Anzahl sind daher einer näheren Betrachtung zu unterziehen. In sämmtlichen, Bibelhandschriften wie in den die k^ass. betreffenden Angaben herrscht darin die vollste Uebereinstimmung, dass Exod. 20, 2—6, ebenso Deut. 5, 6—10 — אנכי bis לא תשא — je eine Parascha bilden, dagegen besteht eine Differenz bezüglich לא תחמיר Exod. 20,14, Deut. 5,18, indem in den Bibelhand- Schriften, die zu den ältesten zählen, für לא תחמוד eine Parascha erscheint, während die meisten jüngeren Bibelhandschriften dafür zwei Paraschen aafzuweisen haben.1) Die Nachwirkung dieser Differenz dürfte zu erkennen sein in dem Verzeiohniss, *) welches Maimonides über die Petuchoth und Setumoth nach der Vorlage des von Ben Ascher mass. richtig gestellten hochberühmten ägyptischen Codex zusammengestellt hat. In diesem ist aufgeführt zu Exod. 20, 2—14: zu Deut. 5, 6—18: אנכי, לא תשא, זכור, ככד, אנכי׳ לא תשא ... סתומות לא תרצת לא תנאף, זכור פתוחד" כבד, לא תדצת לא תננוב, לא תענה, לא תנאף לא וענוב, לא תענה זלא תחמוד, ולא תתאוו־״... לא תחמוד כולן סתומות כולן סתומות• והן שש. Deut. 5,18 die לא החאוה Hier finden wir vor Abtheilung einer zweiten Parascha, während für das Exod. 20,14 nur eine einzige לא תחמוד zweimalige verzeichnet ist. Lonsado *) verwirft allerdings voranstehende Leseart und statuirt auf glaubwürdige Hand- Schriften des Jad Hachasaka sich berufend, auch für ,Exod. 20,14 zwei Paraschen, das steht jedoch fest *) Art. I. cfr. No. 33—36 dieses Jahrgangs. ') Oeffcken, aber die verschiedene Eintheilung des Decatogs and den Einfluss derselben auf den Cultas. Hambarg 1838• *) Nach Bertheaa, die sieben Gruppen der mosaisch«, Gesetee. S. 13 ff. *> Jad Hachasaka, Hilchoth Sefer־Thora Absch. 8. •> Or Thor» BL 8b. J .;~r -.A-ä

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