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Jüdisches Litteratur-Blatt · 1884-12-04 · No. 49. (4.12.1884) · p. [Seite]

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Journal
Jüdisches Litteratur-Blatt
Volume
13 (1884)
Issue
No. 49. (4.12.1884)
Date
1884-12-04
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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No. 49» Jüdisches ahrg. XIII. Litteratnr-Blatt. Zar all«r J14eatl11a ud JidM iMtnffttdci NtUrarfMkM Kr• aabolaaafM uf 40» 6•Mat« dir Fktl•• •opfcl«, 6<MklchU, EtkMRnpkle, Tk®•־ Itgli« Ori«aU)!l, Eugm, HiaUlitlk, Lltargfk, FUamik. Herausgegeben ▼OB Rabbiner Dr. Moritz Rahnier. 9T£cuj9e&1vt<j, 4. ®ecetn-Ce-r1884 ׳. B8ch«r 4«re(a«cl1li9ifaa Lltt«ntar,w«tck• der SedMtio■ 11f«n1dt wadw, to4«a la diaea Blatt« •ia«thaa4« Beafmkatg• B«i KlaMadaag ▼oal 1«1i Btaailoaa• Kxenplarea erfslft «Jamal lf« kara• Gratia-labcrttoa. —־!יי »»JMlBtfct Utttrtiar>BUttM erscheint wöchentlich in einem halben Bogen Preis bei allen BnrtMi^nin^nOTm (in Leipzig bei Robert Friese) pro Jahrgang 8 Hark• Abonnenten der ״Israelitischen Wochenschrift“ (dielvierteljährlich bei »Uea PoBtanstolten und Buchhandlungen f Bark kostet) erhalten das ״Jüdische Litteratur-Blatt“ gratis. — Iaserate werden mit *■ mit 15 Mark, berechnet und sind an die Expedition dieses Blattes zu senden, urch Robert Friese in Leipzig Inserate einsenden, erhalten 25 yC Rabatt. *mB 15 Pf. für die gespaltene Petitzeile, Bell; Buchhändler, welche direct oder Inhalt: Wissenschaftliche Aufsätze: Erfurtiana. Von Rabbiner Dr. Caro', Pilsen. — Bemerkungen zur Massora. Von Bezirksrabb iner Dr. Sidon. Litteraturberichte: Becensionen: Sidon, Simon,Rabbiner in Tyrnau ־ שבט ששעוןD. (Schluss.) -f Haasif. Jahrbuch für 5645. — Hoff, Dr. E., Historya bliblijnu dla izraelickih 1884• Notizen. Naebdraek nur mH -voller Quelleiiang; abs gestattet. Erfurtiana. Von Rabbiner Dr. Caro, Pilsen. In der Graetz-Frankel'sehen Ä(onatsschrift hat Kroner-Erfurt eine fleissig zusammengestellte Uebersicht der Erfurter hebräischen Grabsdbriften veröfientlicht und. eine historische Würdigung derselben in Aassicht gestellt. Einige Bemerkungen za diesem Thema von allgemeinem Interesse seien dem Schreiber dieser Zeilen am so eher vergönnt, als er selbst den grössten Theil der alten Leichensteiije entdeckt, ent- «iffert, nnd bergen geholfen hat. Als die Steine — 26 an der Zahl — beim Niederreiss^n des Andreasthores zum Vorschein kamen, liesd nur die Form mancher Steine ant ihren Inhalt scljiliessen. Die in den Stein eingehanenen Buchstaben waren nämlich mit Mörtel ansgefüllt und es galt nnjn vorsichtig mit einem kleinen Meissei der Spar derselben nachzugehen. Nach Ueberweisnng der Steine an j den Gemeinde- Vorstand liess ich sie entlang des lebenden Zaanes am alten Friedhof entstellen, später sind sie von einem ' Duberufenen gleich denen, die Jaraczetwski gesammelt Wte, übereinander geworfen worden( Von