Jüdisches Litteratur-Blatt
- Journal
- Jüdisches Litteratur-Blatt
- Volume
- 13 (1884)
- Issue
- No. 48. (27.11.1884)
- Date
- 1884-11-27
- Page
- Seite 191 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/6492408-6488249-8756157--0531-4855864- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Altmeisters der es Caratoriam’s des Jedaja hamit (2. Abtheil. fort a. M. and in Italien Verehrer des jüdischen ־Wissenschaft auf den Bai d ■ich zusammengethan haben, am een Jubilar za ehren. — Neubaaer in Oxford tpeilt aas einer seltenen Handschrift das אוהב נשים Penini, Verfassers aes Beohinat Olam, 8. 1—19, 1. Abtheil. S. 138—140), welches als Erwiderung aaf das Jada b. Sabbatai שונא נשים za betrachten ist. * Uebrigens schrieb der Autor dieses Werk, als er erst 18 Jahr alt war, 80 dass der ״Frauenfreund“ als der Erstling seiner Arbeiten za registriren wäre. — Pietro Per re a a giebt des Chajim Israel p5 p מא&ר aas einer Handschrift der Ro88i’80h6n Bibliothek in Parma, mit italienischer Einleitung (1. Abtheil. S. 20—42, 1. Abtheil. S. 141,142). — Von Jellinek erhalten wir unter dem) Titel: Biblio-?raphie hebr. Denkand Traaerreden eine alphabetische usammen8tellang sämmtlioh gedruckter הספדים, unter denen die auf Josef Karo gehaltenen Beden des S. J. Katzenellenbogen and des Mostes Albelda vermisst werden (2. Abtheil. 8. 43—90). 4— Baron David Günzburg theilt aas der reichhaltigen Bibliothek seines Vaterhauses des I8ak b. Todros באל לחי mit, medicinisohe Verhaltungsmassregeln beim! Aasbruoh der Pest. In wie fern dieselben noch gegenwärtig zu beobachten seien, bleibe dem Urtheile Sachverständiger anheimgestellt (2. Abtheil. 8. 91 — 126). |— J. BLSchorr sucht das gegenseitige Verhältnis der הלכות גדולות הלכות קצובות הרכות פסוקות zu einander festzustellen (2. Abtheil. 8. 127—141). — Ein besonderes Interesse erweckt das von D. Kaufmann ijaitgetheilte השן (0שפ&, d. h. Sendschreiben des Simon b. Josef an Menachem b. Salomo, das besonders ahsere Kenntnisse von dem, was den Gegenstand des Streites um das Studium der Philosophie aasmaohtel in dankenswerther Weise erweitert. Der Herausgeber hat die Mühe nicht gescheut, die überaas zahlreichem Anspielungen aaf Bibeland Talmadstellen, welche der Text enthält, in den Anmerkungen naohzaweisen (2. Abtheil. 8. 142— 174, 1. Abtheil. 8. 143—151). — Dernbarg verbreitet ■ich in einem dentsch geschriebenen Excurs über die Uebersetzungen des Mischnah-Commejntars des Maimonides und giebt als Beleg den Cjommentar zum ersten Kapitel des Traktates Kelim{ in arabischer Sprache and entsprechender hebr.! Uebersetzung: (2. Abtheil. S. 175—191, 1. Abth. 8. 152—157). — Zwei Gedichte von Salomo b. Gabirol werden von Dr. Egers in correctem Texte mit einigen einleitenden Worten oitgetheilt (2. Abtheil. 8.102—200, l.j Abtheil. 8. 158, 159). Desgleichen bisher unbekannte Pijutim von Kalir durch Dr. Frank'el (2. Abthteil. 8. 201—217, 1. Abtheil. 8. 160—171). Beiohe Belehrung bietet die Abhandlung Stein- ■ohneiders: Die Metaphysik des) Aristoteles in jfldisohen Bearbeitungen (1. Abtheil 8.1—35), und die Beiträge zur Bibelexegese von Dr. Bosin (das. B. 36—78), in denen eine grosse ZalB bisher an ver- *Undener oder missverstandener Bibelstellen einem richtigen Verständniss zugeführt Werden. Eine italienisch geschriebene Abhandlung von Marco Hortara: La Genesi e laScienza. Note sull’ origine ■ soll’ et& dell’ uomo sucht die entsprechenden Angaben der biblischen Bücher mit den Besultaten Oodemer Wissenschaft zu vereinigen (l{ Abtheil.8.79 bis il). Der Aufsatz: Begriff und Ursprung der Tosefta מסי Dr. N. Brüll sohliesst 8ioh in würdiger Weise den geschätzten Schriften desselben!Gelehrten über $8 älteste talmudische Litteratar an (1. Abtheil. 