allen zu »einer Zeit gemachten Fanden nahm] ich sorgfältige Abschrift und legte dieselbe im Stadtarchiv nieder Dass Kroner nicht alle Steine, von denen ich Inschriften ab8chrieb, gefunden, hat einfach seinein Grund darin, <U8s ich nicht eben alle Steine vom Magistrat für üe Aufstellung erlangen konnte. Bei!der Regulirung tos Karthänserufers an der sogenannten Karthäuser- ®ühle wurde der mit Steinplatten belegte Uferrand teilweise aufgehoben. Nachdem sic}» ein gänzlich!•«gelöster Stein als Leiohenstein erWiesen (No. 40 KroneFsohen Verzeichnisses) nnd die Aufhebung anderen Steine nicht an ermögliche e war,’ kletterte «2 __ ^*־־ - .. ' / - * ich über den steilen Uferrand und nahm, auf einer. .Leiter stehend, soviel Abschriften, als ich eben konnte. Folgende Anmerkungen mögen nun das Kroner’sche Verzeichnis« ergänzen und, wo es mangelhaft ist, berichtigen. ״ ad 2 stehen die zwei נ nicht nebeneinander und ist zu lesen: כנן עדן נוחה ונפשה תתעדן ad 4 in meiner Abschrift fehlt לראש in Zeile 3 Zeile 5 scheint das Wort רדרדיו־ das Pentagramm für Märtyrer*) zu sein, zu dem noch das 5 fehlt. ■1 ad 5 statt כירח habe ich כיום, der Schluss aber lautet bei mir ׳ נאסף דום צר(ה) נוסף ad 6 ist ungenau von BeUermann N. XIX abgeschrieben. Bei BeUermann fehlt עשר upd תינ׳צ׳כה und ist a)60 wie der Buchstabe ט beim Monatsnamen nur von Kroner ergänzt ad 7 am Karthäuserufer mit der Inschrift הכחולה אסתר בת ר־ שמשון הכהן שנת שנים ע .... תנצבה אמן אמן סלה , ad 17 die hebr. Inschrift lautet כשכע ועשרים יום לירח ניסן .... ר׳ אליעלר ביר יואל .... שלש־ם Der Stein war gespalten. Wohin die Stüoke gekommen sind, weiss ich nicht. ad 28 muss es statt ל heissen די מנחם. ad 30. Das ist der einzige Steih, auf welchem die Würde מורנו in Buchstaben ausgeschrieben vorkommt. Doch ist die Lesnng Kroners יוסף durch Nichts begründet. Lesbar ist nnr der Buchstabe "י ob der folgende Buchstabe ein ר oder nur ein Theil von לי ist, kann nicht erhärtet werden. Ferner habe ich statt לאלף ששי notirt י״ו בתשרי und תהי נפשה צרורה. ad 32. Ich habe נצכה in der zweiten Zeile statt בנויה'notirt. ad 35. Kroners Lesung ist falsch. Es bedarf gar keiner Conjektur nur der Ergänzung einiger weniger Buchstaben. Das Epitaph lautet genau 80. על מצות Nur die -tfort»על גדעת נכדתי(** Sind schwierig, können aber absolut nicht anders gelesen werden. Vielleicht lässt der immerhin poetische Verfasser den Stein sprechen: ich bin wegen eines Hinscheidens (von נוע) gebrochen worden; freilich passt der Status construetns nicht ganz. ומרורים ■אכלתי (ורס הי לי על לחיי דמ(עתי) (דמע) תי על גויעת נכדתי (ציץ) הלז הצבתי לראש (בת) אליעזר מר" חיה אשר בי״ט בניסן שנת ם־׳ו לפרט נפטרה מעלמות כהורה כצרור הדדים תהיה נפשה צרורה מנוחתה כבוד. *) Siehe die Schlussbemerkung dieses Artikels. **) Es muss ohne Zweifel ״ נכדתיmeine Enkelin* gelesen werden, obwohl die Form in der Bibel nichtJvorjwaiBt. (Red.);

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