8.92 bis 110). Noch folgen: ״Hagada und Mfdrasch-Hagada. ®in Beitrag zur Sagengesoniohte“ von Dr. Güdemann kAbtheil. S. 111—121) und ״Abraham b. Nathan aus * el, Verfasser des Manhig“ von Dr. D. Cassel. Litteraturbericht Becensionen. # י Moritz Schwalb, Dr. theol., Prediger an der St.Martini-Kirche zuBremen, Kritik der revidierten Lutherbibel. Berlin 1884. Walthei^A Apolant (Schluss). Schlimmer als solche stilistische Mängel findet Schw. viertens den Fehler der revidirten 80wohl, als der unrevidirten Lutherbibel: die für unsere Zeit allzu wenig deoente Uebersetzung mancher das geschlechtliche Leben betreffenden Bibelstellen. Diese־■ müssten möglichst gemildert und verhüllt werden. Allerdings würden auch dadurch noch nicht alle Steine des Anstosses für Haus und Schule weggeräumt, und so zeige sich die unumgängliche Nothwendigkeit der Herausgabe einer eigenen Hans- und Sohul-BibeL Hierzu bemerkt der Verfasser: ״Die meisten dieser anstössigen Stellen bezeugen sogar eine sehr edle, keusche Gesinnung und enthalten sehr heilsame Lehren und Gedanken — nur nicht für "Kinder und. auoh nicht für Frauen. Wie wir nicht daran denken, Shakespeare’8,- Montaigne’s, Moliäre’a oder auch Schillert und Göthe’s Werke in ihrer vollständigen Form unsern heranwachsenden Söhnen und Töchtern als Lectüre zu empfehlen, oder an unserm Familientisch vorzulesen, trotz allem Gaten und Edeln, was wir auch iu den anstössigsten Blättern dieser grossen Schriftsteller «zu finden wissen, so durften auoh die Bevisoren nicht daran denken, die unstreitig nicht für Kinder geschriebene Bibel unsern Kinde<^l in die Hand zu geben. Die biblischen Schriftsteller haben nicht für Kinder, sondern für die Elite ihrer Zeitgenossen, für denkende Männer geschrieben.“ Letzteres .will uns nicht so unbedingt riohtig scheinen; 5 M. 6, 7 wird befohlen, die erhabenen Gedanken der Gotteseinheit und die hehren Empfindungen der Gottesliebe auch in den Kindern za wecken und zu festigen.'־ (Cfr. 5 M, 31, 10—13.) Den voraufgehenden Bernerkungen des Verf. sohliesen wir uns in ihrem vollen Umfange an, darauf hinweisend, dass in deutscher und mancher andern neuern Sprache Haus- und Schulbibeln jüdischerseits längst hergestellt und im Gebrauch sind, und dass die betreffenden jüdischen Verfasser bei ihrem Vorgehen auf die ältesten (targumisohen, welche bereits u. A. die anthropomorphistischen und anthropopathischen Textstellen frei umschreiben) und spätem Uebersetzungen, anf die talmudisohen Gebote der Wiedergabe gewisser anstössigen Ausdrücke durch andere, auf die talmudisohen Verbote der Uebersetzung mancher Stellen and auf die zum grossen Theil freisinnigen Commentare allgemein verehrter älterer Babbinen sich berufen konnten. Wer nun etwa wähnen sollte, dass das N. T. Stellen fraglicher Art nicht enthalte, den verweisen wir vorläufig auf Math. 9, 20 — betreffend eine Mulier proflavio affecta — cfr. Lev. 15, 25; ferner auf Böm. 13, 13; 1 Kor. 6, 9.10; Gal. 5, 19; Eph. 5,3 ff. Kol. 3, 5; 2 Petr. 2, 7. 8.14. 18.22. Als fünften Fehler betrachtet Schwalb die von den Verfassern der Probebibel selbst ausgesprochene Thatsache, dass die ״neutestamentliche Conferenz im Allgemeinen den Grundsatz befolgte, sich auf kritische Fragen (soll heissen Fragen der Textkritik) nicht einzulassen, sondern den griechischen Text, den Luther hatte, bezw. denjenigen, der in der Canstein’sohen Ausgabe vorausgesetzt ist, auoh für die Bevision beizubehalten “ Schwalb legt die ganze Bedeutung und Tragweite dieses ,Sündenbekenntnisses“ in Kürze, aber dooh zur Genüge klar. Bei einer gründlichen